20.8. – 14.10.2010 („der Pendelino“)

Donnerstag, 14.10.10

Auch Russland hat jetzt seine Islamdebatte – der Bau einer Moschee sorgt für Aufregung in der Hauptstadt. Nationalisten und Orthodoxe feuern die Ablehnung der Anwohner an. Sie propagieren ein „sauberes Moskau“ ohne Muslime und Ausländer.

An der Gotthardraststätte zwei Tote durch Amokfahrer – man könnte fast wieder abergläubisch werden, Gotthardbasistunnel offen, der Leadsänger der Gruppe Gotthard tot und jetzt das!

Unten der Beweis, das Schwiizerdütsch niemals mehr als ein Dialekt sein kann, man siehe alleine die vielen unterschiedlichen Bezeichnungen für die Ameise! Und was den Wortschatz anbelangt, variiert dieser fast von Dorf zu Dorf. Ein berühmtes Beispiel ist die Ameise. Die nennt sich in der Deutschschweiz so: Ämesse, Omeisele, Äbese, Aweissi, Ameisi, Uweisse,Wurmeissi, Wurmeisle, Wurmasle, Harmäusli, Ambeisse, Umbeisse, Hampeissi, Lombeisse, Empeisele, Ambitzli, Wumbitzgi, Humbetzgi, Ambessgi, Umbasle, Hobäsle,Wurmasle, Wambusle, Bumbeisgi

Ich habe meine eigene Theorie über T-Rex, ich glaube, dass er wohl ein Aasfresser war, der insbesondere dadurch Erfolg hatte, dass er jeden anderen von der Beute vertreiben konnte. Zum Jagen war er einfach zu schwerfällig und langsam, im Zweikampf aber war ihm niemand gewachsen. (Bißspuren an Artgenossen weisen daraufhin, dass er sich auch Aas seiner eigenen Art schmecken ließ.)

Keine Atempause, Geschichte wird gemacht. Das NEAT ist ein gigantisches Projekt, das zwar nun Moritz (allein im Tunnel) zusammen mit den Medienvertretern ein wenig in die (längste) Röhre (der Welt) kucken lässt, aber es ist ein Riesenschritt in Richtung Verlegung Güterverkehr auf die Schiene, Zusammenwachsen Europas und Imagegewinn für die außenpolitisch zuletzt schwach dastehende Schweiz. Und wenn man sagt, es wird sich nie rechnen, der Tunnel wie der unter dem Ärmelkanal, ist kein Jahrhundert, sondern ein Jahrtausendprojekt. Man stelle sich einfach nur vor die Ägypter und Griechen hätten uns anstatt blöder Steine (Pyramiden) und gigantischen Umweltproblemen (Abholzung des Mittelmeerraums mit folgender Verkarstung) etwas Nutzvolles hinterlassen! Typisch aber, viele Weggli-und-Foiver-Schweizer sind am Maulen, „wägge d´Chöschte“! Mineure schwenken Fahnen, Politiker halten weihevolle Reden: Nach dem Durchbruch im Gotthard-Tunnel steigert sich die Schweiz in einen Glücksrausch. Die Röhre ist die längste der Welt, ein Kind der Globalisierung – und soll die Verkehrspolitik Europas revolutionieren. Bei diesem Artikel im Spiegel wird schon der Schweizer Ausdruck Mineure statt Bergarbeiter verwendet. Aber gönnen wir doch den Schweizern die Freude!

2017: so verdummt ist man wenn nur Lügenmedien liest! Pyramiden und Pharaonen haben so viel miteinander zu tun wie „Flüchtlinge“ und Reihenhäuser, erbaut hat sie ein anderer!

Aber ist sie nicht putzig, die Schweiz? Da hat man die Nationalhymne bis 1960 zur Melodie von „God save the King (Queen)“ und nun, Doris Leuthardt, die Erste (und Letzte) kaum beachtet, da weder Royalty noch mehr als Staatsoberhaupt auf Zeit, im Staate des norwegischen Königs – kaum war der Patzer mit der Hymne läuft der Laden, die Schweiz, von den Amis gerne mit dem Nachbarn Schweden verwechselt, wird beachtet!

War heute morgen in Lausanne um es noch mal auf mich wirken zu lassen – es sieht so aus, als ob ich dahin als Nächstes ziehen werde. Lausanne, nicht Genf ist das Herz der Romandie und es ist einfach eine Nummer kleiner und gemütlicher dort. Die Taxis sind alle einheitlich grau und die vor dem Bahnhof sahen nicht so verkommen aus wie in Zürich. Genf aber ist schon halb französisch.

Ich kriege einen Anruf der Kapo Zürich, meine Geldbörse ist tatsächlich abgegeben worden – nur das Geld darin, etwa 300 Franken in bar, hat sich der Finder gleich schon mal als Lohn genommen. Die Schweizer Lösung!

Im ehemals besetzten Haus sind alle Fenster draußen und es steht die Securité vor dem Eingang, wahrscheinlich wird es bald abgerissen und wir haben hier eine neue Baustelle.

George Clooney wird politisch aktiv! Es zeigt sich wieder einmal, das Ruhm, Reichtum und gutes Aussehen nicht alles ist!

2017: satanistenknecht

Die Rettung der chilenischen Bergarbeiter zeigt, wozu der Mensch im Guten fähig ist, hat er ein Ziel vor Augen! (Natürlich muss man immer mit Berlusconis vom Schlage des chilenischen Präsidenten rechnen, der nun stolz wie ein Pfau umherstolziert und alles auf seinem Konto verbucht. Die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und fehlenden Sicherheitsvorschriften, die erst zu dem Unglück geführt haben, dagegen nicht!)

2017: Diese „Rettung“ war von vorne bis hinten inszeniert! Daran stimmt rein gar nichts ausser den katastrophalen Arbeitsbedingungen in den Minen!

Es wird wieder nach Öl in der Tiefsee gebohrt, die Katastrophe im Golf ist aus den Schlagzeilen.

Ich will noch mal genauer eingehen auf die nicht stattgefundene Bankenreform. Der Konkurs der Banken sollte verhindern werden, durch das Aufkommen des Steuerzahlers. Man hätte dies aber auch durch ein Nachlassverfahren verhindern können, die Aktionäre und Obligationäre der Banken wären so an Stelle des Normalbürgers zu Kasse gebeten worden! Dass das nicht stattfand ist eindeutig auf den Filz von Banken und Politik zurück zu führen!

Der Giftschlamm in Ungarn zeigt, wenn die Produktion in Billigländer mit laxen Umweltstandards verlagert wird, so verlagern sich die Umweltprobleme aber längst nicht mit aus, dies hier ist ein Planet!

In 20 Jahren brauchen wir eine neue Erde, heißt es und gleichzeitig wird auch bereits nach einer neuen gesucht, die Chancen stehen nicht schlecht, dass sie gefunden wird. Dorthin machen sich dann im Kühlschlaf die Ausbeuter, Profiteure und skrupellose Umweltzerstörer auf den Weg und hinterlassen uns einen geplünderten Schrotthaufen. Lassen wir das nicht zu!

Mittwoch, 13.10.10

Wir sind jetzt vier Mann hoch hier in der Bude und ich kriege Einblick ins Schweizer Studileben. Da könnte man neidisch werden! Gestern saßen wir jedenfalls alle zusammen beim Fondue, dann gab es natürlich das Spiel der Schweizer Nati „az´luuege“. Weiterhin ist aber davon auszugehen, dass ich mir etwas Neues suchen muss, es gibt eigentlich auch nur drei reguläre Zimmer. Heute Nacht ist die Grippe richtig ausgebrochen, ich glaube aber, sie ist nicht so hartnäckig.

Unten noch ein Ausschnitt aus meinem sechsten Band „per Anhalter durch die Galaxis“, welcher ein wenig die Richtung vorgibt, in die ich den SIEBTEN schreiben werde! „Am Anfang war das Chaos. Die Zahnräder des Kosmos waren viereckig und knirschten fürchterlich, bis sie schließlich so weit abgeschliffen waren und sie rund liefen. Sie produzierten ein neues Universum. Doch es war grauenhaft. Ja, richtig zum Kotzen war es, alle Religionen verfluchten Gott, die Körper passten nicht, die Planeten wurden von Riesenhunden zu geschissen, die ihre Besitzer an der Leine hinter sich herzogen, die Wesen praktizierten widerwärtige Sexpraktiken, die so unappetitlich waren, dass sogar eine Zangengeburt ästhetischer wirkt. Die Proteinbiosynthese funktionierte nicht richtig, der genetische Code war fehlerhaft, die Zeit lief nicht verlässlich in eine Richtung, die Gravitation hatte einen Wackelkontakt, war mal an und mal aus, die drei Dimensionen waren nicht nur gekrümmt, sondern bogen zwischenrein um die Ecke, das Licht wurde nicht im richtigen Winkel reflektiert. Actio war nicht gleich Reactio, sondern nur irgendein Wischiwaschi, auf das sich niemand so recht verlassen konnte, der absolute Nullpunkt der Temperatur fing erst beim Siedepunkt an, doch die Moleküle waren so träge, dass sie gar nicht erst schwingen wollten. Alle Lebewesen durchliefen absolut komplizierte Lebenszyklen, die die entsprechenden Formen selber nicht mehr durchblickten und wozu auch bald keiner mehr so richtig Lust dazu hatte. Das Leben starb nur deshalb nicht aus, weil auch die Fressfeinde irgendwie den Appetit verloren hatten und sich lieber in Grübeln, Fasten und Zen-Buddhismus übten als auf die Jagd zu gehen. Es gab Lebewesen, die einen Teil ihres Lebens als Pflanze verbrachten, sich sodann über Sporen vermehrten, die ins Meer trieben, wo sie über einen Zeitraum von fünfhundert Jahren bis zu einer Million vom Einzeller bis zum Meeresungeheuer heranwuchsen, das sporadisch an den Ufern auftauchte um nach Dinosauriern zu schnappen, die ein wenig am Strand über eine Filmkarriere vor sich hinträumten. Dann gingen sie ans Land, um ein einzelnes Ei zu legen. Um das Ei auszubrüten brauchten sie aber eine andere symbiotische Lebensform, die das aber nur nach einer zwanzigjährigen Wanderschaft zu den Polen des Planeten tun konnte, zwischenrein mussten sie sich aber einer Metamorphose zum Säugetier unterziehen, hatten eine Paarungsprozedur, für die etwa sechsunddreißig, (allerdings jahreszeitlich schwankende) Geschlechter benötigt wurden, fehlte auch nur eines kam die Paarung nicht zustande. Ständig war irgendjemand auf der Suche nach Brutplätzen, die es aber durch Kontinentalverschiebung schon lange nicht mehr gab und die ganze Kolonie versank im Meer oder in einem Lavastrom oder in einem Sumpf oder sonst wo. War der Sommer trocken, so überlebte ein Prozent des Nachwuchses als Trockenspore, dem sich aber unbedingt ein Larvenstadium als blutsaugender Warmblüterparasit anschloss. War der Winter feucht, lagerten sie sich zu einem hyperintelligenten Megaorganismus zusammen, der sofort hektisch begann den ganzen Planeten mit schlüsselfertigen Spritzgussplastikförmchen-Industrieanlagen zu überziehen, die aber allesamt wieder verrotteten, sobald der Organismus wieder die Intelligenz verlor, um fortan als Wurm im Darm einer bestimmten, ebenso seltenen wie schwulen Paradiesvogelart zu schmarotzen. Es war wirklich einfach nur grauenhaft. Entwickelte irgendein Organismus auf dem Planeten länger dauernde Intelligenz, welche über das Stadium der schlüsselfertigen Spritzgußplastikförmchen – Industrieanlagen hinausging, so wurde rasch und als Erstes hektisch Atombomben gebaut um alles Leben auf dem Planeten auszulöschen. Nicht aus Zerstörungswut, sondern aus Liebe und Verantwortungsgefühl für die Schöpfung. Leider entwickelte sich das Leben unmittelbar nach dem Abklingen der harten Strahlung von neuem und wenn das passierte war es sogar noch bizarrer als vorher. Doch es gab ein Wesen, ein Wesen namens Arth-urPhil-lipDen-t, das von außen nicht viel her machte, aber im Innern sehr mächtig und bedeutungsvoll war. Es ging lässig daher und fand die Antwort, die alle schon immer gesucht haben und auf einmal war der Spuk verschwunden und alle lebten friedlich bis an ihr Lebensende. Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute.“ Arthur hörte auf zu schreiben, legte Papier und Bleistift weg und genoss die Sonne an einem freundlichen Sommernachmittag. Sie schien auf sein Haus und schaffte es, dieses in seiner ganzen Unzulänglichkeit irgendwie liebenswert erscheinen zu lassen. Ich sollte Schriftsteller werden, dachte er. Jeder kann das und die verdienen auch noch eine Mörderkohle.

Dienstag, 12.10.10

Die gesamte Polizei des Kantons Freiburg, also 10, ist jetzt in der Nähe von unserem Haus aufgeboten worden, ja, direkt auf unserem Parkplatz, da es hier sehr eng ist, aber so wie es aussieht ist die Besetzung schon vorbei. Die Banner sind weg und wenn ich die Gespräche im Bus verstanden habe, so standen die Besetzer draußen und es sei vorbei. Solidarisierung aus der Bevölkerung gäbe es eh keine.

Meinen anderen drei Mümmels geht es gut. Sie trauern schon, aber anders als Menschen und vor allem ist die Gegenwart eines kranken Artgenossen eine Belastung für sie. Sie scheinen es alle zu verkraften und außerdem sind es ja noch drei.

Ich nehme mir wohl jetzt auch mal meine Grippe, habe sehr lange keine mehr gehabt! Einstweilen habe ich noch einen Spaziergang in die Galternschlucht unternommen, alles Sandstein, bis hin zu Millionen Jahre altem, immer noch losem Sand. (Bilder siehe Galerie)

Dort sind auch viele Künstler niedergelassen, diese aus verschiedenen Steinen bestehende Tafel ist fast mannsgroß.

Ich habe schon in Zürich einen Lieferer von Forellen aus Fribourg gesehen, nun sehe ich wo sie her kommen!

Das Wasser ist sehr mineralienreich dort, es bilden sich Stalagtiten im Bach

Montag, 11.10.10

So was, das kleine katholische Fribourg in der braven Schweiz hat doch ein paar Unruheherde. Drei hab ich schon mitbekommen, die Randale nach der Verhaftung zweier junger Franzosen, die große Demo wegen der Schließung der Brauerei und nun, ein zweisprachig besetztes Haus, nur 100 m weg! „Maison occupé“ oder schlicht „besetzt“.

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Man-entzieht-den-Leuten-bewusst-den-Schlaf/story/11049146#kommentar Herrlich, 200 Kommentare in Null komma nix, man sieht wie sehr das Thema polarisiert. Wir alle haben ein Ammengehör, soll heißen, wir können nachts Geräusche vollkommen ausblenden, die wir ausblenden wollen und andere, kleinste, halten uns wach. Andererseits, was den einen stört, ist dem anderen sein Nachtigall. Und der Eingesessene gibt nicht nach, der Zugereiste muss die Zugeständnisse machen. Herrlich, die Kommentare, unten mein eigener: „Als Christian Frei vor acht Jahren nach Gossau zog“. Au weia, das Gebimmel taugt gar unchristlich gut dazu die Zugezogenen wieder zu vertreiben, denn die, die damit aufgewachsen sind, stört es gerade nicht – sie könnten ohne wohl nicht schlafen.. Tja, Herr Frei, ich, als Zugvogel von Beruf, habe inzwischen gelernt mit Lärmschutzbügel auf dem Kopf zu schlafen, besser als Ohrenstöpsel, noch Fragen?

Die Lehren aus Stuttgart 21? Die Zeiten, wo man den Leuten etwas verkaufen konnte, im landesväterlichen Stil, und alle vier Jahre die Bestätigung per Kreuzle abholt, send au im Schwobeländle vorbei. Ich lebe derzeit in einem Land mit dem Anspruch auf direkte Demokratie und sehe das hier etwas skeptisch, aber derartige Großprojekte verursachen keine unverhältnismäßig höhere Kosten, wenn sie vorher per Volksentscheid abgesegnet wurden. Schon der Polizeieinsatz und die Störung des Ablaufs dürfte höhere verursacht haben. Die Mehrheit der Leute ist ja dafür und es wäre vorher wohl eine deutlichere gewesen, wenn nun nicht Bedenken losgelöst worden wären, „bad press“. Natürlich ist man sicher auch den ewigen Filz bei solchen Sachen Leid, Kosten, die explodieren, sobald genehmigt. Hier aber kann man nur sagen, knebelt die Leute auf die Voranschläge, dann werden sie es sich zweimal überlegen zu günstige Prognosen zu machen!!!!

Wollen wir wirklich Zustände wie in Spanien und Italien, wo teuer ausgebildete Akademiker als Taxichauffeure und Hilfsarbeiter enden, es aber fast unmöglich ist einen ausgebildeten Schreiner zu finden? Nein, das wollen wir nicht, denn Taxifahren ist vor allem durch die gesellschaftliche Ächtung ein kaum zu ertragender Beruf.

Das klassische Herbst/Winterwetter im Schweizer Mittelland hat Einzug gehalten, Hochnebel, alles ist grau in grau. Deswegen also ist das Volk hier so verschlossen!

Diese ganze Debatte um Einwanderung bestimmter Volksgruppen oder nicht ist doch höchst überflüssig. Klar steht, der Arier ist eh abgeschifft, die Menschheit vermischt sich weiterhin, was wohl eh auch rassentechnisch das bester ist, ein erweiterter Genpool schützt vor Folgen der Inzucht und der Westen braucht Nachwuchs, der im Land aufgewachsen ist, wer soll uns sonst in 40 Jahren das Sabberlätzchen wechseln? Nur – alle Staaten konkurrieren inzwischen schon längst um möglichst fähige Zuwanderer, also sollte man immer schauen was unter dem Kopftuch steckt.

