28.3. – 10.6.2009 (Wie geht es nach England weiter?)

Freiburg und seine Attraktionen, im Sommer 2009, mit den Augen eines männlichen Taxifahrers gesehen.

„Happy-Kadaver-Day“ 2009

Ich glaub ja schon lang nicht mehr so recht an Zufälle. Fahr ich doch mit langen Pausen seit 24 Jahren Taxi, aber es hat mich noch nie jemand in der Zeit gefragt ob ich ihn nach Zürich fahren kann und eine Vignette hatte ich sogar auch! Und heute, 3 Tage nachdem ich einen Wohnsitz dort habe, tun’s zwei. Aber da sie einen russisch sprechenden Fahrer wollten und wir genug von denen haben, an jedem Stand den man anfährt, weil da ein Termin anliegt, stehen schon zwei davon habe ich ihnen einen geschickt. Meistens sind so was ja auch keine ganz hasenreine Sachen und an meine Hasen muss ich ja denken.

Dienstag, 9.6.09

Erlebnisreicher Tag in Zürich, ich habe mit dem Arbeitsvertrag der Taxifirma eine “Aufenthaltsgenehmigung für ausländische Personen” erhalten, der sogenannte Ausländerausweis, mit Foto! Dann war ich noch auf dem Straßenverkehrsamt und habe meinen Führerschein eingetauscht. Zusätzlich habe ich eine Mappe mit Prüfungsunterlagen Theorie für den Taxischein erhalten. Alles in allem habe ich 260 Franken in Zürich gelassen. Seit gestern habe ich also einen Wohnsitz in Zürich, in etwa 6 Wochen werde ich ganz übersiedeln.

Ich bin am Anfang sehr beeindruckt von den vielen dicken Taxi-Schlitten! ( Hier Bahnhofstrasse)

Freitag, 5.6.09

Bei Books on Demand sein Buch in Auftrag zu geben ist recht einfach, hat aber seine Tücken und ist recht zeitaufwendig. In jedem Fall, mein Band eins ist bei denen schon bestellbar und müsste innerhalb weniger Tage zulieferbar sein. Einfach auf deren Webseite und unter BoD shop auf das Feld Buchsuche gehen!

Montag, 1.6.09

Tja, fahr ich doch Christine, eine süße zirka 20-Jährige mit Nasenstecker und gebe ihr natürlich auch das Buch zum Lesen, Also, „werde du jetzt Sweetie“ oder lasse es bleiben, es ist ja wie gesagt auch mein Trick um hübsche 20jährige anzumachen. (Frech grins.) Tja, über was soll ich denn sonst mit den ganzen Omis reden? Sag ich, auf die Frage, warum ich die Klimaanlage so hoch habe laufen, weil mir heiß geworden ist, weil ich eine hübsche 20jährige gefahren habe… Ach, ja? Und, was war denn, erzählen Sie doch mal… Also, es tut sich doch wieder was beim Lembke…

Freitag, 29.5.09

Habe gestern meinen Band eins, „der Job ist so mies…“ bei BoD (Books on Demand) aufgeladen! Tierische Arbeit, aber es lohnt sich. In etwa vier Wochen, glaub ich, kann man dann das Buch überall in Deutschland im Buchhandel bestellen, hier ist schon mal die ISBN: 9783837094114 Preis: € 9.90, bei 148 Seiten, 9×12

Donnerstag 28.5.09

Ächz, viel Arbeit.

Mir fallen immer wahnsinnig viele Ideen für Cartoons ein, ich kann bloß nicht so toll zeichnen. Heute z.B. als ich einen Bettler sah, der eine Flasche Wein in seinen Händen hielt und sie bekuckte: Passant gibt einem Bettler eine Flasche Wein und sagt: „Hier, ich geb Ihnen lieber kein Bargeld, weil Sie sich sowieso bloß Alkohol davon kaufen!“

Ein Video aus dieser Zeit. Die Karlstraße ist wohl die längste Kastanienallee Freiburgs, seht sie von Anfang bis Ende in einem Stück!

Fahren Sie mit mir durch Freiburg! Am Anfang sieht man mich mit dem Taxi herfahren und „Europe´s cab-driving writer“ sagen. Ein Muss für Fans. 😉

Montag, 25.5.09

Mein Führerschein ist unterwegs in die Schweiz, ich werde bald folgen! Ich habe jetzt schon genug Straßen in Zürich gelernt, dass ich den point of no return überschritten habe. Zürich wird es also sein!

