20.7. – 21.8. 2010 (erstes Pendeln)

Samstag, 21.8.10

Wie kann ich in der Schweiz leben und nicht über das Schwingerfest 2010 in Frauenfeld berichten? Das ist die Schweiz, nicht die Mickis und Sushifresser in Zürich! Echte Kerle, die sich gegenseitig aufs Kreuz legen, keine Kuschelbärchen! Und zum Schwingfest gehen echte Maidlis (und keine verbildeten Emanzen), die sich dann gerne vom Stärksten aufs Kreuz legen lassen (würden)! (Und ich gehe aber jede Wette ein, auch die verbildeten Emanzen würden es wollen)

Schwingen ist mehr als ein Sport: Schwingen ist Heimat, Tradition, ein Stück Schweiz. In der Schwingerarena gelten ungeschriebene Gesetze, an die man sich besser halten sollte, wenn man als Neuling nicht gleich unangenehm auffallen will. Wir haben die wichtigsten Benimm-Regeln für Schwingfestbesucher zusammengestellt: Auspfeifen: Geht überhaupt nicht. Wer einen Schwinger auspfeift, zeigt damit höchstens, dass er keinen Schimmer von diesem Sport hat. Aber pfeifen Sie ruhig und warten Sie ab, wie die Zuschauer um sie herum reagieren. Sie werden es ziemlich sicher kein zweites Mal tun. High Heels und knapper Mini: Was in der Disco die Blicke anzieht, ist auf dem Schwingfest verpönt. Sie müssen ja nicht zwingend in der Tracht kommen. Schwinger-Fans kleiden sich gern sportlich und sind für jedes Wetter gerüstet. Regenschirme: Werden Sie dieses Wochenende nicht brauchen. Für Regenschirme gilt aber das gleiche wie für hohe Absätze: Zu Hause lassen. Schirme versperren den Zuschauern hinter Ihnen die Sicht und sind deshalb ein Ärgernis. Die wahre Schwinger-Gemeinde trägt Regenpelerinen. Rucksack mit Essen: In Schwinger-Kreisen gilt es als urchig, mit einem Sack voller Wein und Hobelfleisch auf der Tribüne zu erscheinen. Sollte jemand Sie zum Mitessen auffordern, dann greifen Sie ruhig zu. Es sind meistens keine schlechten Sachen, die da offeriert erden. Durchhaltevermögen: Der Kampf – im Schwingen «Gang» genannt – kann gut und gerne zwei Stunden dauern. So lange sollten Sie auf Ihrem Platz bleiben. Was ihre Sitznachbarn nämlich gar nicht schätzen, ist Hin- und Hergerenne, während sich die Bösen im Sägmehl wälzen. Menschen mit schwacher Blase sollten sich entsprechend platzieren. Du: Ein einig Volk von Brüdern, und auch Schwester, ist die Schwinger-Gemeinde. Wieso also Zeit mit Höflichkeitsfloskeln vergeuden? Beim Schwingfest sagt man sich «Du». Punkt. Werbung: Ein heikles Kapitel, auch Schwinger müssen schliesslich von etwas leben. Trotzdem gibt es noch immer klare Regeln: In der Arena und auf der Wettkampf-Kleidung der Sportler ist nach wie vor jegliche Werbung strengstens tabu. Nachname zuerst: Werden die Schwinger namentlich aufgerufen, wird zuerst der Nachname genannt, erst dann folgt der Vorname. Gäste und Besucher müssen sich darum nicht kümmern, die reden sich eh mit dem Vornamen an.

2017: Da fahre ich voll drauf ab!

Die osteuropäischen Prostituierten dehnen ihren Wirkungsbereich aus.  Seit ein paar Monaten schaffen sie zwischen Central und Hirschenplatz an. Dabei würden sie sehr aggressiv um Freier werben und bis spätabends lärmen, sagt Martin Brogli, Präsident des Quartiervereins 1 rechts der Limmat. Bereits hätten sich Gäste des Restaurants Walliser Keller über die Prostituierten beklagt, schreibt der «Altstadt Kurier». Ein Gast des Hotels Zürcher Hof beklagte sich in einem Online-Kommentar über die laut streitenden Prostituierten, das Hotel sei nicht geeignet für Familien mit Kindern. Arglose Passantinnen werden auch von Prostituierten für vermeintliche Konkurrentinnen gehalten und zurechtgewiesen. Der Polizei sind die Hände gebunden: Der Strassenstrich im Geviert zwischen Seilergraben und Limmatquai ist auf dem Strichplan verzeichnet. Käuflichen Sex gibt es im Niederdorf seit vielen Jahren. Auf der Strasse standen aber immer nur vereinzelte Prostituierte. Neu sei die grosse Zahl der Frauen, die vorwiegend aus Osteuropa stammen würden, und deren aggressives Verhalten, sagt Brogli. Weil sich die Klagen häufen, führt die Polizei vermehrt Kontrollen durch. Neben den weiblichen Prostituierten hat in den vergangen Monaten in den Schwulenbars an der Zähringerstrasse auch die Zahl osteuropäischer Stricher stark zugenommen. Sie würden den Leuten den Weg versperren, sodass man spätabends auf dem Trottoir kaum mehr durchlaufen könne, sagt ein Geschäftsinhaber. Ein anderer Gewerbetreibender befürchtet, dass der Druck auf dem Sihlquai zunehme und sich der Strich ins Niederdorf verlagere. Hilfe verspricht sich Brogli vom neuen Strichplan, der noch in Arbeit ist. Brogli und Geschäftsinhaber trafen sich gestern Abend mit Rolf Vieli, Leiter des Projekts Langstrasse Plus.

Freitag, 20.8.10

Ich mache einen kleinen Schwimmgang im Zürichsee in der Unterhose und arbeite schließlich ohne ihr weiter. Vielleicht deshalb kriege ich anschließend eine Geilheitsattacke, derer ich kaum Herr werde. Ich bin nicht geschaffen für dieses Leben, wozu ich mich vor 8 Jahren selber verurteilt habe. Diszipliniertes Arbeiten, kein Spass, viel, viel, viel, viel schlucken und einstecken. Und vor allem: keine Frauen! Vorher habe ich viel Theater und Gitarre gespielt und auch viel Sport getrieben und war natürlich auch nicht alleine. Ich bin genervt, habe kein Geld und keine Zeit und renne noch dazu diesem Luder hinterher! Das packt wirklich kein Mensch manchmal.

Dabei bin ich doch so ein Süßer! Hier vor Lindt und Sprüngli.

Die UBS nutzt den Aufschwung, um von sich bei Kunden und in der Öffentlichkeit ein neues Bild abzugeben. Dabei wird Grosses versprochen. Fahre deutschen Credit Suisse Mitarbeiter. Herrjeh, die sind einfach viel lockerer als die Schweizer Mitarbeiter, das fängt schon mal damit an, dass sie sich vorne reinsetzen. Jedenfalls, er war vorher bei der UBS und ich bekomme so eine Insidermitteilung: Die CS hat ja, wie jeder weiss, das Rennen um die Sympathien gewonnen (bis dann der Schlag mit Dougan kam), sie kommt viel sympathischer rüber, mehr mit Tradition und Mitarbeitermiteinander, während die UBS so der Laden ist, der sich überall was zusammengekauft hat und schnell nach oben kam. Letztere wird auch mehr mit Dubiosität in Verbindung gebracht. Jedenfalls, die CS hat 5000 Mitarbeiter und es wird an der Uetlibergstrasse das grösste Bürohaus der Schweiz gebaut, mit Platz für 2000 Mitarbeiter. Wer da sagt, den Banken geht es schlecht… Aber „die Krise ist vorbei“ sagt mir ja mein „Informant“ aus der Bankenszene. Nur, wo ist dann die Kohle für mich? PS: drei Straßenbauer arbeiten vor der CS auf einer kleinen umzäunten Baustelle und zeigen ihre muskulösen, sonnengebräunten nackten Oberkörper. Sehr zur Freude der zahlreichen weiblichen Bankangestellten drum herum.

Es ist einfach so, ich fühle mich hier viel gehemmter als in England. Wenn ich dem Denner-Kassierer auf 8.70 einen Zehner und ein 20-Rappenstück gebe, so erwarte ich 1.50 Rausgeld in zwei Münzen und kein „das bringt nüüt“ und einen Franken, ein 20 Rappenstück und ein 10-Rappenstück, was mir wieder nur den Beutel schwer macht. Aber fange ich an zu diskutieren krieg ich wieder nur „ach, Sie sind aus Deutschland? Ja, wir kennen die Deutschen!“ Also schluck ich es lieber. Solange man spurt ist es okay, wehe aber es kommt zum Streit, dann wird die Rassismuskarte gnadenlos ausgespielt, viel brutaler als in England. Wirklich wahr, ich merke, ich unterlasse all diese kleine Scherze und Schwätzchen, wie ich sie in D. oder England immer gemacht habe – weil ich nicht als Deutscher erkannt werden will.

Ein Möbelpacker vom Welti-Furrer arbeitet auch als Türsteher am Wochenende. Er sagt, es gibt hier wesentlich weniger Ärger  in dem Job als in D. etwa. Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen hier und zeigt einfach, dass in die Schweiz die Leute immer noch wesentlicher friedlicher sind als in Teutonien etwa, mit seinen sozialen Spannungen. Und, „die Schweiz sei ja ein Polizeistaat“, anders als in D. kommen sie sofort und ermuntern auch zum Anruf. Die deutsche Polizei steht da mehr auf dem Standpunkt, ach, regelt das doch selber.

Witzig immer die Schilder schweizweit in den verschiedenen Sprachen. Ich überquere den Röstigraben ja mehrmals die Woche und kann es so am Besten sehen. Morgens um 6 auf den Zug, abends um 20.30 zurück, das sind 14,5 Stunden heute!

Das Welschland, mit seinem diskret verschlampten Charme.

Donnerstag, 19.8.10

Genf ist wieder sehr im Visier, auch wenn ich dort erst in 8 1/2 Monaten anfangen könnte. Aber realistisch gesehen bräuchte ich ohnehin solange für den Schein. Genf hat für die Romandie die gleiche Bedeutung wie Zürich für die Deutschschweiz, es wäre wirklich sehr reizvoll für mich.

Heute nur 5 Stunden gearbeitet und wieder den Zug zurück bestiegen. Aber so kann ich auch morgen noch durchhalten.