2017: Bildung durch Lügenmedien! Der Volkstod ist geplant, das ändert so manches!

Lange Schlangen vor dem Flugi am Sonntag.

Sonntag, 10.10.10

Zehnzehnzehn, aber dennoch finde ich diese Welt, in der wir leben, zum Kotzen. Bitte nicht missverstehen, ich bin kein Pessimist, kein Misanthrop und um Himmels willen auch kein humorloser Zeitgenosse – aber ich kann nicht verstehen, wieso so viele Menschen in dieser Zeit der UNGEZÜGELSTEN AUSBEUTUNG DER GESCHICHTE einfach ihren Stiefel leben und sich einen … scheren um Fakten wie diese, das es nun in Amerika 900 Milliardäre gibt und in D., z.B., 6 Millionen McJobs, von denen man nicht leben kann. Niemand scheint etwas zu sagen!!!! Und Widerstand lebt sich in den abstrusesten Formen aus, wenn etwa ein paar hundert alte (!) Bäume im Stuttgarter Schlosspark gefällt werden, für ein Projekt was letztlich den Klimakiller Flugzeug killt. Häääääää???? Wo bleibt dann denn der sinnvolle Widerstand? Hallo???? Weshalb Banker ihre Gier heute und zu Zeiten des ersten Films ungebremst ausleben konnten, ist letztlich eine Reaktion auf die Deregulierung der Finanzmärkte», erklärte er. «In den USA begann das mit Präsident Ronald Reagan. Bill Clinton und die beiden Bushs setzten das fort. Es ist falsch, Geld anzubeten. Aber das haben wir gerade getan – wie selten zuvor. Wir haben Unternehmenschefs auf die Titelseiten gehoben. Und wir haben heute über 900 Milliardäre – vor nicht allzu langer Zeit waren es nur ein paar wenige.» (Oliver Stone – Wallstreet) Ich halte fest, in ganz einfachen Worten liebe Kinder da draußen, es gab jetzt etwas, das nannten die Erwachsenen „Finanzkrise“. Und in dieser „Finanzkrise“, also, liebe Kinder, haben böse Onkels ganz viel Geld auf die Seite geschafft, damit liebe Mamis und Papis nun den ganzen Tag arbeiten müssen dafür und keine Zeit mehr für euch haben, denn die „Finanzkrise“ wurde ja mit Steuergeldern überwunden. Gleichzeitig gibt es nun aber weitere böse Onkels, die nennen sich Aktionäre und Obligationäre, die haben auch ganz viel furchtbar viel Geld und die haben aber kein Geld zur Bewältigung der „Finanzkrise“ geben müssen, weil sie nämlich überall ihre bezahlten Politiker haben und die nun machen jetzt wieder viele, viele Millionen, jetzt wo es der Wirtschaft und den Banken wieder so richtig gut geht. Doch die lieben Mamis und Papis haben immer noch keine Zeit für euch, weil sie sich keine Politiker kaufen können und deshalb immer noch Geld für die bösen Onkels ranschaffen müssen, denn an dieser dummen „Wirtschafts, Finanz- und Sozialordnung“ ist nämlich außer Kosmetik nichts geändert worden.

2017: sehr naiv. aber lassen wir das mal stehen

Ich fahre einen dieser bösen Onkel, er erzählt am Telefon von seinem „Businesstrips“ nach Singapur und Bangkok, wobei der Golfschläger immer dabei ist und der Bordellurlaub mit seinem Geschäftskollegen in Phuket natürlich auch nicht weit. Und ich kriege ein Fünfzigstel des Fahrpreises als Trinkgeld!

Freitag, 8.10.10

Google-Roboter steuern Autos durch Kalifornien, Wie gut ja dann, das meinen Job in spätestens 8 Jahren Roboter machen.

Hier, in der Nähe von Freiburg (Breisgau) liegt mein Kaninchen nun begraben, zusammen mit vier anderen, zwei Babies, die nur 6 Wochen alt wurden, dem Quiek, das nur 2 Jahre alt wurde und den Wuschel, der vier Jahre alt wurde. Es ist ein sehr friedlicher Ort und es war mir ein großes Bedürfnis, sie dort zu begraben. Sie sah dann auch sehr friedlich aus und ich habe sie sanft mit Erde zugedeckt, wie als wollte ich sie schlafen legen, und sie mit meinen Tränen begossen – das Tier und ich verband etwas, das sehr, sehr tief ging. Aber auch für meine Tiere war der Schritt mit der Schweiz sehr stressig, in England ging es ihnen noch sehr gut. Wenigstens habe ich einen sehr schönen Tag ein Freiburg verbracht und es scheint wirklich ein besonders glücklicher und bevorzugter Ort in D. zu sein, nachdem ich jetzt solange weg war, fiel mir das besonders auf. Es scheint, dass sich alles harmonisch verbindet, ob die Graffiti auf den Schaltkästen oder der Jogi im Lotussitz im Park.

2017: Ich hab das heut noch nicht verwunden. Das ist ein einziger Alptraum für mich und dann meine Schuldgefühle! Wäre ich bloß nicht dieser Fotze hinterhergerannt, wenigstens!

Donnerstag, 7.10.10

Mein Lieblingskaninchen Schleck, es wurde 9,5 Jahre alt und starb heute an Krebs.

4.10.10

Einer meiner Hasen liegt im Sterben und auch so ist mir gerade nicht nach Schreiben, es geht eigentlich alles schief. Aber Morgen habe ich Zeit, dann mehr.

3.10.10

RABENSCHWARZER Tag für mich heute. Ich verliere meine Geldbörse oder sie wird mir gestohlen. Einiges Bargeld drin und zwei Ausweise, der Gesamtschaden geht bis zu 500 Franken. Und das, wo es nun abermals zu einer Situation kommt, wo es auf jeden Franken ankommt. Nach England und Zürich weiß ich wieder nicht, wie ich den nächsten Schritt, Genf, finanzieren soll. Man verdient eben mit Taxifahren nix, und ob Selbstbeteiligung Unfall oder Verkehrsbusse oder Verlust Geldbörse, für alles muss man selber aufkommen. Die letzten 8 Jahre waren eine Prüfung für mich, wo ich oft weder ein noch aus wusste, und oft genug sehen konnte, wie schnell man durch die Maschen fällt, es gab wirklich Tage, wo ich froh war was zu essen zu haben. Ich kann wirklich nur hoffen, ich überlebe all das bei einigermaßen Gesundheit, dass ich das alles mal aufschreiben kann! Armut, Not und Verzweiflung im reichen und schönen Europa!

Die beiden Juraberge bei Olten, die aussehen als wären sie Ränder eines Kometeneinschlags, sie liegen sich gegenüber und weisen jeweils eine Neigung nach Norden bzw. Süden.

Beste Fernsicht, Bilder alle aus dem fahrenden Zug

Blick von grosser Schanze, Bern

Ösis gegen Schweizer! Ich liebe es! Trotz Boulevard, die Kronenzeitung wirft Fragen auf, die auch der Tagi nicht beantwortet: Warum wurde die österreichische Botschaft nicht über die Verhaftung informiert? Warum sollte der U-Häftling, der sein Wissen über mögliche Hintermänner hätte nutzen können, Selbstmord begehen? (vor allem, da er wohl mehrere Millionen auf dem Konto hatte) Die Österreicher foltern seit Jahrzehnten den deutschen Sprachraum mit Musikantenstadl, Mozartkugeln und Sissi! Also ein bisschen mehr Zurückhaltung in der Berichterstattung über den österreichischen Dieb wäre angebracht!

2017: mafialand schweiz. der wusste zu viel

Die Stapo Zürich hat meiner Einsprache nicht stattgegeben, es geht jetzt also vors Stadtrichteramt. Ich brauche nicht die Aufmerksamkeit durch Prozesse, aber ich scheue sie auch wiederum nicht.

2.10.10

„Biolügie“, eine neue Wortschöpfung, der neuen Miss Schweiz gewidmet. Es wird kein leichtes Jahr für sie, aber es findet sich auch keine Mehrheit für ihre Abwahl.

Deutschland feiert den 20. Jahrestag der Einheit. Doch das Fest wird begleitet von Kritik: Die Wiedervereinigung sei weder vollendet noch gelungen, heißt es. Wahrscheinlich hat es ja so kommen müssen, der Ostblock zerbricht und der Westen bekommt den Ostteil zum Wieder-Hochpäppeln überantwortet. Niemand hatte Geduld für eine langsame Übergangslösung und die Abzocker standen schon in den Startlöchern, die Abzocker West, die die Rosinen aus dem Staatskonkurs picken konnten, und die Abzocker Ost, die Jungen, von der DDR gut Ausgebildeten, die die Heimat in Scharen verließen um endlich Kohle zu machen. Auch die Rentner Ost profitierten – nur die Mittelgeneration Ost und die Unterschicht West, die mussten bezahlen. 20 Jahre danach, was von der Euphorie bleibt ist Bitterkeit und Enttäuschung bei vielen und DDR-Nostalgie, es war eben doch nicht alles nur schlecht, damals.

Ungeklärte Todesursache des Datenboten in Bern – war es wirklich Selbstmord? Bitte aufklären!

Die Kirche hatte Recht, und Galilei lag falsch: Einige christliche Astronomen halten die Erde nach wie vor für das unbewegliche Zentrum des Universums. Im November treffen sich die Fans des geozentrischen Weltbilds in den USA – und sorgen bereits jetzt für Kopfschütteln unter Forschern. Amerika macht mir Angst.

http://www.poweryachting.ch/ Soll niemand sagen, ich schreibe nur für die Armen und Grünen und linken Moserer. Für so eine geiles Boot gibt es doch schon Finanzierungen, ab CHF 3000 im Monat! Und dann nix wie auf den Bieler See und Badende schrotten!

Die letzte Zeit war spannend, weil ich 2 Wohnungsangebote in Zürich abgeklärt hatte. Es sieht aber nun doch schon wohl so aus, dass ich demnächst nach Lausanne übersiedeln versuchen werde, um von dort aus Genf, Mai 2011, wahrzunehmen.

Das bringt auch nur Lembke fertig, das Auto voller Russen, die ihre klangvollen, resonanten Stimmen ertönen lassen und er fragt, ob sie denn „a fish called wanda“ (ein Fisch namens Wanda) gesehen hatte, wo John Cleese Jamie Lee Curtis zur Ekstase bringt, indem er Russisch spricht! (Was er da übrigens perfekt kann)

Hundert Gegner protestierten, 500 Anhänger hörten ihm zu: In Berlin ist der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders aufgetreten; es war seine erste Rede in Deutschland. Mit Slogans gegen den Islam begeisterte er sein überwiegend bürgerliches Publikum – und auch mit Angriffen auf die Kanzlerin. Offensichtlich will niemand aus der Geschichte lernen. Hundert protestieren, fünfhundert jubeln, das hatten wir doch schon mal in D. Braucht es denn erst einen Wilders, braucht es denn erst einen Sarrazin, um zu wissen, das Ende der Toleranz der Mehrheit ist ganz offensichtlich erreicht? Raubtiere beißen Artfremde tot und der Mensch ist (doch schrecklicher als alle Schrecken…) ist das Grausamste aller – die Toleranz dieses Raubtieres zu überfordern ist unklug, ihr Cloud-Cocoo-Land-Politiker von Merkel – bis hin zurück in die Weimarer Republik.

30.9.10

Zweimal hat heute der Nationalrat gezeigt wo die Mehrheiten in der Schweiz liegen, Offroader dürfen weiter in der Stadt fahren und Robben am Pol weiterhin bei lebenden Leib das Fell abgezogen werden. Es sei keine Schweizer Bescheidenheit Offroader zu fahren – eine Schweizer Tugend sicher aber ist Heuchelei, so wie sich nicht in die Geschäfte reinreden zu lassen.

Die neue Miss Schweiz kann ja nicht so weit sein mit ihrem „Biologiestudium“, wenn sie ihr Kaninchen bisher alleine gehalten hat. Da schmeißt also eine die Schule um als Verkäuferin zu jobben, bis sie als Model groß rauskommt, schafft das auch und hat nun eine ideale Voraussetzungen für eine Karriere als Werbeträger. Denn in der Werbung nimmt man es mit der Wahrheit auch nicht so genau.

Einträge 15.9. – 29.9.10

Heute war extrem wenig los, der starke Franken schädigt die Auslandsnachfrage und dazu gehören leider auch wir.

Ist vielleicht untergegangen, aber ich habe doch tatsächlich eine Tasche voll Goldbarren gefahren! Sie haben es mir natürlich nicht auf die Nase gebunden, aber es war recht eindeutig.

Wieder macht das Zürcher Taxigewerbe negative Schlagzeilen, diesmal kam eine Lokalpolitikerin in den Genuss des verrufenen Gewerbes und machte, nachdem sie gleich zweimal am selben Tag „drankam“ Anzeige. Traurig aber war, drei extreme Bünzlivorschriften, die penibel kontrolliert werden und das, worauf es ankommt, wird überhaupt nicht kontrolliert. Das Zürcher Taxigewerbe ist ein Armutszeugnis für die gesamte Schweiz, die angeblich so perfekt organisieren kann! Da lob ich mir das produktive Chaos der Engländer!

Traurige Welt, so leicht ist es mit Provokationen Aufmerksamkeit zu erlangen und so schwer sie sich ehrlich zu verdienen!

Die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, untersucht den israelischen Angriff auf das türkische Schiff «Mavi Marmara» mit neun Toten. Pillay soll dem Menschenrechtsrat im März Bericht erstatten, wie das UNO-Gremium am Mittwoch in Genf beschloss. Die Schweiz enthält sich der Stimme. Richtig, oder gibt es hierzulande mächtige Interessengruppen?

Milliardäre in China! Dieses Land macht mir zunehmend Angst, ehrlich gesagt.

Fahre einen Roadietruckfahrer von Peter Gabriel und bekomme ein paar Infos. (Die ‘Tage wäre er in Zürich im Hallensstadion, heute abend gastiert Sting) Gabriel singt zwar noch, aber er ist eigentlich mehr im Hintergrund, während ein Haufen Musiker sich seines Namens bedient um aufzutreten. Dasselbe im Literaturbusiness, ich will keine Namen nennen, aber ich glaube, dass fast jeder Megasellerautor inzwischen schreiben lässt und denen nur seinen Namen verleiht. Die Versuchung mit so wenig Tun so viel Kohle zu machen ist einfach zu groß. (2011: in dieser Phase hatte ich null Lust mehr Fotos zu machen von meinen Fahrgästen!)

Der aktuelle Prozess gegen die Todesraser von Schönenwerd und des anderen, der 10 Jahre nicht ausgeschafft werden konnte, zeigt, man sollte kriminelle Ausländer sofort loswerden können – im Interesse derer, die sich an die Regeln halten!!!! Es gibt genügend einheimisches Gesocks, da braucht man die von außerhalb nicht auch noch.

Der 31-Jährige starb am Montagabend im US-Bundesstaat Georgia durch die Giftspritze – wenige Tage, nachdem er versucht hatte, sich mit einer Rasierklinge die Halsschlagader aufzuschlitzen. Ursprünglich sollte Rhode bereits am 21. September exekutiert werden, doch kurz zuvor hatte er in seiner Zelle versucht, sich mit einer Rasierklinge das Leben zu nehmen – wie er sich die Klinge im Todestrakt verschaffen konnte, ist noch nicht geklärt. Rhode wurde nach dem Suizidversuch in ein Krankenhaus gebracht, ein Team von Notärzten kämpfte dort um sein Leben. Kein Kommentar von mir dazu.

„Der Markt regelt sich selbst“. Der Mensch will nicht denken, er will glauben. Selbstzufrieden lächelnd lehnt er sich in den Sessel zurück und genießt sein Stück Sicherheit und Vertrauen in die Welt. Doch, ach, doch weh, es ist so ein Sach mit dem Glauben… wenn doch bloß nicht der Mensch der Mensch wäre! http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Dieser-Mann-macht-Tausende-krank-/story/23788135

Wieder einmal hat die Romandie (und das Tessin, von dem man verblüffenderweise ohnehin hier nie etwas mitkriegt) mehrheitlich für etwas entschieden – ist jedoch von der schieren Mehrheit der Alémaniques erdrückt worden. Man glaube nicht, das käme da besonders gut an.

Vielen Dank den Tagi für die kritische Berichterstattung. (Ich mach mir nur Sorgen um die Anzeigenkunden) Auch dieser Beitrag unten ist lesens- und beachtenswert: http://www.tagesanzeiger.ch/sport/weitere/Der-beste-Dopingarzt-ist-wieder-aktiv/story/22231757 Während der größte Dopingskandal der Sportgeschichte zu versanden droht, ist sein Verursacher Eufemiano Fuentes offenbar wieder als Dopingarzt tätig. Eigentlich nicht zu glauben, oder? In letzter Konsequenz, schuld daran ist niemand anderer als die Konsumenten der Tour de Dope, die breite Masse selber. So viele Leute auf diesem Planeten lassen sich für dumm verkaufen… man fasst es einfach nicht. Hat der doch dem Jan Ulrich als das dope verkauft, dann soll er ihm doch auch was gegen seine Depri geben oder? Oder vielleicht mal ein Wahrheitsserum, das er endlich zu lügen aufhört.

Man würde sich „foutieren“, über die Interessen der Romands (se foutre de qn: einen Dreck scheren um jemanden) heißt es immerhin im Tagi. Sieht man vor Ort nach, au weia! Man müsse aufpassen, das nicht noch ein ganzes Röstigericht käme, über den erwähnten Graben, so in etwa. On déshabille Pierre pour habiller Paul et on fait croire au bon peuple qu’on a trouvé l’oeuf de Colomb“. „Autrement dit“, écrit le journal, „fini la solidarité nationale“. Pour „Le Nouvelliste“, „La Suisse alémanique a imposé sa vision de l’intérêt général au reste du pays“. Conséquence: la Suisse latine „se sent doublement niée, dans sa vision du monde et sa réalité économique“. „La Liberté“ relève que „la solidarité a des limites; elles se confondent souvent avec les coutures du porte-monnaie“. Pour „24 heures“ en revanche, il faut faire „attention à ne pas faire tout un plat de röstis“ de ce fossé linguistique

Ich habe mir Terminator 4 angetan, weil ich den dritten gar nicht einmal schlecht fand, ehrlich gesagt. Aber hier – halbe Stunde weniger ballern und dafür mehr Story, außerdem hätte man unbedingt Connor und seine Lady aus dem dritten Teil nehmen müssen, der Zuschauer bekommt hier so nur noch eine x-beliebige Ballerstory mit, „frei nach Motiven von T.“ Die Amis werden immer kränker!

