1.5. – 10.6.2010 (Ich will in die Westschweiz!)

Donnerstag, 10.6.10

Hier noch mal die ganze Bildserie auf Wunsch meiner Millionen Fans und der Elefantendame, die jetzt schon 2mal aus dem Zirkus ausgebüchst ist. „Aufstieg und Fall des römischen Reiches, äh, eines Pfostens. Ich war ein stolz erigierter Pfosten, doch dann fuhren mich die blöden Taxler um und lassen mich achtlos am Boden liegen.“

Pfosten bereits in gefährlicher Schieflage

Wer erst einmal auf die schiefe Bahn gerät…

um den ist es bald ganz geschehen!

Und man wird achtlos liegengelassen

Man kann hilflos zusehen, wie ein anderer, besser geeigneter seine Stelle einnimmt

Aber auch hier, aufpassen!

Vielleicht tut sich doch noch mal was in Schnarch- und Jammerland (Deutschland). Sparen will man und wo kann man das zuerst? Richtig, seit vielen Jahrzehnten schon in der monströs aufgeblähten Verwaltung. Und nun wird die GEZ ins Spiel gebracht, die Mutter aller sich selbst erhaltender Bürokratiemonster. (GEZ: Ganz Einfach Zuviel!) Dann als nächstes noch das (galaktische) Arbeitsamt, Sozial- Wohngeld- und sonstige Ämter, die nichts weiter machen als das Leuten das Leben schwer und sich selber die Pfründe zuschieben und dann ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle und fertig ist der Lack. Ziiiiig Milliarden lassen sich so sparen, jedes Jahr.

Aber schickt bitte nicht alle in die Sambaferien, ein paar Leute braucht das Land schon noch, die sich um Sachen kümmern, fahre Brasilianerin, die mir erzählt, dass sie in der Stoßzeit für eine Strecke dort anstatt 20 Minuten 1,5 Stunden braucht. die Ampel wird grün, rot und wieder grün und nix bewegt sich. Was kann schlimmer sein als das fragt man sich? Richtig, wenn man dann dazu an dieser Ampel noch ausgeraubt wird! In Brasilien haben alle reichen Leute Autos mit Panzerglas.

Weissauchnich, ich glaub ich könnt in D. nicht mehr leben. Lauter Müller, Meier, Schulzes um mich rum, die deutsche Leitkultur: fressen, ficken, fernsehen… nee. Aber auch zu lange Deutschschweiz und ich fühle mich eingesperrt. Find ich das geil, wenn ich in die Westschweiz unterwegs sein kann – find ich das Land dann wieder toll, interessant und spannend, bin ich dann wieder stolz, glücklich und froh hier sein zu dürfen. „Deutsche“ und „Franzosen“ leben mit „Italienern“ in einem Land – spannend, würkli!

Von Zurich nach Fribourg? On va voir.

Pres de la gare, a Fribourg (Kann diesen ganzen accents nicht mit meiner Tastatur machen)

Mittwoch, 9.6.10

Ich habe leichtes Fieber und sollte ins Bett, aber ich war noch in Fribourg, Zimmer anschauen. Dann parlierte ich noch ein wenig Französisch, auch mit einem Taxifahrer dort. Es ist sicher mehr los in Zürich als dort, aber die haben da nur 40 Taxis! Und auch eine Prüfung, also die Chancen dann dort etwas zu kriegen stehen sehr gut. Auf der Rückfahrt hatte ich dann noch eine Stunde, ab Bern, Hörverständnis in Züridütsch, mit einem ACDC securityman, der die ganze Zeit sichtlich stolz von seinen Erlebnissen mit all den tollen Rockbands erzählt hat. Was brauch ich ACDC, daheim rührt das Hubertus die Basstrommel, es darf wieder genossen werden, heute Abend!!!!

Der Spiegel: Colfer muss sich mit einer besonders schwierigen Spezies auf diesem Planeten herumschlagen – dem harten Kern der Science-Fiction-Fans, leidenschaftlich, leicht erregbar, meist männlich, oft besserwisserisch, penibel, streng und ebenso gnadenlos im Urteil wie im Vorurteil. Oh ja, das habe ich am eigenen Leib erfahren müssen! Es ist wirklich so heute, wird jemand Politiker, z.B., muss er sich heutzutage von der Hälfte aller Leute als Arschloch beschimpfen lassen. Es gibt Menschen, die lesen Steine vom Weg und bauen Häuser und es gibt welche, die klauen sie wieder aus den Mauern um sie den Erbauern in den Weg legen zu können. Und im Internet lässt sich´s gut pöbeln!

Das war jetzt übel gestern, die Webseite lies sich nicht mehr aufrufen und ich hab dann toootal Panik bekommen, weil ich keine Sicherungskopie gemacht hatte, Schlamper, der ich bin. Da wäre dann nicht nur die Seite futsch, sondern auch ein ganzes dickes Manuskript für die Bücher über die Stationen bisher. Also, habe ich fieberhaft kopiert und jetzt meine gesamte Webseite auf open office doks gespeichert, Text und Bilder. Aber ich glaube, dass war durch die Umstellung, die Windows vorgenommen hat.

Zimmermässig hat sich nix ergeben, es wird wohl alles sehr nervig werden.

4 Monate grippefrei! 🙂 Erst jetzt wieder eine. 😦

Dienstag, 8.6.10

Über Nacht hat windows life hier Änderungen durchgeführt, ohne es groß anzukündigen. Ich habe jetzt ein online office, dafür bin ich nicht mehr in der Lage die Statistik aufzurufen. Ich hoffe das ändert sich wieder!

Montag, 7.6.10

Wird der Fall Kachelmann zur Justizaffäre? fragt jetzt schon der Tagi und meint die Zickenjustiz um den Fall. Was würde erst der Fall Lembke zur Justizaffäre, hätte ich Knete und connections wie er. Die könnten sich alle warm anziehen! Da hab ich doch die 270 Euro Strafe überwiesen und 12 Franken Gebühr, da zieht mir noch die Bank in D. halb-illegal 9 Euro davon ab. Und deswegen machen die Terz. Wenn ich die 9 Euro nicht zahle, droht mir doch Haft. Also habe ich eine halbe Stunde lang in Unterlagen gesucht, Zahlschein ausgefüllt und 18 Euro überwiesen plus 12 Franken Gebühr, für den Fall, dass sie mir wieder den Betrag abziehen.

Sonntag, 6.6.10

Ich suche jetzt nach einem Zimmer und konzentriere mich erst mal auf Fribourg. Von dort könnte ich sowohl nach Zürich wie auch Genf pendeln oder ich finde dort selber etwas, was natürlich das Allerbeste wäre. Es ist ziemlich schwierig sich im Net deswegen zu recht zu finden, aber ich hab mal zweimal nur blind gestochert und gleich eine Antwort bekommen (Fribourg/Freiburg), was eine sehr schöne kleine Stadt ist. Wäre toll da was zu finden!

Das Auto ist wieder nicht da, unser Djihhadfahrer legt es wohl auf eine Kündigung an und ich nehme diesmal kein anderes! Also, habe ich auch heute frei.

Das Hubertus will alle WM-Spiele übertragen. Au fein, da kann ich alle Spiele mitkriegen, die ich will! Und auch alle Spiele, die ich nicht mitkriegen will! Au… backe.

Samstag, 5.6.10

Jaja, Jörg, sechs Frauen auf einmal… da haben dich dann irgendwann halt mal logistische Probleme eingeholt, nicht wahr? Beim Frauenjonglieren hat sich ja schon so mancher Mann einen Bruch gehoben und das Haremsmodel funktioniert eigentlich immer nur dann, wenn die Frauen nicht einsam auf die Heimkehr des Mannes warten müssen, sondern sich eben untereinander ein wenig vergnügen können, derweil, Frauen sind ja viel mehr bisexuell veranlagt als ein Mann, weil sie den Sex mehr mit dem ganzen Körper wahrnehmen, als die Herren der Schöpfung, und nicht unbedingt da immer auch etwas reingesteckt brauchen, ein Finger oder Zunge tut´s dann auch mal. Und „hell hath no fury like a woman scorned“, nicht wahr? In einem von der Staatsanwaltschaft Mannheim in Auftrag gegebenen Glaubhaftigkeits-Gutachten komme die Bremer Psychologin Luise Greuel zu dem Schluss, dass die Schilderung der Vergewaltigung «nicht die Mindestanforderungen an die logische Konsistenz, Detaillierung und Konstanz» erfülle. Im Bericht, der laut «Spiegel Online» am vergangenen Mittwoch bei der Staatsanwaltschaft einging, heiße es, das mutmassliche Opfer könne die Tat selbst bei eingehender Befragung nur vage und oberflächlich wiedergeben. Es würden auch Sachverhalte dargestellt, die handlungstechnisch unwahrscheinlich bis unmöglich seien. Zwar ist damit nach Angaben der Gutachterin Greuel keineswegs eine Falschaussage erwiesen. Die im gerichtlichen Kontext gebotene Zuverlässigkeit der Aussagen sei aber nicht gegeben. Zweifel gibt es dem Bericht von «Spiegel Online» zufolge auch an der Belastbarkeit von Blutspuren der Frau an einem Messer, das Jörg Kachelmann ihr bei der Tat an den Hals gehalten haben soll. Laut einem Bericht des Landeskriminalamts (LKA) Baden-Württemberg war die Spur so winzig, dass sich nicht feststellen liess, ob es sich um Blut der Frau handelte oder um Tierblut, das möglicherweise mit Hautpartikeln von ihr behaftet war. Bei DNA-Spuren am Messer konnte das LKA zudem nicht ausschliessen, dass Kachelmann es in der Hand gehalten hatte. Ein unzweifelhafter Nachweis sei aber nicht möglich gewesen.

Vorläufiges Fazit meines posts. Überwiegend ist man sicher der Meinung, dass es „den „berühmtesten“ Taxifahrer der Welt gar nicht gibt. „Jeder Taxifahrer, der seine Arbeit korrekt ausführt, ist auf eine gewisse Art berühmt.“ (Peter aus Harburg) „Wir sind alle die besten und geilsten Fahrer der Welt und brauchen dafür keinen Pokal!!!! Nur einer gehört nicht dazu: Jochen Lembke!!!“ (Christian Buch). Versucht einer danach zu streben, so wird das halt eben nicht geduldet. „Dieses Hangeln nach Anerkennung und Aufmerksamkeit, nach Titeln und Beachtung, nach Lob und „gesehen werden““. (Taxirock) „Dir gebührt der Titel jedenfalls nicht“. (Nightdancer) Ja, man fragt sich gar was dieser post auf einem Taxiforum zu suchen hat, „was hat das denn mit unserem Forum zu tun?“ (schnelle_Gerti) oder bezeichnet mich kurzerhand gar als den „nervigsten Taxifahrer der Welt“ (DD 211). Das Spiegelbild eines bodenständigen Gewerbes vieler kleiner elfenbeinfarbener Ameisen? Man weiss, wo sein Platz ist, Ehrgeiz zahlt sich nicht aus, Geduld schon? „Die Gesellschaft schaut auf Taxifahrer herab und deshalb ist ihr Anliegen witzlos. Womit kann man in unserer Branche berühmt werden? Mit nix.“ (Filou). „Wir versuchen einfach nur, durch harte, unterbezahlte Arbeit über die Runden zu kommen. Berühmt werden wir durch unseren Job nie, er bleibt eine Fußnote in der Geschichte von „Berühmten“, die sich ihren Weg zum „Berühmtsein“ durch ihn finanziert haben“ (Deniro) Indes, „sind wir nicht alles kleine S p i n n e r, die eigentlich mehr wollen, als das Leben für uns bereithält?“ (André) wird immerhin gefragt, letztlich ist doch auch das Reich der Streetworker auf vier Rädern von Visionen nicht ganz entleert, offensichtlich. Und auch der eiserne Gustav wird erwähnt, ein Taxifahrer, der es doch schon einmal geschafft weltberühmt zu werden und auch noch zu einer Integrationsfigur wurde. Und letztlich, bestimmt bei einem Punkt gibt es sicher Übereinstimmung, „was für eine Macht hätten wir wären wir wohlorganisiert“ Dazu gibt es gleich zweimal Zuspruch. Taxifahrer – stiller Dulder also und jeder auf seine Weise berühmt? Oder lässt sich mit posts dieser Art doch etwas bewegen? Kommt er nun irgendwann mal doch noch durch das Gewerbe, der Hauch von Hollywood!?