Die Amerikaner ziehen aus dem Irak ab und hinterlassen ein Land, dem es viel schlechter als unter Saddam Hussein geht. Alleine die zivilen Opfer dieses Krieges der nicht hätte sein sollen, belaufen sich auf 200 000. Und

Die Schweiz fährt weiter ihren Rosinenpickerkurs, trotz Druck der EU. Sie wird es solange machen, bis diese den Druck erhöht oder aber der EU-Beitritt der Schweiz schmackhaft genug ist. Sobald die opferreiche Sanierungsarbeit vorbei ist und die EU wieder schwarze Zahlen schreibt, vorher sicher nicht.

2017: so naiv war ich damals!

Mittwoch, 18.8.10

Habe mich im gleich neben an liegendem Naturschutzgebiet Lac de Pérolle ein wenig ausgeruht. Dort gibt es allerlei schönes und geschütztes Getier, der Siebenschläfer z.B. Aber ich träume natürlich wieder nur mal vom schönsten und gleichzeitig scheusten, abweisendsten und unnahbarsten aller Tierarten – dem Schnufftier.

2017: Ich kann nicht all diesen Dreck wieder rauskürzen, sonst weiß an nicht warum ich damals so wenig aus meiner Zeit gemacht habe. Aber könnt ich dieser Fotze heut nur…

So sieht gute Lobbyarbeit aus. Erst einen auf armes, vom Ruin bedrohtes Unternehmen machen und Staatsknete kassieren, dann aber am Ende den fetten Reibach machen. Warum ist das Schnarchgewerbe (Taxi) denn nicht dazu in der Lage? Malgré le nuage islandais, l’aéroport de Zurich a augmenté son bénéfice TRAFIC AÉRIEN | L’aéroport de Zurich a dégagé un bénéfice net en hausse de 5,3% au 1er semestre à 49,7 millions de francs, malgré les trois jours d’interruption de trafic causés par le volcan islandais. Le chiffre d’affaires a lui augmenté de 3,1% sur un an à 408,1 millions. Le nombre de passagers s’est également accru par rapport au premier semestre de l’an passé, de 3% à 10,5 millions, a indiqué mercredi l’entreprise. Au niveau opérationnel, le résultat avant intérêts, impôts, dépréciations et amortissements (EBITDA) a progressé de 3,6% pour s’établir à 195 millions. L’interruption de trafic complète subie en raison du nuage de cendres volcaniques en avril a provoqué un manque à gagner de quelque 7 millions de francs, précise l’aéroport.

Mal sehen, ob ich mich morgen wieder zur Arbeit schleppe, das Bahnticket ist halt bezahlt. Aber es geht mir besch…eiden, eine so schmerzhafte Blockierung habe ich schon lange nicht mehr gehabt. Habe eine so schönen Traum gehabt, ich hätte ein Baby mit meinem Schnufftier, ich war so glücklich. Und dann wach ich auf… uärghh. Manchmal hat man den Eindruck, Träume sind das Fernsehen der Urzeit. Und je schlechter es einem geht, desto schöner sind sie.

2017 fotze!

Hab jetzt den Text zu den Lausannefotos aufgeladen. Dort war ich, weil es natürlich eine Alternative zu Genf wäre, man braucht ja nur 45 Minuten mit dem Zug.

Dienstag, 17.8.10

Bin wohl krank, habe Blockierung im Nacken. Wenn ich wühlen kann, geht´s, aber in solchen Momenten fühle ich mich sehr einsam und habe besonders Sehnsucht nach…

2017: Fotze!

Montag, 16.8.10

Was für ein fürchterlicher Tag!

Es war heute wohl meine Bestimmung hinter Lastern festzuhängen. Dieser Waldshuter Dumpinglohnfuhrknecht liefert seelenruhig Styropor an – während ich hier festhänge, in der Sackgasse. 10 Minuten muss ich warten, bis er endlich weiterfährt, um hinter uns zu wenden und dann seinen Hänger zu entladen. Natürlich müssen ausgerechnet diese Kunden dann ganz furchtbar dringend auf den Zug. Ich habe sie dann mitten auf der Strasse, mit Warnblinker an, ausgeladen. Lustig auch die Verhandlung mit der Zentrale, „was soll ich den Leuten sagen?“ fragt sie mich, während ich rückwärts um mein Leben fahre, damit der andere Laster, rechts, mich nicht zerquetscht. „Ich komme in drei Minuten“, stosse ich mit zusammengequetschten Zähnen hervor, noch nicht wissend, ob ich dann überhaupt noch lebe.

Gleich der nächste Auftrag, dasselbe in Grün. Diesmal ging´s aber schon nach 2 Minuten weiter.

Hier musste ich nur kurz warten und ein weiteres Mal habe ich nicht dokumentiert.

  

Fällt dieser kleine Knopf runter, was er beständig machte, kann man nicht mehr in den Rückwärtsgang schalten, was manchmal aber unbedingt, und auch schnell,  nötig ist. Dazu noch drohte dann der Auspuff abzufallen – erneuter Autowechsel. Und das alles nur weil dieses A… von Nachtfahrer wieder mal ignoriert hat, dass ich auf dem Plan stehe.

Überhaupt, jeder hetzt mich, typischer Montagstressertag bei Regen. Ein Gastromensch meint, sein Chef habe ihn unbedingt und sofort her zitiert und „wenn er ein verdammtes Taxi nehmen müsse.“ Da sieht man unser Ruf in Zürich – wenn alles im Eimer ist und das Wasser am Hals steht, alle gerissenen Stricke einem in Fetzen schon um die Ohren hängen – dann nimmt man eben in Gottes Namen eins dieser verd… Taxis. Aber nur dann.

Dann auch noch jemand, der meinte wegen einer kleinen Unstimmigkeit wegen dem Weg und das er natürlich zu spät dran sei (ich meine, warum nimmt man denn sonst ein verd… Taxi?) und seiner Kritik auf mein Blog zu kommen… aber nein, wegen so einer Lappalie doch nicht. Mein lieber neuer Züricher Freund, der mir so schön sein neues I-pad demonstriert hat, nicht deswegen! Sondern, auf mein Blog kommst du, weil du mir brutal meine letzten lächerlichen Illusionen bezüglich der Schweiz geraubt hast! Und das kam so. Er schaut also während dem Fahren auf meine Webseite… ich muss schon sagen, manchmal ist mir der Schmarrn, den ich da schreibe dann schon peinlich, und ich muss lachen, als ich die Stelle mit dem „ein Deutscher überquert den Röstigraben“ sehe und „muss man den Schweizern denn alles vormachen“. Prompt versteht er auch das freche Augenzwinkern dabei nicht oder, ganz Schweizer, (schnell gekränkt) will es eben nicht und schon kramt er ein Revanchefoul heraus. Nein, das sich mit den Romands gegen die Deutschschweizer verbünden klappt schon alleine deshalb nicht, sagt er grausam und zynisch lächelnd, weil es völlig paradoxer Unsinn ist. Und jetzt kommt´s! Der Deutsch-Schweizer sei „le Suisse-Teuto“. Er ist also nicht der Böse an sich, sondern nur die noch einigermassen ertragbare Schweizer Variante des ganz grossen Bösen! Dem Erbfeind! Dem Deutschen, dem „Teuto“ fucking himself! DEM TEUTONEN! (WenigstenssagensienichtHunnenwiedieEngländer) Er sei eben grob und ungeschlachten und nicht kompatibel mit der verfeinerten französischen Lebensart. Also mag man uns Deutsche auch nicht in der Romandie. Buhuuuuuu!!!!!!!!!!!

Sonntag, 15.8.10

Kachelmann hat nach seiner Freilassung unterdessen im kleineren Kreis bestätigt, dass sich die bisherigen Anwaltskosten bereits auf 300’000 Euro belaufen.

Weil Gambia die Landung verweigerte, musste ein Jet Ende Juli mit fünf Auszuschaffenden nach Zürich zurückfliegen. Kostenpunkt: 110’000 Franken. Der Sonderflug war am 28. Juli durchgeführt worden, bestätigte Jonas Montani, Sprecher des Bundesamts für Migration (BFM), einen Bericht der «NZZ am Sonntag». Das Flugzeug landete zuerst in Bamako, Mali. Der für dort bestimmte Auszuschaffende konnte problemlos den Behörden übergeben werden. Als das Flugzeug dann im gambischen Banjul aufsetzen wollte, verweigerten die dortigen Zivilluftfahrtbehörden die Landeerlaubnis. Wie Montani erklärte, hatten sie die Erlaubnis im Vorfeld mündlich zugesagt. Über die Gründe für die Verweigerung weiss die Schweizer Seite bis heute nichts.

2017: Weil das Land diesen Abschaum nicht zurückwill, deshalb

Übrigens, nach Abzug aller Kosten bleib mir bisher immer so ein Betrag von 500 Franken monatlich für Investitionen übrig. Derzeit geht noch das Bahnticket von 350 davon ab.

Habe heute das erste mal ein Ökotaxi mit Hybridantrieb gefahren, geil! Außerdem hat es ja einen Partikelfilter und den habe ich gleich einem Härtetest unterzogen. Im Milchbucktunnel, dem schlechtest belüftetsten Tunnel der Welt, mit voll aufgedrehtem Gebläse! Ergebnis: es lässt sich sehen! Auch wenn es nach wie vor stinkt – lange nicht so wie in den anderen Autos, wo ich das Gebläse vor dem Tunnel ausschalte und hinterher Fenster auf! Ich werde versuchen den Toyota Hybrid mit Filter als Sponsorfahrzeug zu bekommen!!!! Ich kann das Auto wärmstens als Taxi empfehlen.