Der 82-jährige Holocaust-Überlebende Reuven Moskovitz ist an Bord eines neuen Versorgungsschiffs. Er erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, es sei seine «heilige Pflicht, als Überlebender gegen die Verfolgung, Unterdrückung und gegen das Wegsperren so vieler Menschen zu protestieren». Zwar sei er auch mit der im Gazastreifen regierenden radikal-islamischen Hamas nicht einverstanden, sagte Moskovitz: «Aber das gibt uns nicht das Recht, den Gazastreifen in ein riesiges Konzentrationslager zu verwandeln.»

2017: soso

Die Abstimmungen zur ALV von heute machen die Schweiz noch ein wenig unsozialer und somit weiterhin zum Gelobten Land von besserverdienenden Deutschen, die anderen bleiben eh daheim. Sie zeigen andererseits aber natürlich wieder den Röstigraben mit dem zehnt meist divergierenden Ergebnis seit 2000 und sie zeigen wiederum wie wenig direkte Demokratie eigentlich funktioniert. Das Stimmvieh, pardon, Stimmvolk lässt sich nämlich manipulieren, dass es kracht und es lässt sich prinzipiell von der Seite her beeinflussen, die am Meisten Geld und Einfluss hat. So, da wisst ihr es liebe Schweizer. Eine parlamentarische Demokratie mit gewählten Volksvertretern mit Regierung und Opposition ist schon Hühnerhaufen genug, aber wenigstens verfügen diese wenigstens über ein Minimum an politischem Sachverstand.

Zwei absolut süße Schnecken gefahren, heute morgen und abend, aber chancenlos, da andere Männer involviert. Ich kann mich nun nicht mehr damit rausreden, dass ich keine fahre! Vor einer Woche habe ich eine gefahren, die am Telefon geheult hat und mir gegenüber aggressiv wurde, so dass ich selber aggressiv wurde. Wenn ich eines nicht ab kann, ist es für die Sünden von irgendwelchen Scheißtypen als Frustabladeplatz missbraucht zu werden und zu zusehen, wie sie sich dann wieder aufs Neue an ihre Scheißtypen ranmachen! Da kann ich nur sagen, flenn wo anders, Tussi!

„Erde verlangsamt ihre Umdrehung“ und „Menschen in den Bergen altern schneller“, mit solchen reißerischen Titeln holen die Onlinezeitungen klicks, was sich dahinter verbirgt ist reine Verarsche. Die Erde wird nicht von der Verlangsamung untergehen, sondern gemeinsam mit dem Sonnensystem irgendwann mal verdampfen und die Menschheit ohnehin nicht, sie ist am meisten genosuizid gefährdet. Und die Zeit läuft tatsächlich schneller für den der auf einer Treppenstufe eins weiter oben steht als für den Unteren – aber messbar ist das nur mit den allerexaktesten Atomuhren – praktischer Wert des Ganzen gleich null.

Heute und gestern lief es taximässig supi!

Afrika, der Kontinent ohne Hoffnung. Soviel Entwicklungshilfe ist dort rein gepumpt worden und alles wurde veruntreut oder verschwand gleich wieder in den Kassen multinationaler Konzerne und Rüstungsfirmen. Und über 2 Jahrzehnte ist der Westen nicht klug geworden oder wollte es nicht! Südostasien dagegen boomt, obwohl die dort nie Geld vom Westen bekommen haben – asiatischer Fleiß und Redlichkeit, eben. Meine vielbemühte eigene Erfahrung aus Brighton, habe 2 Asiatinnen zum genau gleichen Bus wie 2 Schwarze eine halbe Stunde später danach gefahren. Und die haben mich noch gehetzt!

Bislang operierten die vatikanischen Banker hinter einer Mauer absoluter Diskretion, bis vor kurzem sogar in einem steuer- und rechtsfreien Raum, von Kapitalausfuhr- und Devisenbestimmungen unbehelligt. Das machte die Bank über Jahrzehnte hinweg zum privilegierten Umschlagplatz für Schmiergeldmillionen und Mafiagelder. Was für ein trauriger Verein schmutziger alter Männer diese Sekte namens katholische Kirche doch ist! Für die eigene Gier und Perversionen wird der Glauben einfacher und lieber Menschen in perfidester Weise ausgenutzt! Pfui Teufel, lieber „Stellvertreter Gottes auf Erden“, du bist auch nicht besser als die Taliban.

2017: nur die Spitze des Eisbergs!

Zwei Meldungen aus dem Tagi zeigen, der Generationenkrieg ist im vollen Gange! Wieder ist es in der Nähe von Zürich zu Misshandlungen in einem Altersheim gekommen, zum Einen und zum Anderen, es wird erwogen, die Organspenden künftig nach Nutzen zu verteilen und nicht mehr nach Priorität. Die junge Mutter hätte also Vorrang vor dem 90-Jährigem. Also, letzteres leuchtet doch ein oder nicht? Es ist doch eigentlich höchste Zeit dafür, kann man doch sagen. Alte Menschen sind aber oftmals noch furchtbar einflussreich und vermögend und furchtbar egoistisch. Aber, ihre Zahl ist leider viel, viel höher als die Zahl der jungen Mütter und die jungen Mütter sind leider viel, viel wichtiger für den Erhalt der Menschheit als die alten, kalten Greise. Sorry. Und es wird sich alles noch wesentlich mehr zuspitzen, die Gesellschaft vergreist immer weiter und die Kosten für all die teure und relativ nutzlose Hightechmedizin kann niemand mehr aufbringen und die Kosten für all die teure (und manchmal relativ nutzlose) Pflege auch niemand mehr. Die Gesellschaft kann sich eine übertriebene Moral hier nicht mehr länger leisten, die Richtlinien Sterbehilfe müssen gelockert werden und die Prioritäten für kosteninvasive Medizin von alt nach jung verschoben werden. Sonst haben die Alten bald keine Pfleger mehr oder solche die noch Lust haben sie menschenwürdig zu behandeln – womit der neuste Pflegeskandal auch abgehandelt wäre.

Interessanter Tag jedenfalls heute, ich habe ein 25000 Franken teures Messinstrument im Auto, dass die Gaskonzentration misst, habe schon meinen ersten Goldbarrentransport (!) hinter mir (SchwarzGOLD, nicht mehr Schwarzgeld) und mich gerade sehr nett mit einem RANGE ROVER fahrenden Kunden unterhalten.

…Man braucht nicht schon ein Jahr hier sein um zu sehen, dass sich Leute mit Geld hier sehr wohl fühlen. Aber er war auch deshalb sehr interessant, weil er auch schon in D. gelebt hat und in allen beiden anderen Teilen der Schweiz und v.a. in Genf. Ich kann gar nicht aufzählen wie viel Leute mir schon von Genf abgeraten haben, deshalb… Nun, der Genfer selber, der Ur-Genfer, sei sehr scheu. Die Stadt ist komplett von Arabern und Afrikanern aus dem französischsprachigen Teil des Kontinents beeinflusst und es hat hohe Kriminalität und Arbeitslosigkeit. Wohnungen sind dort nicht schwer zu finden, SONDERN es GIBT sie ganz einfach NICHT. Genf – wohl doch nix?

Ich bekomme mit wie die Polizei auf „Nääger-Jagd“ geht und einen Schwarzen nach seinen Papieren fragt. Ich bin peinlich berührt. Andererseits wird das Asylrecht missbraucht und Nigerianer, die gerade bei Western Union eine Zahlung getätigt haben kann man eigentlich gleich verhaften – es handelt sich zu 99% um Dealer. Wie seltsam, ich lasse gerade zufällig meine hinter dem Rücken verschränkten Hände nach vorne schnalzen, gerade als die beiden Cops mich sehen – beide zucken kurz. Hätte ich einen Gegenstand in der Hand gehabt, wären die Hände wohl an den Halfter gegangen – Polizisten leben in ständiger Anspannung und haben eine ganz andere Wahrnehmung als Normalbürger.

Es gibt keine Zufälle, heute treffe ich im Zug „zufällig“ einen angehenden Masseur, der auch ein Supinationstrauma hat und unterhalte mich mit ihm. Er sagt, sie suchen doch schon Masseure in der Schweiz. Wäre auch eine Möglichkeit, wenn alle anderen Stricke reißen, mal wieder ein halbes Jahr zu massieren! So ein nettes Hotelchen in Zermatt oder Gstaad oder Davos? Ich kann jetzt wieder laufen, übrigens, aber habe mir definitiv eine Bänderdehnung zugezogen, die Supination geht deutlich widerstandsloser als mit dem anderem Fuß.

In dem Artikel über Prostitution in Zürich stand auch, dass Deutsche auf Machtspielchen stehen würden und Schweizer werden ganz wild bei Urinsex. Kann einen das verwundern? Mich nicht. Ein Jahr Schweiz haben mich schon dazu gebracht, mich wie ein Sexualverbrecher vorzukommen, wenn ich es nicht zu einem Häuschen schaffe, sondern einen Busch aufsuche, wie gewohnt. Ich entblöße ja meine Genitalien in der Öffentlichkeit! „Das Urinieren auf öffentlichem Grund ist verboten“ in der Schweiz und wahrlich, ich kann mich nicht entsinnen, hier je öfter jemanden gesehen zu haben, der das tut! Dazu passt auch die Pinkelepisode, die ich frisch erzählt bekommen habe, Kollege war kurz vorm Blasenplatzen und suchte sich nachts eine geeignete Stelle, nur Gras und Mauer – da kommt SOFORT ein Securitasheini und zeigt ihn prompt an, verzeigen, wie es ja in der Schweiz heißt, er kriegt tatsächlich Anruf von der Polizei und muss sich rechtfertigen, dass er ein Taxifahrer ist und dass es schon beinahe ein medizinischer Notfall war – er muss tatsächlich lange auf sie einreden, bis sie die Sache fallen lassen. Also, wen nimmt es Wunder, dass es dem UBS- oder CS-Banker bei seiner Edelgespielin am liebsten einer mit Natursekt abgeht?

Das Pendeln wird immer unerträglicher, jetzt wo auch das Semester angefangen hat, man kriegt schon morgens ab Bern kaum mehr einen Sitzplatz und Ruhe herrscht auch nicht mehr. Das Tram ist unerträglich voll und im Bahnhof rennt man sich nur über die Füße. Es wird wohl nichts werden mit Fribourg und auch nicht mit nach Genf pendeln. Nun brechen auch noch die Pappnasen hier ihre mir mündlich gegebene Zusage, dass ich hier bis Ende März wohnen bleiben könnte, weil auf einmal jemand auf der Matte steht, den die beiden kennen – ich, der ich nur solange willkommen war, bin wieder auf Wohnungssuche! Gerade jetzt wo ich das GA habe! Tja, Generation Egoismus halt.

Täglich hin und zurück Fribourg, Bern, Olten, Zürich

Glückwünsche der Schweiz zur Berner Wahl! Zwei recht vielversprechende Neuzugänge im Bundesrat, die eine, SP, im Verbraucherschutz tätig, der andere (FDP!) spricht sich dediziert gegen die Boniabzocke aus! Auch die Frauenmehrheit kann dem konservativem Land nur gut tun, nachdem das Frauenwahlrecht so lange auf sich hatte warten lassen.

„Der Papi heiratet jetzt die Mami“. (Ich durfte das holde Antlitz nicht zeigen, nur so durfte ich ein Foto machen.)

Tja, da tut es auch ein Taxi. Aber ein gutes Omen – die Braut fährt niemand anderes als Europas taxifahrender Schriftsteller!

Donnerstag, 23.9.10

Einmal etwas Gutes, das die Schweiz nicht kritiklos alles von D. übernimmt. Das Strafrecht wird nicht wie in D. um einen Stalkingparagraphen ergänzt, denn bisher musste der Anzeigende nachweisen, dass eine Nötigung stattfand, heute muss in D. aber der Angezeigte nachweisen, dass KEINE stattfand. Und das öffnet hysterischen Zicklein Tür und Tor sich vor Lösung ihrer Probleme zu drücken und stattdessen die Justiz zur Regelung ihrer Privatangelegenheiten springen zu lassen!

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Die-Parallelgesellschaft-/story/29169325 Interessanter Artikel über die ultraorthodoxen Juden in Zürich

Die Flughafenverteidiger sind da! Es wurden endlich Maßnahmen gegen die deutsche Invasion beschlossen!

Die Leute die ich da abhole sind wirklich auf dem Businesstrip pur. Dollarzeichen in den Augen wie bei Dagobert Duck.

Aber es gibt auch ehrliche Leute dort, habe ich doch mein GA eine Woche und schon lasse ich es liegen! Aber ich kann es bei der Pforte UBS Opfikon abholen und mir so 30 Stutz sparen!

UBS und Ökotaxi – passt das?

Die Aare bei Bern, normalerweise leuchtend blau – traumhaft schön, gerade zum Reinspringen!

Das Eisenbahnnetz in der Schweiz, seit einem Jahr ist sie nun meine Heimat. Und ich sage, zwischen Deutschen und Deutschschweizern gibt es bei Weitem mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede! Und so wie die Schranken der Nationalstaaten weiter fallen werden, werden beide Kulturen sich weiter nähern, genauso wie sich die Romandie und Frankreich weiter nähern wird.

Zone für Familien und dumme Bärlis, die zu blöd sind um mit Frauen umzugehen und zu verträumt um es bisher zu etwas gebracht zu haben und deswegen keine eigene Kinder haben und schon mal mit fremden rumschäkern.

Freitag, 24.9.10

Bauarbeiten im Hotel gegenüber. Mir bleibt nix erspart.

Dienstag, 14.9.10

Die verschollenen Einträge sind wieder da! Irgendwie ist da ein Softwarefehler, denn sie haben sich in so einer Art Parallelmenü versteckt, (wahrscheinlich weil ich zu viel über Parallelwelten schreibe). Jedenfalls, hier sind sie nun wieder.

Wenn Männer nicht erwachsen werden wollen: Claudine T., 37, Grafikerin aus Zürich, befindet sich in ebendieser Situation. Dass sie noch kein Kind hat, liegt, wie sie sagt, am «fehlenden Vatermaterial». Sie erzählt von Männern, die beruflich durchaus erfolgreich sein können, aber irgendwie mitten in der Adoleszenz stecken geblieben sind. Die sich immer noch mit dem größten Vergnügen jedes Wochenende betrinken, im Rudel versteht sich, stundenlang kiffen, fernsehen oder Computerspiele spielen. Deren Wohnung immer noch dem Provisorium aus Studentenzeiten ähnelt, in dem es keinen Staubsauger gibt. Und bei den ganz schweren Fällen kommt Mama vorbei und putzt und wäscht und entsorgt die leeren Bierflaschen. Verbindlichkeit? Verpflichtung? Verantwortung? Bei diesen Begriffen ergriffen sie die Flucht, sagt Claudine T. «Sie sind nicht einmal in der Lage, am Montag zu entscheiden, was sie am Freitagabend machen. Sie wollen sich nicht festlegen, auch nicht auf eine Frau. Sie wollen sich alle Optionen offenhalten. Und so machen sie das mit ihrem ganzen Leben.» Er beschreibt ein Geschlecht, dass gefangen ist in der Bubenwelt und unfähig zur Selbstreflexion, das sich weigert, erwachsen zu werden, weil es vor allem eines will: unverbindlichen Spass haben. Frauenkontakte beschränken sich auf One-Night-Stands, länger dauernde Beziehungen werden als Einschränkung der Freiheit empfunden. Und das mit Mitte dreissig, in einem Alter, in dem ihre Väter sich bereits mit Hypotheken, einer mehrköpfigen Familie und Schwiegereltern herumschlagen mussten.  Der Hauptgrund, weshalb Männer sich weigerten, erwachsen zu werden, sei schlicht und einfach der, weil sie nicht müssten. Weil sie es seit ihrer Kindheit in den Siebziger- und Achtzigerjahren gewohnt seien, dass Buben halt einfach Buben seien, von denen man nichts erwarte, während Mädchen schon viel früher lernten, Verantwortung zu übernehmen. Und Kimmel sagt es so: «Diese Buben wurden für jeden normalen Entwicklungsschritt gelobt, als seien sie Mozart.» Bei Gott, also jetzt mal ernst, das habe ich erst vor einer Weile mitgekriegt, in der Kletterhalle, als mein Bruder und ich, wir zwei halbe Kletterkünstler, die deshalb so ehrgeizig wurden, weil wir in der Kindheit nur runtergeputzt und niedergemacht wurden von unserem Vater (wo es nur zwei Götter im Olymp gab, das war der Herrgott und mein Vater, der grosse WK-2 und Gulagveterane (und Atheist dazu)). Der Bub setzte nur einen Fuss auf einen weiteren Tritt und die Mutter brach schon geradezu in Spasmen von Lob-Orgasmen aus, dass uns ganz anders wurde! Toll so weit, der Artikel, nur leider mal wieder sexistisch und männerdiskriminierend. Junge Frauen sind nicht besser, nur anders gestört.

Montag, 13.9.10

Heute keine rote Markierung, endlose Hausarbeit und seit 2 Stunden sitz ich an einem Schrieb wegen der Busse. Ich werde sie morgen hier posten und auch noch ein Schreiben wegen Sponsoring Toyota. Ja, ich weiß, der Leser will lieber erotische Geschichten, aber, liebe Leute, es gibt keine bei mir. Es gibt nur Frust, harte Arbeit und Schnufftier-hinterher-Rennen. Das Leben eines bisher erfolglosen Schriftstellers eben, wie es Zigtausende andere auch führen. Nur, dass wir die Leute eben mehr mit unseren Leiden nerven als andere, aber das liegt am Metier.