Und das ist der Text, den ich auf dem englischen Forum posten werde: „Who is the most famous cab-driver in the world? That´s what I have already asked on the German forum and what I am now asking you, my dear English colleagues. Now, is this request anything substantial, anything worth to be asked for, anyhow? Or is it something way over the top, that does not have anything to do with day-to-day problems that concern and bother us each day? Does soemone even has the right to ask such a question in public, when he obviously has a little bit in his mind the idea that he might has to say a word or two about this matter himself? (For this is ecactly the point that brought the German forum up against me and I really don´t want this to happen another time. So let this not be about me and the maybe unusual things I have done so far.) So, do you know now someone, who you would think of being very famous? Or, do you even think that there would be a point in having a contest about it or not? That it might cause some positive attention to the trade, moreover, maybe help us change the way we look at ourselves, when we say that even a cab-driver can become world-famous, or not? Or do you think this whole idea is complete bollocks anyway? This is in short what the German forum has thought about it: Predominantly the tone is, there is no such thing as the most famous cabbie in the world. Each cabbie doing his job is famous in his ways. „We all are the best and don´t need any trophy for that! The only one who doesn´t belong there is you!“ Well, well, the one who thinks he deserves the crown won´t find anybody bestowing it to him. „This quest for fame and attention“ is not tolerated. „To you the title does not belong, anyway!“ One even questions the right for such a post on the forum „what´s it got to do with us?“ or another one even calls me without further ado „the most annoying cabbie in the world“. The reflection of a down-to-earth trade of many little blue ants with a sign on the roof that says taxi? One knows his place, ambition does not pay, patience does? „Society looks down on us cabbies and therefore this concern is pointless. What means are there that can you get famous in our trade? None.“ „We all try to make ends meat with tough underpaid work. we don´t get famous with our job, it only rests a foot-note in the history of celebs, paying their way into fame.“ Still, „are we not all little cranks somehow, reaching for more than life holds in stock for us?“ is asked, in the end, obviously even the realms of us streetworkers on wheels are not entirely beyond having any dreams and visions, in Germany. Moreover, the „Iron Gustav“ is mentioned, a German cabbie in the twenties of the last century, who indeed has become world-famous and a point of culmination too, in terms of counter-acting against the trade´s down-turn, then. Finally, there´s definite agreement when it comes to the point for necessity of the trade being more organised! So what do you think? The cab trade… all a bunch of silent sufferers, only world-famous in their own little worlds? Every black cab in London deserves the title, for he´s got the brain of a genius and still works like a slave? Or is it even in and amongst us cabbies that nagging thought. That thought that mere dilligence and hard and patient work is not glamorous enough. Is there even in us – a touch of Hollywood?“

Freitag, 4.6.10

Klick da was an auf meiner Seite an und da singt ja wer, etwas nasal, kurzatmig und auch nicht immer so ganz so original – aber so schlecht eigentlich gar nicht mal? Ach, das bin ich ja selber… fast so gut wie Bob Dylan 🙂

Es kann sogar sein, dass ich bis Ende des Monats raus muss, weil die Verwaltung ein Haufen entmenschter Zürcher Geldschweine sind… und, äh, vielleicht ja auch Internet haben… jedenfalls, meine Überlegungen sind irgendetwas Richtung Röstigraben zu finden, Bern, Fribourg, Biel, Neuchatel… und von dort aus dann nach Zürich zu pendeln… und dann vielleicht mal andere Richtung nach Genf? (Oder direkt dort Arbeit zu finden.)

Ach, was waren das noch für selige Zeiten als man noch mit Fettecken in den Ausstellungen in die Schlagzeilen kam. Unsere tägliche Freakshow gib uns heute! In zehn Jahren werden die Leute nur noch in die Museen strömen, wenn öffentlich kopuliert wird. Ich mach mich hier ja schon genug zum Affen, aber das! Pornos werden künstlerischer, Kunst wird pornographischer, irgendwann ist das dann alles nur noch ein Brei und der Zuschauer mittenmang. Es darf onaniert werden!

Zwölf Wochen lang, genauer 736 Stunden und dreissig Minuten sass die Performance-Künstlerin Marina Abramovic im New Yorker Museum of Modern Art bewegungslos auf einem Stuhl und starrte ruhig in die Augen eines jeden, der sich ihr gegenüber setzte. «Wo ist die Grenze zwischen Performance und Zuschauer zu ziehen?» so lautete die zentrale Frage des Werks. Im Verlaufe der zwölf Wochen pilgerten nicht nur ganz gewöhnliche Leute ins Museum, um beim Blick in Abramovics Augen genau das herauszufinden, sondern auch Stars wie Björk, Marisa Tomei, Rufus Wainwright, Sharon Stone und andere. Einige, so wird vermeldet, seien dabei in Tränen ausgebrochen. Die Performance war im Rahmen einer grossen Abramovic-Retrospektive zu sehen, bei der unter anderem zahlreiche klassische Performances der Künstlerin mit nackten Modellen reinszeniert wurden und die am Dienstag zu Ende ging. Abramovic habe, so hiess es, wichtige Fragen über die Natur der Kunst aufgeworfen. Insbesondere wohl die Frage, ob New York derart nackter Kunst gewachsen ist. Nach zwölf Wochen muss man antworten: wahrscheinlich nicht. Aber immerhin liessen sich manche Zuschauer zu ganz neuen und ziemlich gewagten Formen der Kunstkritik inspirieren. Die zahlreichen nackten Performer innerhalb des Museums schienen die New Yorker latent zu überfordern. Die Besucher stiessen die nackten Performer herum und begrapschten sie – immer wieder mussten die Sicherheitsleute Grapscher ausweisen. Das Museum entwarf sogar ein Verbotsschild, das Busengrapschen bei den Modellen ausdrücklich untersagte.

Andere Besucher zeigten in anderer Hinsicht seltsames Verhalten: Einer liess eine Frühlingszwiebel fallen neben dem Werk, bei dem eine Performerin unter einem Skelett liegt. Er wolle, sagte er ihr, dem Stück ein bisschen Leben beifügen. Das ganze kulminierte zum Abschluss der Ausstellung in ein regelrechtes Chaos. Bereits in den frühen Morgenstunden bildeten sich Schlangen vor dem Museum – einige Besucher campten mit Matratzen und Decken vor dem Gebäude. Am letzten Tag gab es dann noch einen Skandal, als ein Gast sich den Finger in den Hals steckte und sich gleich neben den Stuhl erbrach, auf dem Abramovic sass. Ob er das als radikale Kunstkritik verstanden haben wollte, ist nicht bekannt, denn die Sicherheitsleute entfernten den Mann umgehend. Abramovic bewegte sich keinen Millimeter. Aufsehen erregte auch die Filmemacherin Josephine Decker, die sich mit einer einzigen Handbewegung das sommerliche Kleid vom Körper zog und splitternackt vor Abramovic Platz nahm. Als die Sicherheitsleute eingriffen, wurde sie hysterisch und weinte, derweil Abramovic keine Miene verzog. Ein weiterer Besucher fühlte sich ebenfalls zur Kritik inspiriert, die er altmodisch auf Papier niederschrieb – um die Blätter dann vom Balkon des Museums in Abramovics Performance-Raum niederregnen zu lassen. Immerhin kann man Abramovic nicht vorwerfen, ihre Arbeit habe die Besucher nicht berührt, oder sei gar unbeachtet geblieben. Und das ist das Mindeste, was man sich von der Kunst wünscht.

Ja, so sind wir, die dummen Bärlis dieser Welt, von Joschka Fischer, schon immer, bis nun auch Jochen Lembke seit einiger Zeit. Wir stapfen durch die Saaten mit unseren großen Tatzen, wir meinen es doch immer nur gut, aber wir richten schon so machen Flurschaden dabei an. Empfindlich sind wir nicht, wir haben ein dickes Fell, sind schon durch so manche Kämpfe gegangen, ein wenig angeschrammt, aber nur noch stärker geworden. Wir nehmen auf unsere eigenen Empfindlichkeiten wenig Rücksicht, aber auf die Anderer schon erst recht nicht. Wir „machen“ halt einfach mal, überlegen vorher tun wir groß nicht. Wir selber greifen nicht an, wir haben das gar nicht nötig, wir sind doch keine kläffenden Köter, aber werden wir selber angegriffen richten wir uns auf die Hintertatzen auf, zu unserer vollen wütenden Größe von drei Metern, alles Täppische abgelegt! Wir wollen doch immer nur kuscheln, aber wer nicht mit uns kuscheln will, der wird böse angeknurrt. Ja, die Welt hat es nicht immer leicht mit uns. Wer ist der berühmteste Taxifahrer der Welt, frage ich und bringe mich dabei gleichzeitig selber ins Gespräch – und wunder mich noch über das Rudel Wölfe, das mir dann an auf einmal an der Kehle hängt.

Das Auto heute morgen ist nicht da, nehme ich mir ein anderes und schreibe schon die Uhr ab, da ist gar kein Funk drin! Waren das schöne Zeiten in England, ein neues Auto, das ich nur mit dem Halter geteilt hatte, wäre ich nur länger geblieben! Jedenfalls habe ich heute erneut frei und der Spitzenverdienst vom Mittwoch muss so für die ganze Woche herhalten.

Donnerstag, 3.6.10

Joschi for president! Der Tagi nennt Joschka Fischer den Kandidaten mit dem größten Rückhalt in der Bevölkerung für das neu auszulobende Präsidentenamt in D. In der Tat, fiel Köhler in der Gunst, weil er sich zu wenig äußerte, zu Letzt, dürfte Joschi solch ein Fehler nicht unterlaufen. Aber Joschi könnte auch in der UNO noch eine gute Figur als elder statesman machen. Vielleicht laufen ja unsere beiden Wege doch noch mal zusammen, in Genf. (2014: hätte ihm dann einiges zu sagen!) 

2017: Fischer, der Agent der NWO

Nun ist wieder mal passiert. Erst vor einem Jahr in D. und nun in England und immer mal wieder in Amerika, ein Amokschütze richtet ein Blutbad an. Und wie vor einem Jahr in D. werden wieder die Wogen hoch schlagen und der Ruf nach Konsequenzen laut und jede Menge Politiker und andere Meinungsträger bringen sich mit Beiträgen ein – dann wird es stiller und stiller… ein Jahr danach gibt es eine Gedenkfeier… und dann fängt das große Vergessen der Geschichte an. Bis es anderswo wieder aufs Neue passiert. Ob Amokschützen oder Bestienhunde, die Kinder zerfleischen – unsere Gesellschaft ist gewaltgewöhnt und anscheinend nicht in der Lage wirklich etwas dagegen zu tun.

Uralt Taxischild

Da fing der Tag so dermaßen mager an – und dann kam doch noch was auf den Wecker!

Mit Zürcher Taxitarif nach Genf, das ist noch deutlich besser als mit der Halbtax, oder nicht? (Äh, für den Fahrer, natürlich.

Aufgrund eines brennenden Autos und eines Megakonzertes kam es zu einem Rückstau bei Bern. Indem wir dann saßen.