Gestern musste ich das erste Mal hoch in die Wohnung eines Fahrgasts, sein Handy holen, weil er nicht laufen konnte. Novum! (2014: Das war der mit dem regionalem Verlag, der eine Veröffentlichung überlegte, ich dürfe aber nichts davon erzählen. Na ja, ist nichts daraus geworden.)

Freitag, 22.5.09

Ich habe sehr wenig Zeit, da ich jetzt Vollzeit Taxi fahre um das Geld für Zürich zusammenzukriegen. Ich habe jetzt schon meinen Führerschein in den deutschen zurückgetauscht und werde ihn demnächst in den Schweizer tauschen. Unten ist ein kleine Taxi Anekdote, für alle anderen habe ich gar keine Zeit.

Frau Dr. Grünwähler bestellt das Taxi auf 19.30, ich werde vom Tchibo als erster abgezogen, es regnet und der SC hat gespielt. “Meine Frau kommt dann zum Termin heraus”, sagt Herr Professor Grünwähler. Da die Termine trotz jahre- fast jahrzehntelanger Krise immer noch mit 12 Minuten Vorlauf herausgegeben werden, soll ich also noch 10 Minuten warten. Ehepaar Prof. Grünwähler ist politisch und auch sonst stets korrekt. Andere Menschen mit geringem Selbstvertrauen gehen dann schon mal fünf Minuten vorher aus dem Haus, wenn das Taxi schon da ist, aber sie nicht, sie sind ja auch sonst immer selber korrekt. Frau Prof. Grünwähler hat die Regiomobilcard, was heißt, sie kriegt 20% auf Car-sharing, was sich bei den Preisen schon lohnt, aber auch 20% aufs Taxi. Da wir aber zu Lohndumpingpreisen fahren, lohnt sich das hier nicht. Die Fahrt kommt auf 6,70 und wir rechnen ewig herum wie viel sie mir bar bezahlen soll und wie viel ich auf Rechnung von der Zentrale angelegt bekomme. Total sauer sage ich, dass ich für 1.20 keine Rechnung ausfülle, die sollen das für Brot für die Welt nehmen, ich verbuche nur die 5.50, die sie mir bar gibt. Sie könnte mir ja die paar Cent so geben, ich kriege immer ein, zwei Euro für lediglich ein bisschen Freundlichkeit, aber Frau Prof. Grünwähler ist zu politisch und auch sonstwie -korrekt dafür. Ich krieg das Kotzen, jeder Baum, den der Wind im Schwarzwald fällt wird betrauert, jeder Tropfen sauren Regens wird besungen, jede Ausbeutung ecuadorianischer Kaffeebauer durch den US-Imperialismus wird angeprangert – aber die Nöte der Freiburger Taxifahrer sind Frau Prof. Grünwähler schnurzepiepe.

2017: Typisch grüner Nasendreck!

Freitag, 15.5.09

Zürich! Ist mein nächstes Ziel, es sei denn ich entscheide mich doch noch für Grindelwald. Die Stadt ist zwar mit 370.000 Einwohnern für mich eigentlich viel zu groß, aber man muss lange, lange nicht so viel Straßen lernen wie in England. Außerdem bietet die kleine Weltstadt, die heimliche Hauptstadt der Schweiz, für mich natürlich sehr viel, die geeignete Bühne für “Europas taxifahrenden Schriftsteller”, zudem sei sie ja die Stadt mit der höchsten Lebensqualität in der Welt (natürlich nicht gerade für kleine Geldbeutel.) Auch in den Außenbezirken, und erschlossen ist alles mit einem, selbst für Freiburg beeindruckenden Nahverkehrssystem, auch die Busse sind wie in Basel auch, elektrifiziert. Da ist eigentlich gar nicht so viel Bedarf für Taxis, die man auch entsprechend rumstehen sieht. Einer erzählte mir es sei alles um die Hälfte zurückgegangen und man könne nicht mehr davon leben. Aber das ist es ja überall und man verdient immer noch doppelt so viel wie in Freiburg. Die immens großen Einkommensunterschiede in Zürich, auf der einen Seite Banker und Börsianer und der anderen arme Arbeitsimmigranten, zeigen sich auch bei den Taxis, da gibt es die dicken S-Klasse Daimler oder gar Cadillacs und Jaguars und dann die billigen Japaner. Aber so dreckig, vergammelt, rostig und verbeult wie manche in Freiburg ist dort kein Auto. Die Firma mit denen ich sprach würde mich sofort einstellen und auch erhebliche Hilfestellung beim Schein geben!