Nachtrag reicher Lümmel vom Baur au Lac zum Flughafen: Das Hotel bietet 120 Zimmer inklusive 27 Junior Suiten und 18 Suiten, zwischen 25m2 bis 100m2. Es wurde grossen Wert auf  Geräumigkeit, höchste handwerkliche Qualitätsarbeit und die Verwendung edler Materialien gelegt. Der Stil der Zimmer variiert von Art Deco, French Louis XVI und English Regency, kombiniert mit zeitgemässen Elementen und exklusiven französischen, italienischen und englischen Stoffen. Alle Möbel und Lichtelemente wurden in Frankreich, Belgien, England und Deutschland massgefertigt. Alle Stücke wurden einzeln ausgewählt und teilweise speziell angefertigt. Alle Zimmer und Suiten bieten einen hohen Level an Komfort, Luxus und Privatsphäre und sind mit technischer Raffinesse ausgestattet. Die grosszügigen, luxuriösen Marmorbadezimmer mit separater Dusche und Toilette, fussgeheiztem Boden und Tageslicht entsprechen allen Ansprüchen an Komfort und Design. Preise: von 540 für das billigste Einzelzimmer bis hin zu 3600 Schweizer Franken für die Suite mit Seeblick. Der Typ furzt mir noch die ganze Zeit ins Taxi und gibt mir als Antwort darauf ich sei ein besonderer Taxifahrer zu verstehen es gäbe viele Menschen die sich heutzutage für etwas Besonderes halten, ich solle die Klappe halten und ihn zum Flughafen fahren. Für diesen Service bekomme ich 40 Rappen Trinkgeld. Da zahlt der allermindestens 540 Franken für eine Nacht und gibt mir für diese Frechheiten 40 Rappen Trinkgeld in dem er von 60 Rappen auf einen Franken aufrundet! Leider bin ich nicht immer schlagfertig genug um diesen Franken ihm dann zurückzugeben und höflich aber bestimmt zu sagen, das kann ich nicht annehmen. Solche Typen habe ich schon scharenweise vom Baur gefahren!

Da ich in der letzten Zeit hier viel über soziale Gerechtigkeit schreibe, nur um Missverständnisse auszuräumen, ich lasse mich von niemanden in die linke Ecke drängen. Ich hasse Gleichmacherei aller Art und halte rein gar nichts davon, dass die Starken die Schwachen, Dummen, Trägen und Faulen mitziehen müssen.

Samstag, 14.8.10

Wer wird wird Ms. Welt?

Hoch im Kurs für mich jedenfalls, diese süsse „Ms. Lausanne“. Besonders sexy die weissen Trägerchen auf der gebräunten Haut. Hmmm….

Gesehen auf einem Klo in Lausanne

Freigabe von harten Drogen? Die Prohibition in den USA war ein Beispiel dafür, dass es nicht funktioniert den Leuten ihre Sucht zu verbieten, sie machen es dann illegal und letztlich verdient anstatt dem Staat, also die Allgemeinheit, die Unterwelt am Stoff. Warum also nicht auch die harten Drogen legalisieren und hoch besteuert und reinheitskontrolliert über die Theke verkaufen? Drogenkriege, Beschaffungskriminalität, AIDS, Hepatitis, fallen weg, anstatt das die Dealer reich werden, kann der Staat Aufklärungs- und Präventationskampagnen oder Entzugsprogramme und Suchtkliniken mit den Steuern bezahlen.

Die Streetparade und ich bin nicht dabei. Da ich Samstags normalerweise nicht fahre bekomme ich kein Auto heute, wo alle drauf scharf sind den dreifachen Umsatz einzuheimsen. Aber grosse Menschenmassen machen mir Beklemmungen und das nicht erst seit Duisburg (wodurch das heute eh alles einen makabren Beigeschmack kriegt).

Sprechen Sie Deutsch? fragt mich die Postschalterfrau in Zürich, als ich meinen Zahlschein aus Fribourg dort benutze um die 97 Stutz zu bezahlen, die ich für einen neuen B-Ausweis bezahlen muss, damit ich nun weiter damit in der Schweiz „schmarotzen“ kann. (Blasierte Zürcher zum Hungerlohn bei Wuchermieten befördern und für den Schweizer Sprachkomplex weiter den deutschen Sündenbock spielen kann, trifft es eher.) Ich bejahe, amüsiert. Na ja, Fribourg, da ist es ja nicht selbstverständlich, dass man das kann, sagt sie lächelnd. Ich kann besser Deutsch als die allermeisten Schweizer! (Okay, auch als die allermeisten Deutschen) „sind Sie von Deutschland?“ fragen mich die Fahrgäste oft und meinen Hochdeutsch zu sprechen. Das heisst, sind Sie aus Deutschland! (Sin´Sie vvo´ Dütschland?)

Katastrophen wie Sturm, Feuer, Flut sind positiv für die Natur! Notorische Erdbebengebiete wie Haiti und notorische Überschwemmungsgebiete wie Pakistan gehören eben einfach nicht besiedelt. Es sind arme Menschen, denen nichts anderes übrigbleibt als ihre Hütten am Wasser zu bauen und die dann absaufen, während die Reichen die höheren Gebiete mit ihren Villen bebaut haben. Das ist genau wie bei uns, die armen Arbeitsemigranten hausen an den Durchgangsstraßen und schlucken die Abgase der bezuschussten Pendler, während die Reichen schön ruhig wohnen.

Trampeln bei mir oben bis nachts um Eins! Aber wenn ich etwas sagen würde es nichts nutzen, man kann gegen Lärm, der durch Kinder verursacht wird rechtlich nichts machen, ob er nun vermeidbar wäre oder nichts. Gleichzeitig nimmt die Misshandlung von Eltern (hauptsächlich alleinerziehende Mütter) immer mehr zu. Während vor 150 Jahren Kinder aus dem Tessin, aus dem Armenhaus Europas, als Sklaven nach Nordtialien verkauft wurden oder in den englischen Bergwerken schuften mussten, wo Kinderarbeit und Kinderversklavung in Europa allgemein üblich war. (Die schwarzen Brüder, das neue Musical in der Schweiz.) http://de.wikipedia.org/wiki/Die_schwarzen_Br%C3%BCder

Dennoch, die Sklaverei ist nicht abgeschafft. Sie ist nur modernisiert worden. Ich schätze, 60% der erwerbstätigen Bevölkerung in den Industrienationen befindet sich heute in einer legalen Form der Erwerbssklaverei, einem Job, der keinen Spaß macht, einen auslaugt, einen nicht erlaubt irgendwelche Rücklagen zu machen und dem man deshalb nicht verlassen kann, will man nicht verhungern oder sozial stigmatisiert sein. (Das nämlich ist die Peitsche und der Fabrikhallenaufseher von heute und er funktioniert viel zuverlässiger als damals!) Dann gibt es vielleicht 20%, die es geschafft hat einen guten Job zu haben, ohne andere auszubeuten und dann gibt es 20% Parasiten, die auf Kosten der Anderen leben. Sie sind in Positionen, die sie geerbt haben, zugeschanzt bekamen oder sich durch Ellbogen erworben haben und sie saugen die 60% Sklaven, kleine Büro- und Schalterangestelle, Fabrikarbeiter und Fahrer, Kellner und Köche, bis auf´s Blut aus. Sie schmarotzen und beuten aus und beziehen Löhne, Gehälter und Pensionen und Vergütungen, die auf Privilegien beruhen, in KEINSTER Weise ihrer Leistung angemessen wären. Es ist ganz einfach so, gelingt es nicht den sozialen Frieden wieder herzustellen, wie er in den Jahrzehnten nach dem Krieg geherrscht hat, wird es zu einer dramatischen Phase kommen, an deren Ende er aber so oder so steht  – oder es wird eben zu einer neuen Weltrevolution kommt. Die Verluste dabei wären nicht abzusehen. Interview im Spiegel mit dem Philosophen Oskar Negt: Wir befinden uns in einer Phase des Umbruchs und vor allen Dingen auch in einer Zwischenwelt der Ratlosigkeit. Die Probleme unserer Arbeitsgesellschaft spitzen sich derart krisenhaft zu, dass der innere Zusammenhalt des demokratischen Gemeinwesens nicht mehr gesichert scheint. In dieser brisanten Lage zwischen einem Nicht-Mehr und einem Noch-Nicht müsste die gesellschaftliche Phantasie eigentlich alle Kräfte darauf konzentrieren, Auswege zu suchen und zu finden.

„Jan Ulrich schwer krank“, titelt der Tagi In der «Bild» wird Ullrich konkreter. «Die Ärzte diagnostizierten bei mir ein Burn-out-Syndrom. Mehr kann und möchte ich dazu nicht sagen», so Ullrich. Die Ursachen dieser schweren Erkrankung sind noch nicht klar. Burn-out kann zu Depressionen und erhöhter Suchtgefährdung führen. Am häufigsten tritt Burn-out durch Überlastung am Arbeitsplatz auf. Ein Burn-out-Syndrom ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit, das als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnet werden kann, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung und Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Depression oder Aggressivität sowie einer erhöhten Suchtgefährdung führt. Das ich nicht lache. Erst dopen, dann lügen, dannn noch einen auf die arme Psychosau machen, Jan Ulrich. Ich habe seit 8 Jahren Burnout, lieber Jan Ulrich und kein Aas interessiert das. Ich habe nur 50% meiner eigentlichen Leistungsfähigkeit und das nun schon seit 8 Jahren. Ich bin ständig so fertig, dass ich nicht mehr kann und oft genug schlecht drauf und aggressiv, aber ich habe keine Depressionen und ich gebe nicht auf! Indes, es gibt kaum jemanden mit dem die Gesellschaft so wenig Mitleid hat wie mit dem Künstler, der es (noch) nicht geschafft hat. Selber schuld, sagen alle, die sich selber nicht so ein Risiko zugetraut haben und seit dreissig Jahren auf der Sparkasse arbeiten. Na ja, nun wieder mal ein aktuelles Beispiel für jemanden, der schon viele Jahre etwas macht das keine Sau interessiert und dann über Nacht sich vor Angeboten nicht mehr retten kann. Müslüm, der Berner „was kucksch du“ und Musiker hat 15 Jahre ohne Geld gerackert und nun kann er sich nicht entscheiden zwischen drei Plattenvertragsangeboten. Ich mach auch nicht immer gerne was ich mache, aber ich habe die Regeln nicht gemacht, dass auch gute Autoren sich nicht verkaufen, wenn sie es nicht schaffen irgendwie auf sich aufmerksam zu machen.

Donnerstag 12.8.10

Das der derzeit prominenteste Hinmacher der Welt in kürzester Zeit 170 000 Fans auf Facebook bekam ist einfach ein Zeichen dafür, wie viele wirklich Lust dazu haben, einfach hinzumachen, die Arbeit stehen und liegen zu lassen und zu sagen LECKT MICH. Unser Leben ist viel zu kompliziert geworden und gerade Arbeit im Service ist die Hölle, die Kunden lassen die Sau an einem raus, wo sie nur können. Lucy ( de.wikipedia.org/wiki/Lucy) ist gerade mal 25 geworden, hat vor 3,2 Millionen Jahren gelebt und ihr einziger Wunsch war es den nächsten Tag zu erleben. Unsere Welt ist krank und bedarf der Heilung. Sekten mit Heilsbotschaften aller Art haben Zulauf, allen voran der Islam, der den Habenichtsen dieser Welt eine religiöse Heimstätte bietet. Der Westen hat in Afghanistan nichts zu suchen, solange er es nicht schafft alle Menschen dort reich zu machen, was er gar nicht schaffen kann oder will, solange er nur Einkommensgefälle und Neid exportiert – Fehlanzeige.