Aber dann ging es flott weiter, bis nach Genf, wo wir dann die Stadt umfuhren.

Wir verirrten uns kurz im Mont-Blanc-Tunnel, wurden wegen Brandstiftung verhaftet und verbrachten ein Jahr in einem französischen Gefängnis, bis man uns aus Mangel an Beweisen wieder entließ und uns um einer Entschädigungsklage zu entgehen wieder zurück in einer Zeitmaschine schickte, (deren In-Betriebnahme der eigentliche Grund für die Euroschwäche ist – nur weiß das keiner, da Geheimsache.)

Nun hat natürlich nicht jeder Lust ein Taxi nach Genf zu nehmen, wenn doch jede Stunde ein Zug direkt dort hin fährt – aber wenn es ein Team von Ärzten ist, das vorher von Genf nach Zürich mit dem Regajet geflogen ist und nun mit dem gesammelten Equipment wieder zurück will… und der Regajet berechnet hin- und zurück 20.000 Franken! Da war ich doch noch etwas billiger! (Doch wenn der kleine Patient, ein Neugeborenes oder Kind, so wie ich mitbekommen habe in einer Herz-Lungenmaschine liegt, dann fliegt der Jet auch erschütterungsfreier als ich von Zürich nach Genf fahre und natürlich auch als der Krankenwagen.)

Nous sommes lá, urgences de l´hopital des enfants á Genéve! Mit-e eine kleine Zürischer Taxi!

Kleine Zürscher Taxi alleine in Genf!

Wieder zurück um 23.30 Uhr kann ich noch bis 2.00 Uhr bestialisch laute Technodisco von unten genießen!

Meiner Nerven halber muss ich heute frei nehmen.

Dienstag, 1.6.10

Habe meinen ersten Einführungspost auf dem französischen Forum gemacht, sehr aufregend!

Montag, 31.5.10

Habe mich jetzt auch im französischen Taxiforum registriert! Äh, etwas aufregend, erstens weil ich ja nicht so dolle die Sprache kann und zweitens ja auch noch nie in Frankreich Taxi gefahren bin! Ich bin jedenfalls registriert und ich wohne in Zurich, Suisse!

Nach 600 klicks in nur zweieinhalb Tagen und zirka 50 Antworten scheint es jetzt ruhiger zu werden. Vielleicht hat man auch eingesehen, dass wenn man mich angreift man eigentlich nur verlieren kann, es kommen dann nämlich recht ätzende und treffende Bemerkungen von mir zurück. Dennoch, trotz des Interesses, inhaltlich ist die erste Bilanz verheerend. Ein solcher Frust, unterschwellige Aggression, Neid, gepaart mit Schicksalsergebenheit und Resignation, ich hätte mir das nicht so vorgestellt. Alles was ich konstruktiv vorgeschlagen habe ist destruktiv in Angriffen auf mich umgemünzt worden. Das Spiegelbild eines Jammer- und Frustgewerbes, das konsequent abgewirtschaftet hat, die letzten Jahrzehnte. Ein Grauen! Ich habe mich wirklich noch beherrscht, auf dem Forum. Interessant ist aber die Figur des Gustav Hartmann, von dem ich tatsächlich das erste Mal gehört habe. „Das Gewerbe sollte dankbar für jeden seiner Art sein“, schreibe ich auf dem Forum, aber was sich in D. in den letzten Jahrzehnten abgespielt hat war eher eine negative Auslese, Phlegma scheint heute das Kennzeichen deutscher Taxifahrer zu sein, nicht Initiative. Gustav Hartmann startete am 2. April 1928 mit seiner Droschke und dem Wallach Grasmus, begleitet vom Zeitungsreporter Hans Hermann Theobald, zu einer Reise nach Paris, wo er am 4. Juni 1928 ankam. Diese Fahrt sollte eine Aktion gegen den Niedergang des Droschkengewerbes und die steigende Zahl von Autos darstellen[1] Durch seine Reise berühmt geworden, gründete der „Eiserne Gustav“ nach seiner Rückkehr eine Stiftung für die Hinterbliebenen von – bei der Ausübung ihres Berufes – zu Tode gekommenen Taxifahrern (Gustav-Hartmann-Stiftung). Seine Geschichte wurde von Hans Fallada im Roman Der Eiserne Gustav beschrieben, wobei Fallada den Protagonisten seines Buches Gustav Hackendahl nach empfand.

2017: das kann ich nur wieder betonen auch heute! Im Taxigewerbe sammeln sich die Aussitzer, das ist der Beruf für sie, wo man Geduld und Phlegma braucht!

Sonntag, 30.5.10

Du weißt, das du ein Loser bist, wenn du dich ins Wartezimmer vom Tierarzt hockst zusammen mit all den alten Leutchen, die ihren Fiffi hinbringen, nur weil er einmal nicht freudevoll mit dem Schwanz wedelst. Kostet mich das Vieh wieder 50 Franken, nur weil sie wohl ein bisschen viel Stress gehabt hat und das arme zitternde Häschen macht. Kommt schon mal vor, so auch bei der Frau, die ich auf dieser Seite hier nicht mehr erwähnen will.

Jaja, Lenchen, „ein bisschen Frieden“, so hat man vor 30 Jahren noch Erfolg gehabt, heute kommt man mit „ein bisschen Strippen“ eher weiter, so haben sich die Zeiten geändert.

Samstag, 29.5.10

Wer ist der berühmteste Taxifahrer der Welt? http://www.taxiforum.de/forum/viewtopic.php?p=73294#73294 Unbedingt mitverfolgen, die Diskussion. Ein Stich ins Wespennest!

Ich habe diesen post auf dem deutschen Taxiforum gemacht: Wer ist der berühmteste Taxifahrer der Welt? Mich würde das interessieren! Deshalb bin ich gespannt auf eure Feedbacks und Vorschläge! Wer ist er denn nun, eurer Meinung nach, der berühmteste Taxifahrer der Welt? Natürlich, natürlich, ganz zu Oberst auf meiner Webseite steht ja “der rechtmäßig berühmteste Taxifahrer der Welt” und daher ist mein eigenes Interesse hier schon klar, ich denke, ich habe hier durchaus ein Wörtchen mitzureden, nachdem ich schon in drei verschiedenen Ländern, Deutschland, England und der Schweiz den Taxischein gemacht habe und dort auch Taxi gefahren bin und es auch jetzt tue und auch noch Bücher und ein sehr umfangreiches Blog in zwei Sprachen darüber verfasst habe. Doch – wie auch schon die Bezeichnung “rechtmäßig” ausdrückt, es ist das eine zu sagen mir gebührt der Titel und das andere, ihn offiziell verliehen bekommen zu haben. Viele Taxifahrer, überall auf der Welt, machen kreative, interessante und ungewöhnliche Dinge, können aber genauso wenig wie ich bisher davon leben oder werden groß bekannt damit, ja, vielleicht gibt es ja irgendwo jemanden, der schon in vier Ländern Taxi gefahren ist, ja, denkt sich vielleicht noch nicht mal was dabei! Andererseits gibt es Kollegen, die schon sehr lange etwas machen und daher schon einen wesentlichen größeren Bekanntheitsgrade haben, als ich, zum Beispiel. Doch haben sie das auch verdient? Ich will mich ja gar nicht mit fremden Federn schmücken, wenn es irgendwo auf der Welt einen Kollegen gibt, der das mehr verdient hat als ich, ich überlasse ihm gerne die Ehren, bin zufrieden dann meinen Teil dazu beigetragen zu haben. Jedenfalls, ist es denn nicht wirklich mal an der Zeit einmal herauszufinden, wem nun eigentlich der Titel wirklich gebührt? Sozusagen einen Wettbewerb dazu auszuschreiben? Meint ihr nicht auch, das wäre eine spannende Sache? Vielleicht ließe sich ja ein Gremium dazu finden, Journalisten, Verbände oder aber auch die Gesamtheit der Taxiforen weltweit? Selbstverständlich wäre so ein offiziell verliehener Titel recht prestigeträchtig, schaffte eine Menge Aufmerksamkeit und Medien- und vielleicht auch Sponsoreninteresse und dürfte daher auch finanziell recht lukrativ sein. Der Kollege, der damit tatsächlich weltweit bekannt würde, könnte dann seine kreativen Sachen dann auch damit vermarkten können, wie ich zum Beispiel meine Bücher. Es wäre also in der Tat recht lohnend sich darum zu streiten und ich bin überzeugt ein solcher Wettbewerb dürfte eine außergewöhnliche Sache werden und vor allem! Es wäre nämlich etwas was dem Gewerbe sehr gut tun würde! Etwas was endlich mal für positive Schlagzeilen und Image sorgen könnte, für eine positive Identifikation mit dem Beruf und zeigt, wir machen vielleicht einen eher undankbaren Job, der auch nicht so besonders angesehen ist, aber, auch aus diesem Job lässt sich etwas herausholen, denn, wir sind am Leben und an den Menschen dran! Eine positive Botschaft an alle Welt, das uneine und zerstrittene und futterneidische Taxigewerbe sucht sich einen von ihnen, den sie krönen wollen! Es geht etwas in diesem Gewerbe! Es bewegt sich etwas! Diese ganze Sache könnte ein gewaltiger Imagegewinn werden! Zum Schluss, selbstverständlich dürfen es nur aktive Kollegen sein, nicht solche, die früher mal in ihrem Leben Taxi gefahren sind und dann irgendwann sogar mal Außenminister geworden sind oder ähnliches und auch keine Alibi- und Freizeittaxifahrer. Ich habe jetzt diesen post gemacht, es soll aber gerne unser post werden, ich würde mich über reges Interesse freuen und vielleicht findet sich ja sogar bald jemand, mit den entsprechenden Kontakten, der die Organisation in die Hand nehmen möchte. Ich werde nun nur noch denselben Text auf dem englischen Forum und sobald ich dazu komme dem Französischen oder vielleicht auch den anderen Ländern mit diesen Sprachen machen. Vielleicht gibt es ja aber auch welche unter euch, die noch andere Sprachen sprechen und einen entsprechenden post auf den Foren dieser Länder machen wollen und vielleicht verbreitet sich diese Sache dann schon von ganz alleine weltweit, wird ein ganz großes Ding! Wir können alle nur davon profitieren!

Freitag, 28.5.10

In diesen sieben tristen Taximonaten in Zürich brachten mich vor allem zwei Holländer zum Tränenlachen, so der eine heute, wie er über Schweizer und Ösis hergezogen hat! Deutsche aber würde er mögen, er würde auch immer gerne sein Rudi-Carell-Deutsch üben. Der Mann hat Humor!