Ich lach mir einen Ast, der wildgewordene Bieler Rentner hält die gesamte Polizei der Schweiz auf Trab und blamiert sie bis auf die Knochen. Nun auch noch das: Der 68-jährige Vaudois, der seit dreissig Jahren in Biel wohnt, befand sich am Donnerstagabend kurz vor 23 Uhr auf einem Abendspaziergang, als ein weisser Mercedes abrupt neben ihm hielt. «Ein Rambo sprang heraus und schrie auf Deutsch, ich solle mich hinlegen», erzählte Feller der Zeitung «Le Matin». Und weiter: «Er ist bewaffnet, vermummt. Er ist sehr nervös. Er zittert mehr als ich. Weil ich nicht schnell genug reagiere, hechtet er mich an und drückt mich zu Boden. Dabei hält er mich mit einem Arm fest am Nacken». André Fellers Gesicht wird beim Einsatz am Boden aufgeschürft. «Ich gleiche dem Gesuchten ja nicht einmal», sagt Feller zu Tagesanzeiger.ch/Newsnetz. Kneubühl ist laut Beschreibung der Polizei 2 Meter gross, hat weisse Haare und ist Brillenträger. Feller misst 1.80 Meter, er hat graue Haare und trägt keine Brille. Doch obwohl Feller dem gesuchten Kneubühl nicht ähnlich sieht und nur Französisch spricht, nahm ihn der Polizist, ein «Zürcher Rambo», fest und brachte ihn auf den Posten in Biel. Und natürlich, auch das sensible Verhältnis Deutsch-Schweizer und Romandes leidet wieder einmal, die Teuto-Rambos aus Zürich – sie haben wieder mal ihren Ruf bestätigt! Auweia!

Was in der Wohnung von Sabine W. in Schwetzingen passierte, schilderte Kachelmann so: Als er am späten Abend des 8. Februar deren Wohnung betreten habe, sei die 37-jährige Frau bereits ausgezogen gewesen. Sie habe Reizwäsche angehabt, in den Händen habe sie Handschellen und eine Reitgerte gehalten. So sei es praktisch immer gewesen, wenn sie miteinander Sex gehabt hätten.

Schon habe ich den ersten Romande genervt und zwar den Filialleiter vom hiesigen Interdiscount, bei dem ich solange mit meinem defekten DVD-portable auf der Matte stand, ca ne marche pas, bis er mir heute ein Neues gab.

Dem berühmt-berüchtigten „senk ju vor träwelling“ droht das Aus – zumindest auf einigen Strecken: Die Deutsche Bahn hat angekündigt, künftig weniger Ansagen ins Englische zu übersetzen. Der Fahrgastverband applaudiert. Berlin – Im ICE verdreht mancher Fahrgast schon die Augen, wenn sich der Zugchef über Lautsprecher meldet. Kurz vor dem nächsten Halt verkündet er die Anschlussverbindungen – erst auf Deutsch und dann noch einmal auf Englisch. Künftig will sich die Bahn kürzer fassen und den Reisenden unterwegs mehr Ruhe gönnen. Mehrsprachige Durchsagen sollen „auf Strecken und Bahnhöfe konzentriert werden, wo internationale Gäste unterwegs sind“, kündigte Bahnchef Rüdiger Grube in der „Wirtschaftswoche“ an. Denn lange Wortmeldungen nerven vor allem treue Vielfahrer, wie Fahrgastvertreter monieren. Eingeführt hatte der bundeseigene Konzern die englischen Durchsagen – über deren Aussprache sich manch ein Passagier auch amüsierte – auf Schienen und an größeren Stationen 2006 zur Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Danach wurde es für ICE, Intercity und Eurocity beibehalten, da die Resonanz während der WM positiv war, wie die Bahn damals feststellte. Davor gab es Extra-Ansagen auf Englisch nur in Fernzügen auf internationalen Strecken und vor Flughafenbahnhöfen. Dass künftig wieder weniger mehr ist, begrüßt der Fahrgastverband Pro Bahn. „Die Leute werden bei häufigen Halten durch viele Ansagen genervt“, sagte der Vorsitzende Karl-Peter Naumann am Montag. Daher sei es richtig, die englischen Texte „auf ein vernünftiges Maß“ zu reduzieren. An großen Haltestellen wie den Hauptbahnhöfen in München oder Köln sollten Reisende weiterhin auf Englisch begrüßt und etwa auf das Bordrestaurant hingewiesen werden. Bei Störungen sei dies ebenfalls ein notwendiger Service. Wenn der Zug aber zum Beispiel auf Bochum Hauptbahnhof zurolle, sei es doch überflüssig, statt „nächster Halt“ auch noch „next stop“ dazuzusagen. „Das verstehen ausländische Reisende mit deutschem wie mit englischem Vortext“, sagte Naumann. Jenseits großer Umsteige-Bahnhöfe wie Berlin oder Frankfurt am Main Hauptbahnhof brauche es an Stadtteil-Stationen wie Berlin-Gesundbrunnen oder Frankfurt-Süd eigentlich auch keinen Sonderhinweis. An kleineren Orten, in denen viele Touristen aussteigen, sei dies aber wieder sinnvoll. Zu einem Klassiker unter Bahnfahrern hat es die Abschiedsfloskel „Thank you for travelling with Deutsche Bahn“ (Danke für Ihre Reise mit der Deutschen Bahn) gebracht – in leicht spöttischer Form sogar als Buchtitel „Senk ju vor träwelling“. Doch das dürfte bald seltener erklingen.

Ich glaube, Deutsche sind auch deshalb viel änderungsfreudiger als Schweizer, weil sie viel schneller genervt von etwas sind. Wenn ich auf Deutsch, Französisch und Englisch hinter einander mir anhören muss, dass der nächsten Halt Bern oder Berne oder „Börn“ ist, dann frag ich mich doch wirklich, wer so blöd sein kann, dass er das nicht auch kapiert, ohne das er auch nur eine dieser Sprachen spricht. Aber der Schweizer erträgt´s stoisch und im Grossen und Ganzen ohne zu maulen. Nur die dünnnervigen Dütschen DIE HALTEN DAS mal wieder NICHT AUS, DIE WERDEN irgendwann noch WAHNSINNIG: W A H N S I N N I G!!!!!

Sonntag, 12.9.10

Auch dieser Tag wird rot markiert, weil heute hatte ich das hübscheste Girl an Bord, in dem ganzen Jahr in Zürich! So jung, so blond, so herzig Schwiizerisch! Mein Gott, tut das gut, wenigstens mal ein wenig flirten zu können, auch wenn diese junge Dame ohne Zweifel wohl zu denen gehören könnten, die mindestens 20.000 im Bezirk Paradeplatz machen. (Pro Mal)

Auf der Rückfahrt aber dann ins Familienabteil hineingeschaut – hmm, das kribbelte und krabbelte da aber gar so hold! Es plapperte und trappelte und schaute gar so niedlich drein, dass man wirklich sagen muss, wohl dem der ein holdes Schnufftier errungen und mit ihr eine Schar kleiner Krabbeltiere aufziehen kann! Das scheint mir eine gar feine Weis´ sein Leb´ zu gestalten! Da können die 20jährigen aber hinten anstehen, denn dafür bevorzuge ich deutlich 30jährige.

Hallo lieber Leser, ich möchte hier auch wieder mal was einstreuen. Nur weil ich vorzugsweise auf Streu gehalten werde, braucht keiner zu glauben ich könnte nur Männchen machen. Das ist es ja eigentlich auch, es gibt ja viele Arten Männchen zu machen und Mensch scheint immer noch nicht ganz zu kapieren, obwohl ich ihn nun seit 9 Jahren versuche zu dressieren, dass es eine Art Männchen zu machen gibt, die will, dass die Hand entgegengestreckt wird zum ausgiebig Schlecken und eine andere Art, die kurz auffordernd schleckt und dann energisch mit der Schnauze in den Futternapf weist. Das ist doch eigentlich nicht schwer zu verstehen oder? Es heißt, Mensch, mach mir dieses ungenießbare Zeugs raus, das wir dann immer mühsam aussortieren und mach neues Futter rein, auf das wir uns wieder die Leckerbissen raus suchen können. Aber Mensch ist ja immer zu beschäftigt seinem Schnufftier hinterher zu rennen und zu meinen, die Welt hätte noch auf seine literarischen Ergüsse gewartet. Hätte er mal lieber fertig studiert, Frauen wollen Sicherheit und keine Traumtänzer. Ich bin ja auch ein Weibchen und ich hatte 12 Kinder groß zu ziehen!

Samstag, 11.9.10

War heute in Genf und bin 4 Stunden mit dem Fahrrad dort rumgefahren. Traumhaftes Wetter! Ich lade nur eine kleine Auswahl Fotos auf, es ist immer sehr viel Arbeit, die mir eh keiner dankt und ich bin sehr müde. Eins aber noch, das machen auch nur Deutsche: ich sitze völlig und ganz alleine im Zug in den beiden Vierersitzen, dann kommt sie, Deutsche, her mit einem Kinderwagen und stellt ihn so, dass neben mir ein Viererabteil KOMPLETT belegt ist, setzt sich gegenüber und lächelt mich an. Dann kommt ihr Mäc auch noch und setzt sich direkt neben mich, so dass ich richtig Platzangst bekomme, aufstehe und in den Gang verschwinde. Lasst keine Teutonen mehr ins Land!!!!

Genf ist natürlich ´ne kleine Ecke internationaler als die Banker und Bünzlistadt Zürich.

Man sieht warum diese Strasse Rue du Montblanc heisst – man fährt direkt auf ihn zu

Ich zittere vor Wut über diesen Straßenräuber, der von mir 40 Franken will. Er wird sie nicht kriegen! Dies wird meine längst überfällige Abrechnung mit der Stadtpolizei Zürich, Abtl. Taxiunwesen. Seit nun fast einem Jahr quäle ich mich durch Staus, monströs entartete Baustellen, Einbahnstraßen, Sackgassen, Abbiegeverbote, Schweller und andere künstliche Verkehrsbehinderungen, Tempo 30, überall Blitzer, entartet viele Zebrastreifen, an denen man völlig widersinnig und unlogisch mal anhalten muss und mal nicht, unklaren Vorfahrtsregelungen, generelle Vorfahrt für Tram und Bus, Ampeln mit roter Welle, bin zu Tode genervt wegen völlig unsinnigen Bünzlivorschriften, verdiene nix, weil die Stadt die Lizenzen nicht an den Markt koppeln will, nur was von „der Markt regelt sich selber faselt“ und vor allem weil viele ausländische Kollegen aufgrund Ausländerbonus (gilt nicht für Deutsche) nicht ausreichend geprüft werden, sich nicht auskennen, kein Deutsch können und keine Sitten und Manieren haben und nun soll ich auch noch 40 Franken zahlen, weil ich auf einem Parkplatz wie immer EWIG auf einen Auftrag habe warten müssen! Tachoscheibe – lächerlich! Arbeitszeitkarte – lächerlich! Fahrtenblatt – lächerlich! Die Banker werden gehätschelt in dieser Stadt! Die Nutten, die für sie da sind, werden gehätschelt in dieser Stadt! Sozialhilfe- und ALG-Empfänger werden gehätschelt in dieser Stadt! Der ÖV sowieso, wobei ich das wenigstens verstehen kann – aber Taxifahrer? Werden drangsaliert und gequält und verachtet und beleidigt und beschimpft und angehupt und ausgesaugt, das es nur so eine Art hat! All das bekommen die von mir schriftlich! Und auch, wie das Beispiel England zeigt, wie es auch anders gehen kann. Aber heute schnapp ich mir erst mal das Fahrrad und fahre mit dem Zug nach Genf.

Freitag, 10.9.10

«Zürich ist im Ausland für zwei Dinge bekannt», sagte Paolo, ein Möbelhändler aus Mailand, während er Bratwurst am Bellevue ass. Erstens? «Die silbernen Toilettenhäuschen, die aussehen wie Tempel. Warum baut ihr Schreine für eure Ausscheidungen?» Und zweitens? «Die Frauen.» Nirgends sei es so einfach und erst noch legal, um 23 Uhr ein sechzehnjähriges Mädchen aufs Zimmer zu bestellen. «Nirgendwo sonst in der Welt wirst du am Flughafen mit einem grossen Plakat eines teuren Bordells namens Aphrodisia begrüsst. Eure Edelnutten — das ist Zürichs wahre Sehenswürdigkeit. Ich kenne Geschäftsmänner, die innerlich jubeln, wenn sie Sitzungen in Zürich haben. Denn anders wie in Paris, werden sie von ihren Ehefrauen nicht begleitet, da Zürich als bieder gilt. So haben die Männer freie Hand.»

Ich habe mich noch mal mit einem Ami unterhalten, NYC ist genauso autofahrerfeindlich wie Zürich, aber die Taxis sind die Kings. KEINE STADT DER WELT IST SO FEINDLICH TAXIFAHRERN GEGENÜBER UND HAT DAS GEWERBE SO KAPUTTGEMACHT WIE ZÜRICH! Den Nutten geht es hier bestens, aber den Fahrern…?

Mittwoch, 8.9.10

Also, ein wichtiger Vorentscheid, ich habe mich jetzt mit einem Generalabo zu weiterem Pendeln verpflichtet, denn es geht mindestens vier Monate, sonst Vertragsstrafe! Auch werde ich wohl hier nicht wohnen bleiben, weil es mir unterm Strich nicht so sonderlich gefällt, (heut nacht haben wieder Besoffene gegröhlt!!) sondern dann zum Januar etwa in Genf oder Umgebung suchen! Es ist also ziemlich sicher, dass ich hier nicht Taxi fahren werde, sondern ab nächsten Mai in Genf!

Der deutsche Staatspräsident Christian Wulff ist zu seinem Staatsbesuch in der Schweiz eingetroffen. Gemeinsam mit seiner Frau Bettina verliess er auf dem Flughafen Zürich die Regierungsmaschine AB310 Er soll mal keine Airporttaxi nehmen, die können shit nicht von shine unterscheiden! Ach so, Herr Wulf macht sich ja nicht gemein mit dem Volk. Das muss ja Her Gauck weiterhin, der nicht gewählt worden ist. Na, ob der aber peinliche Schmeichelein von sich gegeben hätte, wie: „Man kann von der Schweiz einiges lernen: Das Klima für Neues, die Neugier, Neues zu kreieren.“ Lob du mal die Berge, Chrissi, wenn du in keinen Fettnapf treten willst, hier gibt es kein Klima für Neues. Ein konservativeres und bisweilen verschnarchteres Land als meine derzeitige Heimat gibt es wohl kaum so schnell wo anders. Na, aber die Doris wird ja auch nur Nettigkeiten zurückgeben, was man hier aber wirklich meint sagt dieser Kommentar im Tagi z.B. aus: Was viele meiner Freunde aus Deutschland über ihr Land aktuell denken will ich aus Höflichkeit gegenüber dem Gast verschweigen.

Merkel ehrt diesen Mann persönlich und nimmt damit mutig Stellung, wie ich verblüfft anerkenne: Der dänische Mohammed-Karikaturist Kurt Westergaard sieht den Islam sehr kritisch. «Nach meinem Empfinden kann man den Islam nicht mit dem Christentum vergleichen. Es ist keine sympathische Religion, sondern in vielerlei Hinsicht eine reaktionäre Religion», Richtig. Ich bin zwar genauso wenig ein Freund der „Sekte“ (katholische Kirche), aber die Zeiten, wo man für solche Äußerungen auf den Scheiterhaufen kam, sind Gottseidank vorbei. Nun ist auch der Islam aufgefordert endlich das Mittelalter hinter sich zu lassen!!!!

Gaddafi wütend auf Deutschland. Wieder zwei „Geiseln“. Nun kann man gespannt seien, ob Libyen das mächtige D. genauso wie einen international isolierten Zwergstaat behandelt!

Eine Umfrage zeigt, dass das umstrittene Bundesbank-Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin auf viel Verständnis in der Bevölkerung trifft. Auf welchem Planeten leben Politiker bei uns eigentlich? Und – ein Islamist kann in Genf die Steinigung preisen und kann nicht ausgewiesen werden, während in Teheran Leute mit prowestlichen Äußerungen vom Tode bedroht sind.