Fahre „Kollegen“ Wulf Goebel, der sich nun schon ein wenig länger in der Szene herumtreibt und so auch ein klein wenig bekannter ist und seine Frau, vom Bahnhof zum Kunsthaus. Er lacht sehr als ich von meinem neuen Projekt erzähle etwas Autobiographisches, Schicksalhaftes, Romantisches, Fantastisches. Ja, das treibt die Menschen eben zum Schreiben.

Mittwoch, 11.8.10

Apocalypse now, wo immer man schaut in den Medien. Ist alles nur Stimmungsmache oder kommt es dieses Jahr wirklich knüppeldick?

2017: Stimmungsmache!

Aber schönes Bild, hm?

Alter Schwede! Der mit 290 km/h geblitzte schwedische Mercedesfahrer (er wurde, glaub ich, dann geschnappt, als er in Fribourg ausfahren wollte) hat es an genau der einzigen Stelle laufen lassen, wo es zwischen Zürich und Genf überhaupt möglich ist – das weiss ich selber aus eigener Erfahrung. Es ist also tatsächlich möglich und auch in gewissen Grenzen vertretbar hier so schnell zu fahren, wenn es der Verkehr gerade erlaubt – aber eben gesetzlich nicht erlaubt. In jedem Fall aber war das weniger riskant als das Manöver, was Schummel-Schumi erst neulich gebracht hat!

Lembke in Lausanne! (Bilder siehe Galerie)

Vom Zug aus, könnte Romond sein, mit seiner historischen Altstadt

Der Genfer See im Folgenden, mit seinen Weinhängen, dem blauen Seewasser und den Bergli im Hintergrund. auf dem nächsten Bild dann schon die Ausläufer von Lausanne, wie es sich den Berg hinauf zieht.

Habe ich noch nirgendwo sonst gesehen, Busse mit Anhänger

Die Moschee in Lausanne hat kein Minarett, diese Synagoge jedenfalls hier grösser als die in Zürich.

Alle Taxis in Lausanne sind grau, hier der Stand Bahnhof. Mit der Fahrerin von diesem Taxi hier habe ich mich unterhalten, sie meinte es sei eine schlechte Idee im Moment hier anzufangen. Wo nicht? Der Industrie geht es wieder gut, aber die Leute geben kein Geld aus und sie kriegen von dem Boom auch keines ab.

Ein roter und ein grüner Bommel auf dem Taxischild.

Montag, 9.8.10

Umweltsünder a la BP-Hayward kriegen jetzt eine Darmsäuberung mit dieser Messer-Ausführung!

Zwei Matronen wollen wissen, ob ich eine Frau habe. Nein, sage ich, ich stell mich viel zu dämlich an mit Frauen. Ich würde einer jetzt schon vier Jahre nachrennen. „Waaas?“ Das würde sie aber nicht machen. „Ach jetz´ kommsch in d´Schwiiz, da denksch wirsch ja wohl aine finde!“ Ich fange laut an zu lachen und sie freuen sich, dass ich so sehr über mich selber lachen kann. Wir lachen uns alle drei einen ab. Nein, nein, ich bin nicht in der Schweiz um hier ein Maidli zu finden, denn das habe ich ja schon. Ich sollte ihr aber vielleicht einmal etwas bieten können, das soll nämlich so eine gewisse öffnende Wirkung auf Frauenherzen haben.

2017: Fotze!

Es gibt nun Filtertaxis, die die Aussenluft filtern. Sollte ich mir mal einen schnappen, denn als Taxifahrer atmet man immer mehr Schadstoffe ein, als gesundheitlich an einem Arbeitsplatz erlaubt wäre. (Aber um die paar Taxi-Kanaker schert sich eh keiner.) Das ist ja auch keine Vorschrift von der BG, sondern ein Angebot an die Herrschaften Fahrgäste!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Fahre Kollegen, der von seinem schwarzen Tag erzählt. Zuerst Geldbeutel mit allen Ausweisen verloren. Dann kotzt ihm einer ins Auto. Und dann noch einer mit Döner, macht eine „fahrige Bewegung“ im Auto damit. Überall Sssswiebel im Auto. Und alles was die Bürohengste am Sorgen haben ist ob sie mal erst um 16.15 Uhr rauskommen, anstatt um 16.00.

Heiteres Airport raten mit Jochen Lembke. „Welches Terminal hätten´s gern?“ frag ich jetzt immer.

Fahre Regisseur von Schweizer Fernsehen. „Ja,“ sagt er, Zürich sei kalt. Ja, die Leute seien distanziert. Gross mehr sagt er nicht. Kalt und distanziert ist er. Ehrlich, mir geht das echt am Arsch vorbei, was der gerade für Produktionen macht, ich will´s gar nicht von ihm wissen. Ich hab hier schon so viele Mickis gefahren, wie schön doch Freiburg war, da sind die Leute wenigstens noch natürlich.

Sonntag, 8.8.10

In Iran werden immer wieder schwule Männer zum Tode verurteilt: Seit der Islamischen Revolution wurden mehr als 4000 Männer, die Männer lieben, an Baukränen erhängt. Eine wegen homosexueller Handlungen verurteilte Person kann in Iran entweder mit 99 Peitschenhieben bestraft oder erhängt werden. Peitschenhiebe gibt es bereits dann, wenn zwei Männer „unnötigerweise“ gemeinsam unter einer Decke schlafen – selbst wenn es keinen sexuellen Kontakt gegeben hat. So weit ich weiss, hat es sehr viele schwule Männer im Iran. Weissauchnich, der Islam verlangt doch sehr viel Toleranz von uns, nicht wahr? Was wäre denn nun wenn der amtierende deutsche Aussenminister den Iran besucht?

Habe heute eine Fahrt nach Zug an Land gezogen (Bergli)

Jetzt weiß ich warum es mir in Zürich so wenig gefallen hat, ich habe ja schließlich 25 Jahre in der beliebtesten Stadt Deutschlands gewohnt.

Samstag, 7.8.10

Der Deutschland-Chef einer der grössten Zeitarbeitsfirmen Europas kritisiert öffentlich seine eigene Branche: Man müsse endlich aufhören, Mitarbeiter auszunutzen. Man wird glaub ich langsam sensibler gegenüber Ausbeutung. Zeitarbeitsfirmen sind das Symbol der Ausbeutung schlechthin. Zeitjobber sollten eigentlich besser bezahlt sein, weil sie viel mehr Initiative bringen müssen als Feste, die den Job schon kennen und der Firma unendlich viel Geld sparen, weil sie nicht in Zeiten der Überkapazität durchgefüttert werden müssen, werden aber wesentlich schlechter. Manchesterkapitalismus! Fast so schlimm wie Taxifahren!

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Die-acht-fiesesten-AggloFallen-/story/17735503 Fallen, die den Nicht-Züricher verraten! Ich bin zwar jetzt schon ein Jahr in Zürich, aber Tram habe ich nur selten gefahren, also in die Falle bin ich erst die Tage reingedappt: Im Tram drinnen wartet auf Auswärtige schon die nächste Falle: die Glocke im Heck, dieser kleine, fiese Tretknopf, auf den man automatisch tritt, wenn man sich hinten im Wagen lässig in Pose stellt. Eine kleine Berührung genügt, und laut erklingt das Glockenzeichen und verkündigt: Hier ist ein Anfänger, ein Unkundiger. Darum heisst dieser Tretknopf im Volksmund «Agglo-Falle». Die neuen Cobra-Trams haben diese Glocke nicht mehr.

2017; hahhaha! ich kann mich gut erinnern!

Freitag, 6.8.10

Der Tagi bringt ein exklusives Interview mit einem Schmierer, der überall in Zürich seine Tags hinterlässt. Es ist unfassbar! Wovon diese kleinen halbkriminellen Wichte träumen, die von Sozialhilfe oder betteln, dealen und stehlen leben, der Tagi macht es möglich, ihr Name oder Pseudonym wird bekannter und bekannter. Jeder DÄMLICHE WICHSER, der einen Menschen umbringt, der prominent genug war, ob nun John Lennon oder sonst wer, oder eine spektakuläre Geiselnahme wie in Gladbeck, bei der eine hübsche Geisel umkommt, wird weltbekannt, nur weil die Schmierfinken diese Namen verbreiten! Andererseits, warum ist die Polizei nicht in der Lage diesen Penner zu schnappen, wenn er doch allen so frech auf der Nase herumtanzt? „Sprayen und ficken“; das findet er geil und er verachtet Leute, die sich bei 10 Tage U-haft schon in „die Hose scheissen“. STOCKHIEBE, kann ich da nur sagen. Das Höchstmass, dass ein Mensch nur gesundheitlich übersteht!!!! http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Ich-will-ueberall-meinen-Namen-sehen-auf-jeder-Wand/story/31386056

Kleine Kantönliflaggen vor dem Hubertus zum Nationalfeiertag

Der berühmteste Esel der Welt hat es geschafft, kollektives Aufjaulen von Tierschützern und während andere Esel und Nutztiere in der dritten Welt sich zu Tode schinden müssen, wird er wundgestreichelt und zu Tode gefüttert. Mein Gott, Walter.

Zwei Hoteltaxi laden vor mir, ich warte eine halbe Stunde, ein weiteres Hoteltaxi kommt und stellt sich vor mich, wutentbrannt presche ich davon. Ich werde alle Hotels in Zukunft boykottieren, wo hoteleigene Taxis immer Vortritt haben. Unsere und andere Firmenvorstände, die solch miese Deals machen, kann ich nur verachten.

Lerne am Stand mit meinem Französischbuch, da spricht mich auf einmal eine Dame auf Französisch an. Qu´est-ce qui ce passe? denke ich, spricht mein Buch auf einmal mit mir? Ich zeige ihr das Buch, wir lachen.