Donnerstag, 27.5.10

Fiesheit, dein Name ist weiblich. Männliche Aggression ist viel offener und direkter, aber auch sportlich-fairer. Der Stärkere setzt sich durch, der Besiegte räumt das Feld. Nicht so, wenn es eine Frau ist. Dann wird intrigiert und auf Rache gesonnen was das Zeug hält. Besonders kleine Frauen, die alle süß finden haben oftmals den Teufel im Leib. Mit mindestens sechs Frauen soll Jörg Kachelmann eine Beziehung geführt haben. Nicht etwa nacheinander, sondern parallel. Das behaupten zumindest die betreffenden Damen. Sie sollen in einem allfälligen Prozess als Zeuginnen vernommen werden. Die ehemaligen Nebenbuhlerinnen haben sich vereint und stemmen sich nun gemeinsam gegen das «Böse» in der Person des gefallenen Wetterpropheten. Gemäss «Bild am Sonntag» tauschen sich die Betrogenen regelmässig aus und nennen Kachelmann nur noch «Die Fliese». Gemäss der Zeitschrift «Bunte» soll es nun noch acht weitere Frauen geben, die sich an Kachelmann rächen wollen. «Moral und Gerechtigkeitsempfinden spielen bei Vergeltungsaktionen eine wichtige Rolle», sagt der Sozialpsychologe Mario Gollwitzer von der Uni Marburg. Er hat das Thema Rache in verschiedenen Studien erforscht. Rücksichtsloser Egoismus von anderen, eine als ungerecht empfundene Handlung von Autoritäten und Illoyalität seien die Hauptgründe, weshalb Menschen Rache ausüben. Die Rächer empfinden sich als Opfer und wollen sichergehen, dass sie verstanden werden. «Rache hat etwas Gutes, weil sie dem anderen Grenzen zeigt. Es ist eine Form der Kommunikation, die – wenn sie richtig dosiert wird und dem Zweck dient, dem anderen eine Botschaft zu übermitteln – dem gesellschaftlichen Zusammenleben dienen kann», so Gollwitzer. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Frauen offenbar rachsüchtiger sind, als Männer. Göttinger Wissenschaftler etwa haben über 3000 Männer und Frauen befragt. Während nur etwa jeder zweite Mann zornig wird, wenn ihm seine Frau Hörner aufsetzt, geraten zwei Drittel der Frauen in Rage, wenn ihr Mann sie betrügt. 40 Prozent der Frauen sind entschlossen, ihren untreuen Männer zu betrafen, hingegen dürsten nur 22 Prozent der Männer nach Rache. Auch die US-Psychologin Julie Exline von der Case Western Reserve University in Cleveland hat die Geschlechterunterschiede gemeinsam mit Forscherkollegen analysiert. Die Testpersonen wurden zu Rachegefühlen befragt, allerdings erst nachdem sie sich eigene Vergehen in Erinnerung rufen mussten. Die Überraschung: Männer waren nachsichtiger und sinnten viel weniger auf Rache, bei Frauen trat kein Effekt auf, die Lust auf Rache war ungebrochen. Hell hath no fury…

Ein Engländer meint, er würde nicht nach Zürich gehen, weil er nicht will, dass seine Kinder Schwiizerdütsch lernen müssen, nach Genf würde er aber sofort gehen! International isoliert sich die Dütsch-Schwiiz damit ziemlich. Inzwischen höre ich schon Dialekt heraus, wenn ich den Romands im Radio lausche, er erinnert mich an den Elsässerdialekt, das Lang- und Breitziehen der Vokale, aber kein Vergleich zum Schwiizerdütsch. Was ich aber inzwischen richtig gerne mag, wie gesagt.

Das „Welschlandjahr“, das man früher gemacht hat ist heute nicht mehr in Mode, weil die Jugend auch in der Schweiz der globalen Popkultur zugehörig ist und die ist eben Gringo-geprägt. Mit der Konsequenz aber, dass die beiden Landesteile sich auch nicht mehr so viel bedeuten!

Ich feiere dieser Tage meinen 10.000ten Klick auf meine beiden Blogs zusammen! Es gilt Melissa Plaut schon noch zu schlagen, die 100.000te von Klicks bekam, bevor sie ihren Bestseller New York Hack landen konnte. Aber liebe Millionen Fans, hat sie je so schöne Fotos aufgeladen? (siehe Genf-Gallerie) Geier und Schlüssel, das Wappen vom Kanton Genf. Das ist der Blick auf die Bergli im Westen, (Frankreich), die vielleicht 1600 Meter Höhe haben, alle noch mit Schneeresten. Der Blick nach Südost, vom Nordosten Genfs aus, fällt direkt auf was Weißes, Dickes, Großes, den Mont-Blanc. Der Genfer Kollege ist schon etwas weiter als die Pappnasen in Zürich, er sitzt schön im Café (gibt übrigens nicht einen so schönen Stand in Z., sind alle verkehrsverseucht) und kriegt den Auftrag aufs Handy, so wie es in England ja auch war) Zum mediterranen Flair gehören leider auch Mio von Motorrollern, viele aber schon mit Viertaktmotor immerhin!

Mittwoch, 26.5.10

Eine Frage, die die Menschheit bewegt, muss es denn gleich so heiß werden? Vor allem diese unangenehme Schwüle, die gleich über dem Kontinent lastet, wenn mal ausnahmsweise die Sonne scheint, lässt mich manchmal wünschen direkt nach Frankreich ans Meer zu gehen. Mal sehen.

Also, hinzu´s bin ich mit dem Zug über Biel/Bienne, Neuchatel und Yverdons-les Bains gefahren, rückzu´s über Lausanne, Fribourg und Bern. Interessant wenn man den Röstigraben quert, dass Zugpersonal wird ausgetauscht, wie wenn man über die Grenze fährt und ab Biel oder bis Bern heisst es dann bon jour, wenn die Fahrkarten kontrolliert werden! Ebenso quert der Zug zwar den Graben, aber die Fahrgäste eigentlich weniger, zwischen Lausanne und Genf und zwischen Bern und Zürich ist der Zug am Vollsten.

Mein Französisch macht weiter Fortschritte, ich kann jetzt schon in Grundzügen einer Konversation im Radio lauschen!

In Genf habe ich einige Fränkli gelassen um mir ein Buch zu kaufen, natürlich „le Guide du voyageur galactique“, was laut Nicolas Botti, dem französischen DAC-Aktivisten und Übersetzer, der das Nachwort übersetzt hat auch eine schlechte Übersetzung hat, wie er mir schrieb. Aber da ich das Buch beinahe auswendig kann ist es sehr gutes Lernmaterial. Ebenso habe ich mir einige DVD gekauft und mich maßlos geärgert, dass wieder mal Audiotext und Untertitel nur sehr gering übereinstimmt, was bisher bei allen französischsprachigen DVD´s der Fall war. (Ich habe sehr viel Englisch gelernt, dass ich dann immer die englische Audiospur höre und die englischen Untertitel mitlese, weil der Text mit Musik und Geräuschen besonders in Actionsequenzen sehr unverständlich ist!) Quelle merde.

Besonders freundlich sind die Genfer aber nicht, aber die Stadt ist eigentlich schon Frankreich und die Frenchies überschlagen sich nicht, was Freundlichkeit angeht, das ist bekannt. Besonders ärgerlich ist, wenn sie, obwohl man so einigermaßen Französisch spricht, einem dann mit Englisch kommen, anstatt langsamer und deutlicher und weniger umgangsprachlich zu reden. Denn ich habe noch nie einen Franzosen erlebt, der Englisch kann und es dauert dann insgesamt länger bis man versteht, was sie sagen.

Jedenfalls, du weißt, dass du Avatarfan bist wenn du den Film schon dreimal auf Deutsch gesehen hast, du dir die DVD kaufst um ihn endlich auf Englisch genießen zu können (ohne diese grauenhafte Synchronisation) und dann noch auf Französisch. Aber ich kenne den Film auch fast auswendig und hier gilt dann das gleiche wie für den Anhalter.

Es scheint insgesamt mit Taxis in Genf besser zu laufen als hier, kein blankes Elend am Bahnhof und die Technik ist auch nicht so veraltet wie hier. Witzig ist, dass die Genfer Taxis alle eigenen Nummernschilder haben, die drei- höchstens vierstellig sind, also GE 145, z.B.

Dienstag, 25.5.10

Nettes Städtchen, Genf! Mit einem ganz eigenem Charme! Nach 6 Stunden Zugfahren noch dazu bin ich aber zu kaputt um darüber zu schreiben. Auch lade ich von 80 Fotos und Videos nur ein paar auf, die anderen muss ich erst bearbeiten. Besonders der Jet d´Eau hat es mir angetan, bei Sonnenschein

Pfingstmontag, 24.5.10

Jetzt kommt doch Bewegung ins englische Forum nachdem ich angesprochen habe, dass es kein Rassismus ist, wenn man sich dagegen wehrt, dass das Gewerbe von Leuten kaputt gemacht wird, die sich weder auskennen, noch die Sprache können, wenn man gleichzeitig, anstatt Lizenzen dringend abzuschaffen, diese mit solchen Leuten besetzt, nur damit die nicht arbeitslos sind. Ich kann mir denken, dass eine große Verunsicherung dort herrscht, denn man darf nicht vergessen, dass England derzeit von einer richtig ekelhaft bigotten Version des Politisch Korrekten beherrscht wird und man sich dort nicht mehr traut Dinge beim Namen zu nennen.

Ich habe mir einen Halbtaxkarte gekauft und fahre morgen mit dem Zug nach Genf!!!!

War da was?

Pfingstsonntag, 23.5.10

Ich genieße es ganz laut am Stand Radio aus der Romandie zu hören oder laut aus dem Lehrbuch Französisch zu lesen, um die Leute hier zu provozieren. Ihr geht mich gar nichts mehr an!

Ich könnte richtig aggressiv werden, manchmal, wenn Leute dann immer so groß machen wenn ich ihnen von mir erzähle. Sooo toll finden sie ja das, was ich mache. Aber das mal einer fragt, ja, wo kriegt man denn Ihre Bücher? Haben Sie denn vielleicht welche dabei? I wo. Was der Bauer nicht kennt….Hut ab, im Nachhinein, dass ich damals so viele Hunderte an Fahrgäste verkauft habe, doch da war ich noch ganz anders drauf, ich hab da heute keinen Nerv mehr dafür. Aber damals habe ich noch richtige Charmeoffensiven gemacht. Aber da bin ich auch keine Fünf-Tage-Woche gefahren und hinterher noch Stunden im Internet.

„Longstreet“

Am Bahnhof „Oerlike“

Der absolute Luxus-BMW als Taxi, am Marriot. Es nützt ihm aber nix, die Fahrt geht, mit vielen Koffern, statt zum Flugi für 45, nur zum Bahnhof für 10. Ein entsprechend langes Gesicht sah man.

Freitag, 21.5.10

Großer Sieg für Obama – kapitale Niederlage für die Banken. Der US-Senat verabschiedet eine strenge Bankenregulierung. Es ist die umfassendste Reformierung des amerikanischen Finanzmarktes seit den 1930er-Jahren. (2011: von geschmierten Winkeladvokaten wieder zu Fall gebracht!) Obama rules! Falls es jemanden noch nicht aufgefallen ist, es ist schon sehr lange her, dass ein US-Präsident eine innenpolitische Reform durchgebracht hat und Obama nun gleich zwei. Respekt! (Und ich hoffe, dieser Alfred E. Bushmann kriegt mal was er verdient.) (2014: so hat er uns alle angeschmiert, dieser Verbrecher, siehe Obama deception)

2017: Interessant aus heutiger Sicht, möglicherweise hatte Obama tatsächlich Visionen, aber man machte ihm das berühmte Angebot in der einen Hand Geld in der anderen einen Revolver, welche darf es sein? Letztlich siegten jedenfalls die Banken!

Das Geld kauft sich Meinung, das war schon immer so. Ein Beispiel ist dieses Blog, das noch immer keine Sponsoren und Werbeangebote hat. Wenn ich schreiben würde wie schön die Welt unseres globalen Kapitalismus wäre und dass wir Taxifahrer doch einfach nur freundlicher sein müssten und unsere Autos besser pflegen, sähe das nämlich schon ganz anders aus. Aber das tue ich nicht! Ich sage, dass von der Globalisierung bisher nur die multinationalen Konzerne einseitig profitiert haben und das heute ein Pass einer der reichen Industrieländer nicht mehr vor individueller Armut schützt! Ich drücke auch meine Abscheu vor der SVP aus, die Populismus betreibt und andererseits ganz ungeniert absahnt. Und ich lobe den Tagi für seinen kritischen Journalismus, einmal mehr! Wieso ändert die SVP plötzlich ihre Meinung? Wieso die SVP jetzt eine 180-Grad-Kehrtwende macht, nachdem sie sich in den letzten Wochen zur Gralshüterin des Bankgeheimnisses und des Schwarzgeldgeschäfts aufgespielt hat, müssen Sie die SVP selbst fragen. Offensichtlich ist, dass die SVP zwar versucht hat, beim Thema Abzockerei auf den Zug aufzuspringen, weil die Stimmung in der Bevölkerung zugunsten der SP-Position gedreht hat. Jetzt aber knickt sie ein: Sie akzeptiert ab sofort sogar den von ihr verteufelten Vertrag, nur um eine Boni-Steuer verhindern zu können.