Normalerweise sind Beiträge in MSN immer grottenschlechte Aufhänger, die damit gekoppelte Werbung aufzumachen. Manche Beiträge sind aber richtig gut, wie hier – die besten Filmklischees. Nur bei mir, eine Auswahl derer, so dass man sich sparen kann durchzuklicken und jedes mal die Werbung mit aufzumachen. (Wartet bis hier mal alles voller grüsiger Werbung ist. Das sind dann natürlich wichtig Produktinfos, die ich euch bitte anzuklicken.) Versehen sind sie zudem einige mit weisen Kommentaren des großen Vorsitzenden! Geht im Film jemand einkaufen bzw. kommt mit Einkäufen nach Hause, werden diese erstens immer in braunen Papiertüten sein, die bis obenhin voll sind und zweitens schaut immer ein Baguette aus der Tüte. Als Alternativen werden aber gern auch Porree oder Möhren sichtbar./Der Barkeeper – eine immer wieder gern genommene Figur in der Filmgeschichte. Das Geschirrtuch auf der Schulter putzt der Barkeeper die Gläser – oder auch mal den Tresen. Da machen selbst Barkeeper in Zeichentrickfilmen keine Ausnahme./ Ein Wunder! Spielt eine Filmszene in Paris, dann wird aus jedem Fenster oder am Ende der Straße der Eiffelturm zu sehen sein./ Ein Schiff sinkt im Film immer nur nachts – das ist dramatischer. Und natürlich wirkt das Feuer viel besser, wenn der Hintergrund dunkel ist. So auch in „Todesstille“ von 1988. Konnte allerdings ein Passagier überleben, so wird er mit Sicherheit bei Tag auf der vielzitierten einsamen Insel landen. Tom Hanks konnte das 2000 in „Cast Away“ am eigenen Leib erfahren./ Trinken Polizisten auf der Wache Kaffee, so werden sie mit Sicherheit eine Bemerkung darüber machen, wie schlecht die braune Brühe wieder schmeckt. Dass sie ständig Donuts und asiatische Nudelgerichte aus Pappbechern essen, gehört sowieso schon zum Bild des Klischee-Polizisten./ Bösewichte stehen immer wieder auf. Selbst wenn der Held glaubt, den Bösen (oder die Böse) nun endgültig ins Jenseits befördert zu haben, wird dieser wieder aufstehen – und zwar genau dann, wenn der Gute ihm den Rücken zudreht. Und: Nicht nur im Western immer wieder gern gesehen: Egal, wie viele Kugeln den Bösewicht treffen, er wird nicht einfach umfallen und liegen bleiben. Nein, er wird erst noch einige Schritte gehen, zurückschießen und noch ein schlaues Sprüchlein von sich geben – und dann erst umfallen./ Insbesondere in älteren Filmen wird beim Autofahren immer hektisch am Lenkrad gedreht. Auch wenn die Straße nur geradeaus geht, lenkt der Fahrer wie wild nach rechts und links – das Auto bewegt sich aber trotzdem nur geradeaus. Sic! Eine sehr wichtige Requisite im Film. Denn wann immer jemand verfolgt wird oder sich verstecken muss, schaut er ängstlich durch eine Jalousie – natürlich ohne bemerkt zu werden./ Immer schön der Reihe nach: Wird der Held von mehreren Angreifern attackiert, so warten diese zumindest immer brav ab, bis ihr Vorgänger vom Helden unschädlich gemacht wurde – erst dann macht sich der nächste Gegner dran, den Helden zu attackieren. Das frage ich mich noch wirklich schon so lange wie ich Aktionfilme schaue, wie können die Leute so blöd sein und nicht gleichzeitig attackieren? Inzwischen sollte es aber durch die Tricktechnik möglich sein, siehe Matrix und Riddick, die Helden oder Bösewichter sind so schnell (oder können gleichzeitig an zwei Stellen sein) dass sich die Gegner wie in Zeitlupe bewegen, so können sie immer noch für den Zuschauer sichtbar einzeln abgefertigt werden, auch wenn sie nicht Marken ziehen um sich anzustellen. /Auch hier fragt man sich doch immer wieder, ob der Bösewicht wirklich so leichtsinnig oder einfach dämlich ist. Denn immer, wenn er den Helden endlich erwischt hat und kurz davor steht, ihn nun zu töten, wird der Bösewicht ihm noch haarklein erzählen, was sein perfider Plan ist und wie er ihn in die Tat umsetzen wird. Das gibt dem Helden allerdings die Möglichkeit, den Bösewicht zu überlisten, doch noch der eigenen Ermordung zu entkommen und dem Bösen ein Ende zu setzen. Das habe ich in der Tat nun schon so oft gesehen, dass ich mir geschworen habe, niemals so einen schlechten Plot zu verwenden. Oder aber ihn zu persiflieren!/ Spielt ein Obdachloser eine Rolle oder bildet auch nur die Kulisse im Film, so hat er immer einen Einkaufswagen mit seinen Habseligkeiten dabei, den er durch die Straßen schiebt. Sic!/ Wenn Mann und Frau gemeinsam in ein Hotel kommen und zwei Einzelzimmer buchen wollen, wird es natürlich nur noch ein Doppelzimmer geben – das einzige freie Zimmer in der gesamten Stadt./Frauen oder Mädchen (Sekretärinnen) Spielt im Film ein Speichermedium, zum Beispiel eine CD, eine Rolle, auf der sich hochgeheime oder lebenswichtige Daten befinden, gibt es niemals eine Sicherungskopie./ Wer in einer Großstadt ein Taxi benötigt, hat ganz einfach und schnell durch Handheben Erfolg. Außer es regnet oder man wird verfolgt. Dann hilft auch Handheben nicht … Diese letzten drei Beispiele zeigen, wie der Plot die Handlung diktiert. So wie es der Autor oder Regisseur eben haben will! Will er die Lovestory vorantreiben, so gibt es keine Einzelzimmer. Knutschknutsch. Und selbstverständlich, ob CD oder sonst ein Requisit um das sich alle balgen, es ist immer ein besonders und ultimativ unersetzliches Requist! Und letzteres – na ja, das Taxi ist immer gut eine Szene auszuleiten, die Lovestory soll eben nicht so schnell vorangehen, sondern ist Spannungselement, die beiden verabschieden sich und NATÜRLICH HÄLT SOFORT EIN TAXI ODER ES STEHT EINS schon DA. will man aber das Geschehene dramatisieren, die Person als vom Pech, Unglück oder bösen Männern verfolgt darstellen, schon ganz oft gesehen: KEIN SCHEISSTAXI ist DA ODER ES HÄLT EBEN EINFACH NICHT: das Unglück kann eben so weiter seinen Lauf nehmen./ Kommen Tiere ins Bild, geben sie immer einen Laut von sich. Die Katze miaut, das Pferd schnaubt, der Hund bellt – so weiß der Zuschauer wenigstens auch ganz sicher, welches Tier grad die Filmszene betreten hat. Das wirkt wirklich ein wenig wie frisch von der Filmaka. Eine Katze kommt ins Bild, miau. Ich meine, der Zuschauer soll doch noch mitbekommen, dass da eine Katze plus Tiertrainer im Budget drin ist auch wenn er gerade soeben wahrgenommen hat, er braucht für diesen Film doch keine 3D-Brille./ Schülerinnen) mit dicken Brillen und unschönen Frisuren sind eigentlich sehr attraktiv – sie müssen nur richtig gestylt werden. Prinzipiell werden Frauen, aber auch Männer in Filmen mit dicken Hornbrillen hässlich gemacht, wenn sie eine Wandlung durchmachen. Nehmen sie diese ab und hören auf unsicher zu spielen, schauen auf einmal selbstbewusst… wow!/ Wenn ein Paar im Bett liegt, so haben sie meist eine ganz besondere Form der Bettdecke: Auf der Seite der Frau geht sie immer bis über die Brust, beim Mann höchstens bis zum Bauchnabel. Sehr praktisch, so eine L-förmige Decke … Nun, in französischen Filmen sind beide ja immer prinzipiell nackt, aber in amerikanischen! Besonders peinlich Amy Smart im Butterfly Effect, die von Multiorgasmen schwärmt – wobei aber offensichtlich der Sex durch ein Bettlaken stattgefunden haben muss!/ Müssen Polizisten bzw. ein Sondereinsatzkommando in ein Haus eindringen, so werden sie immer das Schloss aufschießen – denn verschlossene Türen lassen sich mit einem einzelnen gezielten Schuss öffnen. Ich kann mir gut vorstellen, dass man in Echt auf das Schloss schießt und von Splittern im Auge getroffen wird. Oder aber vom Abpraller verletzt wird. Oder das Scheißschloss geht einfach nicht auf. Wäre doch mal eine gute Szene für Film wie nackte Kanone oder nicht? Er schießt und schießt, wird immer mehr von Splittern und Abprallern getroffen und zum Schluss, wenn das Magazin leer ist, öffnet der Böse die Tür und haut ihm mit der Bratpfanne ko.

Dienstag, 7.9.10

Au weia. Innerhalb von wenigen Stunden 161 Kommentare. Und das ausgerechnet jetzt, kann man schon sagen. Zeigt der Islam, dass er sich noch in der „Stein“zeit befindet? Oder wollen einige Islamisten selber gesteinigt, bzw. gelyncht werden. Es sieht langsam so aus, als ob es bald so weit kommt. «Die Steinigung hat abschreckende Wirkung» Von Monica Fahmy. Aktualisiert vor 2 Minuten 161 Kommentare Hani Ramadan, Direktor des Islamischen Zentrums in Genf, findet das Steinigungsurteil gegen die Iranerin Sakineh Mohammadi Ashtiani nicht weiter schlimm. In einem Zeitungsinterview erklärt er die Gründe für seine Haltung.

Aus lauter Wut, dass er nicht mehr Geld kriegt lässt es Maurer ordentlich orgeln in der Luft. Die deutschen Invasoren kriegen schon ordentlich Angst.

Geld macht einer Studie zufolge glücklich – aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Die Lebensqualität für einen Haushalt steigt bis zu einem Jahreseinkommen von 75’000 Dollar (knapp 60’000 Euro) immer weiter an, danach macht mehr Geld das Leben nicht mehr besser, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie der US-Universität Princeton hervorgeht. Die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben und das emotionale Wohlbefinden steige zunächst konstant an, schreiben die Autoren. «Aber es gibt keinen weiteren Fortschritt nach einem Jahreseinkommen von rund 75’000 Dollar.» Das spricht mir so aus der Seele, ich habe mein ganzes Leben in bitterster Armut verbracht, mein Vater hatte zwar nicht schlecht verdient, aber das was letztlich bei mir ankam, waren eine Couch als Bettersatz, auf der ich dann schlafen musste. Als ich dann aber für mich selber hätte sorgen können, war es auch nicht besser. Faulheit, aber auch das Tragen des Päckleins aus meiner Kindheit, sowie „volksverhetzende Bedürfnislosigkeitsphilosophien“ (allesamt von Autoren aus der Oberschicht geschrieben, denen es nie an etwas gefehlt hat – gequirlte Scheiße also) und dann das Abrutschen Deutschlands in einen Zweiklassenstaat (für die, die nicht vorgesorgt hatten) – ich hatte nie Geld für irgendetwas, ich habe in Löchern gelebt und bin in löchrigen Schuhen umher gelaufen (obwohl es natürlich nie so schlimm war, wie die letzten 8 Jahre), ich kann nur sagen, so wie Scarlett in vom Wind verweht, natürlich eine Stufe weniger dramatisch: ich will nie wieder arm sein! Geld macht glücklich!!!! Darüber hinaus jedoch – was fängt man denn an mit der ganzen Kohle? (Ich hätte wohl nur ein schlechtes Gewissen.) Und das ist sehr wichtig, denn kein Mensch hat ein moralisches Anrecht auf mehr Kohle!!!!

Genf ist fest im Visier, ich werde womöglich nicht in Fribourg fahren, weil ich es hasse mich irgendwo anzudienern. Hier die Voraussetzungen: Les examens portent sur les branches suivantes : 1. Connaissance de la loi sur les taxis et limousines H 1 30 du 21 janvier 2005 (transport professionnel de personnes au moyen de voitures automobiles) et de ses dispositions d’application H 1 30.01 du 4 mai 2005. Epreuve écrite – Durée : 40 minutes pour 40 questions, soit une question par minute. 2. Connaissance de la topographie de la ville et du canton: Examen théorique sur la topographie notamment rues, hôtels, restaurants, établissements publics, salles de spectacles, cinémas, musées, églises, cliniques, consulats, sièges des organisations nationales et internationales. Epreuve écrite, Durée : 2 heures pour 120 questions, soit une question par minute. 3. Examen pratique : le candidat doit accomplir au moins trois parcours différents indiqués lors de l’examen par la sous-commission, suivant l’itinéraire le meilleur marché et savoir manier correctement le taximètre, Durée : 2 heures 4. Maîtrise des langues: rudiments de l’anglais , épreuve orale, Durée: 10 minutes environ Französischkenntnisse muss man vor der Prüfung mittels Sprachschulzertifikate nachweisen. Das Besondere ist eigentlich, dass die Prüfung nur einmal im Jahr stattfindet (11. Mai), wofür anscheinend dann Personal aus der Taxiszene herangezogen wird, was ja das Ganze eigentlich unzumutbar subjektiv macht) und der ganze Kanton Genf geprüft wird, deswegen dauert die praktische Prüfung auch 2 Stunden, obwohl man nur 3 Ziele hat, hier wird man aber auf Karte zurückgreifen können. (Wie bitter, das man dann nie in den Kanton hinauskommt, sondern eh nur wieder Omis ums Eck fährt)

Montag, 6.9.10

Ich bin ausnahmsweise auf der Seite der SVP! Es dreht sich um den Opernboss, der anscheinend für seine Wutausbrüche berüchtigt ist. Meine Frage also: wann? (soll heißen, wann wird er endlich gefeuert.) Spoerli sei zwar ein Künstler, und als solcher «quasi von Berufs wegen hochsensibel bis mimosenhaft», sagte der Sprecher. Doch Herr Spoerli sei auch ein staatlicher Funktionär – genau wie der Standesbeamte oder der Strassenreiniger. Schliesslich erhalte das Opernhaus eineinhalb Millionen Franken pro Woche vom Steuerzahler. Der Regierungsrat müsse Spoerli deshalb klarmachen, dass er seine Aufgabe «zur vollen Zufriedenheit des Zahlenden, also des Steuerzahlers erledigen muss». Dem Grünen Kantonsrat Hans Läubli (Affoltern am Albis) ging der Mimosen-Vorwurf deutlich zu weit. Als Geschäftsführer von Suisseculture, dem Dachverband der professionellen Kulturschaffenden, forderte er von der SVP dringend mehr Respekt vor Künstlern. Heinz Spoerli sei keineswegs eine Mimose, sondern habe richtig gehandelt. Es sei seine Pflicht, eine Vorstellung abzusagen, wenn diese nicht den Anforderungen genüge. «Er hat dem Publikum einen Gefallen getan.» Man kritisiere schliesslich auch nicht einen Schreiner, der sich weigere, einen unfertigen Tisch auszuliefern. Der Vergleich hinkt! Der unfertige Tisch ist ausgeliefert und nervt so bis in alle Ewigkeit. Eine Vorstellung, wo die Leuten schon sitzen wird in privaten und Laientheatern durchgezogen, so oder so, ob Öfen aufgestellt werden müssen oder ob der Regen so aufs Dach prasselt, das man kein Wort versteht, hab ich schon alles selber erlebt. (Die Öfen waren fürs Publikum, wir aber haben gefroren wie die Schneider) Und der Maestro kassiert EINEINHALB MILLIONEN FRANKEN PRO WOCHE Subventionen und bringt es nicht fertig von diesem Budget eine Vorstellung abzuliefern, die steht! Er geht – das ist die einzig tragbare Konsequenz. Ein anderer kann besser improvisieren.

2017 grüner dreck!

Höre nichts von meinem Nachfrager aus dem Internet. Er hat wohl gedacht, ich wäre so erfreut, dass er dann sogar noch unter Tarif fahren kann. Nun, unter 0 444 444 444 kann er sich jederzeit einen Fahrer aus 120 Ländern kommen lassen. Vielleicht ist ja auch einer dabei, der vom selben Planeten wie er kommt.

Sonntag, 5.9.10

MSN ist doch zu lustig. Unter 30 Dinge, die ihn abtörnen ist auch „wenn sie den Namen des Falschen stöhnt“. Ja, mein Gott, Frauen haben durch ihren Vorsprung im Multitasking eben an ein wenig mehr zu denken als Männer. Sie stehen morgens vor dem Kleiderschrank und haben schon einen mittleren Neuronensturm im Gehirn, während er sich noch mal schnell auf die andere Seite dreht und noch ne Runde ratzt. Da ist doch ein wenig Schußligkeit verzeihbar, oder? Umgekehrt, Tiger Woods, Ribéry, Rooney – die gehörnten Ehefrauen wollen nicht mehr länger schweigen! Mein Gott, stopft ihnen doch ´nen Knebel in den Mund.

Westliche Alpinisten klettern im Himalaja, während die Länder unter ihnen leiden. Na ja, wo sind sie denn sicherer vor Hochwasser, als auf einem Achttausender? Nein, im Ernst, ich bekenne mich genauso schuldig. Einen überflüssigeren Weltrekord wie den ich aufgestellt habe, kann es kaum geben. Aber was macht man denn nicht alles um bei den Mädels anzukommen? (2011: ich sollte mich nicht immer schlecht machen.)

2017: ich mache mich hier in einer Tour schlecht. Das hat sich geändert!

Alice Schwarzer berichtet vom Kachelmannprozess. Na ja, als Zeugin wird sie ja wohl kaum auftreten, es gibt Männer, die schon schreiend vor ihr davon rennen, bevor sie erst so richtig erkannt haben wen sie da überhaupt vor sich hatten. Ansonsten, genau das Richtige, Alice, um sich wieder einmal ins Gespräch zu bringen, nicht wahr?

Phil Collins hat „vor 8 Jahren gemerkt, dass er die Leute genervt hat“! Und wann krieg ich dann Schadenersatz, Phil? Aber, nein, du hast mir ja Mut gemacht, als ich zu singen angefangen habe. Ich hatte gewusst, selbst eine Quäkstimme kann Karriere machen!

Mit diesem uralt Lehrbuch aus den 60ern, dass ich mal geerbt habe, lerne ich Französisch. Ich habe jetzt schon den dritten Band durch, alle Lektionstexte, alle Wörter F. – D. und alle Wörter D. – F.! Nur die Grammatik muss ich noch machen, aber dann kann ich recht passabel F. Ich lerne so intensiv, dass ich mal wieder Mühe habe abzuschalten. Liege im Bett und kann nicht aufhören f. Worte zu assoziieren. Dann fang ich an zu zählen, um da raus zu kommen, neunundzwanzig, dreissig, trente-et-un, trente-deux… Aaargh!

Samstag, 4.9.10

Ich bekomme eine Anfrage per email, ob man mich ordern kann? Ja, das kann man sehr, sehr gerne, Fahrten, Eventfahrten, das Erzählen von Abenteuern, bei Einladungen ins Café, das Abklopfen von gemeinsamen erotischen Schwingungen – alles sehr willkommen bei mir. So sehe ich ja auch meine Zukunft, ich denke, das Fahren auf Umsatz ist bald vorbei und es beginnt das Abkassieren, pagare, prego! Ich will von A nach B, aber es soll nicht jeder kommen, sondern Europas taxifahrender Schriftsteller, der berühmteste Taxifahrer der Welt, muss es bitte schon seien? Gerne, ich eile diesen Wunsch zu erfüllen, aber kostet auch ´ne Kleinigkeit.

