Reitet so schnell wie der Wind, Toruk Makto ruft nach euch!

Da mich besonders die Rede Jakes reizt, wo er als Toruk Makto den Stamm zum Widerstand gegen die Himmelsleute (sky-people, ceux qui viennent du ciel) aufruft und ich diese Rede furchtbar gerne in einer adaptierten Version (Banken/EU/ Europa etwa) dreisprachig halten würde („wir senden ihnen eine Botschaft! Sie können sich nicht nehmen, was sie wollen und dass dieses Europa unser Europa ist!“ habe ich mir gestern wieder Avatar angeschaut (en francais, bien sur) und ja das ist genau das!

Wir Deutschen schauen uns Camerons Avatar an, wir schauen uns Cevin Costners „der mit dem Wolf tanzt an“ und wir gehen vollkommen darin auf, in diesen Träumen, von einem Volk, das ganz und vollkommen für sich selber da ist, das in vollkommener Harmonie, Einklang und Glück zusammenlebt, wir erleben im Kino wie es sein kann – und wir gehen wieder nach Hause und es bleibt nur ein leeres Gefühl.

Denn, wir wissen, wir sind die Weißen, wir wissen, wir sind die, gegen die in diesen Filmen gekämpft wird und wir wissen, wir haben diese Einheit nicht, wir sind die Himmelsleute und nicht der Stamm, wir sind die dreckigen und verkommenen Weißen, aus dances with wolfes, und nicht Costners Indianerstamm.

Wir gehen im Kino auf in dem Kampf der Omatekaia, wenn ich das richtig schreibe, gegen die Himmelsleute und fiebern mit ihnen mit, auf dass sie sich befreien, von dieser Invasion, wir fiebern mit dem kleinen Indianerstamm mit, indem Cevin Costner als Lieutenant whats-it´s-name, weiß ihn gerade nicht, ah, mir fällt es wieder ein, Dunbar, aufgenommen wurde und fortan auf dessen Seite gegen die weißen Eindringlinge kämpft und wir gehen zurück mach Hause oder schalten den DVD aus und sind wieder in der Realität. Enttäuscht und traurig.

In einer Realität, so furchtbar wie in back to the future, als Biff die Zeitmaschine geklaut hatte und die Gegenwart geändert hatte, in der man uns erklärt, ja, die Leute die von sich behaupten demokratisch gewählt worden zu sein, aber in Wirklichkeit, so wie vor 80 Jahren, von der Militärverwaltung eingesetzt sind – Einwanderung sei gut für dieses Land, wir seien läääääängst ein Einwanderungland und sollen das nun endlich akzeptieren, die Grünen und Linken (und andere Verräter) hätten das ja schon, nun sollen wir uns nicht mehr so haben, wir haben eine Verpflichtung gegenüber der Welt, weil wir böse Deutsche waren, so lehrt man es uns jedenfalls, und ja, ohnehin so minderwertig, dass wir eine Bereicherung geradezu brauchen! Wir sollen nicht ausländerfeindlich sein oder Rassisten, obwohl man kaum noch mehr junge Deutsche sieht auf der Straße, wir sollen doch mal einen Migranten kennen lernen, bei uns aufnehmen, ihn bewirten, deutsche Frauen können dann ja ruhig weitergehen, nach dem Essen, wir sollen dieses, wir sollen jenes.

Wir sollen akzeptieren, dass der Begriff Volk ein Begriff aus der Vergangenheit sei, etwas wovon höchstens nur noch US-Präsidenten reden dürfen in ihrer Ansprache to the American People, dass er nicht mehr zeitgemäß sei und dass wir ja globalisiert seien und uns also in Zukunft ganz nach den Bedürfnissen von Banken und multinationalen Konzernen richten müssen, das sei eben so, Nationalismus und Nationalstolz ist alleine ein Privileg der glorreichen Siegernation U$A, der Greatest Nation on Earth, in deren Glanz wir uns ja auch sonnen können, so wie die besiegten Barbaren es ja auch im Glanz des römischen Weltreichs tun konnten (wenn sie fertig waren mit Gräber schaufeln für ihre Verwandten) und der ohnehin einzigartigen tollen Nation auf Erden, Israel, besiedelt von den wahren Herrenmenschen und dass wir aber nur Dreck sind (man sagt es nicht, meint es aber), Pack und ein Problem (das sagt man sogar ganz offen), das doch froh sein könnte, wie gut es ihnen doch jetzt geht, dass man tatsächlich und allen Ernstes noch sagt, ja, die Ostdeutschen, die hat man ja auch bei uns aufnehmen müssen, so können und sollen wir das doch jetzt auch mit fremden Völkerscharen tun (eine der dreckigsten Lügen und Wahrheitsverdrehungen, die man uns je auftischte, eine die mich persönlich rotglühend vor Zorn macht!*)

