Februar 2010 (beginnender Zürichfrust)

Dienstag, 2.3.10

Also, ich glaube, ich kann das ja verraten, ich habe mich mit der Jenny, deren Foto ich ja mal hier aufgeladen habe, mal getroffen. Ich glaube allerdings nicht so recht, dass sie richtig gehend ein Date darunter verstanden hat und eine SMS in diese Richtung hin blieb leider unbeantwortet. Also, das wird sicher nichts. Die junge hübsche Dame nun, mit dem Namen Anny, die ich am Sonntag kennengelernt habe, findet meinen Schreibstil sehr direkt und ehrlich… na ja, sind wir halt mal vorsichtig.

Montag, 1.3.10

 Nice and sunny weather, makes me almost forget hating Zurich… no, I mean being a cab-driver in Zurich, it’s not so bad here when you are a porsche-driving banker… aww, you know what I mean. Sped up two times, with music. See me, ahem, one time crossing a light at „taxi-yellow“ (full red).

Beim ersten richtigen Vorfrühlingstag gönnt sich die hart arbeitende Zürcher Geschäftswelt offensichtlich einen blauen Montag, der schlechteste Tag bisher überhaupt!

S’Weggli und der Foiver… habe ich wieder mal die Uhr vergessen anzumachen, sagt sie, sie hätte auch noch nie einen Schweizer Taxifahrer erlebt, der vergisst die Uhr anzumachen.

Sonntag, 28.2.10

Restaurant Hubertus von Tsunami weggespült! (Schön wär’s, die haben wieder gelärmt, bis halb zwei.)

Nachdem die Schulferien vorbei sind geht es wieder aufwärts. Heute wäre mein zweitbester Tag gewesen, wenn ich nicht gleich bei der ersten Fahrt geblitzt worden wäre.

Fahre eine Deutsche mit multinationalen Eltern und sehr tiefem und sexy Ausschnitt, von der Party nach Hause, wo ist mein Charme auf Knopfdruck, trotz Kaputtseins? Scheiße, wieder ein date versiebt. Habe auch eine sehr süße Amerikanerin gefahren heute, die auf Wohnungssuche ist (für süße Mädels ist bei mir immer noch Platz, das Nebenzimmer steht leer (wegen Verbindungstüre).

Heute haben Zürichs orthodoxe Juden mal so richtig aufgedreht, sie feierten „Purim“, das „jüdische Halloween“. Aber wen ich sonst frage, sie wissen nicht „was die haben“, sie bleiben halt sehr für sich, Zürichs jüdische Bevölkerung, massieren sich eben halt auch im Gebiet Schmiede Wiedikon/Manesse-/Weststrasse.

Mit dieser stinkenden Schüssel sind meine Purim-Fahrgäste herumgefahren !

Wieder Föhn bedingt schöne Fernsicht

Hönggerberg

Mörgeli bekommt einen deutschen Chef. Der SVP-Politiker schimpft regelmässig über die hohe Zahl deutscher Professoren an den Schweizer Hochschulen. Jetzt soll ein Deutscher die Stelle erhalten, die Mörgeli selber wollte. Nörgeli, Nörgeli, du machst Sachen, habe ich mich erst an deinen Redebeitrag zur „entarteten Kunst“ gewöhnt und das alle Künstler links und durchgeknallt sind (und ich dachte, ich sei der einzige) da verursachst du einen Lachanfall bei mir (denk doch am meine Gesundheit). Hach, ihr Schweizer… so viele deutsche Chefs… bei meiner nächsten D-Reise geh ich zur Angela und hol mal ’n Beitrittsformular, das würde doch alles viel einfacher machen. SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli, Historiker an der Universität Zürich, muss sich an einen Deutschen als Chef gewöhnen. Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, geht die Professur für Medizingeschichte der Uni voraussichtlich an Thomas Schlich. Der Deutsche würde Mörgelis Vorgesetzter. Mörgeli, der am Institut das Medizinhistorische Museum leitet, hatte sich selber um die Stelle beworben, so das Blatt. Dass er die Stelle nicht erhalten würde, sei allerdings früh klar gewesen. Jetzt habe sich die Findungskommission entschieden, Schlich als Nachfolger für Beat Rüttimann vorzuschlagen. Die Universität will sich zu Personalfragen zu diesem Zeitpunkt nicht äussern, wie sie hat verlauten lassen. Für Mörgeli ist die Neubesetzung von grosser Bedeutung, wie die Zeitung erläutert. Sein Museum sei seit längerem umstritten – es passe «mit seinen Föten in Formalin nicht mehr so richtig zu einer Universität (…), die sich selbst als Schrittmacherin in der Spitzenmedizin sieht.» Es fehle an Besuchern, ausserdem gebe es viele Ideen, wie das Gebäude anders genutzt werden könnte. Über das künftige Schicksal des Museums entscheidet die Uni in Absprache mit dem neuen Lehrstuhlinhaber. «So liegt Christoph Mörgelis Schicksal also in deutschen Händen», resümiert das Blatt.

Samstag, 27.2.10

Das Net ist schon gigantisch. Muss ich an Flowers for Algernon denken, ein so richtiges Dummes-Bärli-Buch, was in den 80ern zu meinen englischen Lieblingsbüchern gehört hat und 10 Minuten später seh ich schon 10 Minuten aus Charly, den 68′ Film dazu, auf youtube.

Mein car-wash video hat in kürzester Zeit 164 Klicks bekommen und steigend, verrückt, während andere seit Jahr und Tag mit 20-30 herum darben.

Bis Ende 2014 schon 21.000 Aufrufe!

Noch einer, der die Schnauze von Zürich voll hat: …Bei mir ist es umgekehrt, ich bin kein Zürcher, habe aber die letzten 12 Jahre in Zürich gelebt. Wenn man drin ist in der Stadt, gewöhnt man sich an alles und wird sozusagen “korrumpiert” durch die Umstände. Jetzt zurück in Deutschland (Hamburg) fällt mir der Unterschied erst auf, plötzlich ist alles freundlich und lebhaft und im positiven Sinne “uncool”. Rückblickend bringen mich keine zehn Pferde mehr nach Zürich zurück, es ist in der Tat eine tote Stadt, teilweise schön anzusehen, aber bieder und langweilig. Ich verstehe gar nicht, wie solch eine tote Stadt ständig in der Top-Liste der begehrtesten Städte rangiert. Das wäre nur dadurch zu erklären, dass diese Liste nach Kriterien bewertet wird, welche von langweiligen Spiessern und Bankangestellten und kulturlosen Neureichen erstellt werden.

Zu Tiger Woods, der das Einlochen eben nicht lassen kann: Liebe Sponsoren, bitte springt doch nicht ab, nur weil ich sexsüchtig bin. Und bitte, liebe Frauen, gönnt mir doch mal eine kleine Auszeit. Jochen Lembke. PS. Warum springt denn gerade Gatorade ab? Hat der Tiger nicht gerade wieder Ausdauer und Leistungsbereitschaft beweisen?

Freitag, 26.2.10

Gaddafi ruft zum Dschihad gegen die Schweiz auf. Auch das noch! Das libysche Kamel, es wird kommen und es wird die kleine Schweiz einfach zu scheißen! Liebe Bundesregierung, holt die deutschen Staatsbürger hier noch rechtzeitig raus, mit Helikoptern… äh, wenn ich´s mir recht überlege, nein doch besser mit der gesamten Flotte von Lufthansa und Air-Berlin zusammen.

Donnerstag, 25.2.10

An die Adresse der Griechen. Ich kann es nicht fassen! Erst lümmelt sich das Gesocks die ganze Zeit am Strand oder auf den die vom Laster gefallenen Yachten vonne Eurosubventionen. Dann gibt es Souflaki und Tsatziki zu Bousukimusike odawieheisstdenndatda, dann fließt der Ouzo in Strömen. Dann geht es wieder an den Strand und es werden deutsche Touristinnen vernascht. Dann braucht man am nächsten Morgen Kohle und die deutschen Faschos sollen bluten. Ich sage nur, keinen Cent für diese Ouzoabzockconnection, sonst verpulvern die das auch noch! Lasst die arbeiten und von mir aus bis ans Ende ihrer Tage Souflaki, Tsatziki und Ouzo servieren bis sie schwarz werden, wenn das alles ist was sie können!