Jüdischer, netter und großzügiger (!) Fahrgast. Natürlich merkt er gleich, dass ich Deutscher bin. Die Polizei macht einen Gasse für uns frei. „Die Polizei, unser Freund und Helfer“, sage ich. „Das ist aber aus dem Dritten Reich“, sagt er. Denunziationen und so. Oh shit! Ich, als Nazi enttarnt? Obwohl es auch in der Schweiz geläufig ist“, sagt er dann. Uff, gerettet. Das Gespräch laviert sich nun sehr eng durch Muttertag (Nazi-Erfindung), Autobahnen (reißt man doch auch nicht wieder ab), da sagt er noch tatsächlich: „Kraft durch Freude“, das sei doch eigentlich ein guter Spruch. (Oh Gott, was tun? Wie peinlich!) „Das sagt man aber heute nicht mehr!!!!“ schmettere ich. Gerettet, aus der Affäre. „Schade, dass das die Nazis erfunden haben“, sagt er. Ich kriege großzügig Trinkgeld, ein Stück Aussöhnung hat da stattgefunden, 70 Jahre danach.

Sehr nette Frau mit Pflanzen. Wenn sie das liest, sie sei gegrüßt. Wenn sie sich von allerlei Schnuffgetier nicht abschrecken lässt, komme ich gerne auf das Angebot mit dem Kaffee zurück.

Ein anderer, körperbehinderter Mann gibt mir 20 Franken Trinkgeld. Ich hab ihn schon oft gefahren und er ist so dankbar, dass es Taxifahrer gibt und auch so ein lieber Mensch und immer so nett, dass ich grad feuchte Augen bekomme, beim Schreiben. Der Mann ist wirklich nicht reich.

2017: man denke an diesen reichen Pisser aus dem Baur!

Balkanconnection. Ein Kollege spricht mich auf Serbisch an. Seit ich den Bart habe, bin ich gewöhnt, dass Leute mich für einen Orientalen halten, ich werde auch schon mal auf Türkisch oder Arabisch angesprochen oder ein Schweizer sagte zu mir, „so kann man in der Wüste einparken, nicht bei uns in der Schweiz!“ Nicht gut fand ich, dass der Serbe mir vertraulich sagte, man soll ja die Leute immer so fahren, dass man selber am Meisten davon hat. Sprich, im Seich rum. Bei dieser Yugo-connection in Zürich braucht man sich über Leute nicht wundern, die nur Taxi fahren wenn es gar nicht anders geht.

Hier fliesst die Sihl in die Limmat. Kilometerlang vermischt sich das Wasser nicht, rechts der hochwasserbedingte Dreckstreifen aus der Sihl, links das saubere Wasser aus der Limmat, sprich dem Zürisee. Auf der Höhe des Fotos ist auch rechts der Sihl-quai, wo abends immer nette Damen stehen und sich nach Gesellschaft sehnen (zahlende).

Zürich ist der Puff der Schweiz, nun gibt es auch Plakate wie dieses. Jaja, meine Herren, wer fühlt sich von so etwas nicht angesprochen? Hier der link dazu. http://www.massage-forum.ch/

Mittwoch, 4.8.10

Heute morgen bin ich ausnahmsweise über Luzern gefahren und habe den Pilatus bewundert. Der Zug kommt dann in Horgen an den Zürisee und ab da kann man sehen, ununterbrochene Bebauung bis Zürich, 40 Kilometer! Das waren also heute 4,5 Stunden mit dem Zug.

Dienstag, 3.8.10

Rosarot ist die Hoffnung

Also, es gibt durchaus noch Leute im Taxigewerbe hier, die schlechter Französisch sprechen als ich zu mindest was die Aussprache betrifft, aber da bin ich ja ohnehin immer sehr gut. Also, ich habe jetzt mal so einen Schwung angerufen, aber es kommt eigentlich nur noch eine weitere grössere Firma in Betracht und da, „le patron est en vacances“, muss ich noch mal in 2 Wochen anrufen. Jusqu´á la – droht mir wieder ein neues Monatsticket nach Zurich. Merde.

Ich wohne jetzt nicht mehr alleine hier und nun gibt es also „Big Brother, wer zieht als erstes aus dem Haus“.. nein, kleiner Scherz. Ich werde mal fragen ob ich überhaupt etwas schreiben darf.

Montag, 2.8.10

Betroffenheit beim Tagi. Jörg Kachelmann gibt Interviews und macht den zerzausten Knuddelbären. Bin doch nur ein liebes Bärli. Kann solch ein Mann überhaupt einer Fliege etwas zu leide tun? Man erschrickt doch dann vor all den Kanonen mit denen man lauten Getösens auf die Fliese, äh, Fliege geschossen hat. War das nicht alle nur wieder mal entarteter Journalismus? Zersauster Knuddelbärens Ruf ruiniert bis in alle Ewigkeit? Was haben die Medien da veranstaltet? Schon eine Woche nach Kachelmanns Verhaftung am 20. März auf dem Frankfurt Airport entrüstete sich die Sonntagsausgabe der «Frankfurter Allgemeinen» in einem «Protokoll eines beispiellosen Journalismus des Verdachts»: «Nichts war über das Privatleben des populären Jörg Kachelmann bekannt. Bis er am Montag verhaftet wurde, weil er seine Lebensgefährtin vergewaltigt haben soll. Seit diesem Moment gilt den Medien jedes Barthaar als Indiz eines möglichen Verbrechens und das Verbergen alles Privaten als Beweis». Aber das war nur der Anfang. In unschöner Regelmässigkeit tröpfelten die «Kacheliana» aus der Boulevardpresse und vor allem aus dem Internet. Meist waren es «Beichten» des angeblichen Opfers oder anderer bekennenden Lebensabschnitts-Gespielinnen. Jüngster Höhepunkt: «Polizeiprotokolle enthüllen die Wahrheit der Liebe von Petra und Jörg – So machte er die Geliebte zu seiner Sex-Sklavin» («Sonntagsblick» vom 25. Juli). «Die Wahrheit» wird da keineswegs enthüllt, sondern die einseitige, nicht hinterfragte Behauptung einer Frau, die laut Gerichtsexperten längst einiger Lügen überführt ist. Davon kein Mucks im «Sonntagsblick» – es hätte ja die saftige Story verwässert. «Mit Dutzenden von Frauen habe er sie betrogen», schildert die Anzeigestellerin Jörgs Geständnis. Ob die andern «Opfer» – von denen zwei angeblich Sadomaso-Erinnerungen preisgaben – vertrauenswürdiger sind? Am weitesten ging der «Blick am Abend». Er hatte sogar einen erotischen E-Mail-Verkehr «enthüllt» (gekauft?), den «der Schleimer» Kachelmann mit einem Schlagersternchen ausgetauscht haben soll. Kachelmanns Anwalt verlangte eine Abstandserklärung, laut der das Haus Ringier und andere Verlage offenbar auf Wiederholung verzichten wollten. Genützt hat’s nichts. Es wurde laufend Neues nachgeschoben. Wenn immer die grauslige «Bunte» einen neuen Knochen vorlegte, zitierten auch renommierte Portale wie «tagesanzeiger.ch» das Behauptete. 

Schöne gepflegte Mercedesse kommen auch gerne mal mit einer gewissen Spießigkeit einher? Ich habe das Gefühl, Taxi Wieland (Taxis Fribourg) wollte mir nur nicht konkret absagen. Denn wenn man mir zuerst sagt, ich soll Bewerbungsunterlagen schicken und dann nun, hinterher, man hat doch auf längere Zeit nichts frei, dann stimmt doch wohl etwas nicht ganz. Ich hab jetzt viel Zeit verloren und bin dementsprechend wenig erfreut. Morgen werde ich mal alles abtelefonieren, hier.

Sonntag, 1.8.10

Es ist paradox — Frankreich behandelt Französischschweizer schlechter als Deutschland die Deutschschweizer, aber die Romands mögen Frankreich ganz gut, während viele Deutschschweizer Deutschland schmähen. Das finde ich ja jetzt interessant. Aber es ist natürlich leicht zu erklären, da die Romands sich ja schützen wollen gegen den Herrschaftsanspruch der Deutschschweiz. Sie suchen beim grossen Bruder in einer anderen Stadt Schutz vor dem Mittelgrossen, mit dem sie sich aber ein Zimmer teilen müssen.

Habe einen Pinkelpost auf dem englischen Forum gemacht zum Thema taxifahrender Heckenseicher, das alter Lied. (Wenn sie das vor einem Heim mit alten und Behinderten machen, gibt es da im Land des political correctness sicher viele schrecklich nette alte englische Ladies, die sich da sehr echauffieren). Aber sie ignorieren mich im Wesentlich noch höflich, im Gegensatz zum deutschen wo ich schon Buhmanfunktionen übernommen habe. Wenn sie doch aber nicht anders aufwachen? Jedenfalls, neuste Pinkelpisode, ein Novum, ich besteige am Bahnhof sogar einen zur Abfahrt bereitstehenden Zug, weil die Schlange woanders gar zu lang ist. Aber dann habe ich nur 5 Minuten Zeit für Verrichtung des Geschäfts und Suchen einer Verrichtungsmöglichkeit und Sackzement! Ich finde in diesem dämlichen Zug die Toiletten nicht vor lauter Schilder und steige wieder aus, nur um zu sehen, dass die Schlange noch länger wurde. Grrrr.

Interessanten Beitrag gesehen über Biel/Bienne, die Stadt, die in der Schweiz mit Vorzeigecharakter, wenn es um Zweisprachigkeit geht. Beide Anteile sind, glaub ich 50%, also keine Vorherrschaft einer Seite, wie in Fribourg mit 64% f. zu 21% d. -sprachige Bevölkerung. Sogar die Busansagen sind dort auf beiden Sprachen! Und ich habe zumindest eine Zeitung gesehen, mit linke und rechte Spalte jeweils die andere Sprache.

Fribourg war bis 1800 deutschsprachig, dann aber wurde Deutsch in die Minderheit gedrängt und sogar diskriminiert. Es kommt also im Gegensatz zur zweisprachigen Kultur in Biel/Bienne ein wenig wie Rückeroberung rüber, wenn sich etwa die „Freiburger Nachrichten“ behaupten, oder ein deutschsprachiger Radiosender. Einzig die Uni ist wirklich zweisprachig. Dennoch, ich persönlich finde es für mich in Ordnung, dass es hier noch eine deutschsprachige Bevölkerung gibt, aber ich wollte keine Zweisprachigkeit. Désolé, mais non. Die Stadt Freiburg gilt, anders als der offiziell zweisprachige Kanton Freiburg, politisch als französischsprachige Gemeinde mit bedeutender deutschsprachiger Minderheit. Seit vielen Jahren bemühen sich deutschsprachige Bewohner von Stadt und Kanton darum, dass die Gemeinde Freiburg offiziell zweisprachig wird. Begehren in diese Richtung wurden vom Gemeinderat bisher zurückgewiesen. Im Kontakt mit Behörden kann jedoch sowohl in Deutsch als auch in Französisch kommuniziert werden. … Anders als Biel/Bienne, das offiziell als zweisprachig gilt, befindet sich Freiburg noch in einem Entwicklungsprozess, was die Sprachenfrage betrifft. Die Schweiz könnte das Vorzeigeland in Sachen Zwei- oder Dreisprachigkeit sein, aber sie zeigt eher auf, wie schwierig das Ganze ist!