Alle schmähen den Sarazenenabkömmling, der sich gegen die Invasion seiner Nachfahren wendet, aber auf einmal ist das Thema eines. Die Wirtschaft braucht Arbeitskräfte, was danach kommt juckt die nicht. Unter jeder Eisenbahnschwelle in Amerika liegt eine Ire begraben oder – die Integration von Immigranten hat seit den Tagen der „Fremdarbeiter“ keinerlei Fortschritte gemacht, sucht´s euch aus.

Blaues Blut und weißes Sperma – das waren noch Zeiten damals im Kaiserreich. Unter dem Titel „Swingerclub im Grunewald“ präsentiert der Spiegel adlige Sauereien aus der Zeit des fin de siécle. Und beweist einmal mehr, Verfall der Sitten ist nix Neues, sondern der Mensch ist eben ein Sexwesen, das schlägt ja dem Fass der Schöpfung die Krone aus, wie es bei der Spezies Homo Sapiens menschelt. Nur, dass man heute eine so schöne Orgie der sich gegenseitig durchbohrenden Körper nicht mit Duellen beendet, wo dann diese Körper dann von Kugeln durchbohrt werden. Und einen Namen zieh sich mal einer rein, Zeremonienmeister Leberecht von Kotze – Herrjehchen, warum hat D. nur den Krieg verloren? Was braucht es Hollywood, waren wir Teutonen denn nicht unterhaltsam genug?

Amerika niest und die Welt hat den Schnupfen? Das war einmal, denn nun kommt das seidene Taschentüchlein aus China und alle Nasen sind wieder trocken!

„Pädo-Gefahr, SF ruft tausende Kinder an“. Auf Zambo.ch, dem neuen Jugendportal wird jeder Neue von speziell dafür eingestellten Mitarbeitern angerufen und kontrolliert, auf dass sich nicht ein Sex-Grüsi einschleicht. Wir haben einen solchen Anruf zu Schulungszwecken mitgeschnitten: „Hallo, hier isch´s Zambo.ch, bisch du au ä Chind?“ „Jaaa…“ „Wie heischä du… und wie alt bischä du… und bisch du a Buab otter ä Maidli?“ „I bin ä Maidli.“ „Duuuuuu, sagg ömal… hasch du a Hosi a otter a chlis Röckli?“ In diesem Zusammenhang, ein kleiner Denkansatz. Hat sich eigentlich einer mal überlegt, was diese ganze Pädohatz seit einigen Jahren gerade bei Kindern auslöst? Richtig, Angst vor Sexualität. Hier wird mehr traumatisiert als Traumen verhütet. Die ganze Welt ist voller dunkler, böser Männer, die die Hose runterlassen und mit einem Sachen machen wollen, die man aber nicht macht. Vor allem Mädchen lassen sich heute mehr Zeit mit dem ersten Sex als noch vor 5 Jahren. Zufall?

Freitag, 3.9.10

Heute habe ich die wahren Freuden der Pendlerhölle kennengelernt, bisher waren ja immer noch Schulferien, aber heute war der Zug zurück voll wie noch nie, ich lümmelte mit drei rachenkratzenden Soldaten im Eingang auf dem Boden und erfuhr Details über die Panzergrenadiere, ob ich sie ha wölle wisse, otter nöt. Und schon am Morgen quinze minutes en retard und zurück 8. Merde. Morgen mehr, ich habe eine Flasche Weißen aufgemacht und trinke auf alle kratzbürstigen Schnufftiere dieser Welt! Santé!

Donnerstag, 2.9.10

Natürlich musste die Bundesbank Sarazzin feuern, das Amt verträgt keine Indiskretionen, besonders natürlich keine Brandreden. Hier war das Maß natürlich übervoll. Kommt ihm, der anders als die Arbeitsmarktskonkurrenten gegen Migranten aber sehr weich fällt, dennoch gerade recht als Publicity für das Buch. 250.000 als Startauflage praktisch – es wird ihn zum Millionär machen. Seine Konkurrenten, die allesamt vielleicht noch ein wenig mehr Sachverstand haben, werden sich alle mal wieder kollektiv in den Arsch beißen. Provozieren macht Auflage in unserer Welt, nicht Kompetenz. Nur – wenn ich sage, Muslime lassen sich schlechter integrieren und das mit Zahlen und Fakten belege und dann von Muslimverbänden als Islamfeindlich bezeichnet werde – wer irrt da mehr? Ich selber würde sehr gerne mal in einem islamischen Land leben und es kennenlernen, vielleicht schaffe ich es ja mal, würde furchtbar gerne Arabisch oder Türkisch lernen.

Ja, so überquere ich also den Röstigraben. Viermal pro Woche, lege 300 km quer durch die Schweiz zurück, jedesmal.

Heute fahre ich Deutsche mit Doppelstaatsbürgerschaft, die in der Romandie zweisprachig groß geworden ist. Auch sie fühlt sich in der Deutschschweiz nicht wohl, berichtet genauso davon am Liebsten keine Unterhaltung irgendwo anzufangen! Indes, wir sind alle Schweizer, oder nicht? Das Heidi-Bild einer heilen Welt, hohe Berge und satte Weiden, wen spricht es nicht an? Wer möchte nicht hier leben, einen Zaun um das Land machen und die Idylle bewahren? Von dieser Warte aus versteh ich jeden Schweizer mehr als gut, das sei noch mal explizit erwähnt. Sehr viele Deutsche, die hier Fuß fassen, werden ja noch viel Schweizerischer als die Schweizer.

Es gibt nun keine Delegationen aus Japan mehr, sie kommen alle aus China. Und diese wirken wie die Japaner vor 50 Jahren. Steif, zurückhaltend, höflich, während man die Japaner heutzutage sofort von anderen Asiaten am Selbstbewusstsein, an der Lockerheit und am Humor unterscheiden kann. Sie wirken heute alle wie amerikanisiert!

Wer nix wird, wird Taxidisponent. Eine Gruppe von 10 Leuten, da schicken wir zwei 5-Sitzer, geht ja genau auf, nicht wahr? Kleiner Haken nur, es gibt nicht viele davon, da in Z. kein Zuschlag verlangt werden kann und ich werde von fast der Gloriastrasse an die UBS geschickt, die 20 Minuten Vorlauf gehen voll drauf für die 5 Kilometer Anfahrt. Hätt ich die gelyncht, wenn das wieder nur ums Eck gegangen wäre! Und selbstverständlich, wir sind beides Sechssitzer, Sechse steigen also beim einen Taxi ein und für mich bleiben natürlich nur vier, also hätte auch ein reguläres Taxi gereicht. Also, liebe Zentrale der Nummer Eins in Züri, 10 kann man aufteilen in 2 mal 5. Stimmt. Man kann es aber auch aufteilen in 6 und 4. Aha. Aha!

Eklat im Zürcher Opernhaus. 1000 sitzende Zuschauer werden nach Hause geschickt, weil der Vorhang nicht sitzt. Das zieh sich mal einer rein! Diese bezuschussten Kunstschicksen! Jaja, das Maß ist voll und was die alles ertragen und improvisieren haben müssen… ich lach mich nur krank über so etwas. Die müssen nur mal einen Tag Taxi fahren, diese Primadonnen! Egal in welchem Zustand du und das Auto bist, die Kohle wird rein gefahren!

Obamas „turn“ in der Nahostpolitik. Wie viele US-Präsidenten kamen und gingen in der Nahostscheiße, sorry, ich bin nur ein Taxifahrer und dieses Affentheater widert mich kosmisch an, und haben versucht etwas zu bewegen und haben alle aufgeben müssen. Nun aber kommt der Friedensnobelpreisträger auf Vorschuss! Der schwarze Messias im Weißen Haus! Der einen Riesenfehler gemacht hat, indem er sich nicht gegen eine Moschee auf dem „ground zero“ ausgesprochen hat. Was nützt die schlauste Politik wenn man sie nicht verkaufen kann? Nun steht mit der Palin wieder jemand ins Haus der die Welt mit der Intelligenz eines Pudels regiert, die amerikanische Version der Talibans! Gott schütze uns vor dieser militanten Betschwester, sie könnte die Welt endgültig in den Abgrund reißen!

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Simple-Ansichten-fuer-ein-desillusioniertes-Land/story/11446767 Die Schwachmaten um Alfred E. Bushmann haben die Weltwirtschaft ruiniert, Obama kann da in 2 Jahren nix machen und wehe, er wird abgewählt. Die größte Supermacht der Erde, bis an die Zähne bewaffnet – von religiösen Wahnsinnigen regiert. Oh Herr, erbarme dich unser.

Kann zweimal punkten bei einer Zürcherin. Einmal als ich unvermittelt sage als wir das Weststrassengebiet durchfahren, das Gebiet der grauen Bärte und schwarzen Hüte, es soll doch in Zürich angeblich kein Getto geben und sie hat wohl auch den entsprechenden Artikel gelesen, der hervorhebt, dass es anders als in Berlin keine Gettos gebe, wo eigenes Recht entstehen könne. Naja, aber die Juden machen wenigstens keine Randale. Und das andere Mal, als ich sage, ich lerne Französisch wie ein Tier, wie ein Besessener, die Jugend ist an die Jugend verschwendet, damals hätte ich nie die Energie für die Schule aufbringen können. Ja, mit ihrem Sohn hätte sie gerade solche Auseinandersetzungen. Der Jugendliche hat seinen Körper nur vom Erwachsenen geliehen! Welcher Erwachsene wollte nicht zurückreisen können und sich selber zur Rede stellen können, von wegen, dir geb ich „Leben jetzt und mit dreißig ist das Leben schon zu Ende“. Es ist mit 40, 50 vielleicht dann erst richtig schön!

Fahre etwas pessimistischen Menschen im Rollstuhl. Wir verstehen uns gut auf dem Gebiet, dass die Politik und die Medien heutzutage von Menschen gemacht werden, die keine praktische Lebenserfahrung haben. Probleme werden nicht angegangen und sie werden sich allesamt noch gewaltig zu spitzen! Bei einem muss ich aber widersprechen, er sagt, er könnte es nicht verantworten in dieser Welt Kinder zu haben. Da macht es klick und ich weiß, alle Menschen die Kinder wollen, die tun dies aus egoistischen Gründen, weil sie es wollen und nicht weil sie sich primär um die Zukunft ihrer Kinder Gedanken machen. Ich will Kinder und ich will sie, auch wenn die Welt bald in Scherben läge, ich will sie haben und mich an ihrem Geplapper erfreuen und an ihrem Lachen und an ihren täppischen Schrittchen und ich möchte sie nehmen und so fest drücken, bis sie sagen, Papa, warum drückst du mich so fest und ich werde antworten, weil ich dich so lieb hab, mein kleiner Schatz, weil ich dich so lieb hab, darum drück ich dich so fest, weil ich dich so lieb hab. Essen, Trinken, Schlafen, Sexualität die vier Grundbedürfnisse, die einen quälen, bis man ihnen endlich nachgibt, aber doch, sie sind nicht mehr als kleine, spitze Instrumente in diesem Konzert unseres Leben, Hörner vielleicht, Violingeigen und was da so mächtig dröhnt, da im Hintergrund, mächtig und wie ein langgezogener Bassgeigenakkord, quer über die ganze Länge des Stücks und um so mehr und stärker gegen Schluss – das ist der Wunsch nach Kindern, das ist das Leben selber, das majestätisch seine Erhaltung gebietet, ein sehrender Ton, voller Sehnsucht und Verlangen, umso strebender umso mehr sich das Konzert unerfüllt dem Ende zuneigt und seiner Macht muss sich jeder beugen, fällt der Vorhang abrupt vorher oder senkt er langsam gnädig sich, zu anerkennendem Applaus.

Beispiele für „inversiven Sexismus“ (ich mach das mal in Anführungszeichen, weil das meine Wortschöpfung ist, aber wartet mal ab!) – Männer sind prinzipiell die Bösen – finden sich genügend. Hier eine absolute Horrorscheidung: http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Der-geschroepfte-Mann/story/20225482 Die ältere Tochter leide nun an einem sexuell motivierten Nähe und Distanzproblem, das ich schon mal an eigener Person erleben musste. Vor den Augen der Eltern griff mir die achtjährige Tochter in den Schritt, ich nahm´s mit Humor, aber es war allen peinlich genug.

Mit der Raketenabwehrdiskussion schießt sich die SVP natürlich ein Eigentor. Es kostete der Schweiz nur eine Unterschrift und sie hätte jede Menge neue, gute Freunde, die sie selbstverständlich mit unter den nuklearen Schirm nehmen würde.

Montag, 30.8.10

– Muschgsätze sind Parziwallanzenschläge in den selbstgefälligen, heuchlerischen, reduitgläubigen Mythos-Schweiz der Ewiggestrigen. –

– Immer dasselbe. Wer nicht durch Können Aufmerksamkeit erhaschen kann, tut es mit Provokation… –

Zwei Zitate aus Leserbriefen, die mir sehr gefallen. Es müsste nur im Ersten heißen, in die reduitgläubige Mythos-Schweiz… und der zweite, na ja… ain´t this what living is really all about…? Hach, ich fühl mich ja so wohl hier bei euch Schweizern, ich glaub, ich häng bald noch Geranien raus aus dem Fenster. Doch, halt, das macht man doch auch in D. und auch in Ö. Seht ihr? Der Stamm der Teutonen herrscht über ganz Mitteleuropa. Kein Wunder hat der Franzmann Angst vor uns.

Die Postbank in der Schweiz hat tierisch Knete gemacht in der Krise und sie steckt es in die defizitäre Briefpost. Überall neue gelbe Kästen und Fahrzeuge!

Radio Suisse Romande, zu deren treusten Hörern ich neuerdings gehöre, lässt jede Menge Franzosen auffahren. Sehr auffallend!!!! Und völlig undenkbar mit Deutschen beim DRS. Aber es ist eben so – Franzosen und Romands sprechen die gleiche Sprache, Deutsche und Rachenkratzer apper nööt!

So schiebt sich in Duisburg also nun einer dem anderen die Schuld zu. Der OB dem Schaller, der Schaller der Polizei, die Polizei dem Schaller… Wenn wir so anfangen, dann fangen wir doch mal da an, wo es nun mal anfängt. In Mekka gibt es jedes Jahr Tote und wenn man eine Million Menschen zusammenpfercht, dann gibt es nun mal eben manchmal Tote. Aber – wollen wir so etwas denn überhaupt? In Zürich fahren die Millionenveranstaltungen nur Schulden ein, der Stadt ist das wohl wert ihre eigene Größe und Herrlichkeit unter Beweis zu stellen (was ist schon Berlin, wir können das auch!) Winterthur zeigt aber schon seit vielen Jahren, dass klein fein ist und das man mit Maßhalten anstatt Gigantomanie weiter kommt – und am Ende schwarze Zahlen schreibt.

Den Japanern ist die Puste ausgegangen. Zum Krummschaffen hat keiner mehr Bock und von sich reden macht das Land nun mehr durch seine Pornoexzesse, anstatt durch Sony und Toyota. „Gute Mikroelektronik kommt nur aus Japan“, sagt Marty in „back to the future“, dem Kultfilm aus den 80ern, und Doc, aus den 50ern, staunt. Und heute?

So was, die Bergarbeiter in Chile sind alle auf Entzug, nein, wie kommt denn das? Also, gebt den Jungs ihren Stoff, sonst kriegt ihr keine Heldenstory, ihr Chilenen. Ziggis, Alk und Stoff. Und schickt ihnen ein paar Pornos und richtet eine „Vollzugsbox“ ein. Leute, seid ihr von gestern, Porno ist Kultur heutzutage und selbst ist der Mann, hat er keine Frau. Oder wollt ihr denen etwa ein paar Damen vom Sihlquai durch den Versorgungschacht schicken?

Recht hat er der Sarrazin, wenn sich sein Buch verkauft, so kann er auf PC´s (politisch korrekte) und Bundesbank p… : Wo die Ä… sich reiben, sieht es ganz anders aus als im Elfenbeinturm, wo unsere Politik beschlossen wird. Konkurriere gegen Ausländer um Jobs, um Sozialleistungen, um Wohnungen und, ja, auch Sexualpartner und du wirst ein ganz anderes Bild kriegen als Merkel und co. Aber steinigt doch den Mann, das wäre doch das Beste. Würden sich sicher ein paar finden, wo das Frauensteinigen im Islam doch gleich westliche Empörung hervorruft.

Einige der vielen Kommentare vom Tagi (wenn die Deutschen nicht in Scharen ins Land strömen, so nimmt der Schweizer schon Anteil am großen Bruder): Seinen Kritikern warf der einstige Berliner Finanzsenator vor, sich zu empören, ohne sein «sehr ausgewogenes» Buch gelesen zu haben. Herr Sarrazin hat laut Meinungsumfrage ein Zustimmung von mehr als Zweidrittel der deutschen Bevölkerung. Damit wird sehr klar, wie brisant dieses Thema ist und wie unterbelichtet die deutsche Politikelite darauf reagiert. Was Herr Sarrazin zum Thema Integration von sich gibt sind keine Thesen eines verwirrten alten Mannes, sondern Tatsachen. Die europäischen Politiker jedoch stellen sich gerne blind und taub, angesichts der Integrationsprobleme. Spitzenpolitiker leben in Ihrer ganz eigenen realitätsfernen und abgesicherten Parallelwelt. Mit Ihrer Abwarten und Teetrinken-Politik machen sie alles nur noch schlimmer. Ich sage ganz offen, ja, der Islam im Westen nervt. Toleranz fordern, aber selber intolerant und besserwisserisch sein, aggressiv und bekehrerisch. Wie lang haben wir uns von denen auf der Nase rum tanzen lassen, den Hasspredigern, die von Sozi leben, ohne sie ausweisen zu können? Viele Muslime leben hier, weil sie mehr Kohle machen können, aber sie spucken auf unsere Werte. Jedes Kopftuch ist auch eine Provokation: sieh her, ich verachte dich, ich möchte nicht leben wie du es tust, ich finde das nicht gut. Jede Minderheit ist gut zu ertragen, solange sie es auch bleibt und solange sie nicht nach Macht strebt, aber irgendwann müssen einfach Grenzen gezogen werden. Ich sage nochmal, es gibt sicher wahnsinnig nette und sympathische Muslime, aber der Koran ist Auslegungssache. Die Politik agiert planlos, warnt der Wissenschaftler Reiner Klingholz Das ist die Zukunft. Die reichen Nationen werden agieren wie Bundesligaklubs, sie kaufen überall die Besten ein. Die Kranken, Blöden und Alten sollen dann in den jeweiligen Landesligen bleiben. Hat sich wer überlegt, dass die Qualifizierten auch vor Ort gebraucht werden? Wir sind eine Welt, wenn die Probleme der armen Länder nicht vor Ort gelöst werden, so können wir nicht in Ruhe unseren Spitzenfußball genießen, wir bräuchten Zäune um uns herum, die bis in den Himmel ragen. Und schalldicht und blickdicht sollten sie auch noch sein.