Griechen bei der Arbeit

Dienstag, 23.2.10

Die Verbrecher vom Hubertus fanden meine Reaktion nicht so lustig. Nun, so sind wir quitt, Jungs. Eine Lesung mache ich jedenfalls nicht, nachdem sich die „Beziehungen zum Tagi“ als doch nicht tragfähig herausgestellt haben. Klar, groß tun kann jeder, gerade ich bin da ja weiß Gott auch nicht ohne Fehl. Nur weil sich die anderen beschwichtigen lassen, lasse ich mir den Buhmann aber nicht zuschieben. Es ist eine Sache über einem Restaurant zu leben und eine andere über einer Technodisco. Für mich seid ihr jedenfalls Generation Egoismus.

Danke, lieber Davoser!

Montag, 22.2.10

Eis, Schnee, Dunkelheit… war da was? Und siehe da, es wird Frühling, so schnell geht das!

Gehe ich ins Hallenbad, ist heute nur Sauna für Frauen. Einmal Frauensauna, sage ich also zur Kassiererin und sie kichert verlegen, ich wolle wohl „Hahn im Korb sein“.

Ich gönne mir die Woche einen Miniurlaub, da man wegen der Ferien nur rumsteht. Schnuffbär ist natürlich sauer, da auch ein nur 50% Umsatz ist besser als gar keiner, aber da ist ja auch noch der Fahrer zu berücksichtigen und wenn man länger als ein halbe Stunde Standzeit hat, kriegt man ganz üble Verspannungen. Ich hab aber eine ganze Liste, Sachen zu machen!

Die Verbrecher vom Hubertus haben gesagt ab 6 leiser zu machen, ab 8 ganz leise und ab Punkt 10 sei ohnehin Schluss. Was war? Durchgehend brüllend laute Musik bis 10.20 Uhr! Danach konnte ich nicht schlafen, ich habe immer Technobass gehört, dabei war das nur mein eigener Herzschlag. Ich war so sauer, ich war drauf und dran satt Entschädigung zu verlangen! Aber irgendwie komme ich mir blöd vor, wenn ich als einziger was sage, die anderen schlucken das eben und das fände ich nicht fair. Also will ich doch auf das Angebot eingehen, bringt mich groß in den Tagi und dann schlucke ich das. Obwohl ich mir natürlich sage, irgendwann komme ich ohnehin in den Tagi.

Sonntag, 21.2.10

Nur noch 6 Tage und 6 Wochen! Habe heute auch wieder eine schöne Konversation auf Französisch gehabt, es macht richtig Spaß und ich freue mich unheimlich.

Habe nur noch Computerprobleme, muss dies hier gerade schreiben, während Bildschirm 90 Grad gekippt ist!

DJ´s aus Holland

Fahre Stamina MC, einen Sänger mit Rapeinschlag. Im Internet zu finden. Fahre öfter DJ´s und andere Leute, die Zürich auftreten, weil es hier sehr viel Publikum mit Kohle hat. (Die beiden Leutchen von Bild sind DJ´s aus Amsterdam.)

Auskennen tue ich mich jetzt auch mit den Kantonen der Schweiz („Kantönlidenken“) ich kenne alle Autokennzeichen, weiß, wo die Kantone liegen und weiß, welche Sprache dort gesprochen wird. Bald kann man mich einbürgern! (Tut´s besser nicht, liebe Schweizer, ihr inkorporiert einen schwer verdaulichen Brocken.)

„Ich schreibe einen Blog über blasierte Zürcher“, sage ich heute morgen einem besonders blasiertem Exemplar herausfordernd. Doch der reagiert nur blasiert.

Der Service in der Schweiz sei der schlechteste in ganz Europa, sagt mir Roberto di Pasquale, Produzent und Schriftsteller (Budogalaschweiz) heute morgen. Auch die Leute seien so mufflig. Er sei auch mit 444 nicht zufrieden. Mich haben schon so viele verlangen wollen, kann ich nur dazu sagen. Aber 444 will ja nix von mir wissen! Na ja, sie werden sehen was sie davon haben, eine solch tolle Chance kriegen sie nie mehr wieder! Genau wie Taxi Freiburg und Streamline Brighton, in ein paar Jahren geht das große Arschbeißen los! Über diese Fahrt gibt es ein nettes Video.

Heute morgen wieder halbe Stunde verloren wegen schlecht gewarteten Fahrzeugen bei uns. Ich will Schnuffbär keinen Vorwurf machen, er ist eh nur den ganzen Tag am Springen, weil er ja den Taxiladen und noch eine andere Sache dazu macht, aber lieber Himmel, mir stinkt das langsam, immer diese alten Gurkenfahrzeuge, auch hier war England lobende Ausnahme!

Die „Verbrecher“ vom Hubertus haben heute wieder afterhour, he, da drin geht´s zu wie in einer stinknormalen fucking Disco, jeder kann das Video dazu sehen, (muss ich nochmal aufladen irgendwann) ich war unten und habe mit denen verhandelt, aber die arbeiten mit allen Tricks, Beschwichtigungen, jetzt ist da einer mit Beziehungen zum Tagi, damit will man mich ködern, eine Lesung mit großer Presse. Mal sehen, Leute, einstweilen habe ich nur Nerverei von dem Laden und absolut nix davon, mal ne Flasche Wein, mal nen Kinogutschein für nen Film, den ich eh nicht sehen will, Leute gebt mir wenigstens mal 50 Stutz, okay! Um sechs wollen sie leiser stellen, my ass, (ha, von wegen Banane) noch ist immer brüllend laut)

Robert, ein sehr netter und gemütlicher Zürcher. Die Sonnenbrille gehört dazu.

Samstag, 20.2.10

Zu meiner Ehrenrettung sei gesagt, dass mein Plan war, den Kork mit dem Bohrer zu ziehen und wenn es nicht ein billiger Presskork gewesen wäre hätte das auch geklappt.

Freitag, 19.2.10

Weissauchnich, jede Frau sei vor mir gewarnt, um meinen Zürichfrust wegzuspülen habe ich mir eine Flasche Roten gegönnt, aber vergessen, dass ich doch gar keinen Korkenzieher habe. So habe ich Flasche mit der Bohrmaschine (!) aufgebohrt und den Wein und die Korkkrümel irgendwie in einen Plastikbecher (!) befördert, was gar nicht so einfach ist, da durch das Bohrloch ja keine Luft reinkommt, beim Ausgießen. Ich weiß, ich habe Manieren wie ein Bauer. (Herr Ober, diese Flasche schmeckt nach Kork!)

Aber ich bin ein sehr zärtlicher Kuschelbär, Mädels, und sehr verschmust, stehe aber auch durchaus meinen Mann… äh, der Wein beginnt zu wirken, ich vertrage doch keinen Alkohol…Ja, ich weiß, ich bin frustriert. Ja, ich weiß, ich bin naiv und habe gemeint hier mehr Erfolg zu haben. Ja, ich weiß, niemand beachtet mich und deshalb karte ich nach. Ja, ich weiß, anders wo war der Winter auch lang, kalt und grau. Aber ich bin nicht der einzige, auch in der Schweiz selber gibt es genug Leute, die die Schnauze von Zürich voll haben!

Aufkleber des FC-Basel!

Vor dem Gebäude der Zurich Versicherung wartete ich ewig auf einen Businessman und ging dann auch mal rein ins Foyer, Mann! Wirklich alles da, um zu sagen, Leute, wir sind reich und wir wollen, dass ihr alle uns noch reicher macht!

Große Kreativität in Zürich um der Werbeflut Herr zu werden!