Pendeln zwischen Freiburg und Zürich bahnt sich. Hoffentlich wirft sich also keiner vor den Zug. Warum muss die Bahn denn auch gleich solche falschen Versprechungen machen?

Gestern habe ich den Taxischein für Brighton zugeschickt bekommen, den ich für ein Jahr verlängern habe lassen. Ich kann nun jederzeit mal “gschwind” nach Brighton jetten und ein paar Wochen fahren, wenn mir danach ist, einen Job kriegt man sofort, man ist da ohnehin viel flexibler als in Deutschland.

2017: Hätte ich es mal machen sollen!

Dienstag, 12.5.09

Morgen gehe ich nach Zürich, mit jemandem sprechen. Die suchen da händeringend Taxifahrer!

Nachdem ich in Brighton war kann ich diese Schwüle in Freiburg gar nicht mehr ab. Bin ich denn ein Schimmelpilz? Meine halbe Diasammlung ist verschimmelt!

Meiner Mutter geht es wieder besser, es ist ein Auf- und Ab.

Freitag, 8.5.09

Ich gebe zu, ich vermisse Brighton von Zeit zu Zeit. Ich habe den Schein auch deshalb verlängert, obwohl es sehr aufwendig ist.

Meine Mutter ist sehr verwirrt. Sie sagt mir, sie muss doch jetzt hier weitermachen und weist auf ihr Bett, auf dem sie liegt. Was sie damit meint, ist nicht klar. Vielleicht aber sind ihr Besuche in ihrem Zustand gar nicht so recht.

Dienstag, 5.5.09

Ich habe doch nicht die Schweinegrippe, obwohl ich immer schweinische Gedanken habe. Aber das soll jedem Mann so gehen und auch so mancher Frau, wie ich mir habe sagen lassen. Also, ist es nur ein normaler Schnupfen.

Freiburg ist viel teurer als England, ich habe gerade das doppelte für einen Haarschnitt bezahlt wie in England!

Nachtrag Samstag/Sonntag

Frühmorgens ein Mann, der von einer Frau verabschiedet wird, die lange im Türrahmen steht und ihm nachschaut, im Schlafanzug oder so was. Er sieht mein Buch „macht Taxifahren sexy“? „Ich war anscheinend sexy genug, gestern Abend“, sagt er und lächelt stolz. Seufz, ich muss ihn fahren, und am Liebsten würde ich ihn rauschmeißen, kehrt machen und seinen Platz bei der Frau einnehmen! Mmm, das Bett ist noch schön warm, Kuscheln, Schmusen, Sex… ein bisschen schlafen. Man kann das den Menschen immer anmerken, sie haben sich kennengelernt, ein wenig getrunken, zusammen, ein wenig mehr getrunken, your place or mine, die Barrieren fallen, eine Nacht lang sich näher kommen, die Fremdheit, das Verlangen, die Vereinigung. Der Rausch, das überwältigende Gefühl des Eins-sein-Werdens mit einem Menschen, der einem noch völlig fremd war, die wohlige Müdigkeit und Aufgekratzheit am Morgen danach, sich nach Hause fahren lassen vom Taxifahrer, nur noch schlafen, nachspüren. Momente im Leben, mitstenographiert. Der Taxifahrer, der ewige Beobachter. Shit, ich will auch mal wieder.

Ich fahre Matthias Dortmann, der in Holland bei einem Lokalsender, dem Radio Almelo arbeitet. Er sagt, er wird das mal bei der Redaktion vorschlagen, ob sie was über mich bringen. Ich kann mich gar nicht mehr retten vor lauter Berühmtheit. Wir können nirgendwo wenden, ich muss einen kleinen Umweg fahren. Die Omi hat die Einfahrt mit Mülleimern zugestellt, dass keiner dort wenden kann, so geht das zu seinen Lasten! „Mein Großvater hat auch geschrieben“, sagt er, jedes Mal wäre er bei einem anderen Verlag gelandet, weil jeder danach pleite gemacht hat! Ich fahre verpeilt. Das lahme Bein habe ich, weil ich von „Europas taxifahrendem Schriftsteller“ angefahren wurde! Ich bin stolz darauf! flaxen wir.