Sonntag, 29.8.10

Im Gespräch mit «Welt am Sonntag» und «Berliner Morgenpost» bekräftigte Sarrazin seine These, muslimische Migranten integrierten sich überall in Europa schlechter als sonstige Einwanderergruppen. An anderer Stelle des Interviews sagte er: «Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen.» Zentralrats-Vizepräsident Graumann sagte der Nachrichtenagentur dapd, faktisch habe Sarrazin damit auf Elemente der Rassehygiene aus der Nazi-Zeit zurückgegriffen. Selbst wenn dies von ihm nicht gewollt sein sollte, sei damit «endgültig eine rote Linie überschritten». Graumann, der im November Nachfolger von Charlotte Knobloch an der Spitze des Zentralrats der Juden in Deutschland werden soll, warf Sarrazin vor, bei der Integration von Minderheiten Brücken abzureissen sowie Menschen zu verletzen und zu verunglimpfen. Man müsse sich fragen, wie lange ein solcher Mensch noch in einem so herausragenden Amt tragbar sei. «So geht es nicht weiter», fügte Graumann hinzu. Jede Liga hat ihren Lautsprecher, in der Bundesliga war der Loddar das was jetzt Sarrazin in Politkreisen ist, unbedachte Äußerungen mit provokativem Charakter. (Bin ich derjenige des Taxigewerbes? (2011: nein, das ist Jörn Napp!) Aber nicht abschweifen  Ausgerechnet der Lautsprecher der Juden in D., der nur wenig friedfertige M. Friedmann greift nun Sarrazin an, weil er nix anderes tut als auf seinem Felde ackern, der Provokation. Aber – integrieren sich Muslime denn nicht etwa schlechter als andere? Sind wir denn alle Masochisten, die auf isch-mach-dich-Messer stehen? Hat das D. problemlos weggepackt oder kann es sein, dass es das Land ein wenig den Bach runter befördert hat? Und – betreiben Juden nicht seit vielen Jahrhunderten Inzucht durch koschere Heirat, durch Heirat innerhalb der Glaubensgemeinschaft? Also, ich sehe als Zürcher Taxifahrer genügend orthodoxe Juden und bei Gott oder Jehowa, oder bei watt auch imma, sie sehen sich verdammt ähnlich. Macht einen also eine Bemerkung in Richtung von Genen denn hier gleich zum NS-Rassenwahnsinnigen? „Ich werde das sogleich mit den zuständigen Gremien besprechen! ist alles was man von diesen profillosen Politikern heutzutage hört. Kein Wunder, dass einer gleich berühmt wird, wenn er Dinge tatsächlich anspricht.

Traveler

Das Hämatom hat sich ausgebreitet, Fußaußenseite, aber auch auf der Fußinnenseite Blaufärbung. (Die Braunfärbung auf dem Fußrücken kommt durch das Sandalentragen bei Sonne.) „da ein Arbeitsunfall und ich aber nicht beim Arzt war, auch zum dokumentieren. Ich kann leider immer noch nur humpeln und es ist nicht auszuschließen, dass Band, Sehne oder Muskel angerissen ist.

Samstag, 28.8.10

Wenn ich das mit Genf machen will, sollte ich bedenken, dass ich für Brighton acht Monate gebraucht habe, die ich in England verbracht und nix anderes als gelernt habe! Und von der Sprache her war das damals noch wesentlich leichter. Aber ich war halt auch ein seelisches Wrack, in das mich eine hier bisweilen erwähnte weibliche Person verwandelt hatte und es ging mir noch schlechter als sogar jetzt nach einem Jahr Hölle in Zürich.

Um in den Besitz von Fangrechten zu kommen, bezahlt die EU jährlich 160 Millionen Euro. „Cash for Fish“ heißt das Geschäft. Doch gerade in Afrika versickert das Geld in undurchsichtigen Kanälen. Wissenschaftler, Europaparlamentarier und Umweltschützer fordern daher eine Reform. „Die Fischereiabkommen mit Drittstaaten sind eine zwiespältige Sache“, sagt Gerd Kraus, Leiter des bundeseigenen Instituts für Seefischerei in Hamburg. „Die EU muss sehr gründlich prüfen, wie gut beim Fischen in fremden Gewässern die Kriterien nachhaltiger Bewirtschaftung eingehalten werden.“ Es ist der Kampf um die letzten Fische unserer Erde. Schon heute gelten 88 Prozent der Bestände in europäischen Gewässern als überfischt. Experten fürchten, dass die kommerzielle Fischerei in 40 Jahren vor dem Aus steht. Europas Fischer nehmen mittlerweile wochenlange Reisen in Kauf. Trawler aus Litauen fischen vor Marokko, spanische Flotten in der Südsee. Das weckt wirklich den Schweizer in mir, so eine Scheiße braucht man wirklich nicht mitzumachen. Man zahlt das Geld den Tyrannen Afrikas, die kaufen dann europäische Waffen dafür um das eigene Volk besser unterdrücken zu können und die haben nix zu fressen, weil Aldi und Lidl schon schneller waren. Freie Marktwirtschaft funktioniert nicht ohne wirkungsvolle Kontrolle durch die Allgemeinheit, dazu gibt es viel zu viele Schweine, die das ausnützen. Und, jahrzehntelang die Jungfische mitfangen und nun hat man leere Netze. Nein, so etwas.

Stuttgart 21 – wir sind das Volk – oder wir sind die Politikverweigerer? Schnellbahnen sind die Zukunft, der Flieger Stuttgart-München die Vergangenheit. Geht das ohne Investitionen und Bautätigkeit? Nur mal so ä Frog.

Freitag, 27.8.10

Bin ich nicht die ärmste Sau der Welt? Gott sei Dank habe ich meine Millionen Fans, all diese Ermunterungen, Geld und Sachspenden, Heiratsanträge… ein endloser Strom, danke, oh danke. Nun hetzt Lembke also in den ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen des Spätkapitalismus des neuen Jahrhunderts getrieben einher und verpasst eine Stufe und verstaucht sich auch noch den Knöchel! Da humpelt er also nun auch noch auf den Zug, in dem er eineinhalb Stunden verbringen muss…

Fahre Deutschen… (also prinzipiell fahr ich sie sehr gerne, weil sie immer sehr höflich und bescheiden auftreten, nicht so arrogant und blasiert wie die Zürcher (auch wenn sie vielleicht dann in Köln, Berlin oder Hamburg oder sonst wo aussteigen und selber so blasiert sind))… und ich mein, ich moser ja schon immer, aber der! Der hat sich wirklich einmal Luft machen müssen bei mir. Von wegen, bei ihnen in der Firma stellen sie immer zwei Schweizer ein, weil einer wär dann wenigstens immer am Arbeitsplatz anfindbar. Faul seien sie! Verwöhnt! Unsolidarisch! Langsam! Leisten würden sie keinen Strich… au weia!

Südlich von Kreta sind zwei griechische Kampfjets in der Luft zusammengestoßen. Die Griechen nehmen die Sparappelle sehr ernst. Selbstverständlich kostet die Unterhaltung einer verhältnismäßig so gigantischen Armee wie der Griechenlands zu viel Geld für das krisengeschüttelte Land. Heute hat es deshalb schon mal 2 Kampfjets verschrotten lassen, mein Glaube an die Vernunft dieses Landes kommt schon fast wieder zurück.

Donnerstag, 26.8.10

Fast die Hälfte der Malerlehrlinge in Zürich sind weiblich! Und sie werden gerne genommen, weil sie reifer sind als die gleichaltrigen Jungs, körperlich, (naja, einen anderen Grund würde ein Malermeister ja nicht offiziell zugeben, aber sie sind halt auch herzig zum Anschauen) aber auch so, klar, sie haben ja alle schon einen älteren Freund während die Jungs noch sich gegenseitig mit Alk auf die pubertären Nöte anstoßen. Dazu kann man eigentlich generell sagen, zwischen 12 und 18-20 gehören beide Geschlechter gleichen Alters nicht unbedingt zusammen in eine Koedukation. Die Jungs wären mit Mädels besser aufgehoben, die 2,3 Jahre jünger sind, (vielleicht mit ein Grund für das häufige Sitzenbleiben von Jungs?) und die Mädels auch.

Andererseits – fast alle Frauen steigen aus dem Beruf wieder aus, weil sie leichter an Geld kommen können als Männer, zur Not heiratet man halt einen Maler – oder warum den Doktor selber machen, wenn man ihn auch heiraten kann), weil sie einfach nicht den Druck haben sich so zu schinden und den ganzen Tag Verdünner einatmen zu müssen. Das Gewerbe braucht nicht nur Lehrlinge, sondern auch langfristigen Nachwuchs, also nimmt man eben auch die gangsterrappenden Jungs.

Traumhaftes Licht heute (Universitätsstrasse Zürich)

Die Katzenquälerin erhält Morddrohungen – nun England ist paranoid, da zählt ein Tierleben mehr als ein Mensch.

Was für ein Krimi in diesem chilenischen Bergwerk! Durch ein Loch von 15 cm Breite werden die 30 Eingeschlossenen versorgt, die in einem Raum mit 36 Grad warmfeuchter Luft aushalten müssen – bis Weihnachten! Doch Frustfressen, wie ich, können sie nicht, weil sie durch das Rettungs-Bohrloch von 68 cm Durchmesser passen müssen, mama mia! Der einzige Trost für sie sollte sein, das ihr Schicksal hundertpro verfilmt wird, die einschlägigen Leute sichern sich sicher schon die Rechte. Aber wie ich die Welt kenne – für sie selber wird das keinen müden Peso abwerfen!

2017: lächerlich!

Dieses Mädel soll zu den Leuten auf youtube gehören, die über 100.000 Dollar im Jahr damit verdienen. Nun, meine Meinung zu ihr: LECHZ!

Bei der Geschäftslage riskiert man schnell mal einen Tag unter 200 Franken Umsatz zu erwischen und das bei dreieinhalb Stunden pendeln – da habe ich um 2 schon aufgehört und bin noch extra mal zurück nach Bern gefahren von Fribourg aus, um ein paar Fötöli zu machen.

„Wer hat heute Vormittag…“ Das ist schon nicht mal mehr witzig, die vom Bahnhof können offensichtlich weder lesen noch schreiben oder sich nur einen kleinen Moment auf etwas anderes konzentrieren als die Brüste der Fahrgästinnen im Rückspiegel anzustarren – das ist UNAKTZEPTABEL!

Die Saane nördlich von Fribourg

Mittwoch, 25.8.10

Sehe Emmerichs 2012 und bin sehr enttäuscht. Kein Vergleich zu Day After Tomorrow. Wo da eine sehr überzeugende Story mit einer konkreten, ja, beinahe schon weltverändernden Message ist, praktisch der Film zum Klimaschutz, findet man dort nur eine platte Weltuntergangsstory, mit sentimentalem Hollywoodkitsch und die Familienrührstory ist im Vergleich zum Vorgänger zu dick aufgetragen, zu sehr auf Film-für-die-ganze-Familie gemacht. Alle sterben, aber vor allem alle Bösen sterben und natürlich, amerikanischer Film (eines Regisseurs deutscher Herkunft), ein kleiner Hund wird gerettet! Und ist er nicht süß! Ehrlich gesagt, die CGI-Effekte sehen ziemlich billig aus – und das Allerschlimmste: durch den ganzen Film hinweg, die Helden der Story entkommen all den vielen einzelnen Katastrophen immer nur auf den allerletzten Drücker, der Film hangelt sich so von einem gnadenlosen Spannungsmoment zum anderen – bis man es einfach nicht mehr sehen und haben kann! Einen solchen dramatischen Spannungsmoment pro Film, bitte, mehr nicht! Für mich aber persönliches Higlight: der erfolglose und besessen schreibende Autor wird von seiner Frau verlassen, die einen Porsche fahrenden Schönheitschirurgen neu heiratet – doch der wird leider zwischen großen Zahnrädern zermalmt und der Autor bekommt seine Familie zurück. So hätt ich das nämlich gerne auch einmal.

2017: damals war ich noch klimagläubiger…

Inzwischen gehe ich von einer Absage der Dame vom DRS1 aus, Ich passe eben nicht in „Kultur und Brauchtum“. Sie sagte mir, sie habe noch viele andere Sachen und gäbe mir Bescheid. Aber sie ist eine Frau (und Schweizerin) und beiden liegt die Offenheit nicht.

Das Nachlassen der deutschen Zuwanderung ruft Kommentare beim Tagi auf den Plan. Hie und da wird auch erwähnt, dass die Deutschen den Standard heben. Aber so richtig gesagt, wie froh die Schweiz eigentlich um jeden deutschen Einwanderer sein müsste, wird wieder nicht. Die Deutschen sind im Durchschnitt alle jung, alleine, gut ausgebildet und theoretisch brauchten sie auch gar nicht groß mehr integriert zu werden, bestünden da nicht Ängste einer freundlichen Übernahme. Aber bei einer Ansage im Tram mit ostdeutschen Akzent wird halt immer groß gekuckt. Anstatt zehn deutschen Ärzten, Krankenschwestern und Facharbeitern eine zehnköpfige Familie aus Afrika? Großeltern pflegebedürftig, ein behindertes Kind dabei, keiner spricht ein Wort Deutsch und allesamt kommen sie mit der Kultur nicht klar? Wäre das denn den Schweizern denn lieber?

Ein Bergli von meinem Fenster in Fribourg aus gesehen, bei der heutigen guten Fernsicht