Dass wir uns weiter die Ellbogen ins Gesicht rammen sollen und weiter auf uns herumtrampeln und man wenn wir nicht spuren, dann wird man eben einen jungen Ausländer auf unseren Job setzen, anstatt das wir zusammenhalten, weil wir alle Deutsche sind! Weil wir alle Teile eines Volks sind, das zusammengehört! Wir sind alle Omatekaia, wir sind alle jener Indianderstamm!

(* Ja, gerade, weil wir nicht als Volk zusammenhalten, ja, gerade, weil man sich in diesem Land ausschließlich nach den Bedürfnissen multinationaler Konzerne richtet und dass die eben im Westen angesiedelt sind, nicht im Osten, gerade deshalb wurden junge Ostdeutsche gezwungen ihre regionale Heimat zu verlassen und ihre Eltern und Familienangehörigen im Stich zu lassen!!!!)

Aber was wir wirklich sollen, das sage ich jetzt, ist zu erkennen, was mit uns gespielt wird, dieses schmutzige Spiel endlich zu durchschauen! Dass einem Volk, während es zerstört wird, Träume angeboten werden, die vielleicht den einen aufrütteln, die meisten aber in den Schlaf lullen so dass die Volkszerstörung ungehindert weitergehen kann!

Sondern, wir können eigentlich getrost diese Filme abschalten, so schön sie auch sind, wir brauchen sie nicht, denn das was in diesem Filmen gezeigt wird das können wir auch bei uns selber haben!

Wir können wieder ein Dorf sein, was zusammenhält, so wie es die gezeigten Stämme tun die füreinander da sind, ein Stadtteil, in dem jeder jeden kennt und die Leute zusammenhalten und sich gemeinsam wehren, gemeinsam wehren gegen Zerstörung ihres Lebensraums und ihrer Gemeinschaft, wir können Jake Sully aufnehmen, wir können Lieutenant Dunbar aufnehmen, aber dann müssen wir sagen, mehr können wir nicht, denn dann hören wir auf eine Gemeinschaft zu sein, die sich kennt, sich vertraut und die zusammengehört und dann müssen wir uns anfangen zu wehren, gegen die Himmelsleute, gegen die dreckigen und verkommenen weißen Soldaten und gegen die Verirrten, Fehlgeleiteten und Verräter in unseren eigenen Reihen, dann müssen wir kämpfen!

Wenn man vom deutschen Volk redet, so redet man nicht von einen monolitischen Block, der in Nürnberg Paraden abhält, der morgen schon drei Millionen Soldaten in die Sowjetunion sendet, sondern wir hoffen das Putin friedlicher ist als Stalin, der selber kurz vor der Invasion Europas stand, und wir nehmen wahr, dass es nicht das deutsche Volk ist, dass wieder deutsche Panzer kurz vor Moskau stehen hat, sondern die Verbrecherorganisation Nato, unter US-Befehl und diese wiederum unter dem Befehl der Finanzmafia, neue Beute einzufahren. Sondern man redet von den Gemeinschaften, vom Dorf, von der Kleinstadt, vom Stadtteil!

Das ist das deutsche Volk und nur in der Gesamtheit all dieser kleinen Einheiten ist es die deutsche Nation! Und das sind wir! Wir sind kein Traumvolk, gemacht aus Leinwandträumen, sondern wir sind das echte Volk, so wie es nun einmal besteht, mit unserer leidvollen Geschichte und Irrungen und Wirrungen, aber in dieser Wirklichkeit und in diesem Jahr des Herrn, 2016!

Und wir können wieder lernen zusammenzuhalten, so wie jener Indianerstamm es getan hat, so wie die Omatekaia es getan haben!

Deshalb, liebe Leser, reitet nun so schnell wie der Wind!

Und sagt den Menschen in diesem Land, Torak Makto ruft nach ihnen!

Und dass wir den Himmelsleuten, den Banken und Konzernen und deren Scheinregierungen, eine Botschaft senden!

Dass sie sich nicht mehr länger nehmen können, was sie wollen!

Und dass dieses Land 

UNSER LAND IST!!!!

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Über Jochen Lembke

Europe's cab-driving writer
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