Ebenso eine Stadtführerin, das Marketing der Stadt würde funktionieren! Sagt sie, und richtig, mir fallen, aus Brighton kommend, die vielen Horden von Touristen hier auf. Ich spreche sie auf mein Schreibprojekt „Stadtführung der besonderen Art“ an, ein verhinderter Stadtführer entleibt sich und Gäste, die sich auf das Plakat „Stadtführung der besonderen Art“ hin um Mitternacht auf dem Münsterplatz versammeln, erleben auch eine solche, der Geist des Verstorbenen zeigt ihnen die Stadt, aber wie! Von den Anfängen der ersten Siedlungen in der Römerzeit, bis heute – wie sie wirklich war! Ja? Da sollten wir uns mal kurzschließen, sagt sie.

Jeden Samstag/Sonntagmorgen kann man die Kehrmaschine ihre Kreise ziehen sehen. Wenn man sieht wie viel Zeit und Mühe es kostet die Flaschenscherben nach einer Samstagnacht wieder zu entfernen, dann fragt man sich abermals, warum es kein Glasflaschenverbot gibt. Keiner sieht über den Tellerrand hinaus bei uns. Die Alternative wären noch mehr Sheriffs an den Discos, die sich die Leute greifen, die die Flaschen auf die Straße schmeißen. Kleine, verwöhnte Früchtchen, die das zu Hause auch so machen.

So wie auch jener, der im Bus eingepennt ist und von den Sanis unsanft geweckt wurde. „Wir haben ihn alkoholisiert aus dem Bus gezogen, würden Sie ihn fahren?“ fragen sie mich. Er sieht recht fit aus, alles was noch stehen und gehen kann packe ich ein. Wenn’s torkelt, nicht mehr so gerne, aber das kann man sich leider nicht immer aussuchen. „He, diese Scheiß-Sanitypen, da bin ich zwanzig und die wollen noch meine Eltern anrufen!“ Und. „Alles was ich noch weiß, ich verabschied mich von meinen Freunden, sag, ich fahr die paar Stationen mit dem Bus und dann stehen die dann um mich rum und machen ein Riesentheater.“ Er bleibt mir einen Euro schuldig und ich habe eine Story mehr. „Wenn ich all das aufschreiben würde was ich erlebt habe, wäre ich schon längst Millionär“. Scheiße, ich hab’s gemacht und bin völlig verarmt dabei. Gebt mir für jede Story nur einen Euro und ich könnte wenigstens meine Schulden bezahlen.

Mittwoch, 29.4.09

Der Gig neulich mit Barbaras Gedichten, die ich per Gitarre und Gesang ein wenig auflockern sollte, ging etwas in die Hose, Gott sei Dank, fast, kamen eh nur vier Leute. Barbara hatte kein Mikro und sie ging etwas im Hintergrundlärm unter und ich, na ja, manchmal kriegt mein Größenwahn ja immer wieder einen kleinen, verdienten Dämpfer, man kann eben nicht sechs Jahre nicht mehr spielen und singen, dann kurz mal wieder so’n bisschen üben und erwarten vortragsreif zu sein. Ach, ja und das auch noch mit einem halb taub und gefühllos gekletterten Unterarm, der so zu krampfen anfängt, dass man noch nicht mal sauber schlagen, geschweige denn zupfen kann. Und da man zu Haus nicht laut singen will, wegen den Nachbarn, wird das alles eben nur so ein musikalischer Sprechgesang! Schwamm drüber.

Na ja, im Hintergrund war ja noch das Treffen mit meiner Mutter, der ich vor drei Jahren sagte: „ich will dich nicht mehr sehen solange du lebst“ (bin ich so böse oder hat meine Mutter das verdient?) und dann doch kam, als mir meine Schwester sagte, wenn du sie noch einmal sehen wolltest wäre das ein guter Zeitpunkt, denn es geht er jetzt doch sehr schlecht. Und als ich sie da so liegen habe sehen, so klein und mager und alt und gebrechlich, kaum noch die Augen aufkriegend, da habe ich einfach erst mal fünf Minuten heulen müssen. Alles relativiert sich eben im Angesicht des Todes. Ob sie überhaupt noch lebt, während ich das jetzt schreibe? Heute Nachmittag geh ich noch mal zu ihr, gestern sah es schon sehr schlecht aus.

Doch ich verbrachte dann auch einen Nachmittag mit meinen Leuten und meinen beiden Großneffen, wovon der eine fünf ist und der kleine acht Monate und ein so ein kleiner süßer Wonneproppen, ich hab richtig einen Narren gefressen an ihm!