Sogar bei uns wird darauf hingewiesen! 🙂 (Ist Taxijargon für Polizeikontrolle)

Donnerstag. 18.2.10

Sagt der Chef mir gestern Abend, er hätte eine Fahrt für mich, ich solle um halb Acht da sein. Klar, denke ich, geht nach Genf! Da war das so eine Großraumscheißaktion, bei der drei Großraumtaxis bestellt waren, die eigentlich gar nicht benötigt wurden, mit 5 Kilometer Anfahrt morgens zur Stoßzeit und letztlich kamen von den angekündigten 120 Franken Umsatz nur 46 bei raus! Ich war den ganzen Tag so sauer deswegen! Sicher, er schickt mich nicht nach Genf, da hätte er zu sehr Angst, ich würde nicht mehr zurückkommen… Generell, anders als in D. oder E. gibt es hier keinen Zuschlag für Großraum und das wird gnadenlos ausgenützt, Bestellungen, die dann nur ums Eck gehen oder solche, wo man dann noch ewig warten muss. Generell bin ich inzwischen für einen Mindesttarif von 20 Franken, vielleicht bei der nächsten Preiserhöhung anstatt nur einer pauschalen Anhebung, der Kunde hätte dann keine schlechtes Gewissen mehr und der Fahrer fühlt sich nicht mehr ausgenutzt. Aber ich glaube diese Lösung ist zu intelligent fürs Zürcher Taxigewerbe. Generell bin ich inzwischen sehr enttäuscht von Taxi 444. Ich halt den Laden für völlig ideenlos und überaltert und es geht bei den Bestellungen zu viel schief, sehr oft wegen der Zentrale oder der veralteten DisplayTechnik. Und ich mache auf 500 Handzetteln Reklame für die! Doch als einzige Reaktion von Remo Santi, dem Geschäftsführer darauf habe ich ein „so, haben wir einen Künstler unter uns.“ Das, bitteschön, ist mir zu wenig! Dem Laden könnte ein wenig Imagepflege gut tun, und eine Verjüngung auch. Hätte man ersteres mit mir gemacht, bräuchte ich auch nicht so frustriert zu schreiben oder? (ja, okay, letzteres auch:-)) Und wenn ich die Realität gegen die Antrittsrede von ihm abgleiche – fauler Zauber, lieber Herr Santi! Zahlenspiegelei, die darüber hinwegtäuscht, dass man sich auf Vorstandsebene auf den Erfolgen der Vergangenheit ausruht. Aber ich war sehr naiv wieder mal, was ich in Zürich erreichen könnte, an die Reichen und Schönen wollte ich mich ran schmeißen und Schwamendinger Omis habe ich gefahren, da dazu wird sich auch wohl nicht mehr viel in der nächsten Zeit tun.

Da tut es mir doch gut, das die Zürcher in Davos so behandelt werden wie die Deutschen hier, es ist nicht erwünscht, das arrogante Pack! 10000 Anti-Zürich-Aufkleber, hach, das tut gut, liebe Davoser!

Nach wie vor komme ich „international“ besser an, als auf meiner deutschen Seite, trotz das ich fast 10mal mehr hier schreibe. Ich glaube eben, den Deutschen ist der Schritt in die Schweiz zu popelig und die Deutschen sind zu verhasst hier, als das ich auf Deutsch ankommen würde.

Fahre zwei junge süße englische Schnecken, hach, sie haben doch ihren eigenen Charme, her mit den kleinen Engländerinnen!

Teilweise wirklich schöne Fassaden in Zürich, nur leider immer alles dreckig und vergammelt.

Die Parkfelder unter der Hardbrücke neben dem Wipkingerplatz sind übersät mit gebrauchten Präservativen, als hätte ein Lieferwagen eine ganze Ladung ausgekippt. Freier fahren mit ihren Prostituierten vom Strassenstrich am Sihlquai über die Wipkingerbrücke ins Quartier. Dort suchen sie sich ein düsteres Plätzchen für den schnellen Sex, denn im Auto ists am billigsten – und obendrein erlaubt. Die Umgebung des Wipkingerplatzes macht den Quartierbewohnern schon lange Sorgen. Vor allem den versifften Parkplatz unter der Hardbrücke – zwischen Coop und ehemaliger Post – empfinden sie als Zumutung. Nicht nur, weil dort neuerdings Geschlechtsverkehr auf Bezahlung praktiziert wird. Am besagten Ort erledigen viele Autofahrer schon seit Jahren hemmungslos ihre Notdurft, dass es zum Himmel stinkt. Nun schirmen Baucontainer, welche wegen der Hardbrücke-Sanierung dort installiert sind, die Freier auf dem Autostrich ab. Das jüngste Problem unter der Hardbrücke sei der Stadt bekannt, sagt Pressesprecherin Christine Stücheli vom Sozialdepartement. Man nehme sich der Sache an. Was das heisst, will sie nicht sagen. Käuflicher Sex in Wipkingen hat auch vis-à-vis auf dem Parkplatz der städtischen Schule SHL Viventa an der Breitensteinstrasse Hochkonjunktur. Täglich entsorgt das Reinigungspersonal dort benutzte Kondome. Weiter flussabwärts nimmt das Treiben seinen Fortgang. Der Parkplatz neben der Fabrik am Wasser wird nachts ebenso häufig von Freiern und Prostituierten heimgesucht. Am Morgen danach bedecken Kondome und zerknüllte Papiertüchlein sogar den angrenzenden Kinderspielplatz. Besonders unappetitlich präsentiere sich die Lage an den Wochenenden, sagt SVP-Gemeinderat und Anwohner Rolf Stucker. Quartierbewohner hätten ihm zugetragen, dass der gewerbsmässige Sex im Auto neu überdies auch auf dem Parkplatz des Restaurants Freihof am Tobeleggweg Richtung Höngg hinauf gang und gäbe sei. Rolf Vieli, der als Rotlicht-Verantwortlicher der Stadt die Strassenprostitution beobachtet und wenn nötig eingreift, ist sich bewusst: «Natürlich versuchen wir, wenn wir davon Kenntnis haben, solche Szenen sofort zu unterbinden. Denn wenn sich eine Szene einmal etabliert hat, wird es sehr schwierig, diese wieder aufzulösen.» Mit dem gewerbsmässigen Sex im Auto sei es schwierig, denn dieser lässt sich nicht regeln. Im Gegensatz dazu ist der Strassenstrich nur in bestimmten Gegenden gemäss städtischem Strichplan zugelassen ist. Auf privatem Grund können die Freier weggeschickt werden. Wie zum Beispiel auf dem Parkplatz beim Fabrikatelier am Wasser. Dort patrouillieren seit letztem Dezember Securitas, die mit Taschenlampen zu unregelmässigen Zeiten in die geparkten Wagen leuchten. Und manch ein Freier lässt sich davon abschrecken. «Wir sind nicht gegen Prostitution», sagt Vieli, «sie soll aber die Quartierbevölkerung nicht belasten.» Das Problem sieht er aber an einem anderen Ort: «Das Quartier als Kern einer Stadt, in der man lebt, wird von der Öffentlichkeit nicht mehr wahrgenommen.» Leute in der Stadt müssten einfach alles ertragen. «Wenn ein Mann den schnellen Kick will, sind ihm das Quartier und seine Bevölkerung so ziemlich egal.» Sowohl Rolf Vieli als auch SVP-Gemeinderat Rolf Stucker sind sich einig: «Es sind vor allem Frauen aus Ungarn, die in die Quartiere ausweichen.» Sie sollen auf dem Strassenstrich sehr aggressiv werben und mit ihren ungarischen Zuhältern Angst und Schrecken unter den Sexdienerinnen verbreiten. Mehr Prostituierte und mehr Freier bedeutet eben auch eine grössere Nachfrage nach dunklen Örtchen. Für eine Dauerpräsenz am Sihlquai und in den betroffenen Quartieren habe die Polizei schlichtweg keine freien Kapazitäten. «Auch wenn wir immer vor Ort wären, würde es nichts nützen», so Vieli. Dann würden die Freier ihr Geschäft einfach anderswo erledigen. «Der Wipkingerplatz, einst Paradeplatz von Wipkingen genannt, ist heute nur noch ein Dreckplatz», ärgert sich Quartiervereinspräsident Beni Weder. Für ihn ist klar, dass «die ganze Schweinerei» auch mit der Bauerei an der Hardbrücke zu tun hat. Er sieht die Sache mit dem Autostrich pragmatisch: «Ich bin für Sofortmassnahmen: grelles Licht und ein Robidog-Kübel.» Die Stadt habe dem Quartier eine Erneuerung des Wipkingerplatzes im Zuge der Tramgeleisesanierung 2012 versprochen. Glauben tut es der Quartiervereinspräsident erst, wenn es vollbracht ist. «Uns ist schon so viel versprochen worden – ich glaube nur noch, was ich sehe.» Kommentar dummes Bärli: Wer meint, der Freier könnte doch wenigstens seinen „Abfall“ wieder mitnehmen kennt die Einflüsse des männliche Genoms in seiner Gesamtheit nicht. Es gibt eben durchaus Männer, die waren nicht während ihrer Mannwerdung zu vielen verwirrten Emanzen ausgesetzt, was dumme Bärlis aus ihnen gemacht hat – die genießen den Kick damit auch noch ihr Revier zu markieren.