Das deutsche Taxiforum bekam eine fällige Klatsche von mir: Danke, Otto. Auch du hast mich bisher überwiegend kritisiert, aber mit fairer Kritik habe ich keinerlei Probleme, nur mit reinem, beständigem Schlechtmachen. Und das ist genau der Punkt, es gibt eben leider viele deutsche Fahrer, die nichts anderes machen, als alles was man sagt, vorschlägt, macht schlechtzumachen. Und das sind auch genau die die in ihren verdreckten, verbeulten und rostigen Karren hocken, Kette rauchen und Löcher in die Luft starren. Neuerdings haben viele von denen sich auch noch eine völlig falschverstandene fernöstliche Philosophie zugelegt und finden sich ganz furchtbar toll und angekommen. He, da hab ich doch keinen Bock drauf, he, das geht mir doch am … vorbei, he, was red´sn für n´Sch… Diese Leute machen den Job kaputt, nicht die Ausländer. Da gibt es selbstverständlich welche, die wirklich schlimm sind, aber auch solche, die den Job ernst nehmen, kompetent sind und 70 Stunden arbeiten um ihre Familien zu ernähren. Aber dann diese faule Mischpoke, die alle Chancen der Welt gehabt hat, die aber irgendwann wirklich schlicht im Taxi gelandet ist, weil sie null Engagement, null Bereitschaft, null Kreativität, null Initiative mit sich bringt. Aber sehr wohl dafür Trotz, Intoleranz und eine beachtliche Aggressivität, hinter aller Trägheit! Nichts kann sich jemals zum Positiven wenden mit solchen Leuten!

2017: die UND die ausländer machen den job kaputt

Ist es nicht ein gefundenes Fressen für die Medien, ein Luxusboot für Millionäre, eine junge tote Frau, beängstigende Parallelen zu einem vergangenem Fall auf dem Zürisee und, wieder, Fahrerflucht!? Der Reiche, Skrupellose tötet die junge Frau, zerstört das junge Glück, das bald heiraten wollte und fährt einfach weiter! Nun natürlich auch Artikel über Bösch: liebevolles, traditionelles deutsches (sag ich mal einfach frech) Handwerk, er empfindet einen Abschiedsschmerz, wenn er ein Boot hergeben muss“, er hat eine Sägemaschine im Betrieb von 1928, „sie schneidet präziser als jede heutige es tun würde“, keine CNC-Fräser, alles von Hand nach Schablone gesägt und geschliffen. Hach! Hach! Hach!

Glanz und Elend der US-Armee. Die Befreiung Europas vom Hitler-Faschismus, die Befreiung der KZ-Überlebenden aus den Lagern – Amerikas Armee vorneweg! Ruhm und Ehre! Die amerikanische Armee in Afghanistan: Drogen, Kriminalität, Selbstmorde. Ein Bild des Jammers. Vietnam war Amerikas bisher schmutzigster Krieg, es kann sich aber alles im Leben noch zum Schlimmeren wenden.

2017: bin da voll der Propaganda aufgesessen! Will es zur Doku meines Weges so belassen. Ich war bisher nie rechts, sondern komme eher aus der grünen Ecke.

Samstag, 31.7.10

Taxis Fribourg bekundet Interesse an mir, sie haben aber leider gerade nix frei. Kann ich aber nachvollziehen, bei 1500 Lizenzen weniger als in Zürich hier und es spricht auch für sie, dass sie ihre Leute halten und auch handverlesen. Ich wäre wirklich froh ich bin bei einer Firma, für die ich aus Überzeugung Werbung machen kann. Dann mache ich das auch gerne.

Mit dem letzten Tag meines Monatstickets gönne ich mir einen kleinen Ausflug zum Schwarzsee, 25 km von Fribourg entfernt, eine Stunde mit dem Bus.

Freitag, 30.7.10

Heute hübsches junges Maidli gefahren und ihr erklärt, dass ich die Tage rot im Kalender anstreichen kann, wo ich das tue. Also mache ich das auch!

Habe ein lustiges amtliches document bilingue bekommen, von der „Administration Générale, controle des habitants, Ville de Fribourg“, eine „Niederlassungsbewilligung“, mein „Zivilstand“ ist „célibataire“ (kleine Luderchen sind immer dazu aufgerufen, das zu ändern) mein „Heimatort“ ist „Allemagne“ und mein „Ankunftsdatum“ ist „1er juillet“. Luschtig, n´est-ce pas? Ich bin Einwohner Nummer 200 000 irgendwas!

Kann meine eigene Klaue nicht lesen und muss meine Millionen Fans und kleine Luderchen auf morgen vertrösten. Bin ziemlich kaputt (und habe jetzt erst mal eine Weile frei). Gestern nacht bestialisch lautes Rumsen und Trampeln über mir, bis 0.00 Uhr! Der Wecker ging um 4.30 Uhr et je devais aller au train á Zurich, merde!

2017: ja so war das damals, aufstehen um halb fünf, dann fast zwei Stunden pendeln und die erste halbe Stunde davon Französisch lernen.

Donnerstag, 29.7.10

Die Opposition will Sauerland absetzen. Für den 55-Jährigen OB wäre das ein herber Verlust: Als B10-Beamter beziehe er ein Grundgehalt von 10’582,30 Euro plus Zulagen, berichtet die Zeitung. Für 2009 habe Sauerland in einer Mitteilungsvorlage für den Rat der Stadt Duisburg zusätzliche Nebeneinkünfte von 16’100 Euro im Jahr angegeben, zudem nehme er rund 50 zum Teil gut dotierte Mandate in Aufsichts-, Verwaltungs- und Beiräten sowie Verbänden und Vereinen wahr. Erhalten blieben ihm die Pensionsansprüche nur, wenn er die Amtszeit regulär 2014 beende oder abgewählt werde. Oh, lieber Herr Sauermann, Sie brauchen doch keine Angst haben arbeitslos zu werden. Die Stadt Duisburg freut sich sicher noch über einen Taxifahrer, der nicht nur Türkisch spricht. Was du sagge, du nix arbeite für ein Hunderstel von bisherige Gehalt? Oh, kannse auch Döner verkaufe. Middä alle, schön viel Ssswiebel, aba ohnne scharf. Und üba Renddä brauchst auch nix Gedanke mache, arbeitsse ebbä bisdä tot umfälls, mache alle Taxifahre.

Hinzu´s vergeht die Zeit im Zug wie im Flug. Es ist angenehm die Arbeit noch warten zu lassen, sich fahren zu lassen. Bis Bern ist der Zug auch immer leer um die Uhrzeit.

Jetzt läuft mein Monatsticket aus, ich werde versuchen ab dem 1ten hier etwas zu finden und wenn es nicht klappt, so werde ich in einer Woche wieder ein Monatsticket nehmen. Besonders liebe ich es die Dreidimensionalität der Landschaft wahrzunehmen, ein Baum, Wolken, man nähert sich von der einen Seite und entfernt sich von der anderen. Gerade Wolken sind so faszinierend!

Durch das mediale Interesse sind die Bärenjungen im Berner Zoo natürlich sicher vor dem Tod, jeder, der sich medial irgendwie einbringen will, macht dem Zoo ein Angebot. Dennoch, bislang war es immer so, dass die überzähligen Bären eingeschläfert wurden, weil man sie ab Mitte der 80er nicht mehr schlachten lassen wollte, da pietätlos, vorher gab es Bärenplatte in Berner Restaurants. Das zieh sich mal einer rein, weil es eben „pietätlos“ ist, wird das Fleisch eines ganzen Bären durch die Todesspritze ungenießbar und als Müll entsorgt. Wie degeneriert wird die Menschheit denn eigentlich noch? Und in Afghanistan sterben immer noch Menschen in einem sinnlosen Krieg, bloß weil man noch an einer Strategie feilt, bei einem Abzug möglichst wenig das Gesicht zu verlieren. Gott sei Dank gibt es Wikileaks!

Ich habe meinen Beitrag zu Haywards und Lehmann auch auf dem d. Taxiforum gepostet, aber das ist ein ziemlich lahmer Haufen dort. Hoffentlich copypasted wieder einer illegal diesen Satz hier auf das Forum, das könnte wenigstens für Spannung sorgen.

Mittwoch, 28.7.10

Lembke überquert weiter fleissig den Röschtigraben, macht mannifaltige Besorgungen und Erledigungen auf Französisch und entfaltet Charmeoffensiven, wie gerne er doch jetzt hier ist und wie gut er in dieser Sprache noch sein will. Das kommt immer gut an (und kostet nichts)! Auch ist es immer zumindestens einen Versuch wert sich mit den Romands gegen die Deutschschweizer zu verbünden, von wegen, „sie mögen die Deutschen nicht und sie mögen die Romands nicht“. ob das dann auch so klappt ist jedoch fraglich, im Gespräch jedenfalls und persönlich erntet man sicher Sympathien und Verständnis damit und das die Deutsch-Schweizer hier auch nicht so geschätzt sind, umgekehrt, ist auch klar – ob dann allerdings die Deutschen hier dafür beliebt sind, ist eher die Frage. Im Zweifel gehe ich lieber davon aus, dass sie hier in der Romandie genauso unbeliebt sind, wie in der Deutschschweiz. Aber – ich bleibe offen und lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen!