Und was schließen Sie daraus?

Der Beweis ist erbracht, dass die bürgerlichen Parteien alle immer noch nach der Pfeife der Gnomen von Zürich, der Abzocker von der Bahnhofstrasse tanzen. Während weltweit Lehren aus der Krise gezogen werden und die Regierung Obama eine scharfe Finanzmarktregulierung realisiert, wird die Schweizer Politik immer noch von Finanzplatzinteressen bestimmt. Aber das ist ja nicht erstaunlich, weil die bürgerlichen Parteien von dort ihre großen Spenden erhalten.

Gab es ein Powerlobbying der Banken?

Der Finanzplatz und seine Lobbyisten schrecken derzeit vor nichts zurück, um die Parlamentarierinnen und Parlamentarier unter Druck zu setzen. Bei der SVP offensichtlich mit grossem Erfolg.

Was wollen Sie damit sagen?

Wir können nur spekulieren, wie viel die Banken für diesen Dienst bezahlen…

(2014: ich geb zu, vom wahrem Ausmaß der Korruption in der Politik hatte ich damals keine Ahnung, auch ich habe mich täuschen lassen, aber das blog soll auch meinen Weg dokumentieren, nicht mich glorifizieren.)

Donnerstag, 20.5.10

Schweizer Autofahrer, Nachtrag: Der eine, der meinen Fahrgast nicht hatte aussteigen lassen, weil er ein Stück vorfuhr um mich zum Wegfahren zu drängeln. Sie konnte so die Türe nicht aufmachen. Oder: jetzt wo ich drauf achte… Blinker wird entweder gar nicht gesetzt, oder aber es wird beim Anfahren geblinkt ohne vorher zu schauen ob die Straße überhaupt frei ist. Abgebogen wird prinzipiell von der Geradeausspur, Ampeln angeschlichen, wenn es für einen selber noch reicht, darüber zu kommen, schon der nächste muss dann halten.

Habe einen neuen Ausdruck aufgeschnappt, ein „Kuhschweizer“ Dialekt! Daas ischeschoso bii eus in Züri

Kuriositäten des Alltags: ich lasse einen Postboten vor mir über die Straße gehen, dann blockiere ich aber den Weg, als er sich auf sein Moped hockt.

Ein Schweizer sagt mir, Zürich wäre vor 10 Jahren noch viel provinzieller gewesen. Auch die Schweizer Polizei wird jetzt cool, beim Verkehrsregeln, als ich einfach fahre, parallel zum fahrenden Tram, obwohl er mich nicht gewunken hatte, gibt er mir gschwind ein ok fürs Fahren nachträglich und macht, er hat den linken Arm erhoben, für mich noch kurz hinter dem Rücken eine Bewegung mit dem rechten Arm, als wollte er sich am Po wischen. Mein Fahrgast und ich lachen uns krank.

Ich bin eben einfach zu lieb für diese Welt: Ich fahre zwei Engländer für CHF 22.80 und sie meinen, sie fahren schon die ganze Woche die Strecke, das Billigste wären 25 gewesen und das Teuerste 35. Sie geben mir 30!

Tue Gutes und rede darüber: Eine behinderte ältere Frau will auf einen Ausflug mit anderen, kennt aber nicht genau den Treffpunkt. Sie wird enttäuscht, sagt, ich soll sie heimfahren. Nichts da, Lembke geht die Gruppe zu Fuß suchen und siehe da, findet sie auch. Ich verliere so 20 Franken, aber es wird mich noch lange freuen.

Finde ich so wichtig und gut, dass ich es nicht kürze: «Die Schweiz muss härter gegen Umweltverbrechen vorgehen» Die Vizepräsidentin der Grünen, Franziska Teuscher, erklärt im Interview mit Tagesanzeiger.ch/Newsnetz, wieso die Hintermänner von Umweltkatastrophen immer wieder in der Schweiz sitzen.

Frau Teuscher, seit Wochen laufen im Golf von Mexiko Tausende Tonnen Rohöl aus, US-Umweltschützer sprechen von einer gigantischen Umweltkatastrophe.

Diese Einschätzung teile ich auch. Die Ölpest im Golf von Mexiko ist schrecklich, ein einzigartiger Lebensraum wird zerstört. Millionen von Tieren und Pflanzen sterben. Damit ist auch die Existenzgrundlage vieler Fischer vernichtet. Solche Umweltkatastrophen werden aber wohl in Zukunft zunehmen.

Wie kommen Sie darauf?

Die Globalisierung hat dazu geführt, dass die Industrienationen ihre schmutzige Produktion in Schwellen- oder Entwicklungsländer verschieben, um selber mit einer sauberen Weste dazustehen. Es kommt auch vor, dass der reiche Westen gefährlichen und giftigen Müll in Entwicklungsländer entsorgt.

Die Besitzerin der Ölplattform ist eine Schweizer Firma.

Das ist für mich besonders stossend, ist aber nicht das erste Mal dass «die Hintermänner» eines Umweltskandals in der Schweiz sitzen. Das war schon beim Dioxin-Unfall in Seveso bei Mailand so, oder bei den Asbestskandalen von Schweizer Firmen im Ausland. Vor Jahren gab an in der Elfenbeinküste Tote und Verletzte wegen eines illegalen Giftmülltransports. Das Schiff, das diesen Transport durchgeführt hatte, war von einer Firma mit Sitz in Luzern angeheuert worden. Es ist an der Zeit, dass die Schweiz nicht länger tatenlos zusieht.

Wieso ist das so?

Mit unserer Steuerpolitik haben wir den Rahmen dafür geschaffen, dass viele Firmen ihren Steuersitz in die Schweiz verlegen. Darunter sind nicht nur Firmen mit blütenweisser Weste. Auch Schweizer Traditionsunternehmen sind nicht über jeden Verdacht erhaben.

Wen meinen Sie konkret?

Ich meine, dass zum Beispiel auch Grossbanken Firmen Kredite gewährt haben, obwohl diese Firmen in Menschenrechtsverletzungen und Umweltvergehen involviert sind. Ich will nicht, dass uns für solche Fälle in Zukunft eine Rechnung präsentiert wird wie jetzt beim Bankgeheimnis. Deshalb müssen wir Umweltskandalen und Menschenrechtsverletzungen grössere Beachtung schenken. Die Weltgemeinschaft hat immer weniger Verständnis für die Haltung der Schweiz, aus allem und jedem Profit zu schlagen.

Was soll die Schweiz Ihrer Meinung nach tun?

Zum Beispiel hätten die Untersuchungsbehörden schon längst bei den Verantwortlichen der Ölplattform in Zug auftauchen müssen.

Die Schweizer Firma Transocean ist «bloss» die Besitzerin, betrieben wurde die Plattform vom Erdölkonzern BP.

Eben darum hätten sofort die Untersuchungsbehörden intervenieren müssen – schon nur um herauszufinden, ob die Schweizer Firma für diese Umweltkatastrophe irgendeine Verantwortung trägt.

Können die Schweizer Behörden gegen Schweizer Firmen und Verantwortliche vorgehen, wenn diese Umweltvergehen im Ausland begehen?

Das müssen Juristen klären. Auf jeden Fall werde ich aber in der Sommersession im Parlament intervenieren. Wenn es mit den heutigen Gesetzen nicht möglich ist, gegen Umweltverbrechen vorzugehen, dann muss man diese so ändern, dass in Zukunft eine Strafverfolgung möglich wird. Es braucht ein härteres Vorgehen der Schweiz gegen Umweltverbrechen. Die Schweiz sollte sich auch für die Schaffung eines Umwelt-Gerichtshofs einsetzen. Der Schutz von Mensch und Umwelt muss über die Profitinteressen der Unternehmen gestellt werden.

Mittwoch, 19.5.10

Schweizer Autofahrer? Nun, sie müssen keine Fahrschule machen, sagte mir eine Fahrgästin aus D., deren Freund Autonarr ist, im entsprechenden überlegenem Tonfall, sondern es reicht, wenn sie ein Jahr lang mit L-Schild fahren und jemanden haben, der es ihnen erklärt. Nun kann der es ja nun blicken oder nicht, er ist jedenfalls kein professioneller Fahrlehrer und wenn er Fehler hat, so gibt er diese weiter. Beispiel für schlechtes Fahren? Nun, heute fahre ich auf der linken Spur und setze Blinker rechts um überzuwechseln, ein Lieferwagen lässt mich nicht rein. Nun, Schweizer Autofahrer, denke ich, kenne ich. Dann wird aber die Ampel rot, ich lasse ausrollen und signalisiere ihm mit der Hand, er soll weiter vorfahren und wechsle eben hinter ihm die Spur. Nun ist er zufrieden, denke ich, er hat sich ja mir gegenüber behauptet. Da wechselt der auf einmal selber die Spur und zieht nach links rüber! Ja, fasse ich es denn? Ja, dann rollt er auch noch zurück, die Ampel ist noch rot, und seine Tussi bedeutet mir die Scheibe runterzulassen. Ich sei auf der falschen Spur gewesen. Äh, ich war auf der Spur, auf der ich eben war, bevor ich sie wechseln wollte, ja und? Er hätte mich ja reinlassen können, sage ich ihm, wenn er ohnehin die Spur gewechselt hat, denn dann wäre ich erst nach rechts und er dann nach links. Er hätte gar nicht zu müssen, „du Arschloch.“ Nun. liebe Schweizer, es heißt doch immer die Deutschen seien unverschämt?

Jedes Hotel hat seinen eigenen Fahrdienst und auch da wird an den Flughafenfahrten verdient. Ich komm zum St. Gotthardt und der Fahrdienst lädt gerade die Flugifuhre und für mich gab´s die 13-Franken-40-Fahrt.

Ich habe wieder früh Feierabend, weil der Verreckerauftragscomputer wieder ausfiel, nach einer halben Stunde kann ich den Job nicht annehmen, er verfällt für mich. Wütend stelle ich die Karre ab. Die Batterie war auch noch schwach.

Gute Lobbyarbeit zahlt sich immer aus. Nur die Deppen vom Taxigewerbe sind dazu nicht in der Lage. 49 Betriebe am Flughafen Zürich haben beim Zürcher Amt für Wirtschaft eine Kurzarbeitsentschädigung beantragt. Sie wollen Geld für die Ausfälle durch die Vulkanasche, wie Radio DRS heute berichtet. «Das Arbeitslosengesetz lässt dies zu», sagt Flughafensprecherin Sonja Zöchling. Grund ist die Anordnung des Bundes, der die Schliessung des Luftraums verfügte. «Die Anträge auf Entschädigung der Kurzarbeit haben gute Chancen, bewilligt zu werden», sagt Irene Tschopp, Sprecherin des Amts für Wirtschaft. Entscheidend ist, dass alle nötigen Unterlagen eingereicht werden und ein direkter Zusammenhang mit den Massnahmen des Bundes ersichtlich ist. Tschopp geht davon aus, dass dies der Fall ist.

Epilektiker sagt, er darf nicht vorne sitzen, weil er mich durch einen Anfall ablenken könnte und das sei gefährdend. Gut, theoretisch haben die da schon recht, aber praktisch? Haben wir eigentlich andere Sorgen.