Meine bezaubernde, kleine, Nichte dankte mir meine kleinen Küsschen auf die Wange damit, mich mit Angina angesteckt zu haben. Supi, ich hab immer einen Monat Bronchitis, einen Monat Pause, dann einen Monat Angina. Dann einen Monat Pause und der Zyklus geht von vorne los. (Aber vielleicht ist es diesmal ja nur die Schweinegrippe.)

Gestern gelang es mir auch endlich die Route am Überhang zu klettern, an der ich jetzt schon fast zwei Monate rumschraube. Ich kann wieder einen Siebener in der Halle klettern, wenn auch noch mit Schummeln!

Ich bin hin- und hergerissen mit England. Einerseits würde ich gerne längere Zeit dort verbringen, weil es mir unterm Strich sehr gut gefallen hat (die Bulldogge in mir), andererseits aber ruft mich d’Schwiiz… Tja, mal sehen. Ich werde auf jeden Fall den Schein verlängern, dann kann ich immer noch ad hoc rüber.

Mittwoch, 22.4.09

Also, weil alle so böse hier zu mir sind, gehe ich wieder nach England. Wie, ich sei doch erst nach Deutschland gekommen, weil in England alle so böse zu mir waren? Na ja, lasst mir doch ein wenig Widersprüchlichkeit.

Eine Möglichkeit wird sein, dann doch nicht nach Colmar zu gehen, weil der Schein dort so schwierig ist, sondern nach Belgien oder zuerst in die deutsche Schweiz und von dort in die französische. Aber vielleicht es gelingt mir durch die Aktionen, die ich in England machen werde, Sponsoren an Land zu ziehen oder endlich mal so zu Geld zu kommen, mit Taxifahren kann sich ja nur über Wasser halten.

Am Freitag habe ich übrigens einen Gig in dem Veranstaltungsraum in der Cafeteria in der Weissmanstrasse, 10 Uhr glaube ich, die Barbara wird, da ich ja nicht ganz dicht bin, ein wenig Dichtung vorlesen und ich werde dazu drei Reinhard-Mey-Songs zum Besten geben.

Alle zweiundvierzig Kapitel von „42 ist die Antwort…“ sind auf gesprochen!!!!! Meine Leser haben also die Möglichkeit sich hier auf dieser Seite kostenlos ein Hörbuch reinzuziehen, will ich nur mal eben so erwähnen… (War damals so)

Und ich habe jetzt, von „Per Anhalter durch die Galaxis“… – eine gekürzte Neuübersetzung geschrieben! – eine Fortsetzung geschrieben, auf Deutsch! – auf Englisch! – habe die deutsche Version auf gesprochen! – und sie geschnitten, in MP3 konvertiert und ins Internet geladen!  – und das alles ohne je eine müde Mark dafür zu sehen, während sich zig Leute am Anhalter eine goldene Nase verdienen!!!!!!!!!!!! Douglas, you owe me one!

Montag, 20.4.09

Gehe wieder nach England! Und werde dort für einigen Wirbel sorgen! Mehr dazu, wenn ich mal Zeit habe, ich habe jetzt bereits 27 Kapitel „42 ist die Antwort, doch wie lautet denn die Frage eigentlich genau?“ auf gesprochen. Sie sind an ihren Platz, bei Kapitel eins zu finden!

2017: heute nicht mehr

Freitag, 17.4.09

Gott, hab ich Heuschnupfen. Schlimmer als Freiburg kann eigentlich nur das Amazonasbecken sein.

Dienstag, 14.4.09

Ächz. Entgegen meiner Ankündigung habe ich alle Anhalterkapitel bereits aufgeladen! Weiß jemand was das für eine Arbeit ist?

Wenn man den Arzt zum Notdienst fährt und der Krankenwagen kommt, dann heißt das warten. Und wenn man dann so richtig sauer ist, dann kommen noch die Jungs vom Sanka, traditionell Wichtigtuer, und scheuchen einen weg, damit sie fünf Meter weiter ran fahren können. Oh, süße Rache, der Aufzug ist zu klein für die Trage!!!

Karfreitag 2009

Warum muss es in Freiburg eigentlich gleich tropisch warm werden, wenn es einmal Frühling wird? Außerdem plagt mich mein Heuschnupfen, den ich in Brighton kaum gespürt habe. Ansonsten geht’s mir gut. Gerade habe ich im alten Friedhof ein paar Fotos gemacht, die ich demnächst auflade und zwei Mädels haben mir gewunken. Aber ich bin doch so schüchtern!