Ich kenne nun schon fast die ganze Strecke von Zürich nach Fribourg auswendig und sehe markante Punkte immer wieder. Ein bestimmtes grün-grell angestrichenes Haus, aufgestapelte Container, eine grosse Garnison, der kleine Swimming-pool zwischen Bern und Fribourg in einem kleinen Dorf, ein windzerwühltes Weizenfeld, die beiden ausgefransten Juraberge in Olten, das KKW in Aarau, ich würdige die Limmat neben dem Zug, die Aare in Bern, die Kuppeln des Bundeshauses beim Einfahren, ein DVD-shop-Werbeplakat mit einem Uncle Sam drauf „we want you“, zwei Burgen, jede menge weitere Flüsse – die Tunnel und die lange schnellbefahrene Strecke zwischen Olten und Bern. Und immer wieder diese Lautsprecherdurchsagen, auf Deutsch, Französisch und Englisch. ich kenne sie schon auswendig! Le personell d´accompagnement de CFF vous souhaite la bien-venue et un agréable voyage au bord de l´intercity á destination du… prochain arret… si vous avez envie d´une boisson réfréchissante oú d´un menu savoureux nous nous ferons un plaisir de vous servir au restaurant située au milieu du train.

Die Kinder über uns sind wirklich mutiert laut. Das sind keine Kinder mehr, das sind Trampel- und Türenschlagmonster, bis, da Ferien, um 12.00 Uhr nachts geht das Ganze! Auf den Verkehrslärm in Zürich war ich besser eingestellt, dazu kamen allerdings immer noch Bässe und knarrende Dielen dazu.

Das Mass ist voll! BP-Chef Tony Hayward erhält umgerechnet 19 Millionen Franken an Abfindungen und Pensionszahlungen für seinen Rücktritt! 457 Millionen Dollar verdiente der Ex-Chef der Pleitebank Lehmann Brothers Richard Full in den vergangenen zehn Jahren! (Quelle, für beide Meldungen: „20 Minuten“, von heute, 28.7.10) Ich konstatiere: 1. der Ex-BP-Chef ist einer der Hauptverantwortlichen für die grösste Ölkatasstrophe der Geschichte, bei der 11 Arbeiter auf der Bohrinsel ihr Leben verloren. Den Schaden bezahlt die Natur und die Steuerzahler, bzw. die Allgemeinheit – sämtliche Kosten für die Beseitigung der Ölpest inklusive Schadenersatzforderungen kann BP nämlich von der Steuer absetzen. 2. Der Zusammenbruch der Lehmann Brothers Bank löste durch überhitzte Spekulationen die jüngste Weltwirtschaftskrise aus. Zu deren Opfer zählen vor allem Leute mit kleinem Einkommen weltweit, große Bevölkerungsschichten werden unter die Armutsgrenze gedrückt. Alle Manager kamen ungestraft davon und haben sogar noch Milliardenboni eingefahren. In ihrer ungezügelte Profitgier gehen halbkriminelle Manager überhohe Risiken ein und fahren dafür fette Beute ein. Wenn es aber schief geht bezahlen die kleinen Leute die Zeche! Wenn ich als Taxifahrer aber ein hohes Risiko eingehe mache ich vielleicht ein klein wenig Umsatz mehr. Wenn aber etwas schief geht, ich einen Unfall verursache, werde ich entlassen und kann mich arbeitslos melden, da ist nichts von Abfindungen. In der Regel habe ich dann aber noch Selbstbeteiligungsforderungen am Hals und ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung. Unter bestimmten Umständen zahle ich dann auch sogar noch mein Leben lang für Schadenersatzansprüche. Warum lassen wir uns das also gefallen

Montag, 26.7.10

Vietnam und Afghanistankrieg zeigen, dass der Mensch nur begrenzt lernfähig ist. Die Parallelen liegen auf der Hand. Auch in A. ein Guerillakrieg aus dem Verborgenen gegen Hightech-Soldaten, die sich nur behaupten, aber nicht gewinnen können. Und die Taliban haben letztendlich den Rückhalt der Bevölkerung, ob wir das hier gut finden oder nicht. Was haben wir den Afghanen denn zu bieten, was unsere Kultur so überzeugend machen könnte, Love Parades? Wann also wird das Desaster eingestanden?

Die Laster kommen hier kaum rum und hinterlassen ihr Spuren, wie Erosion im Sandstein oder Gletscherschliff im Fels.

Habe mich in der Stadt weiter umgesehen. Im folgenden weitere Fribourg pics (Bilder in Galerie)

Ich glaube, das was mich im Moment am meisten in meinem Leben belastet ist, dass ich eine Frau liebe, die der Generation Egoismus angehört und das Pech habe irgendwie durch unglückliche Umstände zu ihrem Opfer geworden zu sein. Es ist einfach so, ich bin ihr Opfer. Sie braucht mich. Sie kann mich nicht lassen. Es wäre doch so einfach, eine Aussprache hätte schon lange stattfinden können – aber sie kann mich genauso wenig loslassen wie ich sie. Aber was mit mir ist, ob ich leide, ob ich kaputt gehe, es kümmert sie nicht. Höchstens geniesst sie es noch, auf eine perverse Weise. Sie sagte mir sie sei schwierig, aber etwas daran machen… jeder muss sie so nehmen oder er hat eben Pech, eine eigene Verantwortung etwas an sich zu machen, sieht sie nicht oder ist nicht imstande umzusetzen. Ich glaube, dass ist einfach eine Generationenfrage, wir haben uns wirklich gesellschaftlich etwas eingebrockt, was jetzt in einem immens hohen Mass auf uns zurück kommt – eine Generation verzogener Bälger, die nicht die Spur Verantwortung für sich übernehmen will. Und das wird nicht gut gehen. Es sei denn wir holen Erziehung nach. Aber das wird nicht einfach werden und es erfordert jene Umsicht und Härte, die der Generation der 45 – 65 -jährigen wohl ganz offensichtlich fehlt.

2017: Fotze!

Ein Teilnehmer im Zürich-Triathtlon fährt eine alte Frau über den Haufen und fährt einfach weiter ohne sich um sie kümmern. Dazu ein Leserbrief: Wenn er im vorderen Feld war, konnte er nicht allzu alt und recht gut trainiert sein, d.h. Alter zwischen 22-35 Jahren. Was wollen Sie von dieser Ich-Generation, die nur an sich, ihren Erfolg, das Top Resultat, der Beste zu sein denkt. Was kümmert ihn eine Oma. Man sollte sich all die Velo-Rowdies an den Wald-, Wiesenstrecken vor die Augen halten. Dasselbe Verhalten… Vor vier Wochen nahm sich in Berlin die Jugendrichterin Kirsten Heisig das Leben. Heute erscheint ihr Buch. In «Das Ende der Geduld» bekommen viele ihr Fett weg, vor allem «Sozialromantiker». Wie schade, dass so eine engagierte Person sich so verschlissen hat. Es muss nun ein gewaltiger Aufschrei durch unser Erziehungs- und Sozialsystem gehen!!!!!! Auf 206 Seiten beschreibt die einstige Jugendrichterin des Berliner Problembezirks Neukölln alltägliche und weniger alltägliche Fälle ihrer Berufspraxis. Fälle von unglaublicher Gewalt, von der völligen Verrohung der Sitten und Empfindungen junger Menschen. Und sie stellt Fragen, führt den beteiligten Institutionen ihr Scheitern vor Augen, ihre Machtlosigkeit und ihre Bequemlichkeit. http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Bekannte-Richterin-rechnete-vor-Suizid-mit-ihrem-Umfeld-ab/story/26923347 Der ganze Artikel, empfehlenswert!

Sonntag, 25.7.10

Ich bin in übelster Laune. Wäre ich Stalin, ich würde meinen Offiziersstab liquidieren lassen.

Samstag, 24.7.10

Taxis Fribourg hat sehr schöne und gepflegte Autos, alles Mercedeskombi. Wie gut, dass sie mich ja also nun bald kostenlos als Werbeträger verpflichten kann, so dass ich diese frohe Kunde überall in der Welt verbreite, nicht wahr?

Blocher will eine Volksabstimmung anstrengen, die einen EU-Beitritt verfassungsrechtlich verunmöglichen soll. Warum strengt mal nicht einer eine Volksabstimmung an, die der SVP (allen voran Blocher) das Anstrengen von Volksabstimmungen verbietet? Ich finde ihn nämlich ziemlich anstrengend. Nur so ein Gedanke eines B-Ausweis-Schmarotzers, (wie die Deutschen hier im SVP-Jargon ja heissen).

Einkaufen? Natürlich im Aldi. Ich habe schon in D. gerne dort eingekauft, weil es nicht nur billig ist, sondern man auch nicht mit Musik und Werbung berieselt wird und nicht mit Millionen von Wahlmöglichkeiten überfordert wird. Zudem hat sich ja dort auch Gesundheitskram etabliert, anders als im Denner, wo es nur Weissmehlprodukte gibt und eine Riesenauswahl von Sprit für die Schweizer Unterschicht, damit sie verdrängen kann im exclusiven Club der Schweizer-Pass-Inhaber nur den Personal- und nicht den VIP-Eingang zu benutzen. Hier in der Westschweiz gibt es auch verschiedene andere Artikel als in D., so einen Mohrenkopf, der nicht schmeckt (und von dem man dann das Doppelte frisst um seine Gier befriedigt zu bekommen) und auch Pastis aus Marseille (den man nicht kauft, da man sein Geld nicht für teuren Alkohol verschwendet.)

Fribourg ist Garnisonsstadt. Wenn man Samstags den Bus benützt, kann es sein, dass er auf einmal mit Soldaten angefüllt ist! (Diese haben mehrheitlich im Rachen gekratzt. (Deutsch-Schweizer))

Fribourg ist also tatsächlich zweisprachig, heute vor dem EK-Center, wo ich meinen Hasen Hanfspreu gekauft habe, damit sie immer happy und relaxt sind (nein, ich habe sie lange genug mit staubendem Sägemehl tiergequält, mea culpa), kam ein Paar raus, als ich auf den Bus wartete, sah den Regen und sagte miesmutig „ca pleut“. Dann kam ein anderes und sagte „schiffe duet´s“.

Mehrere Aufreger in der Wohnung sind heute dran: Der (zentral) verstopfte Abfluss in der Küche! (er kriegt die Dröhnung mit Abflussfrei) Ein Sprutzer von Wasserhahn in der Küche (die Zange) Ein Sprutzer von Duschkopf (provisorische Verpflasterung) Ein fehlender Knopf zum Aufziehen der Kühlschranktür (auch ein Provisorium) (Ein gebrochenes Herz (einen trotzigen Nasenschniefer))

2017: fotze!

Freitag, 23.7.10

„Eahhhh?“, sagen die Blicke der beiden Bikini-Mädels. Sicher suchen sich die beiden Burka-Mädels aber nur einen Platz mit möglichst viel Jungs in der Nähe und dann wird richtig heiß gestrippt!