Dienstag, 18.5.10

Heute läuft mein Brighton-Taxischein ab. Schnüff. (2014http://www.taxi-driver.co.uk/phpBB2/viewtopic.php?f=5&t=17526)

Die Technomafia hat sich hinten rum bei der Hausverwaltung über mich beschwert. (Zieh sich das mal einer rein, nicht ich habe ich mich über sie beschwert, sie haben sich über mich beschwert.) Und die ist nicht eine von den Einzigsten in Zürich, bei denen es n u r um Kohle geht. Wenn es mir nicht passt, holen sie hier zur Not eine äthiopische Familie mit 7 Kindern rein, aber sie finden nicht so schnell jemanden, der das Restaurant auf Zeit mietet. Ergo, wenn es mir hier nicht passt, kann ich mich verpissen, lautet ihr Verdict. (In anderen Worten.)

Das englische Forum habe ich jetzt ziemlich provoziert, so wie ich das immer mache, wenn ich nicht beachtet werde und siehe da! Es kommen Kommentare. Aber, sie schreiben auch, dass England generell nicht Europa, vor allem die EU mag und na ja, keine Überraschung. Ich habe ihnen meine ganzen 2 bisher geschriebenen Kapitel über England geschickt, damit sie was zu lesen haben über mich.

Montag, 17.5.10

Interessante Fahrt mit aufgekratzter Gefängnispsychotherapeutin, sie will von meinen Büchern wissen, irgendwie kommt das Gespräch natürlich auch auf mein neustes Werk, Stalking – oder Zicking?

Erschrecke in eine Hauseinfahrt zweimal zu Tode, einmal weil sich hinter mich ein boshafter Müllwerker anschlich und die Bremsen von den Container aufknallen ließ und dann nur hämisch lachte, als er mein Erschrecken mitkriegte und zweimal, weil da ein kleiner motorbetriebener Kran da war, der auf einmal wohl mit Fernsteuerung oder automatisch ansprang, auch hinter meinem Rücken.

Leute, da wohnen Leute mit Geld! Nicht in Zürich-Stadt, weil man da hohe Steuern zahlt, sondern im Umland. Heute hatte ich Glück, konnte jemanden raus fahren und dort wieder jemand abholen, ging an die Uniklinik!

Sehe orthodoxen Juden, der während dem Gehen ein Buch las und wohl auswendig lernte, laut daraus las. Ebenfalls fahre ich Jüdin, die Schwiizerdütsch mit jiddischem Akzent sprach, zum Schreien, oi veh!

Sonntag, 16.4.10

Auch gestern hielt mich die Technomafia wach. Heute bin ich nur noch müde und schlecht gelaunt.

Das englische Taxiforum ignoriert mich eigentlich im Wesentlichen. Man kann eben nicht viel mit mir anfangen, in England war Europa noch nie ein Thema, und ist schon wieder zum absoluten Lieblingsthema übergegangen, einer der eine Millionen „sexually motivated crime, done by a colleague!“-Beiträge, (man kann sich so schön entrüsten darüber und dann auch noch daran aufgeilen). Ehrlich, das was ich da sehe, macht mich auch nicht so an. Aber, wir werden sehen. Ich werde halt wieder provozieren müssen, seufz.

In der Schweiz hat es kein geeignetes Forum, aber in Frankreich habe ich eins mit 1600 usern gefunden.

Samstag, 15.5.10

Im Fall des inhaftierten Fernsehmoderators Jörg Kachelmann hat die Aussage der Frau, die ihn wegen Vergewaltigung angezeigt hat, einem «Spiegel»-Bericht zufolge in zwei Details einer Überprüfung nicht standgehalten. Die Frau habe bei einer zweiten Vernehmung ihre Darstellung aus der Tatnacht korrigieren müssen, schreibt das Magazin. Jaja, so ist das mit den Schnufftieren dieser Welt, sie übertreiben gerne mal ein wenig, wenn sie sich verletzt fühlen.

Fuuh. Wenn man mal nicht Taxi fährt merkt man was richtig arbeiten heißt. Ich hab ein recht langes Video gemacht und aufgeladen, weise nochmal auf meinen Youtubechannel hin, verschiedenes anderes und dann meinen Post ausgearbeitet für Taxi Driver Online, dem englischem Taxiforum. Ich habe ihn unten kopiert in ganzer Länge. Ich bin natürlich sehr aufgeregt, vor allem wenn ich so das Forum lese, Lieblingsthema des Engländers ist nach wie vor nicht SEX (es sei denn es ist ein „sexually motivated crime“), sondern CRIME. Außerdem ist die, naja, sag ich mal, untere Mittelschicht, aus der sich die britischen Fahrer (da sind nicht so viele Alternativos und Leute mit Akademikerbackground wie in Deutschland) rekrutieren… äh… naja, mehr oder weniger offen etwas rassistisch angehaucht, sagen wie es mal so.

Ich kriege nun erste Reaktionen (drei) auf dem Forum und man schaut sich meine Webseite an – sie sind fast schüchtern. Aber ich habe mich auch diesmal bemüht nett zu sein.

Freitag, 14.5.10

Die Technogangster haben mich heute Nacht wieder wachgehalten. Gähn.

Die einzigen, die an einem Brückentag arbeiten, sind Taxifahrer, weil die sich keinen Urlaub leisten können. Heut Vormittag ging´s, aber dann! Kotz.

Ich habe jetzt einen Glückseuro und ein Glückspfund im Geldbeutel. Äh, Glückseuro… wer bringt hier wem Glück?

Der erste Wellensittich, der bei mir angegurtet fährt, piep. Oder ist das weibliche Logik? Der Käfig ist angeschnallt, nicht der Vogel, den haut´s an die Gitter.

Leute, diese Dreckschleudern, die von der Straße gehören, sind Turbodiesel von der Hubraumgröße eines Kleinbusses und so stinken sie auch. 100000 Franken in PS-Leistung, null in Filter.

Donnerstag, 13.5.10

Das schreibt Jörn auf dem Freien Taxiforum über mich: Nun ist es ja immer interessant, neue Leute aus unserem Gewerbe kennenzulernen, vor allem, wenn es sich dann auch noch um welche handelt, die zu Feder und Tinte (äh PC und WORD) greifen, um über unsere Profession zu berichten. Und das auch noch auf Deutsch und Englisch, wobei man sich natürlich fragen muß, ob SCHWYZERDÜTSCH eigentlich DEUTSCH ist? Aber Spaß beiseite: Natürlich muß ich dazu Stellung nehmen. Und als aller erstes fällt mir extrem negativ auf, daß dieser Mensch sich am HITCHHIKERS GUIDE TO THE GALAXY vergriffen hat, um diesen zu KÜRZEN! Mein Gott, Jochen! Wie kann man auch nur daran denken, an dem ultimativen Roman der Unsinn-Sci-Fis herum zu doktern? Ein echtes Verbrechen, wenn man mich fragt! Fortsetzungen aber dürften zu diesem Roman schon etliche Millionen geschrieben sein, wenn man mal so in den Fan-Fiction-Seiten herumstöbern würde! Und eine Neuübersetzung war mehr als nur überflüssig, denn die derzeitge ‚offizielle‘ deutsche Übersetzung ist schlicht GENIAL! Ich habe beide Versionen bei mir im Regal stehen, die englische wie auch die deutsche! Ich finde es ja toll, daß du schon in so vielen Ländern Taxi gefahren bist (hast du denn auch für alle diese tatsächlich eine Ortskundeprüfung gemacht?) und uns über deine Erfahrungen berichten möchtest! Das ist sehr lobenswert und sicher auch sehr interessant. Aber deine gnadenlose Selbstüberschätzung ist schon eher etwas nervig! Die Kritiken an deinen Büchern solltest du dann schon anderen überlassen, wie eben zB Joschka Fischer! Ich fahre nun schon seit etwa 35 Jahren in Hamburg Taxe. Da ist es schon verdammt schwierig, jeden Tag etwas GANZ BESONDERES zu erleben! Selbst als Nachtfahrer (etwa 25 Jährchen davon) hat man zwar gelegentlich ein paar nette Erlebnisse, aber für einen Blog würden die ganz sicher nicht reichen! Da wundere ich mich schon manches Mal in anderen Taxi-Blogs, über welche Nichtigkeiten da die Leute schreiben!? Trotzdem bin ich ja schon gespannt auf deine ‚internationalen‘ Erlebnisse!

Meine Antwort: 1. „Schwyzerdütsch“. Man spricht eher von „Schwiizerdütsch“ und der „Schwiiz“. Schwyz ist nämlich ein Kanton innerhalb der Schweiz. Aber ich bin ja Deutscher, wie denke ich aus dem Text hervorgeht. 2. Reden wir von der gleichen Übersetzung? Bertold Schwarz? Da bist du wirklich der allererste, der diese gut findet! 3. Adams hat in den Anhalterbänden 60% wirklich geniale Passagen und 20% Schrott. Die habe ich mir angemasst, nicht zu übersetzen, also den Text zu kürzen. 4. Millionen Fortsetzungen ist sicher übertrieben, ernstzunehmende kenne ich persönlich keine, obwohl es sehr, sehr, sehr viel Fan-fic dazu gibt. (2011: Es gibt keine, außer Colfer und meine!) Aber dennoch, ich sage, es ist die beste, die je geschrieben wurde! Und da stelle ich mich wirklich gerne einem Gremium!!!! 5. Ja, ich habe in jedem der drei Länder und in den vier Städten den Schein gemacht. England hat mich ein ganzes Jahr meines Lebens gekostet! Und deswegen, da ich auch noch darüber geschrieben habe, nenne ich mich der „rechtmäßig berühmteste Taxifahrer der Welt“, weil ich denke, dass ich diesen Titel verdient habe. Aber die Betonung liegt auf „rechtmäßig“! Denn mir ist natürlich sehr wohl klar, dass es viele andere gibt, die i.M. bekannter sind. Doch haben die das verdient? Auch hier, ich stelle mich sehr gerne einem Gremium!!! 6. Selbstüberschätzung. Ach komm, ich bin doch nur ein dummes Bärli, es steht doch auch ganz groß und zuvorderst auf meiner Webseite. Oder nicht?

Israel baut weiter Siedlungen im Westjordanland. Also, aus Deutscher muss man vorsichtig sein – aber sympathisch machen sich die Juden in Zürich bei mir nicht. Das muss ich leider sagen. Das ist eine Clique für sich und niemand von außen hat da Zugang. Aber vermische nie Juden mit Zionisten.

Früher dachte man die Erde wäre der Mittelpunkt des Weltalls, nur weil man es nicht besser verstand, dann dachte man es gäbe keine anderen Planeten im All außer der Erde, nur weil man es nicht besser verstand, jetzt hat man schon über 500 gefunden! Nur, weil man es heute nicht besser versteht, sagt man es gäbe keine bewohnbaren Planeten im All. Na, wenn sich darüber die Aliens auf unserem Planeten nicht totlachen!

90 Selbstmorde am Tag im Kamikazeland Japan, das eben eine Tradition des Harakiri, der ehrenvollen Selbsttötung hat, während es hier immer so scheint, als wäre derjenige nicht mit mehr seiner Probleme Herr geworden.

Der neue Porsche hat über 600 PS, während die Ölkatasstrophe jetzt zwar noch nicht die größte aller Zeiten ist, aber werden kann. Kein Zusammenhang?

Tiger Woods kann nicht mehr spielen, er hat eine Entzündung im Nackenbereich, da hat es bei ihm die meiste Beanspruchung gegeben. Haha.

Das Klickstrohfeuer auf dem Taxiforum hat nach 370 nachgelassen. Ich bin nicht mehr interessant.