Also, wie war das denn nun? Steh ich also am Bahnhof Oerlikon, gegen 10.00 Uhr, da seh ich eine junge Dame im blauen Minikleidchen daher kommen, besser ein wenig daher schwanken und sie wird auch brav vom Kollegen zu mir, wir stehen dort andersrum, weitergeleitet, sie gibt allen gleich die Hand und setzt sich vorne zu mir hin. Aha, denken alle. Und ja, sie will zu Langstrasse, sagt sie mit osteuropäischem Akzent. Gut, fahr ich los, werfe einen Seitenblick auf ihr Kleidchen, das sehr füllige Schenkel freilässt und eben auch den Slip, durch den es verheißungsvoll schwarz schimmert. Nimmt sie gleich meine Hand und legt sie auf ihren linken Schenkel und im Nachfassen rutscht sie gleich zwischen ihre Beine. Nun, ich fahre also Auto, rechts hat Vorfahrt, auf dem Zebrastreifen haben die Leute Vortritt und Ampeln gibt´s ja auch noch und meine Hand bewegt sich der Aufforderung Folge leistend ein wenig auf und ab. Sie lächelt. Doch ich fühle nicht die vertraute Anatomie, sondern sie hat Ausweiskarten und Geldscheine dort verstaut, dort, wo sie sie ja auch verdient. Wir fahren, sie hält meine Hand an ihrem Platz fest – besonders peinlich mit LKW´s hinter uns und an der Ampel mit Fußgängern – wir kommen aber doch irgendwie in der Langsstrasse an. Wo sie hin will? Ist nicht so richtig heraus zu bekommen, sie hätte heute Geburtstag gehabt, ihr 23ter. Sie hätte gefeiert. Und ich würde ihr gefallen. Hm, was tun? Gibt das Bezahlung mit Naturalien? Ich weiß nicht, ob ich das überhaupt will. Sie ist nicht unattraktiv, eine ein wenig füllige Ausgabe von Cameron Diaz mit schwarzen Haaren, aus Ungarn, meine kleine Piroschka? Ich denke oft an…? Weiß nicht. Ich fahre weiter, sie will nicht aussteigen, hält meine Hand weiter fest, sie hat nun einen einigermaßen bequemen Halt auf ihrem nackten, fülligen Schenkel gefunden. Ich fahre einfach, was will sie? Wohin will sie? Ich Geburtstag. Naja, ich will auf jeden Fall mal anhalten und na ja, kriege auch irgendwie ein Schmusebedürfnis, warum nicht? Shit, aber ich wohne ja nicht mehr in Zürich, habe kein Zimmer mehr hier! Wir fahren also auf einen Parkplatz. Was will sie? Sie weiß es wohl auch nicht. Irgendwas von ficken, 50 Franken murmelt sie, wohl aber eher Macht der Gewohnheit. Neinnein, sage ich, das mache ich nicht. Hab ich noch nie, sag ich, ich habe noch nie einer Frau Geld für Sex gegeben. Das gefällt ihr wohl. Ich streichel sie. Sie ist irgendwie schon süß. Wie alt bist du, fragt sie, du könntest meine Tochter sein, sag ich, hier mein Bart, alles grau schon. Sie lächelt und fasst ihn an, streichelt ihn. Aber ihr fallen schier die Augen zu. Ich sag also, sie soll doch erst mal ein paar Minuten schlafen, das wirkt meistens Wunder, wenn die Leute kein klares Wort mehr rauskriegen, und sie schlafen nur 10 Minuten, dann sind sie hinterher wie ausgewechselt. Sie will kuscheln, das merk ich und ich lasse sie gern zu mir her rutschen, kriege noch vorher einen Kuss und einen, wie prüfenden, Griff an meine Ausstattung, alles da, aber auch alles recht friedlich, und dann macht sie es sich bequem auf mir, rutscht sich zum Schlafen hin. Ich lege meinem Arm um sie, sie ist süß. Bald schon schläft sie ein. Ich steh also auf dem Parkplatz am hellichten Tag, mit einer ungarischen Dame vom Gewerbe auf meinem Schoss, um uns herum die Geschäftigkeit des Tages, LKW`s fahren, Leute gehen ihren Verrichtungen nach und sie fängt an leise zu schnarchen. Es ist schön, denke ich. Ich fühle ihre Wärme, wie mein Bauch ihren Kopf hoch und runterträgt bei jedem Atmer und ich halte sie fest in meinem Arm, streichel sie. So vergehen etwa 20 Minuten und so langsam wird es dann aber unbequem. Was tun mit ihr? Warum habe ich hier keine Wohnung mehr, wir wären einfach zu mir und ich hätte das Auto abgestellt und wir hätten schön zusammen kuscheln können. Aber so? Was will ich mit ihr groß anfangen? Ich bin eben ein Kuschler, kein Hengst, und so vor allen Leuten ohnehin nicht. Ich beschließe sie also aufzuwecken und mal sehen was dann passiert. Doch ich krieg sie nicht wach. Ich rüttel sie und kneife sie, rufe sie laut an – nichts tut sich. Ich bekomme Angst. Was hat sie getrunken, was hat sie genommen? Ich weiß es nicht. Sie atmet ruhig und ich fühle ihren Puls, er ist völlig normal. Trotzdem, ich sorge mich und ich fühle, ich will sie auch langsam loswerden, ich kann nicht viel mit ihr anfangen gerade. Ob wir uns dann aber wiedersehen sollen? Ich ertappe mich dabei zu überlegen in welche Notaufnahme ich sie fahre. Ins Waid? Ins Triemli? Und fast, als ob sich solche Gedanken verselbstständigen, eine eigene Dynamik auslösen, ich lass das Auto an und fahre los, zum Triemli. Vielleicht wacht sie auf, bis dahin. Sollte sie bis dahin aber nicht, werde ich sie dort auch verfrachten, beschließe ich widerstrebend. Und tatsächlich, sie wacht bis dahin nicht auf und ich bin an der Notaufnahme angelangt, und das ganze Prozedere nimmt seinen Lauf, ich habe hier eine Frau im Auto, ich krieg sie nicht mehr wach. Die Schwester kommt, sie kriegt sie auch nicht wach. Sihlquai? fragt sie. Sie sieht ihr Höschen, durch das es schwarz schimmert. Ja, Sihlquai, sagt sie, das sieht man ja. Naja, so die Richtung sage ich. Die Notärztin kommt und die sind einfach ruppig, sie schreit sie erst mal so richtig laut an, wie ich es mir nicht getraut hatte, vielleicht aber auch, weil ich sie einfach loswerden wollte. Und natürlich, sie wacht, auf, was ischt los? Sie tut mir leid und ich hab ein schlechtes Gewissen. Was für eine unangenehme Überraschung das sein muss für sie, sie schlummert seelig in meinem Armen ein erst und da steht sie nun, das Notaufnahmeteam um sie rum. Sie ist mir böse. Nein, ich hab das richtig gemacht, sagt die Ärztin. Dennoch, sie steigt schließlich wieder bei mir ein, ein Fall fürs Krankenhaus ist sie nicht, sie macht die ungarische Schlampe vor allen Leuten. Sie will eine Zigarette! Ey, macht sie einen an, hasch mir Zigarette? Nein, hat er nicht. Ich erkläre ihr, warum ich so gehandelt habe, sie versteht es. Wo will sie hin? Langstrasse, Ecke Militärstrasse. Wir kommen dort an, was soll ich tun? Soll ich mich mit ihr treffen ein ander Mal, soll ich mit ihr kommen? Sie steigt aus, du auch kommen, sagt sie. Ich weiß nicht. Pretty woman? Ich bin nicht Richard Gere und sie ist definitiv nicht Julia Roberts, sondern eine von der Langsstrasse und so wirkt sie auch auf mich, in dem Moment, ich fahre los, ich weiß nicht, vielleicht hab ich das auch nicht richtig verstanden? Ich setz mich aber mit dem Auto in Bewegung und so sortieren sich meine Gedanken auch in diese Richtung ohne das ich je eine bewusste Entscheidung treffe, ich fahre einfach, ich bin ja ein Taxifahrer und sie steht da in der Langstrasse und die Distanz zwischen uns wird größer und größer, ich sehe noch wie sie den Mittelfinger ausstreckt und da weiß ich, ja, ich wollte es nicht. Da war ich mit einer Frau zusammen und wenn die Umstände ein wenig anders gewesen wären, wer weiß. Aber ich wollte es wohl nicht. Und doch bin ich traurig. Wir waren zusammen, zwei völlig fremde Menschen und es war schön. Wir kamen zusammen für einen Augenblick und das Leben war offen, es war wie ein unbeschriebenes Blatt, ein Buch, das angefangen wurde zu schreiben, nur dass der Autor noch nicht so recht die Handlung und den Schluss wusste und dann war es auch schon wieder geschlossen und das Buch nie vollendet. Ich fahre davon und bin traurig. Soll ich zurück, ich könnte hier abbiegen? Nein, ich mache es nicht, ich fahre geradeaus. Es ist vorbei. Ich weiß es, wie es ist, wenn man jemanden nicht gut genug ist, ich bin das jetzt einer Frau schon 4 Jahre. Ich hoffe, sie hat ein klein wenig mitnehmen können, wenn sie jetzt da wieder steht und anschafft und all diese Männer kommen und sie mehr oder weniger gut behandeln, Sex gegen Geld wollen, dann wird sie sich hoffentlich an diesen Moment der Geborgenheit zurückerinnern, nicht an das Aufwachen vor dem Notaufnahmeteam. Es hat nicht sollen sein. Aber ich werde immer mal wieder an sie denken, an meine kleine Piroschka.

Bei weitem nicht jede Prostituierte wird dazu gezwungen oder hat einen Zuhälter, der sie ausbeutet. Ich habe als Taxifahrer sehr viel Kontakt zu solchen gehabt und kann sagen, dass es wohl für die Mehrheit einfach eine Möglichkeit ist schnell an viel Geld zu kommen, einige sind aber sicher auch dabei, die dabei einen gewissen Kick empfinden, ob das nun gut für sie ist oder nicht. Es gibt aber auch ganz klar üble Fälle von  skrupelloser Ausbeutung. Vier Roma-Zuhälter, die Prostituierte vom Zürcher Sihlquai misshandelt und ausgebeutet haben sollen, stehen vor Gericht. Jetzt plädieren die Anwälte der Opfer. Tagesanzeiger.ch/Newsnetz berichtet laufend über den Prozess in Zürich. http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Vorgabe-fuer-Minderjaehrige-Zwoelf-Freier-pro-Tag/story/30210536 Die meisten Freier am Sihlquai kämen aus den angrenzenden Kantonen und, angeblich, aus Süddeutschland, was ich aber für ein antideutsches Gerücht halte, da sogar das katholische Freiburg bestens mit Puffs und Ostnutten versorgt ist, es besteht absolut kein Bedarf extra dafür nach Zürich zu fahren. Die vielen Autos mit Aargauer Kennzeichen und vier jungen Männern drin sind mir aber auch schon als Tagfahrer aufgefallen.

Da die Situation inzwischen aus dem Ruder zu laufen scheint (ich meine, was war das für ein St. Floriansschwachsinn den Platz unter der Wipkingerbrücke zu sperren, das waren doch die besten Rammelboxen für die Aargauer Junghengste oder nicht?) Nun, die Krönung, will man das Ganze mit dem Utrechter Modell , den „Verrichtungsboxen“ in den Griff kriegen. Leupi geht ja schon mal Probebocken nach Deutschland. http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Leupi-studiert-in-Deutschland-Sexboxen/story/16750369 Wobei mich das Ganze nun aber wirklich so langsam frappant an die Deckboxen in der Tierklinik erinnert…

Warum, frage ich wird das ganze dann nicht gleich mit einer Samenspende kombiniert? Der Aargauer Deckhengst wird in die Box geführt, die in weiß gekleidete medizinisch ausgebildete Fachprostituierte bereitet den Erguss fachfräuisch vor – worauf die Ejakulation dann nicht erst in ein Möslein, sondern gleich in ein beschriftetes Döslein erfolgt, das sodann alsgleich in die Kühlung geht! Giana Nanini ist nun noch mit 56 Mutter geworden, lasst nun allen 60-jährigen mit verzweifelten Kinderwunsch es zu kommen, den Aargauer Deckhengst, abgefüllt am Sihlquai zu Züri!!!! Solide, kerngesunde Schweizer Handwerksburschen – Zeugungsgarantie!

Dienstag, 24.8.10

Die Schweiz ist ein Polizei- und Militärstaat, das sage nicht nur ich. Eine Sollstärke die der Bundeswehr entspricht, nur das die Schweiz nur ein Zehntel so groß ist, der Anspruch der Territorialverteidigung, den D. zugunsten von Auslandseinsätzen und Vorneverteidigung längst aufgegeben hat. Und natürlich, die Schweiz ist neutral, d.h. völlig isoliert und D. ist in ein Bündniskonzept eingebunden.

Jedenfalls, auf der Territorialverteidigung beharren heißt, den angrenzenden EU-Ländern Angriffsabsichten unterstellen und ist ein andauernder Affront! Oder es heißt, die Schweiz ist zu konservativ um sich auf Änderungen einzustellen. All diese 70-jährigen hinterm Steuer, die bei jedem ein klein wenig gewagtem Manöver auf die Hupe gehen um ein Vergehen „gagi d´Oohrrnig“ zu ahnden… dann sehe ich sie schon vor mir, die Beamten in Bern, die ihr Leben nix anders als Kaffeetrinken und Bleistiftspitzen und Pensionen zählen gemacht haben! Den Stinkefinger all diesen Fuzzis! Sollen sie mal Taxi fahren und das richtige Leben kennen lernen. Da wo sich die Ärsche reiben, mein Lieber. http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/In-der-Schweiz-geht-es-um-Tausende-Stellen-und-Karrieren/story/19348228 (Armee, heilige Kuh)

Klar, schweisselt der Fettsack nebenan; klar, nervt der Nasengepiercte mit seinem Nz-nz-nz-Sound; klar, widert der Geruch des Döners Sie an, den ein Gör im Abteil vor Ihnen verzehrt (und das um diese Zeit!). Aber bedenken Sie: Im Stau auf der Strasse wärs noch ärger, und man könnte nicht mal, wie Sie es gerade tun, Zeitung lesen. (Von den Taxifahrern ganz zu schweigen. Die kennen die Stadt nicht und maulen noch frech, wenn man in ihrem Wagen ein Gipfeli essen will.) Aus: „ich pendele, also bin ich“. Ich werde auch noch einiges über das Pendeln schreiben! Aber die wahre Hölle ist die S-Bahn, nicht die SBB/CFF Züge, dort hat es eigentlich immer noch Platz, ich habe es noch nie erlebt, das wirklich alle Sitze belegt gewesen wären, meistens ist immer nur zwei der vier-Sitz-Gruppe belegt und man sitzt immer so versetzt, dass man optimal Beinfreiheit hat. „Isch do noch frrrai?“ in Bernerdütsch, hach, wie werde ich es eines Tages vermissen!

Montag, 23.8.10

Nach 10 Monaten Omis fahren in Zürich bin ich stolz endlich mal von einem erotischen Abenteuer im Taxi berichten zu können!!!! Morgen, in aller Ausführlichkeit!

Sonntag, 22.8.10

Das erste Schweizer Messer, vor 5000 Jahren! (Es war nur noch nicht zum Ausklappen, es stand aber schon made in Switzerland drauf!)

Liebe Stadtverwaltung Zürich, wofür bitteschön wurden hier Tausende von Franken Steuergeld sinnlos verbuddelt? Gesehen: Taxistand Waidspital (2011: Es wäre gewesen, weil man die Ausfahrt nicht sehen könnte, wegen den Taxis und es  deshalb zu einem Unfall gekommen war.)

Schafft ein zwei, viele Steuersünder-CD´s! Steuerbetrüger schaden dem Fiskus in Milliardenhöhe. Ich habe, weil ich durch Überforderung und Krankheit Fristen versäumt habe, 150 Euro Strafe zahlen müssen, nur weil ich es damals gut gemeint habe und zusätzlich zur Arbeitslosenhilfe gearbeitet habe – es wird einem ja wieder abgezogen – eingebracht hat mir die Sache nichts, außer Ärger und Mehrarbeit, Steuerbetrüger aber schaffen oftmals Millionenbeträge auf die Seite.

Ein Zugschaffner schmeißt Fahrräder auf den Bahnsteig! Die unten erwähnten 60% Sklaven haben eben nicht nur die blutsaugenden Ausbeuter über sich, sondern auch eine andere Schicht Schmarotzender neben sich. Verwöhnte Kinder, unterforderte Jugendliche, die nicht wissen wohin mit all ihrer Kraft, Luxusrentner, die Bezüge bekommen wie noch nie in der Geschichte und wie es auch so nie mehr sein wird und die große Schar derer, die arbeiten könnten, aber nicht wollen. Nicht wirklich Kranke, sondern Krankgeschriebene, Frührentner, Dauerarbeitslose, Sozialhilfeempfänger, die einfach nur das System ausnutzen. Das ist absolut und rein gar nichts Neues, sondern ein Dauerthema in der Boulevardpresse, aber es ist eben so, es kommt eins zum anderen! Verwöhnte Jugend, bei gleichzeitig Rekordrenten, Ausnutzung des Sozialsystems, Ausbeutung von oben – und dazwischen dann der kleine Familienvater, der buckeln und schuften muss, das er gerade nur die Miete zahlen kann. Das kommt in einer Weise zusammen, die einmalig in unserer neusten Geschichte ist. Dadurch kommt es zu dieser Häufung von Leuten, die ausrasten, das ist der Grund dafür – unser System ist krank.

Der Tod von C. Schlingensief macht mich persönlich betroffen. Nicht, weil ich viel von ihm halte, ich fand ihn zu exzentrisch und Exzentrizität bei Künstlern speist sich immer aus dem Gefühl heraus nicht wahr genommen zu werden, das weiß ich inzwischen selber, sondern weil er Kulturschaffender war und gerade mal ein Jahr älter geworden ist als ich. Die Reihen lichten sich.

Nun bin ich also ein „Sauhund“ der in die serbische Blutrache fällt und das nur, weil ich als erster am Stand war und so der „Kollege“ nicht mehr rückwärts in die Lücke stoßen kann, weil ich da jetzt stehe. Er wird sicher sein Fehlverhalten inzwischen eingesehen haben, aber solche „Bürgerkrieger“ lassen es dann auch an den Fahrgästen aus. Gleichzeitig noch erzählt mir ein Ami, er sei vom Airporttaxi am Holiday Inn, Zürich, Wallisellenstrasse abgesetzt worden, obwohl er dem Fahrer ein Din-A4-Blatt gezeigt hat, auf dem groß und lesbar stand: Holiday Inn Express, Rümlang, Hofwisenstrasse. Ich bin bald ausgerastet und habe ihn gefragt ob er eine Quittung habe, ich würde das sofort weiterleiten! Es wäre ihm nicht so recht, sagt er, es sei ja seine Schuld, er hätte es ja sofort selber bemerken müssen. So sind die Fahrgäste! Keiner beschwert sich, lieber schlucken sie das und sagen sich, na ja, Taxifahrer, was will man erwarten, besser aufpassen in Zukunft! Ja, sind denn alle Kollegen dumm, faul, aggressiv, arrogant, belästigend, halbkriminell? Ich find das zum KOTZEN!!!!!! Wegen diesen Typen habe ich seit 2002 nur den halben Verdienst, überall in Europa ist die Qualität einer Taxifahrt auf unter-aller-Kanone gesunken! All diese Typen gehören auf eine Straßenwalze oder an eine Maschine in der Fabrik und gut ist. Und die freien Lizenzen gehören eingefroren! Aber so ist der Schweizer. Es gibt Missstände in diesem Land, das einem nur so die Ohren schlackern und alles was denen einfällt ist Kleinklein, so wie dieser Busfahrer, das war die absolute Krönung dieses Scheißtages! Am Buchegg müssen wir ohnehin über die Busspur gehen, um auf den Stand zu kommen und ich bin halt 20 Meter früher drauf, weil gerade frei war und da schreit der vor allen Leuten: „So, hab ich da öppis verpasst, daas das jetzt au Taxispur isch!“ „Daas isch´d Schwiiz“, ist alles was mir dazu einfällt. Ich geb es zurück, vor allen Leuten und lach mir einen, nur. Fehlt nur noch die zweimal Ausbuchen, weil ich nach einer halben Stunde warten jeweils ganz kurz aufs Klo musste und weil es hier keine „kurze Pause“, mit Auftragsbehalt wie in Freiburg gibt und schon lange kein Auftrag aufs Handy wie in England.

Vor dem Central spielt ein unsagbar schlechte Band in einer „Bierhalle“. Ich laufe dazu auf und ab, bis ich einen geilen Blick von einem Passanten bekomme, der sich erlaubt meine Ausstattung zu prüfen. (Nein, heute habe ich die Unterhose an.) Mir fallen die Strichjungen dort alle ein und ich beschließe mich näher zum Taxi zu gesellen, um es klarer zu machen, weshalb ich auf und ab laufe. Da bin ich 48 und könnte noch den jungen Strichern Konkurrenz machen, so ein Süßer bin ich halt.

Über Jochen Lembke

Europe's cab-driving writer
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