Mittwoch, 17.2.10

Es gibt nur wenig Schweizer wie ihn. Er setzt sich vorne rein, hängt nicht ständig am Handy, lässt sich auf den Fahrer ein (sehr oft sonst immer diese Geringschätzung oder einfach Distanz) und erzählt, er habe ein Firma in Russland, die anderen Schweizer Firmen dort hilft Fuß zu fassen. Er ist sehr frustriert mit seinen Landsleuten, sie seien zu risikoscheu, nicht entschlussfreudig genug und wollen nichts mit Russen zu tun haben – das müsste man dort aber eben halt. Auch hätte man hier viel zu lange geglaubt, ich bin Schweizer, ich habe ein Recht auf Reichtum, aber 60% tun’s dafür halt auch und das geht heute nicht mehr. Auch die Schweiz kann sich nicht vor der Globalisierung abschotten (oder wenn, dann hieße das wieder Bergbauerntum, irgendwann mal, sage ich mal) „Die Schweiz ist keine beschützte Werkstätte wo man vor sich hin werkeln kann und wo man versorgt ist, hat man den Schweizer Pass“ ein anderes Zitat, in diesem Zusammenhang.

Mit ihm habe ich ein kleines Video gedreht:

Diese deutsche Redensart ist in der Schweiz nicht bekannt, wie ich hier mittels eines (typisch schweizerisch aussehendenden) Fahrgasts in Zürich am Flughafen anhand eines kleinen Interviews beweisen konnte!

Dienstag 16.2.10

Heute auf den Tag genau vor einem Jahr, ich komme von England zurück! Dazu der folgende Blogeintrag von damals: „I’m an alien in my own country! Heck, I don’t even know on which side to drive, to begin with. My German is rubbish, it’s a very clumsy language anyway, that rolls off akwardly from the tongue… anyway, I just barely made my journey, after 20 hours of packing, shipping and driving my summer-tyred-car was caught in snow and I barely made it (again, bad style) on the famous Autobahn. Yet, then the snow got less, till it was gone anyway. Then I met one of those stupid and stubborn natives that live in that corner of Germany and who’s at least smart enough to operate a till at a garage – but was too stupid or lazy to earn 10 Euro, by accepting 20 pound for 10 Euro. Sterling, like it was no problem throughout France, he didn’t want to change anyway. Brighton, I own you an apology (that is to some extent, let’s not get carried away.)“

Montag, 15.2.10

Grosse Preisfrage: Was haben diese drei Männer gemeinsam?

George Clooney, Megastar, er schlief mit 200 Frauen – zwischen den Drehs!

Tom Byron, Pornostar, er schlief mit 200 Frauen – während den Drehs!

Jochen Lembke, dummes Bärli, er läuft einer Frau jetzt schon 3.5 Jahre hinterher (und mit wie vielen Frauen er schlief wird hier nicht verraten). Na????????????????? Richtig, das Geburtsjahr, alle drei dieser Herren hier sind Jahrgang 1961! (Und wer hat wohl am wenigsten graue Haare? Na ja, ich habe ja auch nicht das aufregende Leben der beiden anderen geführt…)

Frau des Zeitreisenden gesehen. Wer das Buch gut fand – nur bedingt empfehlenswert. Die beste Szene zum Schluss fehlt, hat das Unsensibelchen und Produzent Brad Pitt verbrochen? Wie kann man das denn raus kürzen, 40 Jahre nach seinem Tod treffen sie sich ein letztes Mal, sie eine alte Frau, hat die ganze Zeit darauf gewartet? Schluchzgarantie! Auch keine mitreißende Musik, nur immer so ein paar Takte Piano, die einen total an Butterfleyeffekt erinnern und irgendwie auch so die gleiche Stimmung erzeugen, (würde man nicht immer auf dieses Schluchzgarantiezentralthema warten, das dann einfach fehlt und einen deshalb irgendwie so hängen lässt.

Heute habe ich mich wieder fühlen können als ich eins meiner Bücher im Exlibris bestellt habe, so Sie sind Schriftsteller! Ja, bin ich, gibt eben auch Leute wie mich, die bisher nix damit verdient haben.

Samstag, 13.2.10

Hatte gestern endlich mal ein angenehmes Erlebnis in Zürich, aber ich weiß nicht ob ich davon berichten darf. (Oder ob die Lektüre dieser Webseite nicht ohnehin abtörnt? )

Jedenfalls, die Verbrecher vom Hubertus haben wieder volle Phonzahl zugeschlagen. Ist das, wie man in der Schweiz Konflikte angeht? Scheißfreundlich machen, aber dennoch dann die beinharte Egotour?

Ist diese Ladung wirklich gesichert?

Basisdemokratische Schweiz, was dem einem siin Uhl ist dem anderen siin…

Die Post in Zürich und umweltschonend? Wer hat denn kaum Fahrradzustellung hier und unterhält ein ganze Flotte von Nervensägen (extrem lauten Zweitaktmopeds)?

Leute, geht heute mit mir und meiner geheimnisvollen, jungen und schönen russischen Kundin (wohl im Auftrag schwerreicher Leute unterwegs) auf Einkaufstour durch die Zürcher Bahnhofstrasse! („Er fühlte sich bei ihr so heimisch wie ein Porsche auf der Zürcher Bahnhofstrasse“)

Erster Stop: der Juwelier Gilbert Albert.

Kaufen Sie Ihrem Schatz dort eine Kleinigkeit zum Valentinstag! Das Juwelierschaufenster, wie es Ihr Schatz sieht! („Funkel!“ *Haben will*)

Das Juwelierschaufenster, wie Sie es sehen! („Ächz!“ *Widerwillig Brieftasche zück*)

Zweiter Stop, Chanel! (Doch alles nur Billigware, wir gehen lieber zu:…)

Loro Piana! (Gleich neben dem *****Hotel Savoy) Seeeehr exklusiv! Da kommen wir dann nach einer Viertelstunde heraus, mit einem kleinen Säckli und fahren dann zum *****Hotel Widder! Dann zahlen wir dem Taxifahrer eine Rechnung von 100 Franken! Indes, ein Trinkgeld, verglichen mit den Preisen der erwähnten Örtlichkeiten.