Viele Besoffene unterwegs, allerdings, zum einen den jungen Schnösel, der meinte 38 Millionen Franken, geteilt durch vier Kinder geerbt zu haben und er will das alles ausgeben. Er hätte sich einen SL 500 gekauft, weil er damit seinen Vater ehren könnte, denn der hat auch immer tolle Autos gehabt. (So wie ich ja auch meine Mutter ehre, mit meinen Schulden, nicht wahr?) Natürlich will er auf den Lappen (100) , den er mir entgegenstreckt, sein Rausgeld, anstatt, dass er wenigstens mir die Angeberei mit TK belohnt. Geld ist schneller ausgegeben als man es verdient meine ich, aber woher soll er das wissen? Die Erfahrung sollte er erst noch machen. Er soll auf seinen Bierbüchse in der Hand aufpassen, sage ich. Er verschüttet das nicht und wenn doch, so gibt er mir seinen 500 SL. As if, wie der Engländer sagt, dummes Geschwätz.

Hat meine Mutter was abgekriegt, ist jetzt mein Vater dran. Fahre ich 85-jährigen zum Flugi und wenn man sie (versehentlich) auf den Krieg anspricht, dann kommen die unverarbeiteten Erinnerungen hoch, „wir haben das ja alle nur verdrängt“ und dann gibt´s erst recht kein Halten, die Gischt vom Fahren bei Regen spritzt hoch, so hoch mindestens wie die unvergossenen Tränen. Er war vier Jahre in Gefangenschaft und die Hölle kann nicht schlimmer sein, er hatte sich manchmal gewünscht, dass ihn einer erschießt. Oh ja! Kommt mir bekannt vor, auch mein Vater, der große WK-2 und Gulagveterane, Herr Lembke sen., hatte schon immer das Gefühl, dass ihm die Welt etwas schuldet. Und seine Kinder ganz besonders, hatten sie ihm dann auch noch nach der Hölle von Krieg und Gefangenschaft seine besten Jahre und seine Freiheit beraubt. Oh ja, ich lernte früh den großen Wk-2 und Gulagveteranen Herrn Lembke sen. nicht mit meinen Problemen zu belasten, wenn man da mal geheult hat, hatte man besser einen guten Grund, wenn also meine Mutter mal wieder eine Kochlöffel an mir zerbrochen oder mein Vater „Weinerlichkeiten“ mit einer Ohrfeige bestraft hatte. Er war eigentlich immer ein Muster an Selbstbeherrschung und Fleiß und Disziplin, aber vielleicht gerade deswegen – was waren denn meine kleinen Kindersorgen gegen die seinen? Ich war nicht jünger als 10, als ich irgendwann doch mal so eine Ahnung bekam, dass Kinder eigentlich sehr erwünscht sind und auch ein wenig mehr Aufmerksamkeit und Liebe und Geduld verdienen und es normalerweise sogar kriegen. Ehrlich, woher sollte ich das denn wissen? Was habe ich den Krieg hassen gelernt. Und verhunzt hat er das Land, bis in die dritte Generation. Denn dann kamen die, die es an ihren Kinder besser machen wollten und siehe da, es war auch recht, denn es gab nun Liebe, aber es fehlte Autorität, lauter kleine, verwöhnte Früchtchen kamen dabei heraus. Das ist ja ein Rundumschlag heute, ja, da fehlen nur noch die: Isländer! Die ich heute gefahren habe, und auch noch zum Airport! Wie selbstverständlich besteigen sie den Flieger, nicht wahr? Stellt den Vulkan ab, sage ich ihnen, er schadet dem Geschäft. Sie finden den Knopf nicht, sagen sie, lachend.

Mittwoch, 12.5.10

Wirklich mal ´ne Sache mit DRS 1, das ist d e r Schweizer Kultursender, würde ich mal sagen und die haben eine eigene Literaturabteilung, bei der ich ja gelandet bin! Hört sich sehr gut an.

Der Kleinen geht es sehr gut, ein voller Erfolg. Macht mir natürlich auch ein schlechtes Gewissen, dass ich nicht früher aktiv war, aber ich bin mit mir selber nicht gut umgegangen, die letzten 8 Jahre und habe sehr viel hasenbedingte Probleme gehabt – also, auch sie müssen es nehmen wie es kommt.

Ich habe Kopfweh und nehme mir einen extra Tag frei. Ich bin jetzt auf ein Forum in England gestoßen, mit 1800 Registrierten, das von sich selber sagt das Größte zu sein, so werde ich mich da wohl anmelden. Ächz, berühmt zu werden ist mühsam. Kann nicht jemand kommen und mir Ruhm und Reichtum auf einem silbernen Tablett servieren? Jammer, nörgel, quengel. Hotmail-bann dort, nachdem ich schon alles ausgefüllt habe! Und dann habe ich die „Anzahl der Anmeldungsversuche überschritten“, grrr. Und ein Schweizer Taxiforum gibt es gar nicht (das Land spricht eben nicht mit einer Sprache) nur ein Zürcher mit 17 Mitgliedern, außerdem haben die sicher schon von mir gehört und haben mich nicht eingeladen, also werde ich mich wohl dort gar nicht erst anmelden.

Dienstag, 11.5.10

Ich bin mit der Dame vom Schweizer Radio DRS 1 übereingekommen, dass ich ihr ein Rezensionsexemplar schicke und sie das mit in den Urlaub nimmt. Kein Hauruckjournalismus, diesmal. Da bin ich sehr gespannt, aber auch erfreut, bei meinen, sagen wir mal Radio Dreyeckland zählt hier nicht, zwei anderen Radioauftritten war ich Lückenfüller. Ein Beitrag wäre dann aber erst ab Mitte Juni zu erwarten.

Habe heute frei und bin völlig kaputt. Aber ich bin sehr froh, dass ich das mit dem Taxiforum gemacht habe, insgesamt sind die Reaktionen doch positiv und letztlich können wir alle voneinander profitieren. Ich habe immer wieder mal gegoogelt, fand das Forum aber nie, sonst hätte ich das natürlich vorher schon gemacht. 2867 Registrierte ist eine Menge Holz, alle Achtung. Selbstverständlich werde ich mich nun auch den Foren in den anderen Ländern registrieren, zumindest England und die Schweiz. Das Forum in England, das ich auf die Schnelle fand, ist noch sehr jung, hat nur knapp 80 User, vielleicht finde ich ja noch ein Größeres, sonst melde ich mich eben da an. Einmal Brighton cabbie, immer Brighton cabbie. (Und das, wo meine Lizenz in 7 Tagen ausläuft, schnüff.) An dieser Stelle noch mal ein Lob an die sagenhafte Kollegialität unter den Taxifahrern in Brighton, beispielhaft!

An der Ampel: Bus mit jüdischen Kindern drin, eins hat mich „erwischt“.

Limmat bei Europabrücke

Kirche in Höngg

Eine Stunde später, ein Gewitter zieht auf

Ich weise noch mal darauf hin, dass mir schon mal der eine oder andere Sonntagsschuss gelingt und – Copyright! Gelle!

Montag, 10.5.10

Habe ich jetzt den schönen 17er mit dem schicken Rückwärtsfahrbildschirm, da schrottet den nachts einer unserer Djihhadfahrer beim Rückwärtsfahren, aber in einer dermaßenen Art und Weise, dass ich zuerst denke, es ist ihm einer mit Tempo 50 aufgefahren, Scheibe raus, und alles eingedrückt!!!! Ich sag Schnuffbär im Vertrauen, dass er ihn rausschmeißen soll, weil, er wird einfach in einer blinden Wut rückwärts raus geschossen sein und solche Leute bringen es fertig auch noch Leute umzufahren im Affekt. Taxifahren ist einer der Jobs mit der leichtesten Qualifizierung und gleichzeitig einer der Schwersten der Welt. Denn er erfordert die Bereitschaft einzustecken, einzustecken, einzustecken. Wir sind keine Bosse, nach deren Pfeife alle springen, keine Halbgötter in Weiß, sondern oft genug Blitzableiter für alle Sorten Frustrierter, wer das nicht kann, der macht wirklich besser was anderes.

Merde. Da ruf ich in Montreux an und da heisst „nous sommes deja complets (oder completes? Fuck, ich kann doch kein Französisch) Also, ich wollte nicht weiter mit denen rum diskutieren, (äh, schon gar nicht auf Französisch) warum sie auf einmal keinen mehr brauchen, obwohl sie ja ständig inserieren, vielleicht ist mein F. ja noch schlimmer als ich schon denke… 🙂 Nein, ganz im Ernst, ich nimm denen keine Sekunde ab, sie haben genug Fahrer, sie sieben einfach, nach Franzose oder nicht Franzose. (2011: das denke ich nicht mehr heute, sondern, der Schein ist eben so leicht zu machen, dass sie sofort jemanden kriegen und zwar aus der Region.) Naja, trotzdem dran bleiben! Und außerdem habe ich heute auf der Autobahn gesehen, wie Freiburg, Schweiz Freiburg, Deutschland überholt hat, vielleicht sollte ich wirklich erst mal nach Fribourg fahren und da fragen.

Und vielleicht wird es ja jetzt auf einmal doch interessant in Zürich, ich kriege eine Anfrage von DRS1! Ein halbes Jahr warte ich da schon drauf! Ach ja… nun gilt es noch schnell alle medienkritischen Stellen auf meinem blog entfernen…. 🙂 Und schnell sagen, das dumme Bärli hat es doch nicht so gemeint…

2017: kann ich heute gar nicht mehr daran erinnern, aber es wird eingeschlafen sein, wie prinzipiell alles. Zu kritisch!

Sonntag, 9.5.10

Entreprise de taxi basée à Montreux cherche pour compléter son équipe un chauffeur avec permis de taxi et si possible quelques connaissances d’anglais. Poste bien rémunéré. Montreux annonciert sehr oft, erst gestern wieder, das heißt, sie brauchen ständig Leute, außerdem sind da meine Englischkenntnisse sehr von Vorteil, ich werde heute oder morgen dort anrufen und die Wahrscheinlichkeit ist somit sehr hoch, dass ich dahin gehe.

Das war ja nicht gerade ein besonders warmer Empfang vom Taxiforum, von 25 Klicks auf meinen Post hin hat es noch nicht mal ein einziger für nötig befunden auf meine Seite zu gehen. Naja, ohne provozieren geht nirgendwo wo was, ich werde dann so posts machen „Das Taxi(gewerbe) sucht den Superstar“ oder so was. On va voir.

Ich werde morgen in Montreux anrufen, heute habe ich erst Fahrplan gecheckt, 2 1/2 Stunden, mit Umsteigen in Lausanne. Mit Halbtax und am selben Tag zurück 60 Stutz. Geht ja noch. Dann kann ich gleich Dienstag hin.

Die multimediale-multitask-Gesellschaft fordert ihre Opfer, die Leute werden immer zerstreuter. Der Gipfel heute war wieder jener Pizzaladen, wo mich die Thekenfrau fragte: „quelle boisson?“ „Je veux un cola light“, sagte ich natürlich gleich, aber, äh, ich meine… daas hierr isch doch d´Dütschschwiiz, otter? Sie korrigierte sich natürlich gleich, aber dann kam der andere mit meinem Zehner in der einen Hand und der Cola in der anderen und was streckt er mir entgegen? Richtig! Meinen Zehner. Das ist ja ein zerstreuter Laden hier, sag ich.

Samstag, 8.5.10

Ich habe mich jetzt bei dem Taxiforum angemeldet und werde da ein wenig über mich posten. Fange an mit einer Vorstellung meinerseits.