Berühmtestes Grab im alten Friedhof Freiburg, immer frische Blumen! Wiki: Bekannt ist zudem das Grab der Caroline Christine Walter aus Opfingen von Anton Burghart.[6] Diese junge Frau verstarb mit 17 Jahren im Jahre 1867; seitdem ist es beinahe täglich mit frischen Blumen geschmückt. Um die rätselhaften Spender der Blumen gibt es in Freiburg viele Legenden.

Mittwoch, 8.4.09

Veronica, der Lenz ist da!

Wie soll man denn so den Straßennamen erkennen?

Das kleine süße Baby hier habe ich mit dem „Babysafe“ transportiert, deutsche Gründlichkeit! In England gab es da nur whatever works!

Samstag, 4.4.09

Was alles abgehen kann beim Taxifahren, er erzählt mir sein Vater würde meinen, er würde sein Erbe verprassen und ich soll wo anders parken, damit er mich nicht sieht und dann macht er eine Zech- und anschließende Einkaufstour für 25 Euro und erzählt mir man hätte ihn im ZO darauf aufmerksam gemacht, dass er nicht rauchen darf und extra den Sicherheitsdienst gerufen, woraufhin er sich weigerte und in den Aldi ging, dort hätte man sich nicht um die brennende Zigarette gekümmert. Auch gäbe es einen Alkoholbringdienst, der Pleite machte als er aufhörte bei ihm Alkohol zu bestellen! Während ich auf ihn warte, fährt mir einer am Stand rückwärts aufs Auto, dass das Nummernschild verdellt wird! Aber alles passiert im Rahmen des Natogipfels mit Sicherheitsvorkehrungen für 120 Millionen Euro, die man aber in Kauf nimmt, weil der erste schwarze Präsident der USA der erste wirkliche Weltenlenker werden könnte, der den Namen verdient (2011: was für ein Enttäuschung, dieser Pseudomessias! 2014: pathologische Lügner! 2017: Satanistendreck!) und man will natürlich keinen zweiten Fall Kennedy, wobei die dann jedoch am Meisten auf ihr eigenes Personal aufpassen müssten). Die Leute erzählen im Radio, die Polizei hätte gesagt, wenn sie sich (in ihrem eigenen Haus!) am Fenster zeigen würden, würden sie erschossen! (Naja, wohl ein bisschen übertrieben. Aber es wäre wohl ratsam an diesem Tag die Jagdflinte im Wohnzimmer zu reinigen, statt auf dem Balkon, wie sonst.)

Freitag, 3.4.09

Nachdem ich jetzt zirka 60 Emails an englische Zeitungen abgeschickt habe, will ich doch erst mal die Reaktionen abwarten. Vielleicht lade ich den Anhalter doch für frei auf meine Seite!? Es spricht einiges dafür, da anscheinend doch bereits schon einige Fanversionen kursieren. Mehr dazu auf meiner englischen Seite. (2014: nicht eine Reaktion!) 

Mittwoch, 1.4.09

Meine Medienkampagne wegen dem Anhalter läuft an. Man findet alles auf meiner englischen Seite, da es sich alles in England abspielt, in Deutschland hat man ja wohl noch nicht mal mitgekriegt, dass eine offizielle Fortsetzung im Herbst rauskommt.

Sonntag, 29.3.09

Ich kriege bereits Reaktionen eines englischen Douglas-Adams-Fanclubs, wie zu erwarten, von dem prüden und blasierten Volk, sind sie überwiegend negativ. Aber wie jeder (hier) weiß, ohne Provokation kriegt man keine Reaktion! Und wie weiter jeder hier weiß, ich liebe es zu provozieren!

Heute war Freiburg Marathon und ich habe einem Herren aus dem katholischen Seminar in der Wintererstrasse 200 Meter den Koffer geschleppt und von ihm dann einen Eu Trinkgeld bekommen. Wie ich dieses bigotte Volk hasse! Gekreuzigt gehört ihr und den Löwen zum Fraß vorgeworfen, ihr die euch ihr den ganzen Tag um euer Seelenheil sorgt und ansonsten euch bedienen lasst!

Samstag, 28.3.09

Mein Kampf gegen das Literaturestablishment! Ich schicke verschiedene Schreiben auf Englisch an die Verlage.

Über Jochen Lembke

Europe's cab-driving writer
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