Übrigens: – Ein Engländer erzählt von den vielen kleinen billigen und guten italienischen Cafés in London – bevor Starbucks kam, sie vertrieb und übernahm und nun, an der Konzernspitze, TIERISCH absahnt! – Der Schweizer hat die Vignette immer oben, hinter dem Spiegel kleben und immer nur eine oder höchstens zwei. Nur die dummen Dütschen und andere Ausländer haben sie überall kleben. – Die Schweiz exportiert Waffen in 76 Länder. – Auch in der Steueroase Schweiz selber gibt es Steueroasen, ich fahre einen Deutschen, der nach Zollikon ziehen will, um sich im Jahr ein paar tausend Franken Steuer zu sparen und tatsächlich, zwei Monate später, er wohnt nun in Zollikon, nur 200 Meter von der Zürcher Stadtgrenze entfernt. Raffiniert!

Donnerstag, 11.2.10

Also, Polemik bringt uns nicht weiter, ich entschuldige mich also noch mal für meine verbalen Attacken. Letztlich profitieren wir in Europa alle voneinander und die Globalisierung ist nicht aufzuhalten, nur zu modifizieren. D’Schwiizer send halt eh chli weng buenzlig, dafür apper au herzig, otter noet?

Mittwoch, 10.2.10

Mein „kriegt man hier denn keine Punkte in Flensburg“-Witz hat einem älteren Schweizer Herrn so gefallen, dass er mir 10 Franken TK gegeben hat, also: ich entschuldige mich für die Bemerkung gestern.

Erneut Schneechaos in Z.

Trabant, mit französischer Nummer, gesehen in Zürich, Schweiz

Montag, 8.2.10

Wieder mal Schicksal, gerade als ich Pause mache und zu Hause vorbeikomme steht da der DHL-Bote, der mir mein neues Buch Zicking bringt und findet die Klingel nicht, denn die gibt’s nicht. Schicksal, sage ich zu ihm lakonisch, das ganze Buch dreht sich schon um Schicksal.

Wunderkind hat Roman im Internet geklaut Artikel zum Angst, Sex, Drogen, die Suche nach Liebe – alles was ein Teenager-Mädchen bewegt, hat Helene Hegemann in ihren Roman «Axolotl Roadkill» gepackt. Die junge Berlinerin verdrehte damit den Kritikern den Kopf, die Feuilletons waren voller Lobeshymnen. Die «Zeit» verkündete einen «literarischen Kugelblitz», die Frankfurter Allgemeine meinte, «Axolotl Roadkill kann man als grossen Coming-of-age-Roman der Nullerjahre lesen», im «Magazin» war zu lesen: «Sie hat ein Buch geschrieben, das einen überfährt, schnell, hart, geradeaus und praktisch ohne zu bremsen (..), das mich berührt hat, nicht weil es eine 17-Jährige geschrieben hat, sondern weil es eine Sprache für die Verzweiflung findet, die ich so noch nicht von einer deutschen Autorin gelesen habe.» Wie der Blog «Die Gefühlskonserve» enthüllt, ist Hegemanns Text keineswegs so einzigartig, wie von den Kritikern beschrieben. Im Gegenteil. Ganze Passagen sind aus dem im Internet veröffentlichten Roman «Strobo» geklaut. Mittlerweile gibt dies auch die Autorin zu: Sie habe «regelrecht abgeschrieben», schreibt sie in einer Stellungnahme, sie sei «total gedankenlos und egoistisch gewesen». Allerdings meint sie auch: «Inhaltlich finde ich mein Verhalten und meine Arbeitsweise aber total legitim und mache mir keinen Vorwurf, was vielleicht daran liegt, dass ich aus einem Bereich komme, in dem man auch an das Schreiben von einem Roman eher regiemässig drangeht, sich also überall bedient, wo man Inspiration findet.» Ihr Verlag meint kleinlaut, dass man über die Verantwortung einer Autorin, die mit der Sharing-Kultur des Internet aufgewachsen sei, streiten könne. Peinlich ist die Affäre nicht nur für die Autorin, sondern vor allem für die Kritiker-Gilde. Doch wie konnte es so weit kommen? Der «Tages-Anzeiger» konnte in seiner Kritik das überschwängliche Lob für den Roman nicht ganz nachvollziehen, suchte aber trotzdem nach einer Erklärung: «Es scheint, als habe Helene Hegemann mit all ihren wie rasend hergestellten, ausgekotzten kleinen Werken wirklich einen wahren Kern gefunden. So etwas wie den hässlichen Bodensatz der Berliner Bohème, mit dem sich die Kinder der Generation Selbstverwirklichung herumschlagen müssen.» Spätestens jetzt weiss man: Bei dieser Generation ist das Kopieren ein Teil der Selbstverwirklichung.

Weniger schicksalhaft als nur dumm war meine Alarmanlageeinlage heute wieder, find ich den Knopf zum Ausschalten nicht! Schon halb taubgehupt will ich schon einfach nur irgendwo hinfahren, nur weit weg, da winkt mich ein freundlicher Herr türkischer Abstammung und zieht schließlich die Stecker für die Hupen, endlich Stille, die Alarmanlage tickt zwar weiter, aber ohne hupen. Zwar gut gemeint, aber wenig hilfreich war die Einmischung einer Frau, die sicher dachte es wäre nur ein normaler Autoalarm, es war aber der Taxialarm.

Wieder mehr schicksalhaft, heute fahre ich erneut eine hier schon lang Lebende, die aus Freiburg im Breisgau stammt. Und hat die erste sehr lange in Brasilien gelebt, fliegt die von heute dort hin!!!!

Sonntag, 7.2.10

Mit diesem Zitat beende ich die Debatte um deutsche Zuwanderung hier! oh mein gott, gibt es ein noch kleingeistigeres und peinlicheres volk als wir (deutsch)schweizer? ich schäme mich für das verhalten meiner mitbürger zutiefst und hoffe sehr, dass die deutschen zuzüger genügend geduld und mitleid für dieses ärmliche schweizer komplexproblem mitbringen. liebe deutsche, bitte lasst uns mit solchen schweizern nicht alleine hier… bleibt, geht nicht zurück deswegen!

Der Countdown läuft! (2010: hat nicht geklappt!) In 2 Monaten und 9 Tagen heißt es bye, bye Zürich! Und: ein Deutscher überquert den Röstigraben! Ich weise auch darauf hin, dass es dann es vorläufig gewesen sein wird mit dieser Webseite, ich werde dann nicht mehr sehr viel auf Deutsch schreiben, sondern weiter auf Englisch und vor allem eben dann auch auf Französisch. Beim untrigen Artikel juckt es mich in den Fingern einen Kommentar zu schicken, aber sie sind hier nicht möglich. Mal wieder die risikoscheuen Schweizer! He, die müssten es nur wie das Kagan in Freiburg machen, oben einen Nobel-schicki-micki-exklusiv-top-elite-wir-sind-die-allerhöchsten-und-besten-der-stadt-schuppen machen und der Laden ist bumsvoll mit Möchtegernpromis und Möchtegernpromimiezen!

Warum sich kein Beizer in den Prime Tower wagt In 120 Meter Höhe, im 36. Stock des Prime Towers, soll nach dessen Fertigstellung ein Gourmet-Restaurant einziehen. Doch keiner wagt es. Und das hat seine Gründe. Wirten in luftiger Höhe. So plant es die Investmentgesellschaft Swiss Prime Site. Doch die Suche, die im Mai 2008 begonnen hat, verlief bis jetzt erfolglos, wie die «Hotel Revue» in ihrer neuesten Ausgabe schreibt. Namhafte Gastrounternehmen hätten das Konzept geprüft und abgelehnt. Als «zu ambitiös» bezeichnet es Gastronom Rudolf Bindella. Die Einrichtung des Rohbaus erfordere Investitionen in der Höhe von 3 bis 5 Millionen Franken. Dazu käme eine Jahresmiete in siebenstelliger Höhe. Um eine Rendite zu erzielen, hätte man 10 bis 12 Millionen Franken jährlich umsetzen müssen, was rund 100’000 Gästen entspreche. Als «zu riskant» bezeichnet die Gammacatering das Vorhaben – und hat wie die Compass Group Schweiz, der ZFV sowie die Kramer Gastronomie abgesagt. Noch im Gespräch mit der Prime-Tower-Eigentümerin Swiss Prime Site ist die SV Schweiz.