Ich glaub, der Ossi ist am glücklichsten in der Schweiz. Von Plaste und Elaste gleich ins Land des harten Franken. Und keine Besserwessis! (Ausserdem gleichen sich die Mentalitäten eher.) Fahre nettes Ossimädel, die sich den Knöchel auf dem Inkatrail in Peru gebrochen hat und von 3900 Meter Höhe von zwei Guides Huckpack heruntergetragen werden musste. Zwei Tage lang! Sie haben sich immer abgewechselt. Sie liebt ihren Beruf als Kinderkrankenschwester sehr – ich glaube, so eine reine Freude würde es von einer Wessifrau nicht geben, alle kranken Schwestern sind am Mosern.

Donnerstag, 22.7.10

Meine Stimme für den Anschluss! Für den Kanton Baden-Württemberg!!!! D´’Schwoobe ond Badner händ g´schafft ond bluaded sit 20 Joahr für de Oschte! Es längt!!!!!!!!!!!!!!!! Verreckt, no omoal!!!! Und tschüss, Angie, zieh den Karren selber aus dem Dreck, ohne Daimlerpower! Oh Angie, don´t you cry…

Der Albtraum aller Feministinnen Kein vorehelicher Geschlechtsverkehr, keine Selbstbestimmung: Die «Twilight»-Saga zelebriert konservative Werte. Und die jungen Frauen sind begeistert. Auf den Müllhaufen der Geschichte mit dem Feminismus, sage ich! Er hat schon genügend Frauen verstört und Männer geschädigt. Passend dazu wohl der Chauvispruch des Tages, was Mädels? Nämlich, für alle verunsicherten Männer, die sich Fragen bezüglich ihrer Ausstattung stellen: kurz und dick, der Frauen Glück. Lang und schmal, der Frauen Qual. Nein, im Ernst, hat mit Chauvi nix zu tun, das hab ich aus dem Blick, von einem Sexualratgeber, mit einleuchtender Begründung. Und natürlich von den Frauen selber. Also, wer sich hier Spekulationen hingibt… es gab keine Klagen, bisher, sagen wir mal so.

Zur Tanke zum Einkaufen ab 1.00 Uhr nachts? Nicht mehr in Züri. Die Begründung, man wolle keine unnötige Nachtarbeit mehr, so die Gewerkschaft. Polizei und medizinisches Personal, okay, das sei eben nötig. Auch hier, Taxifahrer sind von gewerkschaftlicher Seite aus noch nicht mal eine Erwähnung wert. Geschweige denn, dass sie einen Nacht- oder Feiertagszuschuss bekommen. Das sind doch eh alles nur Ausländer…

Apropos, Taxi fahren türkisch, es wurde mir zugetragen ein türkischer Fahrer hätte „vergessen“ die Uhr einzuschalten. Dafür verlangt er dann eben noch mal 60 Franken anstatt 45. So macht er das Geld am Chef vorbei und bescheißt den Fahrgast noch mal um 15. „Tradition vom Bosporus anstatt industrielle Fertigung“ stand heute am Kebabstand. Zahlen wir doch gerne ein wenig mehr für Tradition.

Die andere Seite des Tankstellenproblems ist, dass es besoffene voll-krass-3er-BMW-isch-mach-dich-Messer-Migrantenhalbstarke anzieht, die die ganze Nacht saufen, gröhlen und ihre Proll-BMWs aufheulen lassen. Hier helfen eigentlich nur STOCKHIEBE. Da die aber bei uns im laschen Westen nicht gehen – hilft tatsächlich nur wegziehen. Ich hab´s selber ausprobiert, gegen nächtlichen Lärm ist kein Kraut gewachsen und die Polizei rufen nützt nix. Die kommen brav angedackelt und gehen wieder, aber viel machen können sie nicht. Die Polizei kann gar nichts machen. Ich habe auch so einen Lärm-Mop neben mir den es nicht interessiert dass es Menschen gibt die tatsächlich morgens um 6 aufstehen sollen. In meinem Falle ein Studentenwohnheim, in dem die Sonne eh erst um 10 Uhr morgens aufgeht.– Ich kann nur empfehlen: wegziehen! Alles andere ist sinnlos, Politiker werden schon gar nichts tun.

Mittwoch, 21.7.10

Die Frage Huhn oder Ei ist falsch, beide haben sich gleichzeitig entwickelt, aus ihren Vorläufern. Man denke an die Vermehrung durch Teilung, die ganz am Anfang war.

Weissauchnich, Rappaz sieht entschieden mehr relaxt aus als dieser SVP-Schäumer. (Bild fehlt) Sollte vielleicht mal einen durchziehen, soll ja entspannen. Nein, im Ernst, an die Adresse an all diejenigen, die meinen der Staat hat sich erpressen lassen und jetzt gehen alle Hänflinge, äh, Häftlinge in den Hanf… äh, Hungerstreik: 1. Für einen Hungerstreik taugt der nullachtfuffzehn Kriminelle nicht, dazu ist er schlicht zu gierig und selbstsüchtig, da müssen schon politische und ideelle Überzeugungen dahinter stehen. Chapeau, also, Monsieur Rappaz. (Aber jetzt kümmer dich mal schnell um deine kleine Tochter, sonst ist der Hut wieder weg) 2. Keine Regierung eines demokratischen Landes kann einen Häftling kaltblütig verhungern lassen, nur weil er Hanf angebaut hat! Ich hoffe das geht in diese Köpfe dieser Deppen hinein, die jetzt alle Zeter und Mordio schreien. Wenn aber einer ein Kind umgebracht hat, wär ich der erste, der sagt, lasst das Schwein verrecken!!!

Schaff ich mir den Hintern ab, die beiden letzten Tage. Installiere ich extra einen französischen Zusatz für meine Open Office damit ich französische Rechtschreibprüfung habe, funktioniert das nicht. Lad ich extra das deutsche Office runter und ein f. wieder drauf, funktioniert das nicht! Merde!

Sehr interessanter Artikel, der schön zusammenfasst, was da so ist zum Thema Mono- und Polygamie. http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Monogamie-ist-vergebene-Liebesmueh-/story/26929584 Sehr wahrscheinlich  ist die Kommune eben nicht eine Fehlentwicklung der wilden 60/70er, sondern tatsächlich die soziale Urform des Menschen. Es wurde wild durcheinandergevögelt und die Kinder dann gemeinsam aufgezogen. Mit dem Ackerbau und der sesshaften Lebensweise kam dann erstmalig Besitz- und die Ansprüche auf Besitz. Frauen suchen sich reiche Männer und machen sich zugleich zu seinem Besitz. Und doch ist er immer noch da, der ungezügelte Appetit auf wilde Kerle und die Angst sich festzulegen. Männer, die zu sehr Besitzansprüche formulieren und nicht unberechenbar genug daher kommen turnen ab. Ich habe selber neun Jahre in einer Beziehung gelebt, wo ich mich nicht festlegen wollte und die wohl auch deswegen so gut funktioniert hat. Dennoch, die Paarbeziehung ist immer noch ein Erfolgsmodell und in einer Zeit schlicht ein entscheidender Vorteil, wo man einerseits so viel Energie wie noch nie für das Erwerbsleben investieren muss und es andererseits so viele interessante Dinge neben dem Sex zu tun gibt, wie noch nie. Ey, was haben die denn schon anderes zu tun gehabt, in der Höhle, wenn die Mägen voll waren, kein Säbelzahntiger in der Nähe und alle Geschichten schon 100male erzählt worden waren? Andererseits, der Stamm war damals eine eiserne Schicksalsgemeinschaft, eine große Familie und es fehlt in unserer Zeit ganz entschieden an Geborgenheit und man hat es ja schließlich auch gerne ein wenig kuschlig, oder nicht?

Dienstag, 20.7.10

Was ist denn das mit den Lehrerinnen in D.? Alle von Phobien gequält? Naja, aber dann doch nicht gleich noch Prozesse anstrengen, bitte, wenn es ein bisschen heiß ist an der Stirne oben und man am besten nicht mit dem Finger dagegen tippt. (Und was wäre denn dann erst, wenn dann auf einmal nicht nur Hasen sondern auch noch… Schnecken an der Tafel ständen? Eine Lehrerin in Deutschland wollte keine Hasenbilder mehr an der Schultafel sehen – angeblich fürchtet sie sich davor. Sie klagte deswegen vor Gericht gegen eine Schülerin. Das Gericht wies die Klage ab. Eine Realschülerin in Vechta (Niedersachsen) darf weiterhin Hasen an die Tafel des Klassenzimmers malen und behaupten, ihre Lehrerin verlasse bei dem Anblick schreiend aus dem Klassenzimmer. Das Amtsgericht Vechta wies eine dagegen gerichtete Unterlassungsklage der Pädaogogin ab, wie eine Gerichtssprecherin bestätigte. Der Fall hatte in Deutschland für Schlagzeilen gesorgt: Die Erdkundelehrerin verklagte eine 16-Jährige, weil sie Gerüchte über eine angebliche Angst der Lehrerin vor Hasen gestreut haben soll. Und das nicht zum ersten Mal. Schon 2008 hatte die Pädagogin eine andere Schülerin wegen desselben Themas verklagt, wie die Gerichtssprecherin sagte. Im vergangenen Sommer verliess die Lehrerin die Schule in Goldenstedt im niedersächsischen Landkreis Vechta, auf die damals auch die jetzt vor Gericht verklagte Minderjährige ging. Das Mädchen ging ebenfalls ab, und beide trafen sich zufällig auf der Haupt- und Realschule in Vechta wieder. Nach Angaben der Sprecherin erzählte das Mädchen dort von der Geschichte mit der Hasenangst. Laut Medienberichten sollen es allerdings andere Schüler gewesen sein, die daraufhin die Probe aufs Exempel versuchten.

Ich zahle mir noch den Arsch ab in der Schweiz. Und verdienen tue ich nur einen Hungerlohn. Na ja, solang es den Herrn von UBS und CS gut geht, zahlt man ja gerne noch mal 100 Franken für einen neuen Ausländerausweis.

Sonntag morgen. Diese junge Dame schmeißt die Flasche mit gelblichen Inhalt vor sich auf den Boden, obwohl direkt daneben ein Abfalleimer steht und begibt sich zum Schlafe. Ihr Stecher kommt und rüttelt sie wach, dann pfeift er mir. Es ist mir eine große Genugtuung in diesem Moment einen Funkauftrag zu bekommen und sie auf das nächste Taxi warten zu lassen.

Über Jochen Lembke

Europe's cab-driving writer
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