Und hier noch ein wenig Englandnostalgie: „16.30 Uhr. Ich quäle mich durch den abscheulichsten Verkehr zur Northstreet runter und komme kaum durch den Taxistand Eaststreet hindurch, Millionen Taxis stehen hier, einer der vielen wilden Brightontaxistreiks? Nein. Ich muss durch die falsche Seite der Einbahn und Hausnummern suchen, finde ich doch nie, zu einem pub, finde ich doch nie, das dauert doch alles so lange, ist doch eh eine Fehlfahrt, ein Lieferwagen mit zwei englischen Fußballraudis drin, mit zwei englischen „Ins-Ausland-Urlaub-machen-und-besoffen-rumkrakelen“ und hupen, fuck off, mate, sie haben für keinen Pfennig Geduld, nein Cent, nein pence, ach, man kommt ja immer mehr durcheinander, wir machen Anstalten uns aufeinander zu stürzen und zu prügeln, aber nein, weitermachen, da vorne ist der Pub ja, mache Callback, niemand kommt raus, ich gehe in den Pub, ein kleines Kind fällt aus seinem Wagen, auf den Boden und schreit, komm Kleiner gewöhn dich dran, Leben ist man steht einmal mehr auf als das man auf die Fresse fällt, die Bedienung sucht überall, niemand zu finden, ich melde Fehlfahrt, werde gebucht, kriege Job, gleichzeitig kommen die Leute, die da irgendwo blöd rumstanden, anstatt im Pub, wo sie hätten sein sollen, ich kann den Job nicht zurückgeben weil der Sprechkanal offen ist, Stanstead Airport wird gerade vergeben, vielleicht 200£, wo man doch zur Zeit nur rumsteht, wird gerade meine Nummer gerufen? Ich weiß es nicht, kann es schier nicht verstehen wie immer, ich muss immer abbiegen oder sonst was Unabdingbares, während gerade tolle Fahrten vergeben werden, jammer, wir fahren also los und ich jammer und nörgel in einer Tour, bin in einer dieser völlig unbeherrschten Stimmungen, die ich selber so an mir hasse, könnte schreien, heulen, prügeln – wühlen muss ich mich aber durch den Verkehr, warum hat sie denn nicht im Pub gewartet und was ist das doch für ein mieser Job und brennt das Auto denn da vor mir oder was oder ist es nur schlecht gewartet… mein Fahrgast muss beinah lachen und das bringt mich dann auch wieder zum Lachen. Was mache ich denn hier überhaupt, ich Idiot, bin ja nur selber schuld, ich such mir diesen Job auch noch aus um darüber zu schreiben, warum bin ich denn nicht im Scheißirak oder Scheißafghanistan, wo ich eine Scheißkugel in den Kopf kriege, Marke Pulitzer-posthum, wie all diese sensationssüchtigen Kriegsberichtserstattern, stattdessen mache ich eben das hier und bringt mir da überhaupt jemals etwas ein? Ich glaube irgendwann kaufen die Leute dann meine Bücher, weil sie denken der Typ ist ja wirklich total blöd…“

Freitag, 7.5.10

Der Röstigraben ist schon sehr tief, ob ich denn Französisch könnte, werde ich immer gefragt, wenn ich sage, dass ich ihn überqueren will, weil „das müssen Sie da schon können, denn da spricht nämlich keiner Deutsch!“ Umgekehrt spricht aber hier auch keiner nennenswert F. und ich kann die Frage auch ohnehin nicht ganz nachvollziehen, selbstverständlich wird dort F. gesprochen, weil es Landessprache ist. Und „so eine arrogante und von sich selbst überzeugte Bande“ sei das! Jaja, ich sei ja neutral in diesem innerschweizer Konflikt, sage ich dann immer.

2017: aber schon damals bekam meine Europaeuphorie einen Dämpfer und die Erfahrungen in der Schweiz legten den Grundstein für meine heutige Heimatbegeisterung. Gerade die Ch zeigt, dass man Völker nicht aufeinander zwängen und zwingen soll!

Ich hasse zutiefst falschparkende Wichtigtuer, die meinen, dann die Warnblinkanlage anmachen zu müssen, gibt dem dann so einen „schnell und nur mal eben ausnahmsweise und gaaanz wichtig und bin ja sooooofort zurück“-Anschein.

Bin jetzt öfters am Marriot, weil es da oft Flugifahrten hat, man witscht durch für nur 45 Franken, mit nur zwei Ampeln. Interesssant ist immer das Taxi-Roschadesystem, wenn vorgezogen wird, ich mach hier mal ein Schema.

Vorfahrfläche:

winkende Fahrgäste oder Portiers

(45 Franken zum Flugi in 5 Minuten!)

Reserve (5.)

freihalten: Tiefgarage

Reserve (3.) 1.

freihalten: Schutz und Rettung

Reserve (4.) 2.

So sieht das aus, von oben. Wenn also das zuständige Taxi von Position 1. angefordert wird, so rochiert die 2. nach vorne. Ist nur ein drittes Fahrzeug da, so rochiert es von 3. zurück nach 2. Sind die anderen Reserveplätze aufgefüllt, so rochieren auch diese eins weiter. Das ist immer ein ziemliches Karjolen und Rangieren, so nimmt es nicht wunder, wenn dann mal ein Poller umgeknickt wird.

Am Stand Seebach ist´s gut den Verkehr beobachten, so auch mal Auffahrunfälle. Eigentlich klare Sache, wer auffährt zahlt, aber da die Polizei ja vom Steuergeld bezahlt wird, wird die immer gerufen. Man sollte unbedingt solche Einsätze in Rechnung stellen!

Donnerstag, 6.5.10

Fahre englischen Karl Lagerfeld. Herzchen! Diese weibischen Modefuzzis, alle gleich! Und geizig war er!

Franzose mit Schweizer Pass sagt, das sind alles kleine Hilfssherriffs, die Schweizer. Er scheint das Land recht gut zu kennen!

Finde ein recht großes Taxiforum in Net, deutsch, sollte auch für die anderen Sprachen schauen und dort für mich werben. Ebenfalls läuft eine Taxieuropamesse im Herbst, da sollte ich mich auch mal vorstellen. Vielleicht ist es albern, zu sagen man geht auf Medien und Sponsoren und Agenten nicht zu.

Mittwoch, 5.5.10

Also, Flasche Wein aufmachen und anfangen mit jammern und ablästern ist schon klar, doch wo bloß anfangen? Mit dem schlechten Umsatz? Nein, es sind Schulferien, ab 10ten geht es dann wieder aufwärts. Mit dem Selbstbehalt von 300 Stutz wegen dem Unfall und das bei einem Kaskobeitrag von, diesen Monat, 50? Das ist schon eher ärgerlich, ich arbeite in einem Job, einer gefahrengeneigten Tätigkeit und ich habe bei Micronas, als mir mal drei Magazine IC aus der Hand gefallen sind und ich Schrott für zigtausend wieder aufhob, das auch nicht noch vom Lohn abgezogen bekommen, denn soviel verdiene ich in einem Jahr nicht. Da freue ich mich über 300 Franken Weihnachtsgrati und da gehen sie wieder. Unterm Strich, auch in Zürich, wer den Job macht, den ich mache, hat gute Gründe oder ist selber schuld. Besser zum Arbeitsamt gehen und einen auf stur machen, entweder sie haben einem einen besseren Job oder die monatliche Überweisung und man schont die Gesundheit für einen Job, der sich lohnt. Natürlich ist Schnuffbär nicht gerade erfreut über was ich hier so schreibe, aber ganz ehrlich, ich bin auch nicht erfreut über das alles hier und da ist er bald noch der einzige Pluspunkt, also, ich habe ihm das auch selber so gesagt, bitte nicht persönlich nehmen!

Dienstag, 4.5.10

Ich lach mir´n Ast und setz mich drauf, die Schweiz muss tun, was Brüssel ihr sagt! Hahaha! Tja, liebe Schweizer, dagegen hilft nur noch die Umsiedlung und Neugründung der Schweiz auf der anderen Seite des Globus! Nach der Aschewolke müssen nun alle Brüssel gehorchen Angesichts des Luftverkehrschaos nach dem Ausbruch eines isländischen Vulkans schafft die EU ein einheitliches Warnsystem: Was die Eurocontrol bestimmt, müssen alle Staaten befolgen.

Ist das nicht schön mit dem Internet, wir sind eine große Familie. Jemand mit dem Namen „feuchtemaus“ möchte mir private Bilder zeigen. Feuchte Augen macht mir das, vor lauter Rührung. Ich habe aber leider keine Zeit, feuchte Maus, da es bereits schon eine ganze Menge feuchte Mäuse im Internet zu betrachten gibt und mich das ehrlich gesagt schön ein wenig anfängt zu langweilen.

Tauche auf einer arabischen oder iranischen Webseite auf, schluck. Läuft jetzt schon der Dschihhad gegen mich an, wegen den Gaddafibildern?

Montag, 3.5.10

Französisch lernen, bis die Schwarte kracht. Am Samstag will ich das erste mal anrufen „je vous telephone a votre annonce…“! Montreux wäre nicht schlecht, da würde ich gut reinpassen, weil das sehr international ist und Platz für Extravaganzen wie mich bietet. Wer wusste, dass sich Freddy Mercury in den Jahren vor seinem Tod dort oft aufgehalten hat? Den Song „Smoke on the water“ und seinen Background kennt ja jeder. „Swiss time is running out…“

Habe einen neuen Aphorismus kreiert heute, in punkto Verkehr: in Brighton ist alles erlaubt, aber nichts möglich, in Zürich ist alles möglich, aber nichts erlaubt.

Ja, jetzt kommen sie wieder, die Bilder ölverschmierter Meerestiere und Seevögel. Ich habe schon so viele davon gesehen. Es gibt nichts Widerwärtigeres und Ekelerregendes als der Mensch in seiner Profitgier, es scheint als würde sich nie etwas ändern. (Auch kommen wieder die Helfer, die hilflosen und ich muss leider auch noch daran erinnern, dass die dauerhaftesten Umweltschäden bei der „Exxon Valdez“-Katasstrophe durch die freiwilligen Helfer verursacht wurden.)

Sonntag, 2.5.10

Habe „days of glory“ im französischen Original mit englischem Untertitel geschaut. Der Film zeigt wie die Nordafrikanischen Soldaten für Frankreich kämpften und starben, an vorderster Frontlinie und behandelt wurden wie Dreck, während des Krieges und auch noch lange danach. Man hat ihnen alles versprochen und man hat sie nur ausgenutzt. Wer unten liegt auf den wird noch getreten. Mag Herr Dougan noch sehr Rechtfertigungen für seine 70 Millionen Boni hervor kramen, für mich ist das alles nur zusammen gestohlenes Geld kleiner Leute.

Der Kleinen geht es gut, sie kriegt noch 2 Wochen antibiotische Augentropfen, es gilt den Duktus Nasolacrimalis (tja, Ex-Medizinstudent, also, der Tränennasenkanal) freizuhalten. Ich nehme jetzt auch Zellstoff und reibe ihr behutsam den Schlunz aus dem Augenwinkel.

So ein alter Golfer kann das Einlochen nicht lassen, oder, Tiger Woods? 120 Frauen in 5 Jahren, vielleicht sollte man doch von Sexsucht sprechen. Tja, von allen Frauen hat es nur eine gestört, dass er verheiratet ist und das war seine Frau.

Gefundenes Fressen für mich heute, eine Kontrolle der Zürcher Stadtpolizei und ein Kollege wurde herausgezogen, weil er 2 Kinder dabei hatte, aber nur einen Kindersitz. Ich wurde dann hingeschickt und habe ein Kind davon übernommen. Das ganze fand im Tunnel Hirschwiesenstrasse statt und die Kinder müssen einen Heidenschrecken bekommen haben. Welcome to Switzerland, habe ich zum Vater, meinem indischen Fahrgast gesagt, der hat sich auch ganz schön mokiert. Immer schön superkorrekt, die Schweizer Polizei, ob Stargeiger, Polanskis oder Taxichauffeure, se alli mönd d´Oohrnigg iihalte.

Wahl zur Miss Suisse Romande.

Über Jochen Lembke

Europe's cab-driving writer
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