Freitag, 5.2.10

Stressiger aber lohnender Taxi-Tag heute.

Donnerstag, 4.2.10

Auf diesen Scheiß kommen nur die Deutschen und die Überdeutschen (Deutschschweizer). Vier unterschiedliche Kindersitze sind vorgeschrieben, so dass man also zur Zentrale fahren muss, den Sitz abholt und anschließend wieder hinbringt. In Zürich sind die Taxifirmen wenigstens noch so verwöhnt, dass der Kunde das mit 20 Franken extra bezahlen muss, in Freiburg kriegt der Fahrer 6 Euro (!) auf Rechnung Zentrale, der Kunde zahlt nix. He, in Frankreich und England gibt’s so was nicht, wer das haben will, der soll doch seinen eigenen Sitz dabei haben, oder nicht? Lässt sich doch sicher irgendwie integrieren. Ansonsten, auf den Schoss nehmen und auf Gott vertrauen. Soll mir mal einer zeigen, es wären schon zig Babies verunfallt im Taxi.

platzsparende Unterbringung

Mittwoch, 3.2.10

Großoffensive bei BoD gestern, habe alle drei fehlenden Taxibücher dort aufgeladen, die Fotos sind vom Bildschirm, da sich die Preview nicht kopieren lässt. Das mit den Bildern war ein wenig ein Gestückel, weil die Titelgestaltungsmöglichkeiten bei BoD-Billigversion sich in Grenzen hält. Ich habe jetzt fünf Titel bei BoD!

Fahre Romand, der meinte Genf sei in punkto Wohnungsnot und Verkehr noch viel schlimmer als Zürich. Das dürfte wohl den Ausschlag geben für mich, zumal Genf ja von französischen Pendlern überlaufen ist und es wahrscheinlich auch viel weniger Jobs gibt.

Immer am dritten Februar heulen die Sirenen in der Schweiz zum Probealarm. An den Schrecken, den die Sirenen in D. verbreiten kommen sie aber nicht ran, es klingt eher wie Alphornblasen, während man in D. noch die Bomben des Krieges fallen hört. Ich lade eine Hörprobe auf meinen youtubechannel.

Im Frühling 2000 erhielt die Bochumer Staatsanwaltschaft anonym eine CD-ROM. Darauf befanden sich Daten zu Stiftungen prominenter Kunden des Liechtensteiner Treuhänders Herbert Batliner. Unter ihnen war der Springreiter Paul Schockemöhle. Zwei ehemalige Angestellte von Batliner hatten die Daten gestohlen. Die CD löste eines der grössten Steuerverfahren in Deutschland aus. Die Staatsanwaltschaft stiess auf 200 Millionen Euro Schwarzgeld und schloss 119 Verfahren ab. Gegen Batliner leitete sie ein Verfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung ein. Weil auf der CD auch Schweizer Bürger und Anleger verzeichnet waren, leiteten die deutschen Staatsanwälte diese Informationen an Behörden in der Schweiz weiter. Mehrere Kantone strengten daraufhin Nach- und Strafsteuerverfahren an. Die meisten Verfahren endeten laut einem Bericht der «Neuen Zürcher Zeitung» mit einer Art Vergleich. Ein Fall im Kanton Bern aber ging bis ans Bundesgericht. Der Beschwerdeführer wandte sich unter anderem dagegen, dass die Steuerbehörden für ihre Zwecke gestohlene Daten verwendet hatten. In seinem Urteil vom 2. Oktober 2007 hielt das Bundesgericht in Lausanne die Nutzung dieser Daten durch die Steuer- und die Steuerstrafbehörden für zulässig.

Das Urteil des Berner Bundesgerichts Duval seine geklauten Millionen zurückzugeben zeigt, dass es in der Schweiz sehr wohl Juristen gibt, die nicht nur zulassen, dass Verbrecher hier Geld bunkern, sondern es ihnen sogar rechtmäßig zusprechen. Umso höher ist die die Ankündigung des Bundesrats zu werten, eine Gesetzesänderung vorzunehmen und ihm die Kohle doch nicht zu geben! Der (erneute) außenpolitische Schaden für die Schweiz wäre sonst jedenfalls immens hoch!

Zwei Milliarden Boni für Pleite-Banker Aktualisiert um 15:54 Uhr 2500 Ex-Lehman-Mitarbeiter haben für die Jahre 2008 und 2009 zwei Milliarden Dollar Boni kassiert. Während die Pleite ihrer Bank die Weltfinanzkrise ausgelöst hat, verdienten sie im Schnitt 400’000 Dollar pro Person. Die Banker wurden im Oktober 2008 vom japanischen Finanzhaus Nomura übernommen und mit Boni zum Bleiben überredet, berichtet das Hamburger Nachrichtenmagazin «Spiegel». Die meist in London ansässigen Investmentbanker sind auch nicht von der Strafsteuer der britischen Regierung in Höhe von 50 Prozent betroffen. Die Boni würden steuerlich wie Fixgehälter behandelt, heisst es zur Begründung. Christian Meissner, der Ex-Europachef von Lehman und jetzt Europachef von Nomura, klagt zudem beim Konkursverwalter seines alten Arbeitgebers 17,3 Millionen Dollar ein, die ihm in seinen vier Jahren bei der US-Bank zugesichert, aber noch nicht ausgezahlt wurden. Dieser Artikel war mir meinen ersten Kommentar beim Tagi wert, da ich erst vorgestern einen Nomurabanker gefahren habe. Die Krise hat mich bisher sicher 15000 Euro Verdienstausfall gekostet, also die Hälfte meiner Schulden, die ich sonst in der gleichen Zeit rumstehen verdient hätte.

Dienstag, 2.2.10

Es ist soweit, „Zicking“ kann bestellt werden, im Buchhandel oder online-shops! 360 Seiten im Format 12×19 süße Qual, für mich ein loderndes Höllenfeuer aus Liebe, Abhängigkeit und Zickentum, für den Leser einfach nur noch knisternde Kaminfeuerlektüre! (Die allerdings noch bearbeitet gehört.)

Dieser Artikel und vor allem die Mehrheit der 78 (!) Kommentare sagt, dass es in diesem Land doch noch common sense gibt. Ich kann mir also wohl Scherze ersparen wie: „die Schweiz stellt ein Invasionsheer auf um in Deutschland einzumarschieren…“ man sollte ja vielleicht mal der Waldshuter Feuerwehr Bescheid geben, dass die ihre Spritzen klarmacht… Deutschland sagt, wo´s langgeht Die markigen Worte von Schweizer Politikern können nicht darüber hinwegtäuschen: Das Land hat gegenüber dem mächtigen Nachbarn im Norden nichts in der Hand. Politiker in der Schweiz geben sich kampfeslustig. Die Entscheidung der deutschen Regierung, geklaute Kundendaten einer Schweizer Bank zu kaufen, wolle man sich auf keinen Fall gefallen lassen, heisst es unisono. Auf die Frage aber, wie unser Land denn genau reagieren soll, bleiben die Antworten vage und verschwommen: Retorsionsmassnahmen hält man für kontraproduktiv, zählt auf die gute Nachbarschaft, die doch auch die Deutschen nicht aufs Spiel setzen wollen und appelliert an die Moral. Nur wer in einem handfesten Interessenkonflikt nichts Gewichtiges in die Waagschale werfen kann, argumentiert so. In Tat und Wahrheit bleibt die Schweiz hilflos. Das Land ist derart eng mit dem grossen nördlichen Nachbarn verwoben, dass jede Massnahme gegen diesen einem Eigentor gleichkäme. Die Schweizer Wirtschaft ist jener der deutschen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Schon die Hoffnung für ein Aufleben der Schweizer Konjunktur hängt massgeblich vom Wohlbefinden in Deutschland ab. Ein wirtschaftlicher Schnupfen in Deutschland führt in der Regel in der Schweiz zu einer konjunkturellen Erkältung. Das liegt vor allem an der Bedeutung Deutschlands für Schweizer Exporte – ein Fünftel aller Schweizer Exportgüter werden an den nördlichen Nachbarn verkauft. Kein anderes Land hat auch nur annähernd eine ähnlich grosse Bedeutung. Der Exportanteil der USA ist nur gerade halb so gross, jener des oft genannten Chinas beläuft sich auf weniger als 3 Prozent. Doch nicht nur beim Warenhandel ist die Schweiz von den Deutschen abhängig. Das gilt auch bei den Dienstleistungen. Der Tourismus könnte ohne sie zusammenpacken. Ein Viertel aller ausländischen Gäste waren im vergangenen Jahr Deutsche. Auch hier hat kein Land auch nur annähernd einen vergleichbaren Anteil. Am zweitmeisten Touristen kommen aus Frankreich, doch die Franzosen haben bloss einen Anteil von etwas mehr als 8 Prozent. Viel zu reden gibt die grosse Bedeutung der Deutschen für den Schweizer Arbeitsmarkt. Ökonomen nehmen an, dass dank diesen überwiegend gut qualifizierten Beschäftigten die Leistungsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft zugenommen hat. Auch die Banken, die unter dem Datenklau am meisten leiden, sind mehr vom Wohlwollen der Deutschen abhängig als umgekehrt. Sie wollen in den für sie wichtigen deutschen Märkten einen besseren Marktzugang erhalten. Bereits haben sie gehofft, für sich entsprechende Zugeständnisse bei einem neuen Doppelbesteuerungsabkommen herauszuholen. Ein solches auf Eis zu legen, wäre daher nicht im Interesse der Finanzindustrie. Die politische Machtlosigkeit der Schweiz gegenüber Deutschland spiegelt letztlich nur die wirtschaftliche wider. Das zeigt sich in allen aussenpolitischen Auseinandersetzungen, ob es um jene mit den USA, mit Frankreich oder mit Libyen geht. Unter der neuen Koalitionsregierung von CDU-CSU und der FDP schien die Schweiz in Deutschland immerhin einen mächtigen Fürsprecher gefunden haben: Der neue Aussenminister Guido Westerwelle hielt demonstrativ einen seiner ersten Auslandsbesuche in der Schweiz ab. Als die Sozialdemokraten noch mitregiert haben, konnte der deutsche Finanzminister die Schweiz verbal prügeln, ohne dass unser Land dem irgend etwas entgegenhalten konnte. Jetzt zeigt sich, dass die vermeindliche Freundschaft an Grenzen stösst. Die einzige Hoffnung, die der Schweiz überhaupt bleibt, sind dennoch nur die Deutschen selbst: All jene mit genügend Macht, die Druck auf die eigene Regierung ausüben könnten. Das können potenzielle Kritiker in der Regierung selbst sein, aber auch mächtige Vertreter in der deutschen Wirtschaft und Freunde der Schweiz. Jene werden sich allerdings hüten, sich nicht dem Verdacht auszusetzen, mit Steuerhinterziehern gemeinsame Sache zu machen. Man kann es drehen und wenden wie man will: Die Schweiz bleibt vom Goodwill der Deutschen abhängig.

Montag, 1.2.10

Diese hübsche und charmante junge Dame ist eine Opernsängerin aus der Heimat und den Blumenstrauß in ihrer Hand nimmt sie mit zurück, weil sie sich sehr darüber gefreut hat. Sie hat sich beklagt, dass sie in ihrem Leben so wenig Zeit hätte für Beziehungen, weil sie auch immer auf Achse wäre und ritterlich und selbstlos bin ich eingesprungen und habe ihr ein Date vorgeschlagen, wenn sie das nächste Mal in Zürich weilt. So bin ich eben, für mich selbst zuletzt. Sie beklagte sich auch über Zürcher Taxifahrer, der eine wollte sie nicht fahren, nachts und mit Gepäck, weil ihm die Strecke zu kurz war. Ich kann nur sagen, ihr stoffligen Zürcher Kollegen, wie könnt ihr nur so dumm sein eine solche Gelegenheit zu einem kleinen Flirt mit einer so schönen und netten Frau ausschlagen!

Dieses Auto, ZH 442872, parkt auf einem Taxistand und verursacht mir und einem Kollegen deshalb einige Scherereien. Neulich wollte einer vor meinen Augen rückwärts vor mir in die Lücke auf den Taxistand, so das ich dort hätte nicht mehr hinstellen könne, so dreist sind die!

Es geht ab! Genauso wie jetzt wieder der einsetzende Schneesturm werden es aufregende Zeiten als Deutscher in der Schweiz sein und die Emotionen werden hochkochen! Kommt es nun gar zu einem Krieg zwischen den beiden Ländern? Besonders hart ins Gericht mit der Schweiz geht heute die «Süddeutsche Zeitung». «Die Schweizer Banken sind die zweite Garde; sie sind die Schutzmacht nicht des Papstes, sondern der deutschen Steuerflüchtlinge.» Und weiter: «Die Schweizer Banken sind Hehler des flüchtigen Geldes. Sie bunkern quasi Diebesgut, nutzen das Geld, mit dem in Deutschland Strassen, Schulen und Gefängnisse gebaut werden müssten.» Das süddeutsche Leitblatt sieht in der Schweiz den Hauptgrund, warum Grosssteuerbetrüger nicht bestraft und inhaftiert werden. «Das Bankgeheimnis gilt dort als ein Grundwert wie die Menschenwürde. Der Bankkunde ist König, auch wenn er ein Krimineller ist. Die Zeitung fordert, dass man den Schweizer Markt für Steuerhinterziehung austrocknen müsse. Und darum müsse der deutsche Staat bei den angebotenen Daten sofort zugreifen. «Man kann das Geld, das der Staat zahlt, als eine Belohnung für sachdienliche Hinweise betrachten. Ein jeher anerkanntes Mittel der Aufklärung von Straftaten.»

Neuer Artikel… Die deutsche Bundesregierung ist grundsätzlich zum Kauf gestohlener Bankdaten möglicher Steuersünder in der Schweiz bereit. Die Entscheidung werde auf der Linie des Liechtensteiner Falls von 2008 liegen. Anfang 2008 hatte der deutsche Staat dem Auslands-Geheimdienst BND grünes Licht gegeben, gestohlene Daten über deutsche Steuersünder im Fürstentum Liechtenstein zu kaufen. «Wir wollen auf der Basis des Liechtensteiner Falls hier zügig entscheiden», sagte Ministeriumssprecher Michäl Offer am Montag. Eine direkte Aussage, dass die Daten angekauft würden, vermied Offer demonstrativ. Er sagte allerdings, die Entscheidung werde «zügig» fallen. Es gebe noch rechtliche Fragen, die geklärt werden müssten. Man werde konstruktiv mit der Schweiz zusammenarbeiten. Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte vorgängig seinen Schweizer Kollegen Hans-Rudolf Merz kontaktiert. Das Telefongespräch habe vor dem in Berlin kommunizierten Entscheid stattgefunden, sagte EFD-Sprecher Roland Meier auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Es sei zu diesem Zeitpunkt noch offen gewesen, was Berlin entscheiden werde. Die Minister hätten festgestellt, dass die beiden Länder unterschiedliche Rechtsauffassungen verträten. Merz habe Schäuble darauf hingewiesen, dass die Schweiz keine Amtshilfe auf Basis von gestohlenen Kundendaten leiste. Der Finanzminister habe aber auf die Bereitschaft der Schweiz hingewiesen, die Zusammenarbeit in Steuerfragen mit Deutschland auf Basis eines revidierten Doppelbesteuerungsabkommens zu vertiefen. Laut Mitteilung vereinbarten die Minister, das Gespräch in den kommenden Tagen fortzusetzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte sich am Montag hinter Schäuble, der bislang zu der Frage geschwiegen hatte. Wie die stellvertretende Regierungssprecherin Sabine Heimbach sagte, rief die Kanzlerin den Minister an und sicherte ihm ihre Unterstützung beim Herbeiführen einer Lösung zu. Ein Informant hat den deutschen Steuerbehörden Bankdaten von bis zu 1500 Deutschen in der Schweiz angeboten. Er verlangt für die brisanten Informationen 2,5 Millionen Euro. Ministeriumssprecher Offer sagte, formal über den Ankauf der Daten entscheide das zuständige Bundesland. Das ist in diesem Fall Nordrhein-Westfalen. Das Bundesministerium sei in die Entscheidung einbezogen. Bereitschaft zur Beteiligung an den Kosten des CD-Kaufs kommt aus dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Finanzministerin Heike Polzin (SPD) sagte am Montag, ihr Land sei bereit, sich an den entstehenden Kosten zu beteiligen. «Bundesfinanzminister (Wolfgang) Schäuble sollte sich einen Ruck geben und sich daran erinnern, dass er selbst vor zwei Jahren als Bundesinnenminister eine ähnliche Massnahme unterstützt hat. Es gibt kein Verwertungsverbot für solche Daten, auch wenn einige dies jetzt so darstellen wollen», erklärte die Ministerin am Montag in Schwerin. Ein Informant hatte den deutschen Behörden Zeitungsberichten zufolge eine CD mit Daten von 1300 bis 1500 Anlegern mit Schweizer Konto angeboten und im Gegenzug 2,5 Millionen Euro verlangt. Nach Informationen der «Financial Times Deutschland» stammt die CD von der britischen Grossbank HSBC. Dabei soll es sich um jene Daten handeln, die der 37-jährige Informatikspezialist der HSBC Private Bank in Genf, Hervé Falciani, bereits im vergangenen August den französischen Behörden angeboten hatte. Dies wird jedoch von Falciani dementiert. In einem Bericht auf «Lepoint.fr» sagt er, er arbeite ausschliesslich mit der französischen Justiz zusammen

Taxiwetter

Neuer Artikel……Herr Eichel, Sie waren bis 2005Finanzminister Deutschlands. Würden Sie 2,5 Millionen Euro für die Steuersünder-CD ausgeben?

Selbstverständlich würde ich die Daten ankaufen, sofern ihre Echtheit unbestritten ist. Und das scheint ja auch so zu sein.

Deutschland zögert noch, wie mit der Steuersünder-CD zu verfahren sei. Was schlagen Sie vor?

Spätestens seit Ankauf und Verwendung der Liechtenstein-Daten hat diese Frage ein Gericht rechtsstaatlich geklärt. Deswegen wundert mich diese erneute Debatte.

Immerhin geht da ein Staat einen Handel mit Kriminellen ein.

Wie schon gesagt: Diese Frage ist geklärt. Ausserdem: In allen Rechtsstaaten setzen Strafverfolgungsbehörden auch finanzielle Belohnungen für Straftäter ein, um Informationen zur Aufklärung von kriminellen Handlungen zu bekommen.

Wirft es nicht ein denkbar schlechtes Licht auf einen Staat, wenn er sich gleichsam als Hehler betätigt?

Dieser Vorwurf trifft nicht Deutschland, sondern die Schweiz und die Schweizer Banken. Sie weigern sich, bei Steuerhinterziehung mit den Finanzbehörden der Nachbarländer zusammenzuarbeiten. Sie schützen die Steuerhinterzieher, machen mit deren Schwarzgeld Geschäfte und erheben darauf Steuern. Geschädigt werden so allein die steuerehrlichen Bürger der Nachbarländer. Ihr Vertrauen in den demokratischen Staat wird untergraben.

Bundespräsidentin Doris Leuthard hat klargemacht, dass man eine Verwendung der geklauten Daten nicht akzeptieren würde. Soll Deutschland eine weitere Erschütterung der Beziehungen in Kauf nehmen?

Ja, das ist unvermeidlich. Die Schweiz zerstört schliesslich das Vertrauen Deutschlands, indem sie deutsche Steuerhinterzieher vor den deutschen Steuerbehörden schützt.

Politiker in der Schweiz wollen im neuen Doppelbesteuerungsabkommen festhalten, dass Deutschland auf die Verwendung illegal beschaffener Daten verzichtet. Wird Deutschland das akzeptieren? Nein. Kein Land kann das akzeptieren, solange die Schweiz und Schweizer Banken selbst Steuerhinterziehung, also Kriminalität, deckt.

Zum Schluss die Frage: Wie lange, glauben Sie, wird die Schweiz das Bankgeheimnis noch aufrecht erhalten können?

Was die Schweiz mit ihrer Form des Bankgeheimnisses gegenüber ihren eigenen Bürgern tut, ist ihre Sache. Steuerhinterziehung von Ausländern gegenüber deren Finanzbehörden zu decken, kann nicht hingenommen werden. Im vergangenen Jahr hatte die Schweiz versprochen, nicht länger Fluchtburg für Steuerhinterzieher sein zu wollen. Offenbar meint sie jetzt – wie viele Bonus-Banker auch – so weitermachen zu können wie vor der Krise. Das geht schief, wie bei den Bonus-Bankern auch.

Airbus A 380 hebt sich in die Luft

Diesen beiden geht sie aus

Samstag, 30.1.10

Diskussionen über Zuwanderer aus Deutschland und kein Ende. Ich denke, dass sich der Schweizer um ein Vielfaches Gedanken über den großen Nachbarn macht, wie der Deutsche umgekehrt. Wer macht sich denn in D. groß Gedanken um die Schweiz, plant er nicht gerade Skiferien? Wie groß ist denn der Einfluss der kleinen Schweiz auf Deutschland und wie groß der Einfluss des großen D.s auf die Schweiz? „Wir sind ja so viel kleiner“, den Satz höre ich ganz oft. Deswegen, Hass-Liebe, so kann man das Verhältnis der (Deutsch)-Schweizer zu den Deutschen am besten ausdrücken. Hier ein paar ausgewählte Kommentare aus dem Tagi, der Reihe nach: Schneller im Denken, schneller im Reden. Das kann uns nur gut tun. Dieses ewige schweizerische Staunen („ja säg au“… „isch aber nöd wahr“ … „meinsch würkli“) kann einem schon zum Verzweifeln bringen. Geistreiche Menschen sind immer ein Gewinn, also her mit den Deutschen!

Ich arbeite bei einer Grossbank hier in Zürich. Wohne in Basel. Die Deutschschweizer haben Angst vor allem Fremden. Ich als Direktor muss nur noch schlichten bei uns in der Bank. Die Deutschschweizer haben einen Riesenkomplex, das ist ihre Sprache. Die Welschen die sprechen richtiges Französisch. Die Zürcher und Co. müssen erst richtiges Deutsch lernen. Deutsch ist für sie eine Fremdsprache.

Von der SVP und den Medien herbeidebattiertes Thema, weil wir offenbar keine echten Probleme haben, bzw. über die könnte man nicht einfach so oberflächlich (und seitenfüllend) daherschludern…

Die Deutschen sind überrascht. Sie hätten nicht damit gerechnet, dass Sie in der Schweiz als AUSländer wahrgenommen werden. Das muss auch so bleiben, weil sich die Schweizer durch die Abgrenzung an Deutsche definieren. Sie sind also nötig, dass Schweizer sich als Schweizer fühlen kann. Daher auch die Hass-Liebe.

ich kenne mittlerweile drei deutsche familien, die aus der deutschschweiz wieder nach deutschland zurückgekehrt sind. bei allen dreien ist der grund die ablehnung der schweizer oder einfach gesagt: mobbing

Über Jochen Lembke

Europe's cab-driving writer
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2 Antworten zu Februar 2010 (beginnender Zürichfrust)

  1. maximilianrodef7 schreibt:

    See me, ahem, one time crossing a light at “taxi-yellow” (full red). … onkindersitze.wordpress.com

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